Medien-Mittweida: Die Sichtbarkeit von Trans* in der Gesellschaft
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Anne-Mette
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Jasmin_35
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Re: Medien„Mittweida: Die Sichtbarkeit von Trans* in der Gesellschaft
Sehr interessant und es deckt sich ja auch mit den Berichten hier von denen, die in Berlin wohnen oder öfter in Berlin unterwegs sind. Ich denke, wärhend es in vielen anderen Städten eher ein grau ist, liegen in Berlin Licht und Schatten doch deutlicher offen.
Jasmin, 36 Jahre
Jedenfalls mache ich hier aber genau gegenteilige oder andere Erfahrungen, als viele sagen bzw es empfinden. Hier bei uns in der Kleinstadt, verteilt über mehrere kleine Dörfer hat mich noch absolut keine Person schräg angeguckt oder ausgelacht oder sonst wie diskriminierend behandelt, ebenso in den Nachbarstädten. Im gegenteil, entweder bemerken mich die meisten gar nicht oder man(n) guckt sich mich auffällig an, aber nicht abfällig oder fragend oder dergleichen. Zusätzlich in meinem Bekannten- und Freundeskreis interessiert man sich sehr für das Thema und stellt mir viele Fragen (keine absurden fragen zu irgendwelchen genitalien oder so, sondern eher gefühls- und vergangenheitsfragen).
und ja, ich merke auch, jedenfalls in Bezug auf Arbeitsthemen, das dort auch mal wieder das "alte-weiße-Männer-Problem" herrscht, die tendenziell mehr ein Problem mit Umwandlung und auch Frauen haben (insbesondere in reinen Männergruppen, die historisch eher männlich geprägt waren). Ich weiß bisher nicht genau was das Problem ist, ob es religiös ist (ja in Süddeutschland muss man das leider auch immer noch fragen) oder ob es verlustängste sind, wie früher war alles besser oder das hat es früher auch nicht gegeben oder dergleichen.
Ich finds jedenfalls einfach nur lächerlich und albern.
Ich finds jedenfalls schade, das man anderen Menschen nicht einfach ihr leben leben lassen kann, sondern immer die Nase in Dinge stecken muss, die einem eher wenig bis gar nichts angehen. Meine Identität ist mein Ding und nicht das Ding von irgendwelchen Kollegen, Vorgesetzten oder Bekannten oder wohlmöglich noch wildfremden, die meinen ihre Welt durch irgendwelche dummen aktionen verbessern zu müssen.
Wie hat mal jemand gesagt: Die Geschichte war nie auf der Seite der Verlierer und historisch betrachtet, ist die Gesellschaft immer offener, toleranter und vielfältiger geworden und das gilt schon seit dem Mittelalter oder sogar noch davor, denn auch ohne sowas würde wohl kaum Fortschritt entstehen, leider geht das in die Köpfe der dummen leute nicht rein.
"Wenn sich jemand in meinem Bekanntenkreis als dumm* und intolerant* outen würde, würde ich das nicht akzeptieren und versuchen, diese Person sofort aus meinem Leben zu streichen.""Wenn sich jemand in meinem Bekanntenkreis als Trans* outen würde, würde ich das nicht akzeptieren und versuchen, es zu verhindern."
Elena, 57 Jahre
Jasmin, 36 Jahre
Jedenfalls mache ich hier aber genau gegenteilige oder andere Erfahrungen, als viele sagen bzw es empfinden. Hier bei uns in der Kleinstadt, verteilt über mehrere kleine Dörfer hat mich noch absolut keine Person schräg angeguckt oder ausgelacht oder sonst wie diskriminierend behandelt, ebenso in den Nachbarstädten. Im gegenteil, entweder bemerken mich die meisten gar nicht oder man(n) guckt sich mich auffällig an, aber nicht abfällig oder fragend oder dergleichen. Zusätzlich in meinem Bekannten- und Freundeskreis interessiert man sich sehr für das Thema und stellt mir viele Fragen (keine absurden fragen zu irgendwelchen genitalien oder so, sondern eher gefühls- und vergangenheitsfragen).
und ja, ich merke auch, jedenfalls in Bezug auf Arbeitsthemen, das dort auch mal wieder das "alte-weiße-Männer-Problem" herrscht, die tendenziell mehr ein Problem mit Umwandlung und auch Frauen haben (insbesondere in reinen Männergruppen, die historisch eher männlich geprägt waren). Ich weiß bisher nicht genau was das Problem ist, ob es religiös ist (ja in Süddeutschland muss man das leider auch immer noch fragen) oder ob es verlustängste sind, wie früher war alles besser oder das hat es früher auch nicht gegeben oder dergleichen.
