Verlauf des evtl. Trans*Wegs
Verlauf des evtl. Trans*Wegs - # 2

Jaddy
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 16 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Also sorry, nein. Befindlichkeiten hin oder her: Wenn etwas geschrieben wird, dann steht es auch zur Diskussion. Respektvoll, inhaltlich, konstruktiv, aber eben auch kritisch. Ganz besonders wenn es um Sachthemen geht. Umso mehr, wenn es um Infos für nicht so erfahrene Menschen geht.

Mein ganz genereller Kritikpunkt an dem Plakat besteht nach wie vor: Es sieht nach einem festen Fahrplan aus, den eins zum Datum D beginnt und in D+24 Monaten "fertig" ist.

Das gilt maximal für trans Personen, die
  • sich bereits ihrer Sache, Identität, Gender 150% sicher und
  • innerlich bereits im eigenen Geschlecht angekommen sind
  • eine binäre Transition anstreben
  • nach TSG vorgehen
  • alle Optionen ausschöpfen, Hormone, Coming Out, Name/Gendermarker, Stimme, OPs, etc
  • super kompakt, ohne Verzögerungen und Wartezeiten durchmarschieren
Das gilt bei weitem nicht für alle. In meinem Umfeld vielleicht nicht mal für die Hälfte. Die anderen
  • bleiben aufgrund familiärer, sozialer, materieller oder gesundheitlicher Gründe bei Teilmaßnahmen
  • sind sich nicht sicher, dass eine Transition ihr Leben wirklich verbessert, aber sind genauso innerlich trans und brauchen da u.U. auch Betreuung
  • sind nicht binär können deshalb eigentlich keine offizielle Transition machen (immerhin ca. 30% aller Klient"¢innen in trans-bezogenen Therapien)
  • haben nicht die Resourcen, psychisch oder monetär für den ganzen Aufwand
  • nutzen -§45b statt TSG oder
  • zahlen Hormone oder Epi oder OPs selbst
  • wechseln statt Coming Out lieber Job, Wohnort, etc.
  • gehen schrittweise vor, unterbrechen oder bleiben bei einem gewissen Stadium, weil sie zufrieden mit dem erreichten sind
Diese Einschränkungen, bzw Öffnung für Varianten fehlt mir deutlich.

Strukturell ist die Darstellung als ein linearer Weg aus meiner Sicht unzutreffend. Es gibt mindestens drei Spuren:
  1. die persönliche: Coming Out und das eigene Umfeld betreffend
  2. die medizinsche: Hormone, OPs, Stimme, Epi, andere Kosmetik
  3. die rechtliche: Name, Gendermarker, (alte) Papiere umschreiben
Diese Spuren laufen weitgehend unabhängig voneinander und das sollte allen Leser"¢innen eines Info-Plakats daraus klar werden. TSG regelt nur Name und Personenstand, nichts medizinisches. Dass der MDK die Gutachten für's Gericht auch haben will ist nicht zwingend, sondern quasi Convenience-Faktor, der aber nur greift, wenn die Person auch den TSG-rechtlichen Weg der Namens- und Personenstandsänderung gehen will. Die anderen - ohne Änderung oder nach -§45b - sind hier gekniffen.

Im einzelnen fehlt mir zu allererst die Orientierungsphase. Sich über sich selbst klar werden. Wer bin ich, was bin ich, was könnte ich sein, was will ich erreichen, wie möchte ich leben, warum will ich das. Unterstützung durch Peer-Beratung, Selbsthilfegruppen, wirklich qualifizierte Therapeut"¢innen, also keine Attest-Abnicker"¢innen.

Dann fehlt das innere Coming Out. "Ja, ich bin irgendwie trans".

Äussere Coming Outs sind keine zwingende Voraussetzung. Manche wechseln den Freudeskreis oder brechen erst mal den Kontakt zur Familie ab. Manche gehen sehr weit in die Therapien und Maßnahmen, bevor sie irgendwem irgendetwas offenbaren.

