Bei mir war es in der Kindergartenzeit, wo ich feststellte, anders zu sein. Dies hatte jedoch nichts mit Trans-irgendwas zu tun. (Oder doch)
Ich habe mich da schon lieber selbst beschäftigt als mit anderen. Der übliche Stuhlkeise war mir ein Graus. Angst vorm Versagen und alle bekommen es mit, spielte wohl eine Rolle. Es hat wohl entscheidend etwas mit Selbstbewusstsein zu tun.Eigentich hat sich das bis heute nicht geändert.
Komisch fand ich, dass ich schon beiden ersten Western, die man samstags sehen durfte, die Saloonmädels in Pettycoad und Korsett viel interessanter fand das die Helden im Staub. Das ich Windelfantasieen entwickelte, behielt ich für mich.
Ich erinere mich daran, dass sich meine Großmutter, wo ich häufig und gerne war, sich im Bauchbereich sehr hart anfühlte. Später sah ich im Schlafzimmer so einen lachsfarbenen schürbaren Hüfthalter liegen. Ich fand es auf unerklärliche Weise faszinierend.
Meine Eltern versuchten schon mich zu "vergesellschaften"

. Mit wenig Erfolg. Mit meinem "Zwangsfreund" (Typ Trapper nund Fallensteller) konnte ich wenig anfangen. Mich gegen seine Dominanz wehren allerdings auch nicht.
Mädchen und Frauen fand ich schon spannend allerdings waren sie auch Wesen von einem anderen Stern. Völlig unerreichbar für mich.
Als ich mit, vielleicht 12/13 alleine in dei Stadt traute waren meine ersten Käufe Mieder und später auch Strumpfhosen. Ich schämte mich sehr aber das Verlangen danach auch sehr groß. Dies zu tragen war einerseits sexuell motiviert, auf der anderen Seite liebte ich es, männliche Konturen zu tarnen.
Als ich relativ spät, so mit 17 meine erste richtige Freundin hatte war, aus diversen Gründen, das Sexleben gar nicht so erfüllend. Auch der Drang danach war eher verhalten. Trotz Allem war ich stolz auf sie. Hatte ich doch eine richtige Frau während die Kollegen aus der Lehre mit Mädchen herum liefen.
Doch bald knirschte es in der Beziehung. Jeder Andere hätte sie wohl beendet. Bei uns bildete sich so eine Art gegenseitige Hörigkeit aus. Es sollte noch Jahre dauern und mich durch den basoluten Tiefpunkt meines Lebens führen bis ich mich daraus beferien konnte. Meine heimlichen Leidenschaften blieben im Hintergrund erhalten.
Wieder Erwarten lernte ich dann doch noch eine Frau kennen. Wir heirateten.
Das Internet kam auf und eines der ersten Suchworte war "Korsett". Ich stieß auf eine Seite wo man gerade einen Stammtisch zum Thema ins Leben rief. Dort waren wir für die nächsten Jahre Stammbesetzung. (TrP)
Das war ein bunter Haufen wo alle möglichen Aspekte zum Korsett tragen vertreten waren. Unter anderem auch verschiedene Varianten von Trans.
Mit SabineNl waren wir später auch außerhalb des Stammtisches befreundet. Ich fand sie faszinierend und stellte mir wie es sein müsse, abends aus der Rolle aus zu steigen.
Trotzdem war ich meilenweit davon entfernt zu erkennen, selbst betroffen zu sein. Sie muss aber wohl, eher als ich etwas gemerkt haben denn sie hat meine Frau einmal gefragt ob ich Frauenkleidung tragen würde. (Was definitiv nicht der Fall war)
Ich habe immer versucht mein weiblichen Kleidungsideale auf meine Partnerinnen zu übertragen. Mit mehr oder weniger Erfolg.
Bei einem Gespräch darüber stellte meine letzte Partnerin die verhängnisvolle Frage: "Du bist doch selber ne Frau, oder? "
Ich dachte länger nach und sagte "Ja."
So seltsam es sich lesen mag, so war es. Seit dem gibt es Theresa.
Man sieht, die Eingangsfrage ist nicht einfach und schon gar nicht kurz zu beantworten.
Seit dem versuche ich Theresa Raum zu geben denn sie ist ein Teil von mir undd es fühlt sichbrichtig an. Das Leben einfacher macht sie mir nicht.
Und sie nimmt mir die Chance mit einer Partnerin gemeinsam alt zu werden wie ich es mir immer vorgestellt habe.
Frauen in passendem Alter wollen Männer oder vielleicht Frauen. Letzteres kann ich nicht beurteilen. Sie wollen niemand der weder Fisch noch Fleisch ist.