Facebook Freundesliste und AFD-Liker - # 2
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Michelle_Engelhardt
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Re: Facebook Freundesliste und AFD„Liker
Ich finde man muss auch etwas differenzieren zwischen Facebook "Freunden" und Freunden aus dem RL. Reale Freunde würde ich sicher nicht aus meinem Leben verbannen sondern natürlich das Gespräch suchen. Es gibt ja viele, die haben hunderte bis tausende "Freunde" auf FB. Der Großteil dürften allerdings, wenn überhaupt, Bekannte sein. Ob sich da die Mühe lohnt, jene versuchen zu bekehren? Andererseits wäre ja jeder, der sich von der AFD abwendet, u. U. ein Gewinn für die Demokratie.
Liebe Grüße
Michelle
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Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
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Cybill
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Re: Facebook Freundesliste und AFD„Liker
Ich sehe es so: wer eine Sympathie für die AfD hegt, der nimmt billigend in Kauf, dass ganze Teile der Bevölkerung ausgegrenzt werden. Wir sind so ein Teil. Es beginnt mit Ausgrenzung und wie es endet wissen wir auch.
Aber Ausgrenzung ist ein Spiel, das Zwei spielen können: ich habe mich daher von meinem ältesten Freund getrennt, Kollegen, die mit dem blaubraunen Gesindel sympathisieren, bekommen von mir nur noch den Tagesgruß.
Ein tragfähiger Dialog ist mit diesen Leuten nicht möglich.
Daher diese Typen mit ihren eigenen Waffen schlagen!
#wehrhaftedemokratie
Schönes Wochenende
Cybill
Aber Ausgrenzung ist ein Spiel, das Zwei spielen können: ich habe mich daher von meinem ältesten Freund getrennt, Kollegen, die mit dem blaubraunen Gesindel sympathisieren, bekommen von mir nur noch den Tagesgruß.
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Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!
Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Jaddy
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Re: Facebook Freundesliste und AFD„Liker
Für unser Hirn sind Kontakte im Netz auch nicht viel anders als physische Begegnungen. Sprich: Kommunikation aus dem Netz kann genau so real sein wie ein Gespräch am Telefon oder in personam.
Wenn ich Twitter, Mastodon, dieses Forum oder DIscord lese (FB habe ich ganz bewusst nicht), dann ist das wie eine Mischung aus Tageszeitung und Plausch mit netten Bekannten. Und deshalb stelle ich mir schon gelegentlich die Frage, ob ich bestimmte Menschen auch an meinem Tisch im Cafe oder bei mir zum Kaffee haben wollen würde - und falls nicht: danke, tschüss. Es hab niemand ein Recht darauf, mir seine Meinung aufzudrängen. Schliesslich kostet das auch meine Nerven und Lebenszeit, die ich positiver für mich und andere einsetzen kann.
Ein großes Problem bei FB sehe ich in der Vermischung der Zirkel. In der physischen Welt wechseln wir mit dem Kontext auch die Erwartungen, die Themen, den Grad der Vertraulichkeit. Wir sind die gleiche Person, aber blenden bestimmte Dinge aus. Im Netz verhalte ich mich auch unterschiedlich in verschiedenen Kanälen, weil die Räume unterschiedliche Atmosphären haben. Facebook vermischt alles. Das ist auch Absicht. FB will keine getrennten, privaten Räume, sondern alles was von einem Account, also der gleichen Person kommt, wird auf die gleiche Ebene gezerrt. Selbst wenn 1 verschiedene Accounts dort pflegt, verknüpft FB dies im Hintergrund(1), so dass private Freundeskreise, berufliche Kontakte und persönliche relevante Themen vermischt werden. Das Ergebnis ist dann in der Timeline. Facebooks Prinzip ist, dass alle User"¢innen mit all ihren Aspekten komplett öffentlich sind. Das System ist das Tratschmaul der Nachbarschaft, das dir ungefragt irgendwelche Gerüchte ins Ohr brüllt. Und zwar umso mehr, je mehr andere Nachbarn schon drauf reagiert haben. Nur das erzeugt die optimale Aufmerksamkeit und die Daueraufregung, aus der FB seine Gewinne schöpft.
Von daher ist hartes Ausblenden für mich eine Sache der eigenen Psychohygiene. Ich blocke gleich FB und WA komplett - so wie ich auch keine "Bild" lese.
(1) FB und WA nehmen sich das Recht heraus, alle verfügbaren Kontakte zu verknüpfen, die sie von dir kriegen können. WA liest alle deine Telefonkontakte und plötzlich kriegst du die Themen und Ansichten deiner Friseur"¢in in FB angezeigt.
Wenn ich Twitter, Mastodon, dieses Forum oder DIscord lese (FB habe ich ganz bewusst nicht), dann ist das wie eine Mischung aus Tageszeitung und Plausch mit netten Bekannten. Und deshalb stelle ich mir schon gelegentlich die Frage, ob ich bestimmte Menschen auch an meinem Tisch im Cafe oder bei mir zum Kaffee haben wollen würde - und falls nicht: danke, tschüss. Es hab niemand ein Recht darauf, mir seine Meinung aufzudrängen. Schliesslich kostet das auch meine Nerven und Lebenszeit, die ich positiver für mich und andere einsetzen kann.