Es ist übrigens ein "Indikationsschreiben", kein "Integrationsschreiben"...

Die Indikation ist nicht zwingend für Hormone oder kosmetische Maßnahmen - sofern eins sie zum Beispiel selbst bezahlt. Ichhab das so gemacht (Epilation, Hormone zu Beginn). Alle Ärzt"¢innen dürfen theoretisch Hormone verschreiben. Mein Endo rechnet mich auf Kasse ab, mit Rezepten und bester Betreuung, ohne Psycho-Indikation.

Nach der neuen Leitlinie können Hormone und kosmetische Maßnahmen, selbst Mastektomien schon als Unterstützung zum Alltagstest empfohlen und über die medizinische Spur (oder selbstzahlend) sehr früh gemacht werden. Ich kenne etliche trans Männer und AFAB Enbys, die sich mit einer Mastek bereits körperlich "fertig" fühlen, mit oder ohne Hormone. Da ist die medizinische Spur dann zu Ende.

"Die Transsexuellen-Sprechstunde" ist wohl ein Spezifikum irgendwo. Krankenhäuser und Operateur"¢innen kommen erst bei OPs zum tragen.

Dass der Alltagstest nicht mehr zwingend für irgendwas ist, kommt mir da nicht genug raus. Dass die 18 Monate Psychotherapie höchstens für die Kostenübernahme der Genital-OPs gilt, auch nicht.

"90% des Trans*wegs" deutet wieder an, nach einem kalendarischen Plan irgendwie "fertig" zu sein. Der "Lebensweg als Transperson" ("trans Person"?) beginnt aber im Kopf, sehr früh (mit dem inneren Coming Out), aber endet nicht mit OPs und neuem Perso. Die Illusion, auf magische Weise per OP ein anderer Mensch und spontan glücklich zu werden, führt regelmässig zu Enttäuschungen und depressiven Phasen.

Die Zeile ganz unten, "ggf. [zu] Abweichungen", hat also gute Chancen, die Untertreibung des Jahrhunderts zu werden.
Sahara65
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 17 im Thema

Beitrag von Sahara65 »

Jaddy hat geschrieben: Fr 15. Nov 2019, 23:05 "90% des Trans*wegs" deutet wieder an, nach einem kalendarischen Plan irgendwie "fertig" zu sein.
Nein keines wegs, du legst dir auch viel zurecht wie du es siehst oder es für dich benötigst.


die meisten unserer schritte erfolgen aus der persönlich logik, sicherlich ist ein leitfaden hilfreich.
aber für keinen ein muss.
idr gehen wir, so denke ich, alle in der ungefähren reihenfolge diesen weg.
Bea Magdalena
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 18 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Dankeschön, *, für die bildliche Darstellung Deines Trans*Weges.

Ich möchte gerne ein paar meiner Gedanken zu dem Thema schreiben.

Trans* ist meiner Meinung nach, wenn mein Geburtsgeschlecht nicht mit meinem gefühlten Geschlecht übereinstimmt. (als kleinster gemeinsamer Nenner)
Das kann zu 100%, oder auch nur phasenweise (Zeit) sein.
Dabei gibt es meiner Meinung nach unter Transmenschen eine genauso große Vielfalt, wie es sie unter Menschen im allgemeinen auch gibt.

Wenn vom Trans*Weg gesprochen wird, dann impliziert das für mich auch ein Trans*Ziel. Da glaube ich auch nicht, dass es DAS ZIEL so gibt. Das Ziel ist für mich dann erreicht, wenn ich von mir sagen kann, ich bin zufrieden, so wie es jetzt ist. Das kann individuell an jedem Punkt der aufgezeigten Wegstrecke sein. Genauso wenig muss das Ziel für alle Zeit das gleiche bleiben, es kann sich natürlich auch anpassen.