Ich finds jedenfalls einfach nur lächerlich und albern.
Ich finds jedenfalls schade, das man anderen Menschen nicht einfach ihr leben leben lassen kann, sondern immer die Nase in Dinge stecken muss, die einem eher wenig bis gar nichts angehen. Meine Identität ist mein Ding und nicht das Ding von irgendwelchen Kollegen, Vorgesetzten oder Bekannten oder wohlmöglich noch wildfremden, die meinen ihre Welt durch irgendwelche dummen aktionen verbessern zu müssen.
Wie hat mal jemand gesagt: Die Geschichte war nie auf der Seite der Verlierer und historisch betrachtet, ist die Gesellschaft immer offener, toleranter und vielfältiger geworden und das gilt schon seit dem Mittelalter oder sogar noch davor, denn auch ohne sowas würde wohl kaum Fortschritt entstehen, leider geht das in die Köpfe der dummen leute nicht rein.
Liebe Grüße Jasmin
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Anne-Mette
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Re: Medien„Mittweida: Die Sichtbarkeit von Trans* in der Gesellschaft
Moin,
Gruß
Anne-Mette
Das hast Du schön geschrieben, DANKE!Mina_35 hat geschrieben: Sa 31. Aug 2019, 16:38 Ich finds jedenfalls schade, das man anderen Menschen nicht einfach ihr leben leben lassen kann, sondern immer die Nase in Dinge stecken muss, die einem eher wenig bis gar nichts angehen. Meine Identität ist mein Ding und nicht das Ding von irgendwelchen Kollegen, Vorgesetzten oder Bekannten oder wohlmöglich noch wildfremden, die meinen ihre Welt durch irgendwelche dummen aktionen verbessern zu müssen.
Gruß
Anne-Mette
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Michi
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Re: Medien„Mittweida: Die Sichtbarkeit von Trans* in der Gesellschaft
Beim Lesen dieser Aussage bin ich erschrocken. Kaum zu glauben, dass Menschen so denken und das auch noch aussprechen."Wenn sich jemand in meinem Bekanntenkreis als Trans* outen würde, würde ich das nicht akzeptieren und versuchen, es zu verhindern."
Elena, 57 Jahre
Man stelle sich vor, jemand würde sagen:
"Wenn sich jemand in meinem Bekanntenkreis als berufstätige Frau outen würde, würde ich das nicht akzeptieren und versuchen, es zu verhindern."
Ich glaube, da wäre der Aufschrei groß, und das zurecht. Warum aber sind solche Übergriffigkeiten gegenüber Trans* Menschen auch heute noch akzeptabel?
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Svetlana L
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Re: Medien„Mittweida: Die Sichtbarkeit von Trans* in der Gesellschaft
Wie hat doch meine Chefin kürzlich in einer Pressemeldung geschrieben (bzw. von mir schreiben lassenAnne-Mette hat geschrieben: Sa 31. Aug 2019, 17:05Das hast Du schön geschrieben, DANKE!Mina_35 hat geschrieben: Sa 31. Aug 2019, 16:38 Ich finds jedenfalls schade, das man anderen Menschen nicht einfach ihr leben leben lassen kann, sondern immer die Nase in Dinge stecken muss, die einem eher wenig bis gar nichts angehen. Meine Identität ist mein Ding und nicht das Ding von irgendwelchen Kollegen, Vorgesetzten oder Bekannten oder wohlmöglich noch wildfremden, die meinen ihre Welt durch irgendwelche dummen aktionen verbessern zu müssen.
Niemand hat das Recht, sich ungefragt in das Leben fremder Menschen einzumischen und sie wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität verbal oder sogar körperlich anzugreifen. Hassgewalt gegen Menschen ist immer auch ein Angriff auf unsere offene und vielfältige Stadtgesellschaft, für die es keinerlei Rechtfertigung gibt.
Hawadehre
Svetlana
As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
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