Ich verstehe es nicht…
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Lilly-Fee
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Ich verstehe es nicht…
Hallo zusammen,
bin eine Neue hier und auch überhaupt das erste Mal in einem Forum - die "üblichen" Gepflogenheiten sind mir also nicht bekannt und ich bitte schon jetzt um Nachsicht.
Kurz zum Hintegrund: Bin selbst biologische Frau und seit 34 Jahren mit meinem Mann zusammen, davon 27 Jahre verheiratet. Anfang diesen Jahres eröffnete er mir, dass er ganz gerne MAL Frauenkleider trägt — offenbar schon länger, bisher aber nur heimlich. Fein, dagegen habe ich nichts. Eine Rebellion gegen modische Doktrin? Kein Problem, kann er gerne machen. Bin selbst kein Modepüppchen — trage eher praktische, bequeme Sachen und auf Grund meiner Größe nur flache Schuhe. Dann fing seine Shoppingtour an und er lebt das sehr überschwänglich aus. Da er zu Hause arbeitet, lief er von Stund an NUR noch in Frauenkleidern rum, demontierte den Bart, den er seit über 20 Jahren trug, lässt seine bisher schermaschinen-kurzen Haare und die Fingernägel wachsen und ließ sich ein Ohrloch stechen. Bis hier hin ist das alles noch ok, aber als er anfing, darüber zu sinnieren, sich die gesamte Körperbehaarung entfernen zu wollen, gab es das erste Veto von mir. Zum Glück können wir sehr offen über alles reden - er kennt auch diesen Beitrag und ist gespannt auf die Anworten -, aber da er selbst nicht sooo genau weiß, warum er sich in Frauen(ver)kleidung besser fühlt, gehen die Fragen mal hier in die Gruppe. Ich entschuldige mich schon vorab für den vielleicht für einige provokanten oder sarkastischen Ton, aber die bisherigen Forumsbeiträge konnten mir da nicht wirklich weiterhelfen, ihn besser zu verstehen.
Mir ist durchaus bewusst, dass jeder Mensch sowohl männliche wie weibliche Anteile in sich trägt, unabhängig vom biologischen Geschlecht. Wenn ein Mann nun einen starken weiblichen Anteil hat, wird er in dieser Gesellschaft gerne als Softie oder Weichei unter seinen Artgenossen gehandelt, ist mir auch klar. Aber warum ist es nun "befreiend" seinen weiblichen Anteil als Mann, der auf der sexuellen Ebene auch gerne Mann ist, mit Klamotten und Schminkritualen für alle sichtbar zu betonen? Diesem umgestalteten Ich auch noch einen anderen Namen geben zu wollen? Das hat für mich offen gesagt was mit pathologischer Persönlichkeitsspaltung zu tun. Das kann doch nicht befreiend sein, eine komplett andere Person zu kreieren, nur um den männlichen Anteil zu negieren?! Die weibliche Seite kann einem doch keiner wegnehmen, wozu also der ganze Stress mit mitleidigen Blicken und/oder Erklärungsnotständen, wenn die Nachbarn ihn im Rock sehen oder er in seinen Pumps zum Baumarkt fährt? Er bleibt doch EIN Mensch und wird seinen männlichen Anteil auch nicht mit einer neuen Fassade los?
Vielleicht liegt es auch an mir, da ich meine naturgegebene Weiblichkeit nie betont habe — weder modisch noch kosmetisch. Bei vielen PartnerInnen-Beiträgen fiel mir auf, das hier ein Gemeinschaftszugewinn erfahren wurde, da der Mann zeitgleich die Beste Freundin zum Shoppen und für Schminktipps geworden ist — das fällt leider flach bei mir.
Und bitte, mit solchen Plattetüden wie "das ist halt so", ist mir nicht weitergeholfen. Ich will das wirklich verstehen können. Es geht mir hier nicht darum, einen Trennungsgrund zu finden, sondern möchte ernsthaft, dass unsere "neue" Beziehung funktioniert. Mit den Klamotten alleine, habe ich, wie gesagt, kein Problem, aber die körperlichen Veränderungen — Barthaare werden inzwischen gezupft, Augenbrauen getrimmt, 12 Kg abgenommen"¦ - machen mir mehr und mehr zu schaffen, weil die sekundären Geschlechtsmerkmale, die nun mal meine Libido ansprechen, mehr und mehr zu schwinden drohen.
Und nein, unsere Beziehung besteht nicht nur aus dem sexuellen, aber es ist durchaus ein wichtiger Punkt, wie ansprechend man für seien Partner noch rüber kommt, oder? Vielleicht kann mir hier ja eine/r das Aha-Erlebnis verschaffen?!
bin eine Neue hier und auch überhaupt das erste Mal in einem Forum - die "üblichen" Gepflogenheiten sind mir also nicht bekannt und ich bitte schon jetzt um Nachsicht.