Für einige, vielleicht viele, so wie für Dich, ist Deine Darstellung des Trans*Weges genau so zutreffend, ich finde das auch sehr gut, nur allgemein und für jeden gültig würde ich die Grafik nicht erklären wollen.
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
Jaddy
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 19 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Sahara65 hat geschrieben: Sa 16. Nov 2019, 00:37
Jaddy hat geschrieben: Fr 15. Nov 2019, 23:05 "90% des Trans*wegs" deutet wieder an, nach einem kalendarischen Plan irgendwie "fertig" zu sein.
Nein keines wegs, du legst dir auch viel zurecht wie du es siehst oder es für dich benötigst.
die meisten unserer schritte erfolgen aus der persönlich logik, sicherlich ist ein leitfaden hilfreich.
aber für keinen ein muss.
idr gehen wir, so denke ich, alle in der ungefähren reihenfolge diesen weg.
Ich beschreibe, was ich sehe, direkt höre und an mir erlebt habe.
  • das Phänomen der, ich nenne es mal post-GaOP-Depri, habe ich mehrfach im Bekanntenkreis erlebt. Alles abgehakt aber es fühlt sich immer noch nicht "fertig" an. Diverse Probleme haben sich trotz gehorsamer Regelbefolgung nicht in Luft aufgelöst. "Was ist falsch mit mir. Die anderen in der SHG haben doch gesagt, wenn ich erst fertig bin ist alles gut..."
  • Diverse trans Männer in meinem Freundeskreis beschränken sich körperlich auf Hormone und Mastektomie, weil die Genital-OPs aufwändig und risikoreich sind. Dazu braucht es nicht unbedingt die ganze Gutachterei. Wenn der -§45b zur Vornamensänderung funktioniert, kommen sie möglicherweise völlig ohne MDK aus.
  • statistische 30% der Menschen, die bei trans Therapeut"¢innen auftauchen, haben als nicht-binäre nach dem Schema höchstens die Wahl der weniger blöden Alternative - wenn sie sich glaubhaft als binäre ausgeben. Keine Ahnung, wie viele gar nicht erst auftauchen, weil wie bei mir...
  • ... solche Fahrpläne mir 30 Jahre lang erzählt haben, dass ich ja gar nicht "hinreichend trans" sei. Motto: Ganz oder gar nicht. Obwohl ich immer recht viele trans Personen im Umfeld hatte. Die hatten aber ähnlich wie Du vielleicht auch nichts anderes als diesen Weg im Kopf.
Das heisst: "Dieser Weg" passt "idr" auf bereits fest orientierte, binäre trans-weibliche Personen, die das volle Programm nach TSG und mit Bezahlung durch die KK wollen. Dadurch fallen nicht wenige, sondern geschätzte 40% Menschen raus, die aus den von mir genannten und vielen weiteren Gründen nicht in dieses Schema passen.

In der öffentlichen Wahrnehmung, in vielen Medienberichten und leider auch in vielen Selbsthilfegruppen und von Therapeut"¢innen wird auch bevorzugt diese scheinbare Mehrheit "bedient". Und siehe da, auch hier.

Und was ist mit den übrigen 40+%? Die nicht so genau wissen, wo sie hingehören, wie sie ihren persönlichen Konflikt mit dem zugeschriebenen Geschlecht und ihrem Körper lösen? Die auf Therapeut"¢innen treffen, die ihnen auch solche Fahrpläne zeigen? Ist es wirklich okay, die einfach zu ignorieren? Finde ich nicht.

Es wäre deshalb wirklich angebracht, wenn es schon nicht als offenes, mehrspuriges, selbstbestimmtes Bausteinsystem dargestellt wird, wenigstens deutlich klar zu stellen, dass es eben nur eine Form idealer Expressweg für eine bestimmte Personengruppe ist und kein Pflichtprogramm zum abhaken und fertig.
ExuserIn-2019-12-22

Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Auf den fachlichen Inhalt wurde ja nun schon zur genüge eingegangen.

Mich stört immer noch die Formatierung des Textes und das allgemeine Layout, welche den Flyer leider nicht bequem zu lesen machen. Formulierungsfehler wie Trans*Weg an Stelle von trans* Weg oder Transperson an Stelle von trans(*) Person. Psychologenzeitraum, Integrationsschreiben und Sonstiges.