Ein großes Problem bei FB sehe ich in der Vermischung der Zirkel. In der physischen Welt wechseln wir mit dem Kontext auch die Erwartungen, die Themen, den Grad der Vertraulichkeit. Wir sind die gleiche Person, aber blenden bestimmte Dinge aus. Im Netz verhalte ich mich auch unterschiedlich in verschiedenen Kanälen, weil die Räume unterschiedliche Atmosphären haben. Facebook vermischt alles. Das ist auch Absicht. FB will keine getrennten, privaten Räume, sondern alles was von einem Account, also der gleichen Person kommt, wird auf die gleiche Ebene gezerrt. Selbst wenn 1 verschiedene Accounts dort pflegt, verknüpft FB dies im Hintergrund(1), so dass private Freundeskreise, berufliche Kontakte und persönliche relevante Themen vermischt werden. Das Ergebnis ist dann in der Timeline. Facebooks Prinzip ist, dass alle User"¢innen mit all ihren Aspekten komplett öffentlich sind. Das System ist das Tratschmaul der Nachbarschaft, das dir ungefragt irgendwelche Gerüchte ins Ohr brüllt. Und zwar umso mehr, je mehr andere Nachbarn schon drauf reagiert haben. Nur das erzeugt die optimale Aufmerksamkeit und die Daueraufregung, aus der FB seine Gewinne schöpft.
Von daher ist hartes Ausblenden für mich eine Sache der eigenen Psychohygiene. Ich blocke gleich FB und WA komplett - so wie ich auch keine "Bild" lese.
(1) FB und WA nehmen sich das Recht heraus, alle verfügbaren Kontakte zu verknüpfen, die sie von dir kriegen können. WA liest alle deine Telefonkontakte und plötzlich kriegst du die Themen und Ansichten deiner Friseur"¢in in FB angezeigt.
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ExuserIn-2021-04-19
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Re: Facebook Freundesliste und AFD„Liker
Hallo Cybill,Cybill hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 08:43 Ich sehe es so: wer eine Sympathie für die AfD hegt, der nimmt billigend in Kauf, dass ganze Teile der Bevölkerung ausgegrenzt werden. Wir sind so ein Teil. Es beginnt mit Ausgrenzung und wie es endet wissen wir auch.
Aber Ausgrenzung ist ein Spiel, das Zwei spielen können: ich habe mich daher von meinem ältesten Freund getrennt, Kollegen, die mit dem blaubraunen Gesindel sympathisieren, bekommen von mir nur noch den Tagesgruß.
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Schönes Wochenende
Cybill
ich bewundere deine konsequente Haltung und du hast natürlich recht, wir wissen ja, wie es vor 1933 gelaufen ist. Hätte es damals mehr Menschen wie dich gegeben, hätte man Schlimmes verhindern können.
Aber tut es nicht sehr weh, wenn man sich von seinem ältesten Freund trennen muss. Er wird ja nicht ohne Grund dein ältester Freund gewesen sein.
Ich habe da Bauchschmerzen, leide aber auch sehr, wenn meine Freunde so schreckliche politische Ansichten äußern.
Während ich dies schreibe, fällt mir auf, dass es vor allem die Frauen unter meinen Freunden und Bekannten sind, die ich nicht aufgeben mag. Bei Männern fällt es mir gar nicht schwer. Vielleicht liegt es daran, dass emotionale Bindungen zu Frauen für mich viel tiefer sind und die Freundschaften mit Männern eher oberflächlich. Muss ich nochmal drüber nachdenken.
Liebe Grüße und auch ein schönes Wochenende
Katja
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Joe95
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Re: Facebook Freundesliste und AFD„Liker
Ich habe die Diskussion auf Facebook zwar nicht komplett verfolgt (sorry, teilweise zu heftig), aber mir ist einiges aufgefallen:
Diese Menschen finden da ein, zwei Sachen, die sie für positiv halten und bei dem Rest denken sie sowas in der Art wie "wird schon nicht so schlimm werden".
Begreifen kann man das nicht, aber die glauben das scheinbar wirklich.
Aus meiner Sicht hat das ganze mehr was von einer Sekte als von einer Partei.
Eben genau das nicht.Cybill hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 08:43 wer eine Sympathie für die AfD hegt, der nimmt billigend in Kauf, dass ganze Teile der Bevölkerung ausgegrenzt werden.
Diese Menschen finden da ein, zwei Sachen, die sie für positiv halten und bei dem Rest denken sie sowas in der Art wie "wird schon nicht so schlimm werden".
Begreifen kann man das nicht, aber die glauben das scheinbar wirklich.
Ja, man bekommt einen Drang zu sagen "weg damit, so weit wie möglich", aber ausgrenzen ist wie wegschauen und das macht mir noch mehr Angst, weil sie ja nicht wirklich weg sind.Cybill hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 08:43 Aber Ausgrenzung ist ein Spiel, das Zwei spielen können: ich habe mich daher von meinem ältesten Freund getrennt, Kollegen, die mit dem blaubraunen Gesindel sympathisieren, bekommen von mir nur noch den Tagesgruß.