Kurz zum Hintegrund: Bin selbst biologische Frau und seit 34 Jahren mit meinem Mann zusammen, davon 27 Jahre verheiratet. Anfang diesen Jahres eröffnete er mir, dass er ganz gerne MAL Frauenkleider trägt — offenbar schon länger, bisher aber nur heimlich. Fein, dagegen habe ich nichts. Eine Rebellion gegen modische Doktrin? Kein Problem, kann er gerne machen. Bin selbst kein Modepüppchen — trage eher praktische, bequeme Sachen und auf Grund meiner Größe nur flache Schuhe. Dann fing seine Shoppingtour an und er lebt das sehr überschwänglich aus. Da er zu Hause arbeitet, lief er von Stund an NUR noch in Frauenkleidern rum, demontierte den Bart, den er seit über 20 Jahren trug, lässt seine bisher schermaschinen-kurzen Haare und die Fingernägel wachsen und ließ sich ein Ohrloch stechen. Bis hier hin ist das alles noch ok, aber als er anfing, darüber zu sinnieren, sich die gesamte Körperbehaarung entfernen zu wollen, gab es das erste Veto von mir. Zum Glück können wir sehr offen über alles reden - er kennt auch diesen Beitrag und ist gespannt auf die Anworten -, aber da er selbst nicht sooo genau weiß, warum er sich in Frauen(ver)kleidung besser fühlt, gehen die Fragen mal hier in die Gruppe. Ich entschuldige mich schon vorab für den vielleicht für einige provokanten oder sarkastischen Ton, aber die bisherigen Forumsbeiträge konnten mir da nicht wirklich weiterhelfen, ihn besser zu verstehen.
Mir ist durchaus bewusst, dass jeder Mensch sowohl männliche wie weibliche Anteile in sich trägt, unabhängig vom biologischen Geschlecht. Wenn ein Mann nun einen starken weiblichen Anteil hat, wird er in dieser Gesellschaft gerne als Softie oder Weichei unter seinen Artgenossen gehandelt, ist mir auch klar. Aber warum ist es nun "befreiend" seinen weiblichen Anteil als Mann, der auf der sexuellen Ebene auch gerne Mann ist, mit Klamotten und Schminkritualen für alle sichtbar zu betonen? Diesem umgestalteten Ich auch noch einen anderen Namen geben zu wollen? Das hat für mich offen gesagt was mit pathologischer Persönlichkeitsspaltung zu tun. Das kann doch nicht befreiend sein, eine komplett andere Person zu kreieren, nur um den männlichen Anteil zu negieren?! Die weibliche Seite kann einem doch keiner wegnehmen, wozu also der ganze Stress mit mitleidigen Blicken und/oder Erklärungsnotständen, wenn die Nachbarn ihn im Rock sehen oder er in seinen Pumps zum Baumarkt fährt? Er bleibt doch EIN Mensch und wird seinen männlichen Anteil auch nicht mit einer neuen Fassade los?
Vielleicht liegt es auch an mir, da ich meine naturgegebene Weiblichkeit nie betont habe — weder modisch noch kosmetisch. Bei vielen PartnerInnen-Beiträgen fiel mir auf, das hier ein Gemeinschaftszugewinn erfahren wurde, da der Mann zeitgleich die Beste Freundin zum Shoppen und für Schminktipps geworden ist — das fällt leider flach bei mir.
Und bitte, mit solchen Plattetüden wie "das ist halt so", ist mir nicht weitergeholfen. Ich will das wirklich verstehen können. Es geht mir hier nicht darum, einen Trennungsgrund zu finden, sondern möchte ernsthaft, dass unsere "neue" Beziehung funktioniert. Mit den Klamotten alleine, habe ich, wie gesagt, kein Problem, aber die körperlichen Veränderungen — Barthaare werden inzwischen gezupft, Augenbrauen getrimmt, 12 Kg abgenommen"¦ - machen mir mehr und mehr zu schaffen, weil die sekundären Geschlechtsmerkmale, die nun mal meine Libido ansprechen, mehr und mehr zu schwinden drohen.
Und nein, unsere Beziehung besteht nicht nur aus dem sexuellen, aber es ist durchaus ein wichtiger Punkt, wie ansprechend man für seien Partner noch rüber kommt, oder? Vielleicht kann mir hier ja eine/r das Aha-Erlebnis verschaffen?!
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Engelchen
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Re: Ich verstehe es nicht…
Ich werde das mal genauso überspitzt darstellen wie du.Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 15:09 Das hat für mich offen gesagt was mit pathologischer Persönlichkeitsspaltung zu tun.
Deiner Meinung nach ist dein Mann also krank - psychisch krank.
Gehört also behandelt - gegen was oder wofür?
Ich kann dir nur sagen wie es mir ging - sehr schlecht - solange ich mich dagegen gewehrt habe.
Seitdem ich mich auf meinen Weg gemacht habe und es zugelassen habe mich als Frau zu sehen, seitdem ist mein Leben wieder lebenswert geworden.
Und ja, ich habe mir tatsächlich Psychologische Hilfe ins Boot geholt und werde auf meinem Weg begleitet.
Wie weit dein Mann noch gehen will kann ich dir nicht beantworten - das musst mit ihm klären.
Wie weit du ihn begleiten kannst auf diesem Weg - das musst du dir beantworten.
Einfach wird es mit Sicherheit nicht - aber den ersten Schritt zum besseren Verständnis hast du hier schon gemacht.
Lisa
Liebe geben und offen sein für Neues
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ExuserIn-2019-12-22
Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo und herzlich willkommen hier im Forum.
Diese Frage müssen dir entweder andere Forenmitglieder beantworten oder dein Mann, der dafür immer noch der beste Ansprechpartner ist.