Wenn das hier Dein exklusives Thema ist, dann erwarte ich auch ein bisschen mehr Einsatz, wenn man sich schon rigoros gegen andere Meinungen sträubt.


Und ich finde es schade, dass ein mir bekanntes Forenmitglied nach diesem Flyer leider immer nur für 90% Angekommen bleiben wird, weil sie sich nicht operieren lassen möchte...
Michaela M.
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 21 im Thema

Beitrag von Michaela M. »

Keks-Marie hat geschrieben: Sa 16. Nov 2019, 02:16 Auf den fachlichen Inhalt wurde ja nun schon zur genüge eingegangen.

Mich stört immer noch die Formatierung des Textes und das allgemeine Layout, welche den Flyer leider nicht bequem zu lesen machen. Formulierungsfehler wie Trans*Weg an Stelle von trans* Weg oder Transperson an Stelle von trans(*) Person. Psychologenzeitraum, Integrationsschreiben und Sonstiges.

Wenn das hier Dein exklusives Thema ist, dann erwarte ich auch ein bisschen mehr Einsatz, wenn man sich schon rigoros gegen andere Meinungen sträubt.
Hallo Keks Marie!
Warum machst du nicht einfach einen eigenen Entwurf, einen Leitfaden so wie du ihn dir vorstellst? Dann könnte man doch einfach beide miteinander vergleichen. Vorher vielleicht im Forum etc. fragen, Ideen, Vorschläge einholen was besser gemacht werden könnte, dringend mit rein sollte usw. Danach kann man dann für sich wählen, welcher der beiden Entwürfe man am besten findet. Es könnte dann eventuell auch eine fachliche, kontruktive Diskussion geführt werden, was noch verbessert oder geändert werden könnte.
Es soll ja nur ein Hilfsmittel sein, eine Orientierung, ein Wegweiser, wo der eine oder andere mal nach rechts oder links abbiegen muss, um an sein eigenes, für sich gestecktes Ziel zu kommen. Man wird es selbstverständlich nie schaffen, dass solch ein Leitfaden 100 % der Fragen abdeckt.

Gruß
Michaela M.
"Wer lächelt statt zu toben ist immer der Stärkere" japanisches Sprichwort.
ExuserIn-2019-12-22

Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 22 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Michaela M. hat geschrieben: Sa 16. Nov 2019, 02:55
Keks-Marie hat geschrieben: Sa 16. Nov 2019, 02:16 Auf den fachlichen Inhalt wurde ja nun schon zur genüge eingegangen.

Mich stört immer noch die Formatierung des Textes und das allgemeine Layout, welche den Flyer leider nicht bequem zu lesen machen. Formulierungsfehler wie Trans*Weg an Stelle von trans* Weg oder Transperson an Stelle von trans(*) Person. Psychologenzeitraum, Integrationsschreiben und Sonstiges.

Wenn das hier Dein exklusives Thema ist, dann erwarte ich auch ein bisschen mehr Einsatz, wenn man sich schon rigoros gegen andere Meinungen sträubt.
Hallo Keks Marie!
Warum machst du nicht einfach einen eigenen Entwurf, einen Leitfaden so wie du ihn dir vorstellst? Dann könnte man doch einfach beide miteinander vergleichen. Vorher vielleicht im Forum etc. fragen, Ideen, Vorschläge einholen was besser gemacht werden könnte, dringend mit rein sollte usw. Danach kann man dann für sich wählen, welcher der beiden Entwürfe man am besten findet. Es könnte dann eventuell auch eine fachliche, kontruktive Diskussion geführt werden, was noch verbessert oder geändert werden könnte.
Es soll ja nur ein Hilfsmittel sein, eine Orientierung, ein Wegweiser, wo der eine oder andere mal nach rechts oder links abbiegen muss, um an sein eigenes, für sich gestecktes Ziel zu kommen. Man wird es selbstverständlich nie schaffen, dass solch ein Leitfaden 100 % der Fragen abdeckt.

