SÜDDEUTSCHE: ein ausführlicher Artikel über Dana Diezemann
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Anne-Mette
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SÜDDEUTSCHE: ein ausführlicher Artikel über Dana Diezemann
Moin,
"Transgender im Job" ist das Oberthema: https://www.sueddeutsche.de/karriere/da ... -1.4499245
Gruß
Anne-Mette
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Anne-Mette
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Marlene K.
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Re: SÜDDEUTSCHE: ein ausführlicher Artikel über Dana Diezemann
Danke für diesen Artikel.
Die Erfahrungen von Frau Diezemann habe ich, mit anderen Randbedingungen, genau so erlebt. Ja, es stimmt auch, die offensichtlichere und schwerer zu versteckende Transidentität bedingt weitaus stärkere Diskriminierung als das schwul sein.
Interessant wäre hier auch der Vergleich von dem Erleben von Männern mit Transhintergrund und Frauen mit der entsprechenden Lebensgeschichte. Diese würde meiner Erfahrung nach zeigen, auf welcher Haltung die Diskriminierung immer basiert.
Angegriffen wird eigentlich immer die als schwächer empfundene Weiblichkeit. Ein Schwuler in Schlips und Kragen oder im Blaumann erlebt Dinge anders als ein effiminierter Mensch, eine Tunte. Die gibt es übrigens auch unter heterosexuellen Menschen.
Ich als Mensch, der in meinem Leben alle Rollen ausgehend vom außerlich heteronormativ männlichen Bild gelebt habe, habe dies genau so erlebt und erfahren. Das einzige was mir verschlossen bleibt ist wie ein frauenliebender Mensch dies erlebt. Ich kann nur unvollständig nachvollziehen, wie sehr es verletzt, für männerliebend gehalten zu werden wenn Mensch sich zumindest an dieser Stelle als der Mehrheit zugehörig empfindet.
Die Erfahrungen von Frau Diezemann habe ich, mit anderen Randbedingungen, genau so erlebt. Ja, es stimmt auch, die offensichtlichere und schwerer zu versteckende Transidentität bedingt weitaus stärkere Diskriminierung als das schwul sein.
Interessant wäre hier auch der Vergleich von dem Erleben von Männern mit Transhintergrund und Frauen mit der entsprechenden Lebensgeschichte. Diese würde meiner Erfahrung nach zeigen, auf welcher Haltung die Diskriminierung immer basiert.
Angegriffen wird eigentlich immer die als schwächer empfundene Weiblichkeit. Ein Schwuler in Schlips und Kragen oder im Blaumann erlebt Dinge anders als ein effiminierter Mensch, eine Tunte. Die gibt es übrigens auch unter heterosexuellen Menschen.
Ich als Mensch, der in meinem Leben alle Rollen ausgehend vom außerlich heteronormativ männlichen Bild gelebt habe, habe dies genau so erlebt und erfahren. Das einzige was mir verschlossen bleibt ist wie ein frauenliebender Mensch dies erlebt. Ich kann nur unvollständig nachvollziehen, wie sehr es verletzt, für männerliebend gehalten zu werden wenn Mensch sich zumindest an dieser Stelle als der Mehrheit zugehörig empfindet.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
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Vincent
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Re: SÜDDEUTSCHE: ein ausführlicher Artikel über Dana Diezemann
Hallo Ralf-Marlene,
Mittlerweile wäre es mir schlicht egal.
Entspricht das wirklich den Tatsachen? Wenn ich hier im Forum lese hatte ich nicht unbedingt das Gefühl, dass es so ist.
Oder hatte ich nur immer meine rosarote Brille auf?
VG
Vincent
ich denke jeder wird das anders empfinden, und auch nicht in jeder Phase gleich. Wenn ich an meine Geschichte denke, wäre es in jungen Jahren schlimm für mich gewesen, nicht wegen der eigentlichen Aussage, sondern wegen der damit einhergehenden Abwertung im Freundeskreis.Ralf-Marlene hat geschrieben: Sa 6. Jul 2019, 11:05 Ich kann nur unvollständig nachvollziehen, wie sehr es verletzt, für männerliebend gehalten zu werden wenn Mensch sich zumindest an dieser Stelle als der Mehrheit zugehörig empfindet.
Mittlerweile wäre es mir schlicht egal.
Diese Aussage hat mich erschreckt.Und Diezemann bestätigt: "Die meisten Transidenten verlieren ihre Beziehung, die meisten verlieren ihren Job. Und einige verlieren sich selbst."
Entspricht das wirklich den Tatsachen? Wenn ich hier im Forum lese hatte ich nicht unbedingt das Gefühl, dass es so ist.
Oder hatte ich nur immer meine rosarote Brille auf?