Um etwas zu akzeptieren oder tolerieren muss man etwas nicht immer wirklich verstehen.
Ich habe eine Beobachtung machen dürfen in solchen Threads. "Mein Partner hat sich geoutet, ich hatte kein Problem damit aber jetzt übertreibt er!"
Die Sache ist, dass Crossdressing mit Scham verbunden ist und wenn man sich nach langem hin und her geoutet hat, die Partnerin nicht sofort die Scheidung einreicht, eine Art Ventil geöffnet wurde aus dem mit großem Druck die innere Weiblichkeit hinaus strömt. Kurz gesagt. Er "übertreibt". Und mit Bedingungen und Verboten kann man da wenig erreichen.
Versuche es mal mit: "Ich würde mich freuen, wenn du deine männlichen Anteile nicht alle ablegst, denn es gehört zu der Person in welche ich mich verliebt habe und die ich sehr an dir mag."
Bei der ganzen Sache gibt es aber einen Punkt, bei dem ich dir doch etwas aus persönlichen Erfahrungen erzählen kann.
Was ist, wenn das Tragen von Frauenkleidung nur die Spitze des Eisberges ist? Und der Mut nur für ein halbes Outing gereicht hat oder er erst einmal deine Reaktion darauf erfahren wollte?
Hast du schon einmal darüber nachgedacht? Würdest du mit dem Gedanken leben können, dass dein Partner in Wirklichkeit eine Partnerin ist?
Die Sache mit der Persönlichkeitsspaltung siehst du falsch!
Liebe Grüße
Marie
Ich kann dir nicht sagen was den Reiz am Tragen weiblicher Kleidung für jemanden ausmacht, der sich ansonsten als Mann wohl fühlt.Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 15:09 Und bitte, mit solchen Plattetüden wie "das ist halt so", ist mir nicht weitergeholfen. Ich will das wirklich verstehen können.
Diese Frage müssen dir entweder andere Forenmitglieder beantworten oder dein Mann, der dafür immer noch der beste Ansprechpartner ist.
Um etwas zu akzeptieren oder tolerieren muss man etwas nicht immer wirklich verstehen.
Ich habe eine Beobachtung machen dürfen in solchen Threads. "Mein Partner hat sich geoutet, ich hatte kein Problem damit aber jetzt übertreibt er!"
Die Sache ist, dass Crossdressing mit Scham verbunden ist und wenn man sich nach langem hin und her geoutet hat, die Partnerin nicht sofort die Scheidung einreicht, eine Art Ventil geöffnet wurde aus dem mit großem Druck die innere Weiblichkeit hinaus strömt. Kurz gesagt. Er "übertreibt". Und mit Bedingungen und Verboten kann man da wenig erreichen.
Versuche es mal mit: "Ich würde mich freuen, wenn du deine männlichen Anteile nicht alle ablegst, denn es gehört zu der Person in welche ich mich verliebt habe und die ich sehr an dir mag."
Bei der ganzen Sache gibt es aber einen Punkt, bei dem ich dir doch etwas aus persönlichen Erfahrungen erzählen kann.
Was ist, wenn das Tragen von Frauenkleidung nur die Spitze des Eisberges ist? Und der Mut nur für ein halbes Outing gereicht hat oder er erst einmal deine Reaktion darauf erfahren wollte?
Hast du schon einmal darüber nachgedacht? Würdest du mit dem Gedanken leben können, dass dein Partner in Wirklichkeit eine Partnerin ist?
Die Sache mit der Persönlichkeitsspaltung siehst du falsch!
Liebe Grüße
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Anja
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Re: Ich verstehe es nicht…
Moinsen
und erstmal herzlich willkommen in unserer kleinen Gemeinde!
Warum er sich besser fühlt, kann man nicht so einfach beantworten. Schließlich ist das Spektrum riesig, selbst hier im Forum. Manchen reicht es, Damenstiefel zu tragen um sich wohl zu fühlen, manche gehen den ganzen Weg, bis hin zur kompletten Geschlechtsangleichung, und dann gibt es noch alles dazwischen...
Normal ist es, das es nach dem Outing so eine Art Schub gibt, weil man vorher vieles unterdrückt hat, was man gerne hätte machen wollen. Man versucht seine eigene Weiblichkeit möglichst zu verheimlichen, weil es für Männer mit Nachteilen verbunden ist, wie du ja selbst schreibst.
Also, wie weit das geht vermag dir auch dein Mann nicht zu sagen. Er kann sich nur ausprobieren und in sich gehen, ob sich das gut anfühlt oder nicht, wenn er den nächsten Schritt macht.
Noch dazu kann man sich in einer "Schublade" angekommen fühlen und dann nach einiger Zeit ziehts einen doch weiter...
Er hat einen weiblichen Anteil, den er Zeitlebens unterdrückt hat und dieser bricht sich nun Bahn. Er hat es geschafft den 34 Jahre zu unterdrücken, dem entsprechend heftig kommts nun hoch...
Grüße
die Anja
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Dazu fällt mir als erstes ein: Warum hat er sich denn nicht hier angemeldet?Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 15:09 er kennt auch diesen Beitrag und ist gespannt auf die Anworten -, aber da er selbst nicht sooo genau weiß, warum er sich in Frauen(ver)kleidung besser fühlt, gehen die Fragen mal hier in die Gruppe.