Gruß
Michaela M.
Hatte ich, war hier aber leider unerwünscht.
Jasmin_35
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 23 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Ich möchte mich hier den Kritiken anschließen. Ich habe auch mal gedanklich versucht das in einen Ablaufg zu gießen, aber schnell festgestellt, das es nicht DEN Weg gibt, geschweige denn Prozentzahlen oder sonst was wann etwas abgeschlossen ist.

Das fängt schon ganz oben an (auf die völlig falschen Begrifflichkeiten, wie arie es schon erwähnt hat, gehe ich an dieser Stelle nicht ein. Es gibt leute, die beginnen erst die Therapie, es gibt leute die fangen mit der sozialen Transition weit vor dem Coming Out und der Therapie an, ja wo ist eigetlich die soziale Transition bzw die Sozialisation im sog. "Zielgeschlecht"?

Weiter geht es: Ein vereinbaren einen Endokrinologietermins ist hinreichend sinnfrei, wenn der Therapeut bereits signalisiert hat, das die Indikation länger dauern wird, als der Termin stattfinden wird. Eben aus dem wichtigsten Grund von allem, weil ein Mensch einfach noch nicht soweit ist, um sich diesem zusätzlichen Psychischen Stress aussetzen zu können.

Das klingt schnell nach, mach dies und mach das und dann bist du fertig oder glücklich. Wir alle wissen, das es so nicht läuft.

Außerdem ist es bei vielen Therapeuten offenbar so (hörensagen), das die ein vollständiges Coming-Out (ich finde dieses Wort einfach bescheuert), also auch am Arbeitsplatz oder besser gesagt im weiteren Umfeld wünschen, bevor sie die nächsten Schritte einleiten.

Dann der nächste Punkt, warum muss man nach 12 Monaten die VÄ/PÄ beantragen? Das kann man genauso gut direkt am Anfang oder zu jedem anderen Zeitpunkt machen. Ich habs bei Monat 3 beantragt und stehe nun kurz vor der Anhörung und dem Beschluss. Hier greif ich auch gleich einen der letzten Punkte in dem Flyer auf. Wer sagt, das kurz vor 24 Monate nach beginn mit allem die Transition zu 90% abgeschlossen ist? Bei einigen wird es deutlich anders sein. Da hier auch wieder jede/r nur für sich sprechen kann, kann ich für mich sagen: Ich bin jetzt schon persönlich gefühl bei annähernd 95% Abschluss meiner persönlichen Transition und das hat verschiedene Gründe. Das habe ich bisher auch nicht an irgendwas im Vorfeld festgemacht, weil das unsinn ist und enttäuschungen vorprogrammiert sind, das kann ich nur jetzt aus meinem aktuellen Standpunkt sagen, an dem ich stehe und das verändert sich auch kontinuierlich, bzw hat sich bis hierher kontinuierlich verändert, je nachdem wie ich in den Spiegel geschaut hab und auch Reaktionen und Meinungen von außenstehenden bekommen hab.


Auch kann man bei der Antragsstellung für die KÜ bei der KK bei 18 Monaten nur von dem frühestmöglichen Termin sprechen und es nicht so darstellen, als muss man es machen. Auch finde ich, das der Flyer suggeriert alles so schnell wie möglich durchzuziehen und viele machen es dann auch so und hören nicht mehr auf sich und genießen nicht mehr das Leben dazwischen, sondern leben nur noch auf irgendwelche Ziele hin um endlich glücklich mit sich zu sein.

Beginn Operative Angleichung suggeriert auch, das man dies dann auch unbedingt gemacht haben muss, um den Trans*weg irgendwie geartet abzuschließen.