VG
Vincent
LG
Vincent
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Jasmin_35
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Re: SÜDDEUTSCHE: ein ausführlicher Artikel über Dana Diezemann
ich wunder mich auch immer über solche aussagen, sind die belastbar oder ist es eher ein von sich auf andere schließen?Vincent hat geschrieben: Sa 6. Jul 2019, 14:17 Diese Aussage hat mich erschreckt.
Entspricht das wirklich den Tatsachen? Wenn ich hier im Forum lese hatte ich nicht unbedingt das Gefühl, dass es so ist.
Oder hatte ich nur immer meine rosarote Brille auf?
wie schonmal geschrieben halte ich auch nichts von der statistik, das trans menschen x-mal höhere arbeitslosenzahlen haben, als die restliche bevölkerung, weil da gar nicht nach bildung und beruf und alter differenziert wird.
und sorry, falls ich da jemandem mit auf die füße trete. wenn ich morgen rausgeworfen werden würde, weil ich bin wie ich bin, dann ist es 1. schonmal nicht die richtige firma für mich und 2. lass ich mich dann doch nicht total hängen. vielleicht habe ich da eine lockerere einstellung, aber ich würde dann auch erstmal losgehen und mir zumindestens irgendwas suchen, anstatt überhaupt beim arbeitsamt aufzutauchen und mich dann als unvermittelbar abstempeln zu lassen und wenn ich auf mindestlohn irgendwo erstmal arbeite, hauptsache keine lücken im lebenslauf. naja sie ist dann ja noch selbstständig geworden, was ich als positiv erstmal betrachte.
man weiß auch immer nicht, was vorher vorgefallen ist und wie das allgemeine klima vorher war. wenn ich es bei den meisten, die ihren job behalten haben, richtig verstehe, waren sie vorher auch schon komplett im team integriert und dann ist es selbstverständlich kein problem so eine übergangsphase durchzumachen.
und entschuldigung, aber eine bibel zu reichen, da wäre ich wahrscheinlich an die decke gegangen, ich meine, leben wir im mittelalter? Ich hätte als antwort darauf eher mal ein grundgesetz rübergereicht und die ersten 3 Artikel zitieren lassen. was soll denn in der bibel so hilfreiches stehen? elftes gebot: du sollst nicht transsexuell sein
nochmal, ich will hier niemandem damit auf die füße treten, jeder darf seine religion frei ausüben, aber in dem kontext ist das mal völlig fehl am platze
Liebe Grüße Jasmin
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Magdalena
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Re: SÜDDEUTSCHE: ein ausführlicher Artikel über Dana Diezemann
Hallo,
Köpfen stecken.
Auch . dass viele Zwängen unterliegen, aus denen es schwer fällt auszubrechen.
Da ist die Sache mit der Bibel. Sie hat mehr Symbolcharakter und hier wohl weniger etwas mit dem Glauben an sich zu tun. In de Bibel sind auch Geschichten von Menschen in schier ausweglosen Situationen,
und doch haben sie einen, ihren Weg gefunden. Der Kollege wusste sich keine andere Antwort, um zu zeigen, hier kann ich nichts für dich tun. aber ich bin mir sicher Du schaffst es.
Es ist auch manchmal die Sprachlosigkeit, wie gehe ich mit einem Transgender richtig um. Leichter ist es sicher wenn der Transgender das Unternehmen verlässt. Da bin ich fein raus. Da "Problem" ist nicht mehr da, ich brauche mich damit nicht länger belasten. Die Transgender unter uns, die es betrifft, für die ist es hart und oft schwer nachvollziehbar. Warum werde ich plötzlich so abgelehnt. Gestern noch befreundet, und am andern Tag werde ich kam noch gegrüßt.
Mit nachdenklichen Grüßen Magdalena
Köpfen stecken.
Auch . dass viele Zwängen unterliegen, aus denen es schwer fällt auszubrechen.
Da ist die Sache mit der Bibel. Sie hat mehr Symbolcharakter und hier wohl weniger etwas mit dem Glauben an sich zu tun. In de Bibel sind auch Geschichten von Menschen in schier ausweglosen Situationen,
und doch haben sie einen, ihren Weg gefunden. Der Kollege wusste sich keine andere Antwort, um zu zeigen, hier kann ich nichts für dich tun. aber ich bin mir sicher Du schaffst es.
Es ist auch manchmal die Sprachlosigkeit, wie gehe ich mit einem Transgender richtig um. Leichter ist es sicher wenn der Transgender das Unternehmen verlässt. Da bin ich fein raus. Da "Problem" ist nicht mehr da, ich brauche mich damit nicht länger belasten. Die Transgender unter uns, die es betrifft, für die ist es hart und oft schwer nachvollziehbar. Warum werde ich plötzlich so abgelehnt. Gestern noch befreundet, und am andern Tag werde ich kam noch gegrüßt.
Mit nachdenklichen Grüßen Magdalena
Lebe jeden Tag.