Warum er sich besser fühlt, kann man nicht so einfach beantworten. Schließlich ist das Spektrum riesig, selbst hier im Forum. Manchen reicht es, Damenstiefel zu tragen um sich wohl zu fühlen, manche gehen den ganzen Weg, bis hin zur kompletten Geschlechtsangleichung, und dann gibt es noch alles dazwischen...
Normal ist es, das es nach dem Outing so eine Art Schub gibt, weil man vorher vieles unterdrückt hat, was man gerne hätte machen wollen. Man versucht seine eigene Weiblichkeit möglichst zu verheimlichen, weil es für Männer mit Nachteilen verbunden ist, wie du ja selbst schreibst.
Also, wie weit das geht vermag dir auch dein Mann nicht zu sagen. Er kann sich nur ausprobieren und in sich gehen, ob sich das gut anfühlt oder nicht, wenn er den nächsten Schritt macht.
Noch dazu kann man sich in einer "Schublade" angekommen fühlen und dann nach einiger Zeit ziehts einen doch weiter...
Er hat einen weiblichen Anteil, den er Zeitlebens unterdrückt hat und dieser bricht sich nun Bahn. Er hat es geschafft den 34 Jahre zu unterdrücken, dem entsprechend heftig kommts nun hoch...
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Lilly-Fee
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Lisa,
vielen Dank für Deine ehrliche Antwort. Irgendwie war mir beim Schreiben schon klar, dass genau dieser Satz rausgepickt wird"¦
Nein, ich sehe meinen Mann — und auch alle anderen hier — nicht als behandlungswürdige Kranke an. Im Gegenteil, ich bin stolz, dass er sich so geöffnet hat und sehe den enormen Vertrauensbeweis sowie seine deutliche Entspanntheit, seid es raus ist. Ich kann halt nur nicht nachvollziehen, warum es so viel schöner ist, von einer Stereotype in die andere zu verfallen. Weiblichkeit definiert sich doch nicht an Röcken, Pumps und Schminke?!
Lilly-Fee
vielen Dank für Deine ehrliche Antwort. Irgendwie war mir beim Schreiben schon klar, dass genau dieser Satz rausgepickt wird"¦
Nein, ich sehe meinen Mann — und auch alle anderen hier — nicht als behandlungswürdige Kranke an. Im Gegenteil, ich bin stolz, dass er sich so geöffnet hat und sehe den enormen Vertrauensbeweis sowie seine deutliche Entspanntheit, seid es raus ist. Ich kann halt nur nicht nachvollziehen, warum es so viel schöner ist, von einer Stereotype in die andere zu verfallen. Weiblichkeit definiert sich doch nicht an Röcken, Pumps und Schminke?!
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Lilly-Fee und unbekannte_r Transmensch!
Ich sage mal ganz kätzerisch, lass das mal mit dem verstehen wollen, wenn Du es nicht verstehen möchtest ....
OK - das war sehr provokant!
Aber - und das ist der Grund, warum ich damit anfange - löse Dich bitte mal von Deinem alten Leben und Deinen alten Einstellungen, Sichtweisen und öffne Dich für anderes und Neues. Zumindest für ein paar Momente, denn Deine Kategorien sind einfach zu festgefahren ... meine ich. Um Deinen Partner (oder Deine Partnerin?) zu verstehen, musst Du Deine Perspektive wechseln wollen und können.
Wenn Dein Partner sein Haare entfernen will, weil sie ihn stören, dann soll er das tun. Es sind seine Haare und es ist sein Körper. Wenn Du damit Probleme hast und denkst, dass Du dann keine sexuelle Erregung verspürst, dann ist das so. Das eine ist Seins und das andere ist Deins. Keiner von Euch hat einen Anspruch auf den anderen, auch, wenn Ihr schon lange zusammen seit. Und - das ist das Wichtige - keiner muss auf den anderen Rücksicht nehmen, wenn es ihn selbst belastet, nicht gut tut.
Was da gerade passiert ist ein völliger Umbruch in Eurem Leben und Eurer Beziehung. Du hast es geduldet (aus welchen Gründen?), dass sich der Partner wandelt und nun ist eine Grenze erreicht, an der Du erkennen musst, dass Dein Mann eben keine Mann ist (zumindest nicht mehr nach Deiner Definition - denn die Körperhaare fehlen bzw sollen weg).
Das Tragen von gegengeschlechtlicher Kleidung ist kein Hobby oder Splin, auch wenn viele auf beiden Seiten das manchmal gerne so sehen würden, weil es Ihnen erlaubt zumindest einige Zeit in Ihrer angestammten Welt weiterzuleben. Die Entwicklung, die Du schilderst, deutet (wage zumindest) auf deutlich mehr hin. Wenn Ihr es genau wissen wollt, empfehle ich hier dringend mal zu einem fachlich versierten Psychologen zu gehen. Nicht zur Behandlung, sondern zur Begleitung.
Dort werdetIhr auch die Antworten finden, die Ihr sucht. Wir können Euch eh nur die verschiedenen Ausprägungen aufzeigen. Und das machen wir gerne!