In der Fußzeile steht dann noch, das es ggf. zu Abweichungen kommen kann, es sollte eher heißen, das es definitiv zu Abweichungen kommen wird. Das mag vielleicht dein Weg so gewesen zu sein, aber mein Weg sieht bisher schon ganz anders auch und wenn ich mich hier im Forum oder sonst wo umsehe, sind die anderen Wege auch komplett verschieden und es lässt sich keine Schablone über die verschiedenen Wege legen. Bei Transmännern kommt noch hinzu, das es nochmal ganz anders läuft, was ist mit denen? Die tauchen auf dem Flyer gar nicht auf, gibt es keine? Brauchen die keinen Orientierungsflyer?

Ich habe inzwischen auch die Erfahrung gemacht, das die Leute die Hilfe möchten, bei der Auswahl der nächsten Schritte mich oder andere einfach fragen und dabei hab ich die Erfahrung gemacht, das da schon die Unterschiede anfangen. Ich kann zwar erzählen, was ich getan hab, andere machen es dann aber schon ganz anders.

Wo ist der Punkt Bart Epilation? Eines der wichtigsten Punkte für mich z.b., den ich weit vor Beginn von allem begonnen hab.

Es braucht keine Übersicht über irgendeinen Verlauf, höchstens eine Übersicht über die Möglichkeiten, insbesondere eine Zeitleiste ist völlig fehl am Platz.
Hallo allen Nei-­dern,

was ist mit euch los seit Jahren gibt es keine geeignete Infos in schnell Übersicht (Verlauf des evtl. Trans*Wegs) und plötzlich habt ihr alle nichts besseres zu machen als das Thema vollständig runder zu machen und meine arbeit für eure auszugeben.

Ich werde das Thema rausnehmen vollständig löschen lassen Ihr könnt dann euer eigenes machen

Ihr sohltet euch sowas von schämen genau so etwas verursacht das viele Betroffene keine eigenen Berichte und Infos Posten.

Ich möchte mich bei allen bedanken die meine transweg_flyer wert geschätzt haben

LG *
Und das und diese Art halte ich (sorry) echt für das allerletzte. Wie schon gesagt wurde, man kann nicht erwarten, das wenn man etwas macht, man nur bejubelt wird, sondern, das es auch kritik gibt, das zeigt aber einmal mehr, das du nicht kritikfähig bist und das ist schade.

Naja, wenn der Thread gelöscht wird, zeigt es mir einmal mehr, das ich hier mit meinem Text meine private Zeit verschwendet hab und es in Zukunft einfach gleich lassen werde überhaupt noch etwas zu posten. :roll:
Liebe Grüße Jasmin
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 24 im Thema

Beitrag von Frieda »

Jasmin_35 hat geschrieben: Sa 16. Nov 2019, 06:15 Naja, wenn der Thread gelöscht wird, zeigt es mir einmal mehr, das ich hier mit meinem Text meine private Zeit verschwendet hab und es in Zukunft einfach gleich lassen werde überhaupt noch etwas zu posten. :roll:
Absolut nicht liebe Jasmin❣️
Denn wenn auch nur ein einziges Wesen (ob Mitglied oder nicht) deine Worte hier gelesen hat, ist deine Mühe niemals vergebens gewesen...von niemandem übrigens ❣️

Namaste 🙏
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•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 25 im Thema

Beitrag von Frieda »

XYZ hat geschrieben: Sa 16. Nov 2019, 06:24 ...
Für mich ist nichts Verschwendung oder Vergeudung, wenn jemand (egal wer) hier seine Gedanken, Gefühle, Emotionen, Ideen uns respektvoll mitteilen möchte ❣️
Auch deine Ausführungen sind es wert gelesen zu werden liebe *❣️


Wichtig ist unsere Wortwahl und unser Respekt den wir uns wünschen und den wir auch anderen entgegen bringen wollen/können /sollten.

Namaste 🙏
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 26 im Thema

Beitrag von Frieda »

XYZ hat geschrieben: Sa 16. Nov 2019, 06:48 das ich den Beitrag löschen lasse ist mein Recht darauf
Absolut *, darum geht es mir auch gar nicht.
Ich verstehe deine Gefühle und ich verstehe ebenfalls die Gefühle der anderen Betroffenen hier.