Genau das ist das Problem.Cybill hat geschrieben: Fr 29. Nov 2019, 08:43 Ein tragfähiger Dialog ist mit diesen Leuten nicht möglich.
Aus meiner Sicht hat das ganze mehr was von einer Sekte als von einer Partei.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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ExuserIn-2020-10-20
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Re: Facebook Freundesliste und AFD„Liker
Ich bin nicht bei Facebook. Habe aber in persönlichen Gesprächen im weiteren Umfeld feststellen müssen, diese Leute
sind nicht auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Die sehen in verschiedenen Minderheiten eine ungewöhnlich hohe Gefährdung,
selbst da wo keine Gefährdung besteht. Da helfen keine beweisbaren Fakten, die deren Meinung engegenstehen. Die sind Beratungsresistent.
Hier ist die Politik gefordert. Minderheiten die sich an bestehende Gesetze halten, gehören entsprechend geschützt. Leute wie Anhänger der AFD,
die ganz offen Propaganda gegen z.B. LGBT's machen müssen mit den zur Verfügung stehenden gesetzlichen Miteln in die Schranken verwiesen werden.
Ich finde das wird zur Zeit nicht konsequent genug durchgeführt. Der Verfassungsschutz beobachtet, hier ist längst Handeln angebracht.
sind nicht auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Die sehen in verschiedenen Minderheiten eine ungewöhnlich hohe Gefährdung,
selbst da wo keine Gefährdung besteht. Da helfen keine beweisbaren Fakten, die deren Meinung engegenstehen. Die sind Beratungsresistent.
Hier ist die Politik gefordert. Minderheiten die sich an bestehende Gesetze halten, gehören entsprechend geschützt. Leute wie Anhänger der AFD,
die ganz offen Propaganda gegen z.B. LGBT's machen müssen mit den zur Verfügung stehenden gesetzlichen Miteln in die Schranken verwiesen werden.
Ich finde das wird zur Zeit nicht konsequent genug durchgeführt. Der Verfassungsschutz beobachtet, hier ist längst Handeln angebracht.
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Marlene K.
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Re: Facebook Freundesliste und AFD„Liker
Ich nutze Facebook vorwiegend zur Veröffentlichung meiner Bilder und zum Wahrnehmen der queeren Welt, also politisch. Private Dinge teile ich dort, und das auch nur selten, im Privatchat. Meist weiche ich schnell auf andere Kommunikationswege aus. Mein E-Mail und Telefon funktionieren noch, auch wenn dies altmodisch ist. Die besten Gespräche ergeben sich immer noch im realen Leben...
Das zum politisch korrekten Facebook-Bashing...
Wenn ich merke, dass einer meiner Bekannten anfängt, oft durch Partner*innen beeinflusst, an Verschwörungstheorien und ähnliche vereinfachende Weltbilder zu glauben, versuche ich zunächst mit Argumenten zu überzeugen. Ab dem Punkt, wo ich merke, es geht nur noch um Glaubensfragen und nicht mehr um Tatsachen, breche ich den Kontakt konsequent ab. Das geschieht sogar oft vor dem offenen Eintreten für die AfD und auch bei als links gewerteten Dogmen, wobei ich als ehere links-grün Orientierte beide Seiten explizit nicht gleichsetze.
Ja, ich finde es vollkommen richtig offen für die AfD eintretende Menschen aus dem Kreis der Bekannten und Freunde auszuschließen, egal in welchem Forum. Glücklicherweise habe ich niemanden in der Familie, der so denkt, sonst bekäme ich, je nach dem wie nah Mensch mir ist, ein Problem...
Das zum politisch korrekten Facebook-Bashing...
Wenn ich merke, dass einer meiner Bekannten anfängt, oft durch Partner*innen beeinflusst, an Verschwörungstheorien und ähnliche vereinfachende Weltbilder zu glauben, versuche ich zunächst mit Argumenten zu überzeugen. Ab dem Punkt, wo ich merke, es geht nur noch um Glaubensfragen und nicht mehr um Tatsachen, breche ich den Kontakt konsequent ab. Das geschieht sogar oft vor dem offenen Eintreten für die AfD und auch bei als links gewerteten Dogmen, wobei ich als ehere links-grün Orientierte beide Seiten explizit nicht gleichsetze.
Ja, ich finde es vollkommen richtig offen für die AfD eintretende Menschen aus dem Kreis der Bekannten und Freunde auszuschließen, egal in welchem Forum. Glücklicherweise habe ich niemanden in der Familie, der so denkt, sonst bekäme ich, je nach dem wie nah Mensch mir ist, ein Problem...
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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Simone_CD
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Re: Facebook Freundesliste und AFD„Liker
Sehe es auch so,Freundesliste ausmisten ist der einzige Weg.Da waren bei mir auch Leute drunter die ich mal sehr geschätzt oder mit denen ich mal gearbeitet habe.Die sind aber nicht von heute auf morgen so geworden,mit dem erstarken der Rechtspopulisten haben die ers die Maske fallen lassen.