In anderen Bereichen dieses Forums diskutieren wir gerade über Begrifflichkeit und das Spektrum ist wirklich viel größer, als sich außenstehende das überhaupt vorstellen können. Du, als Frau solltest Dich im ersten Schritt einmal von dem Begriff Mann lösen, wenn Du über Deinen Partner sprichst. Dann fällt es Dir vielleicht auch leichter, eingefahrene Sichtweisen und Meinungen loszulassen. Denn Tolerant bist Du ja auf jeden Fall, so wie ich das herausgelesen habe.
Sicher kommen auch noch viel bessere Ratschläge und Hinweise ...
Alles Liebe und alles Gute Euch beiden
Vanessa
Ich sage mal ganz kätzerisch, lass das mal mit dem verstehen wollen, wenn Du es nicht verstehen möchtest ....
OK - das war sehr provokant!
Aber - und das ist der Grund, warum ich damit anfange - löse Dich bitte mal von Deinem alten Leben und Deinen alten Einstellungen, Sichtweisen und öffne Dich für anderes und Neues. Zumindest für ein paar Momente, denn Deine Kategorien sind einfach zu festgefahren ... meine ich. Um Deinen Partner (oder Deine Partnerin?) zu verstehen, musst Du Deine Perspektive wechseln wollen und können.
Wenn Dein Partner sein Haare entfernen will, weil sie ihn stören, dann soll er das tun. Es sind seine Haare und es ist sein Körper. Wenn Du damit Probleme hast und denkst, dass Du dann keine sexuelle Erregung verspürst, dann ist das so. Das eine ist Seins und das andere ist Deins. Keiner von Euch hat einen Anspruch auf den anderen, auch, wenn Ihr schon lange zusammen seit. Und - das ist das Wichtige - keiner muss auf den anderen Rücksicht nehmen, wenn es ihn selbst belastet, nicht gut tut.
Was da gerade passiert ist ein völliger Umbruch in Eurem Leben und Eurer Beziehung. Du hast es geduldet (aus welchen Gründen?), dass sich der Partner wandelt und nun ist eine Grenze erreicht, an der Du erkennen musst, dass Dein Mann eben keine Mann ist (zumindest nicht mehr nach Deiner Definition - denn die Körperhaare fehlen bzw sollen weg).
Das Tragen von gegengeschlechtlicher Kleidung ist kein Hobby oder Splin, auch wenn viele auf beiden Seiten das manchmal gerne so sehen würden, weil es Ihnen erlaubt zumindest einige Zeit in Ihrer angestammten Welt weiterzuleben. Die Entwicklung, die Du schilderst, deutet (wage zumindest) auf deutlich mehr hin. Wenn Ihr es genau wissen wollt, empfehle ich hier dringend mal zu einem fachlich versierten Psychologen zu gehen. Nicht zur Behandlung, sondern zur Begleitung.
Dort werdetIhr auch die Antworten finden, die Ihr sucht. Wir können Euch eh nur die verschiedenen Ausprägungen aufzeigen. Und das machen wir gerne!
In anderen Bereichen dieses Forums diskutieren wir gerade über Begrifflichkeit und das Spektrum ist wirklich viel größer, als sich außenstehende das überhaupt vorstellen können. Du, als Frau solltest Dich im ersten Schritt einmal von dem Begriff Mann lösen, wenn Du über Deinen Partner sprichst. Dann fällt es Dir vielleicht auch leichter, eingefahrene Sichtweisen und Meinungen loszulassen. Denn Tolerant bist Du ja auf jeden Fall, so wie ich das herausgelesen habe.
Sicher kommen auch noch viel bessere Ratschläge und Hinweise ...
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Anja
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Re: Ich verstehe es nicht…
Moinsen
deinen Beitrag kann ich so unterschreiben, aber das find ich jetz ein bisschen heftig:
Aber weil ich meine Körperbehaarung loswerden will, soll ich mich beim Psychologen vorstellen?
Grüße
die Anja
deinen Beitrag kann ich so unterschreiben, aber das find ich jetz ein bisschen heftig:
Nur weil er sich die Körperbehaarung entfernen möchte? Also wenn er jetzt den Wunsch geäußert hätte, nach z.B. Brüsten hätte ich den Ratschlag verstanden, aber so erscheint mir das etwas übertrieben. Antworten bekommt man beim Psychologen auch nicht, die findet man nur in sich selbst. Der Therapeut kann einem höchstens dabei helfen, die richtigen Fragen zu stellen.VanessaL hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 16:32 Wenn Ihr es genau wissen wollt, empfehle ich hier dringend mal zu einem fachlich versierten Psychologen zu gehen. Nicht zur Behandlung, sondern zur Begleitung.
Dort werdetIhr auch die Antworten finden, die Ihr sucht.
Aber weil ich meine Körperbehaarung loswerden will, soll ich mich beim Psychologen vorstellen?
Grüße
die Anja
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Theresa-Annalena
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hi Lilly-Fee,
ersteinmal herzlich willkommen hier im Forum.
Ja, so eine Sache ist nicht gerade einfach zu erklären und insbesondere
wenn es zum Outing in einer langjährigen Beziehung kommt.
Da spreche ich aus eigener Erfahrung
.
Die Bandbreite dessen was bei Deinem Mann "die Ursache" ist, ist wahnsinnig groß.
Google mal nach Transvestit, Crossdresser, DWT...
aber auch nach Transsexuell! Eigentlich kann er nur selber sagen, wieso und weshalb
er so ist wie er ist bzw. was er tut oder gerne wäre. In den meisten Fällen (wie bei mir auch) braucht es
Jahre bis man zur Selbstreflexion bereit ist und sich selbst analysieren kann.