Ich kann auch deine Worte nachvollziehen die du über das Schweigen angesprochen hast.
Es geht sehr sehr vielen so, mich eingeschlossen. Wir haben Alle schon einmal (so denke ich) solche Situationen wie diese gerade durchlebt. Und jede(r) muss es für sich selbst herausfinden ob er/sie gehen, bleiben, schweigen oder hier reden möchte.
In meiner Wahrnehmung ist oft nicht nur die Situation bzw das Thema an sich was verletzt, sondern unsere Worte die wir wählen, also der Umgang den wir miteinander pflegen. Auch unsere "Gegner" haben es verdient, dass wir uns um eine respektvolle Wortwahl bemühen. Ich selbst schließe mich nicht aus, dass mir dies nicht immer gelingt, und es ist wichtig dies zu wissen, damit wir wachsen können.
Es tut weh ja, aber wir können mit solchen Erlebnissen echt uns weiter entwickeln, wenn wir es denn auch wollen❣️

Namaste 🙏
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 27 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Ich möchte zu diesem Thema noch anmerken, bitte:

Wenn wir unsere Entwicklung mit irgendeinem Maßstab (Weg) vergleichen oder vergleichen lassen, dann ist das für mich schlichtweg Entmenschlichung!

Sie sollen in meiner Wahrnehmung lediglich Möglichkeiten aufzeigen.
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
ExuserIn-2019-12-22

Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 28 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

XYZ hat geschrieben: Sa 16. Nov 2019, 05:47 Hallo allen Nei-­dern,

was ist mit euch los (...) und plötzlich habt ihr alle nichts besseres zu machen als das Thema vollständig runder zu machen und meine arbeit für eure auszugeben

Hallo *,

dein respektloser Umgang sorgt dafür, das ich mit meiner Kritik nicht zurückhalte. Nach der Art "Wie man in den Wald schreit, schallt es auch zurück."
Du hattest geplant deinen Flyer zu veröffentlichen und es gab nun mal berechtigte Kritikpunkte.
Als trans Personen betrifft uns dieses Thema, es ist unser Recht auf Fehler hinzuweisen. Und NIEMAND hier hat deine Arbeit als die eigene ausgegeben. Wie kommst du darauf?

Liebe Grüße
Anne-Mette
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 29 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

leider ist in einigen Beiträgen der respektvolle Umgang mit der Themenstarterin zu vermissen.

Es ist schwer, einen Leitfaden zu erstellen; denn auch wenn es Leitlinien und (mehr oder weniger) offizielle Wegbeschreibungen gibt, ist es selbst
in der Beratung transsexueller Menschen schwer, so zu beraten, dass ein "Trans-Weg" möglichst realistisch aufgezeigt wird.

Oftmals melden sich die Betroffenen nach kurzer Zeit mit solchen Sätzen: "... aber im Internet". "X hat die Hormone aber sofort erhalten", "... ich habe aber gehört"...
Insofern ist jeder "Leitfaden", egal ob er schriftlich vorgelegt wird und mündlich beschrieben, ein ganz dünner Faden, der so oder so auf den Tisch gelegt werden kann.

Kritik kann gerne geäußert werden; aber bleibt bitte menschlich und äußert euch angemessen (smili)
... gerade die WächterInnen der Tugend des Forums und des Internets sollten ihre oft geäußerten Maßstäbe auch an sich selbst anlegen )))(:

Gruß
Anne-Mette
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Re: Verlauf des evtl. Trans*Wegs

Post 30 im Thema

Beitrag von Michaela M. »

Keks-Marie hat geschrieben: Sa 16. Nov 2019, 02:59 Hatte ich, war hier aber leider unerwünscht.
Hallo Keks-Marie!
Könntest doch einfach deinen eigenen Tread eröffnen. Wäre doch am einfachsten und du kannst dort deinen Leitfaden präsentieren.
Gruß
Michaela M.
"Wer lächelt statt zu toben ist immer der Stärkere" japanisches Sprichwort.
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