Sprache - die Endung macht's. Ein alter Hut!
Sprache - die Endung macht's. Ein alter Hut! - # 3

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Svetlana L
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Re: Sprache - die Endung macht's. Ein alter Hut!

Post 31 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

So, hier als kleiner Nachschlag zum Thema ein aktueller Kommentar von Anne Wizorek pro geschlechtergerechte(re) Sprache und (ich bin ja nicht so :mrgreen: ) auch eine Gegenposition von Hannah Lühmann contra geschlechtergerechte Sprache.
Hawadehre
Svetlana

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Marlene K.
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Re: Sprache - die Endung macht's. Ein alter Hut!

Post 32 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Auf den ersten Blick hat dieser Artikel nichts mit uns zu tun. Ich finde, erpasst trotzdem genau in unsere Dsikussion.
https://www.welt.de/sponsored/aktionmen ... 4LkOXjRDGU
Aber solange wir unsere Sprache nicht ändern, werden wir auch unser Denken nicht ändern "” und damit auch nicht die soziale Wirklichkeit. Die wirklichkeitsverändernde Wirkung von Sprache darf man nicht überschätzen. Aber man darf auch nicht ihre wirklichkeitserhaltende Wirkung unterschätzen.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Svetlana L
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Re: Sprache - die Endung macht's. Ein alter Hut!

Post 33 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 18. Sep 2019, 13:55
Aber solange wir unsere Sprache nicht ändern, werden wir auch unser Denken nicht ändern "” und damit auch nicht die soziale Wirklichkeit. Die wirklichkeitsverändernde Wirkung von Sprache darf man nicht überschätzen. Aber man darf auch nicht ihre wirklichkeitserhaltende Wirkung unterschätzen.
So ungefähr steht's auch in unserer Orientierungshilfe zum Gender-Gap
Mit Sprache beschreiben wir einerseits Sachverhalte und bilden somit Realität ab. Andererseits hat Sprache selbst eine prägende Kraft, beeinflusst unser Denken und somit auch unsere Sicht auf die Welt. Sie schafft Bilder, die auch die Wirklichkeit prägen.
... und ...
Genderunsensible Sprache hingegen hält die veralteten Bilder aufrecht und verhindert eine Veränderung.
Wie sehr mich persönlich eine geschlechterinklusive Sprache schon geprägt hat, habe ich gerade beim Lesen einer Zeitungsmeldung gemerkt. Im Zusammenhang mit der morgen stattfindenden großen Klimademo habe ich folgenden Satz gelesen:
Die Demonstration startet am Freitag um 12 Uhr auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor. 10.000 Teilnehmer werden erwartet. Gegen 18 Uhr versammelt sich der Zug wieder zu einer Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor.
Mein erster Gedanke war, wie viele Teilnehmende gibt es dann wohl erst, wenn man die Teilnehmerinnen und Teilnehmer_innen noch dazu rechnet. :lol:
Hawadehre
Svetlana

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Re: Sprache - die Endung macht's. Ein alter Hut!

Post 34 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Auf Facebook bin ich auf diesen Beitrag aufmerksam geworden, der für mich auch viele Bezüge zur Diskussion über wertschätzende Sprache hat...
https://www.volksverpetzer.de/aktuelles ... F124MtVrPQ
Heute ist der "Klaps" für die Sekretärin und der "N*gerkuss" tabu, und plötzlich dürfen auch andere Bevölkerungsgruppen reale politische Ansprüche anmelden. Weil diese Art von Bürgerlichkeit sich nie an einem Infoschalter ungefragt Duzen lassen musste (s.o.) und auch sonst wenig Erfahrung mit Diskriminierung hat, werden solche Vorgänge gerne mit "Unterdrückung" verwechselt.

Das moderne Martyrium des Wutbürgers ist geboren, eine immer noch dominierende Gesellschaftsschicht hat es sich schmollend in der Opferrolle bequem gemacht. Nicht mehr König sein macht keinen Spaß, und bestimmt musste noch niemand in der Geschichte Deutschlands eine so bittere Ungerechtigkeit ertragen, wie die Streichung des "Zigeunerschnitzels" von der Speisekarte.
Marlene

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Nicole Fritz
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Re: Sprache - die Endung macht's. Ein alter Hut!

Post 35 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Marlene,

der olle Klaus hat heute wieder schlechte Laune und möchte Haare spalten. Statt "N*gerkuss" müsste es korrekt heißen N*ger*innenschaumkuss", also bitte vollständig und mit Einbeziehung aller Gender-Varianten!

Zum Thema "Zigeunerschnitzel" fällt mir ein, dass ich einmal veranlasste, dass wegen solcher umpassender Wortwahl die Speisekarte geändert wurde. Im Balkan-Restaurant: Die Chefin kam persönlich an den Tisch und nahm die Bestellung auf. Ich meinte: "... ich kann mich jetzt nicht zwischen der Grillplatte und dem gebratenen Dalmatiner entscheiden ... ". Beim nächsten Besuch stand statt "Dalmatinerbraten" "Schweinebraten Dalmatiner Art" auf der Karte.

LG Nicole
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