Es ist ein riesen Vertrauensbeweis das er sich Dir geöffnet hat.
Ihr müsst jetzt viel reden. Ändern wirst Du Ihn vermutlich nicht.
Zeit ist ein ganz wichtiger Faktor bei der (gemeinsamen?) Erforschung
dieser neuen Situation in der Partnerschaft. Es kommt auch darauf an wieviel
Raum ihr Euch gebt, den jeweils Anderen verstehen zu wollen.
Vieleicht lebt in der Hülle dessen was Du als Dein Mann bezeichnest
ein ganz sensibles Wesen was in sich selber seit Jahren eingesperrt ist.
Und Du bezeichnest Ihn als "psychisch krank"?
So etwas ist aus Unverständnis oder auch Unsicherheit schnell ausgesprochen.
Die Folgen können fatal sein.
Ich drücke Euch beiden die Daumen, das ihr mit der Sache umgehen könnt.
LG Tessa.
ersteinmal herzlich willkommen hier im Forum.
Ja, so eine Sache ist nicht gerade einfach zu erklären und insbesondere
wenn es zum Outing in einer langjährigen Beziehung kommt.
Da spreche ich aus eigener Erfahrung
Die Bandbreite dessen was bei Deinem Mann "die Ursache" ist, ist wahnsinnig groß.
Google mal nach Transvestit, Crossdresser, DWT...
aber auch nach Transsexuell! Eigentlich kann er nur selber sagen, wieso und weshalb
er so ist wie er ist bzw. was er tut oder gerne wäre. In den meisten Fällen (wie bei mir auch) braucht es
Jahre bis man zur Selbstreflexion bereit ist und sich selbst analysieren kann.
Es ist ein riesen Vertrauensbeweis das er sich Dir geöffnet hat.
Ihr müsst jetzt viel reden. Ändern wirst Du Ihn vermutlich nicht.
Zeit ist ein ganz wichtiger Faktor bei der (gemeinsamen?) Erforschung
dieser neuen Situation in der Partnerschaft. Es kommt auch darauf an wieviel
Raum ihr Euch gebt, den jeweils Anderen verstehen zu wollen.
Vieleicht lebt in der Hülle dessen was Du als Dein Mann bezeichnest
ein ganz sensibles Wesen was in sich selber seit Jahren eingesperrt ist.
Und Du bezeichnest Ihn als "psychisch krank"?
So etwas ist aus Unverständnis oder auch Unsicherheit schnell ausgesprochen.
Die Folgen können fatal sein.
Ich drücke Euch beiden die Daumen, das ihr mit der Sache umgehen könnt.
LG Tessa.
Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick.
Wenn alle Stricke reißen, warst Du zu schwer für die Schaukel.
Wenn alle Stricke reißen, warst Du zu schwer für die Schaukel.
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Lilly-Fee
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Anja,
vielen Dank, dass zumindest versucht wird mir da ein wenig behilflich zu sein.
"Dazu fällt mir als erstes ein: Warum hat er sich denn nicht hier angemeldet?"
Das ist wohl die Sache mit der Scham — hat er sich nicht getraut und war rechts erstaunt, dass ich diesen Weg jetzt eingeschlagen habe.
vielen Dank, dass zumindest versucht wird mir da ein wenig behilflich zu sein.
"Dazu fällt mir als erstes ein: Warum hat er sich denn nicht hier angemeldet?"
Das ist wohl die Sache mit der Scham — hat er sich nicht getraut und war rechts erstaunt, dass ich diesen Weg jetzt eingeschlagen habe.
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Luna
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Lilly-Fee,
zunächst mal herzlich willkommen und danke für Deine Offenheit.
Du räumst ein oder meinst, dass Dein Mann männliche und weibliche Anteile hat. Nun, bei mir ist das so. Aber meine weiblichen Anteile hatten keinen Namen, kein Äußeres, wurden nie (bewusst) wahrgenommen, konnten sich nicht richtig entfalten. Es gab immer nur Platz für den Mann. Aber Luna war da, ein Teil meiner Identität, mit starken, unterdrückten Emotionen und Wünschen. Also gab ich ihr auch einen Namen und ein Äußeres. Durch diesen Schritt habe ich meine Persönlichkeit nicht gespalten, sondern sie komplettiert.
Alles Liebe
Luna
p.s.: Wenn das Verhalten oder sein Aussehen für Dich zum Problem wird, solltet ihr offen darüber reden und versuchen einen für beide gangbaren Weg finden.
zunächst mal herzlich willkommen und danke für Deine Offenheit.
