Moinsen
Ich kann mich dem Threadtitel nur anschließen. Mit mir macht man schon was mit
Wir sind ziemlich genau seit 12 Jahren zusammen, bald 4 davon als Frauen. Ich habe meine Frau bei einem unserer ersten Dates eingeweiht, damals noch DWT.
Und nur ihr habe ich es zu verdanken, das es mich heute "so" gibt.
Denn über all die Jahre war das Tragen von Damenwäsche wie eine Sucht für mich, die es zu bekämpfen galt. Nicht nur einmal hab ich meinen kompletten Fundus entsorgt und mir hoch und heilig versprochen, es nicht wieder zu tun. Als Mann schämte ich mich
natürlich für diese Sucht.
Und so konnte natürlich auch keine Entwicklung stattfinden, denn es war ja etwas, was ich zwar gelegentlich brauchte, aber eigentlich los werden wollte...
Sie nahm mir die Scham indem sie mich fragte, warum ich mich dafür schäme. Ich selbst wäre nie darauf gekommen, mich nicht dafür zu schämen.
Ab diesem Punkt konnte ich mich weiterentwickeln, mich überhaupt erst auf die Gefühle einlassen, anstatt sie möglichst zu verdrängen.
Sie unterstütze mich immer so gut sie konnte. Schminkte mich, lackierte mir die Nägel, borgte mir Oberbekleidung, damit ich auch mal was weibliches drüberziehen konnte. Wir hatten keine Ahnung wo das Ganze enden würde, aber sie war aufgeschlossen.
Als ich dann irgendwann so weit war und es mich nach draußen zog, zog sie an der Haustür für sich eine Grenze. Ich würde vermutlich nicht erkannt werden, aber sie ist ja nicht verwandelt. Und das Risiko wollte sie nicht eingehen. Allerdings hielt diese Grenze kaum ein Jahr und schon bald spazierten wir als Frauen Hand in Hand durch Buchholz...
Wenn ich unterwegs war und wir bekamen Besuch oder Anrufe, dann log sie auch, um unser Geheimnis zu wahren. Keine einfache Zeit.
Wir machten zusammen mehrere Frauenurlaube, in denen ich mich mal länger ausprobieren konnte, als nur 1-2 Tage am Wochenende.
Nach der Geburt unseren Sohnes entschieden wir mich nicht vor ihm zu verstecken. So lernte er von Geburt an, das es seine Papa auch als Frau gibt.
So entwickelte ich mich, mit ihrer tatkräftigen Unterstützung zur Vollzeit-Frau. Bei der Geburt unserer Tochter lebte ich schon 3 Monate als Frau. Sie kennt mich nur noch so, nicht als Wechselmodell
Sie ist immer für mich da
Hab ich auch jetzt kürzlich gerade wieder erlebt, wie sie sich für mich gefreut hat, das ich eine Freundin gefunden hab...
Und mich dann aufgefangen hat, als es mit der Freundschaft bergab ging
Ein richtig fettes Dankeschön für alles an meine Frau!
Grüße
die Anja