Da ich Deinen Mann nicht kenne, schreibe ich von mir. Vielleicht geht es ihm ja ähnlich.Lilly-Fee hat geschrieben: Do 17. Okt 2019, 15:09 Mir ist durchaus bewusst, dass jeder Mensch sowohl männliche wie weibliche Anteile in sich trägt, unabhängig vom biologischen Geschlecht. Wenn ein Mann nun einen starken weiblichen Anteil hat, wird er in dieser Gesellschaft gerne als Softie oder Weichei unter seinen Artgenossen gehandelt, ist mir auch klar. Aber warum ist es nun "befreiend" seinen weiblichen Anteil als Mann, der auf der sexuellen Ebene auch gerne Mann ist, mit Klamotten und Schminkritualen für alle sichtbar zu betonen? Diesem umgestalteten Ich auch noch einen anderen Namen geben zu wollen? Das hat für mich offen gesagt was mit pathologischer Persönlichkeitsspaltung zu tun. Das kann doch nicht befreiend sein, eine komplett andere Person zu kreieren, nur um den männlichen Anteil zu negieren?! Die weibliche Seite kann einem doch keiner wegnehmen, wozu also der ganze Stress mit mitleidigen Blicken und/oder Erklärungsnotständen, wenn die Nachbarn ihn im Rock sehen oder er in seinen Pumps zum Baumarkt fährt? Er bleibt doch EIN Mensch und wird seinen männlichen Anteil auch nicht mit einer neuen Fassade los?
Du räumst ein oder meinst, dass Dein Mann männliche und weibliche Anteile hat. Nun, bei mir ist das so. Aber meine weiblichen Anteile hatten keinen Namen, kein Äußeres, wurden nie (bewusst) wahrgenommen, konnten sich nicht richtig entfalten. Es gab immer nur Platz für den Mann. Aber Luna war da, ein Teil meiner Identität, mit starken, unterdrückten Emotionen und Wünschen. Also gab ich ihr auch einen Namen und ein Äußeres. Durch diesen Schritt habe ich meine Persönlichkeit nicht gespalten, sondern sie komplettiert.
Alles Liebe
Luna
p.s.: Wenn das Verhalten oder sein Aussehen für Dich zum Problem wird, solltet ihr offen darüber reden und versuchen einen für beide gangbaren Weg finden.
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Lilly-Fee
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Vanessa,
vielen Dank, das war deutlich, aber auch hilfreich.
"- keiner muss auf den anderen Rücksicht nehmen, wenn es ihn selbst belastet, nicht gut tut."
Hier gehe ich aber nicht ganz mit. Ich finde, dass eine Beziehung, die funktionieren soll nicht ohne Rücksicht und Respekt vor dem Anderen und seinen Wünschen auskommt. Die Freiheit des einen endet da, wo er die Freiheit des anderen einschränkt — oder sehe ich da was grundsätzlich falsch?
Grüsse
Lilly-Fee
vielen Dank, das war deutlich, aber auch hilfreich.
"- keiner muss auf den anderen Rücksicht nehmen, wenn es ihn selbst belastet, nicht gut tut."
Hier gehe ich aber nicht ganz mit. Ich finde, dass eine Beziehung, die funktionieren soll nicht ohne Rücksicht und Respekt vor dem Anderen und seinen Wünschen auskommt. Die Freiheit des einen endet da, wo er die Freiheit des anderen einschränkt — oder sehe ich da was grundsätzlich falsch?
Grüsse
Lilly-Fee
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Marie,
nichts liegt mir ferner, als meinen Mann in irgendeiner Form zu verbiegen, aber mir sei erlaubt über diesen Wandel erstaunt zu sein. Ich bin wohl zu sehr wissenschaftlich orientiert, um nicht einen Haufen Fragen zu haben und zu wenig Frau, um diese Ausdrucksweise von Weiblichkeit zu verstehen.
"Was ist, wenn das Tragen von Frauenkleidung nur die Spitze des Eisberges ist?"
Sei sicher, dass das die ersten Gedanken waren, die wir ausführlich besprochen haben. Bei meinem derzeitigen Weiterentwicklungsstand, würde ich tatsächlich eine Partnerin an meiner Seite nicht akzeptieren können. Eine WG mit einer Frau, warum nicht, aber für eine Beziehung, kann ich mir das nicht vorstellen.
Grüsse
Lilly-Fee
nichts liegt mir ferner, als meinen Mann in irgendeiner Form zu verbiegen, aber mir sei erlaubt über diesen Wandel erstaunt zu sein. Ich bin wohl zu sehr wissenschaftlich orientiert, um nicht einen Haufen Fragen zu haben und zu wenig Frau, um diese Ausdrucksweise von Weiblichkeit zu verstehen.
"Was ist, wenn das Tragen von Frauenkleidung nur die Spitze des Eisberges ist?"
Sei sicher, dass das die ersten Gedanken waren, die wir ausführlich besprochen haben. Bei meinem derzeitigen Weiterentwicklungsstand, würde ich tatsächlich eine Partnerin an meiner Seite nicht akzeptieren können. Eine WG mit einer Frau, warum nicht, aber für eine Beziehung, kann ich mir das nicht vorstellen.
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Lilly-Fee
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Frieda
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Re: Ich verstehe es nicht…
Ich begrüße dich hier auch sehr herzlich in diesem Forum, liebe Lilly-Fee
In letzter Zeit passiert es mir des öfteren (ich bin die Partnerin von MichiWell -Teilzeitfrau), dass ich selbst meine Weiterentwicklung beim Thema Crossdressen feststelle. Meine anfänglichen Reaktionen und Wahrnehmungen nach dem Outing von Michi mir gegenüber, ähnelten sehr manch anderen erzählten hier. Ganz am Anfang trug ich noch die Vorstellung mit mir herum meinen Lieblingsmenschen in zwei Personen oder mit zwei Geschlechtern wahrzunehmen. Mit Micha würde ich zB die handwerklichen Themen besprechen, mit Michi den Haushalt, die kosmetischen Themen oder die Klamottenwahl. Heute, bzw doch schon recht lange ist dies nicht mehr so. Ich fühle kein "Entweder - Oder" vor mir stehen, es gibt für mich nur ein Wesen, egal in welcher Situation. Und mich entspannt das total

24 Stunden sehe, erlebe und fühle ich mein
neben mir in meinem Leben. Ich kann mit jedem Thema kommen, egal worum es geht, ich fühle mich immer willkommen und angenommen. Für mich selbst ist es entspannend und richtig, nur das Wesen, den Menschen wahrzunehmen und mich vom Geschlechterdenken nicht einengen, oder bestimmen zu lassen.
In den letzten Tagen waren wir durch Ferien und Dienstreise getrennt, trotzdem schauten wir uns beide den Film "Meine neue Freundin" an. Während ich den Film sah, war es überwältigend für mich, wie sich das Seelengift der Sehnsucht immer mehr in mir ausbreitete.
Ich bin mittlerweile an einem Punkt angekommen, dass ich noch fester die Einstellung vertrete, dass jeder Mensch mit seinen eigenen Gedanken sich die Daumenschrauben ansetzt und enger und enger dreht.
Zum Thema Körperbehaarung möchte ich noch erzählen. Meine Michi reagiert noch intensiver, noch sensibler auf meine Berührungen, wenn Sie wieder frisch epiliert ist.
Namaste
In letzter Zeit passiert es mir des öfteren (ich bin die Partnerin von MichiWell -Teilzeitfrau), dass ich selbst meine Weiterentwicklung beim Thema Crossdressen feststelle. Meine anfänglichen Reaktionen und Wahrnehmungen nach dem Outing von Michi mir gegenüber, ähnelten sehr manch anderen erzählten hier. Ganz am Anfang trug ich noch die Vorstellung mit mir herum meinen Lieblingsmenschen in zwei Personen oder mit zwei Geschlechtern wahrzunehmen. Mit Micha würde ich zB die handwerklichen Themen besprechen, mit Michi den Haushalt, die kosmetischen Themen oder die Klamottenwahl. Heute, bzw doch schon recht lange ist dies nicht mehr so. Ich fühle kein "Entweder - Oder" vor mir stehen, es gibt für mich nur ein Wesen, egal in welcher Situation. Und mich entspannt das total
24 Stunden sehe, erlebe und fühle ich mein
In den letzten Tagen waren wir durch Ferien und Dienstreise getrennt, trotzdem schauten wir uns beide den Film "Meine neue Freundin" an. Während ich den Film sah, war es überwältigend für mich, wie sich das Seelengift der Sehnsucht immer mehr in mir ausbreitete.
Ich bin mittlerweile an einem Punkt angekommen, dass ich noch fester die Einstellung vertrete, dass jeder Mensch mit seinen eigenen Gedanken sich die Daumenschrauben ansetzt und enger und enger dreht.
Zum Thema Körperbehaarung möchte ich noch erzählen. Meine Michi reagiert noch intensiver, noch sensibler auf meine Berührungen, wenn Sie wieder frisch epiliert ist.
Namaste
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
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Lilly-Fee
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Re: Ich verstehe es nicht…
Hallo Tessa,
ich danke Dir sehr, für Deine Offenheit.
"Vieleicht lebt in der Hülle dessen was Du als Dein Mann bezeichnest
ein ganz sensibles Wesen was in sich selber seit Jahren eingesperrt ist.
Und Du bezeichnest Ihn als "psychisch krank"?"
Leider scheinen meinen Antworten hier doch sehr zeitverzögert zu erscheinen, daher noch mal:
Nein, ich sehe meinen Mann — und auch alle anderen hier — nicht als behandlungswürdige Kranke an.
Dass in ihm eine sensible, feinfühlige Persönlichkeit steckt, weiß ich, seit ich ihn kenne — vermutlich hätte ich ihn sonst auch nicht geheiratet. Vielleicht hat mich auch gerade deshalb CD so überrascht. Offensichtlich ist er der Meinung, diese Seite bisher so erfolgreich versteckt/unterdrückt zu haben und er muss sie jetzt über eine modische Schiene ausdrücken, um sich wohler zu fühlen"¦?!
GX
Lilly-Fee
ich danke Dir sehr, für Deine Offenheit.
"Vieleicht lebt in der Hülle dessen was Du als Dein Mann bezeichnest
ein ganz sensibles Wesen was in sich selber seit Jahren eingesperrt ist.
Und Du bezeichnest Ihn als "psychisch krank"?"
Leider scheinen meinen Antworten hier doch sehr zeitverzögert zu erscheinen, daher noch mal:
Nein, ich sehe meinen Mann — und auch alle anderen hier — nicht als behandlungswürdige Kranke an.
Dass in ihm eine sensible, feinfühlige Persönlichkeit steckt, weiß ich, seit ich ihn kenne — vermutlich hätte ich ihn sonst auch nicht geheiratet. Vielleicht hat mich auch gerade deshalb CD so überrascht. Offensichtlich ist er der Meinung, diese Seite bisher so erfolgreich versteckt/unterdrückt zu haben und er muss sie jetzt über eine modische Schiene ausdrücken, um sich wohler zu fühlen"¦?!
GX
Lilly-Fee