Hallo Ihr Lieben,
Nagelgelackt, Ohrstecker, Damenjeans, Damenshirt und Unisexschuhe lassen mich nicht als Frau durchgehen, aber ich fühle mich wohl dabei und frage mich, wie man wohl in Norwegen, Transpersonen gegenüber steht.
Seit zwei Wochen touren wir durch Norwegen und ich bewege mich mit dem Eingangs beschriebenen Outfit nicht ganz unauffällig und ich Frage mich, warum ich nicht blöd von anderen betrachtet werde.
Also griff ich im Wlan-Bereich zu meinem Tab und googelte ein wenig herum und stieß auf folgendes:
Norwegen ist frei!
06.06.2016: Das Norwegische Parlament hat endgültig entschieden, dass Norweger ihren Geschlechtseintrag selbstbestimmt ändern können. Nach Malta, Irland und Dänemark ist Norwegen nun das vierte Europäische Land, das keine Behandlungen, Diagnosen oder sonstigen Unfug - wie Österreich - verlangt.
Quelleïƒ https://www.transx.at/Pub/TransX_NewsArchiv.php
Ja, wie einfach kann das alles sein, wenn Akzeptanz als Interesse aller, in einem Staat anerkannt und gesetzlich unterstützt wird.
Ich fühle mich hier sehr wohl und habe beschlossen, für immer hier zu bleiben. Allerdings weiß ich nicht, wie ich den Lebensunterhalt in Norwegen bestreiten soll und meine Enkelin, die uns begleitet möchte auch langsam wieder nach Hause.
Also aus der Traum vom sorgenfreien Transit durch Norwegen.
Liebe Grüße, Emi
Transit durch Norwegen
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Jasmin_35
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Re: Transit durch Norwegen
Hi Emi,
bzgl. VÄ/PÄ mache ich auch gerade meine eigenen Erfahrungen, nicht mit staatlichen Institutionen, sondern mit meinen Bekannten, Freunden, Kollegen und Nachbarn. Ich stelle dabei meinen neuen Namen nun vor und sage allen, das sie mich inkl. Pronomen nun so nennen dürfen und sage dazu wörtlich: "Und schon in 4-12 Monaten wird die Namensänderung voraussichtlich rechtlich gültig sein."
Die ersten Fragen dann erstmal wie das alles läuft und ich erzähle dann vom Amtsgerichtsprozess, von Begutachtungen, von Warte- und Durchlaufzeiten und das was ich von allen zurück bekomme, ist völliges unverständnis. Unverständnis darüber, warum hier wieder so ein riesen Aufwand getrieben wird, nur um seinen Vornamen und Personenstand zu ändern. Es ist erstaunlich. Die sog. Volksvertreter schaffen es auch hier mal wieder nicht, das Volk zu vertreten, sondern nur Ihre eigenen Geldgeber (die Lobby). Es ist Menschen nicht nachvollziehbar zu erklären, warum da nun so ein Aufwand getrieben werden muss und jeder sagt mir dann auch, man ändert seinen Vornamen und seinen Personenstand doch nicht aus Spass, wie uns immer von den Kritikern glaubhaft gemacht werden will und das mit sowas ja Tür und Tor für Missbrauch geöffnet werde.
Ich würde mich also auch freuen, nicht für mich, der Zug ist jetzt abgefahren, aber für kommende Generationen, wenn Deutschland mal wieder vorreiter für etwas sein würde und nicht anderen Ländern mit 20 Jahren abstand hinterher laufen würde *nur keine Experimente*.
Und ja, selbst in Argentinien kann man seinen Namen und Personenstand *einfach so* ändern. Es ist ein Trauerspiel mit diesem Land und dieser Regierung. Naja für mich ist der Zug sowieso abgefahren, ich sitz den Prozess jetzt aus und dann hab ichs auch hinter mir und kann mich wieder mi wichtigen Dingen im Leben beschäftigen.In 5 Jahren fragt eh keiner mehr danach, wie lange das gedauert hat.
bzgl. VÄ/PÄ mache ich auch gerade meine eigenen Erfahrungen, nicht mit staatlichen Institutionen, sondern mit meinen Bekannten, Freunden, Kollegen und Nachbarn. Ich stelle dabei meinen neuen Namen nun vor und sage allen, das sie mich inkl. Pronomen nun so nennen dürfen und sage dazu wörtlich: "Und schon in 4-12 Monaten wird die Namensänderung voraussichtlich rechtlich gültig sein."
Die ersten Fragen dann erstmal wie das alles läuft und ich erzähle dann vom Amtsgerichtsprozess, von Begutachtungen, von Warte- und Durchlaufzeiten und das was ich von allen zurück bekomme, ist völliges unverständnis. Unverständnis darüber, warum hier wieder so ein riesen Aufwand getrieben wird, nur um seinen Vornamen und Personenstand zu ändern. Es ist erstaunlich. Die sog. Volksvertreter schaffen es auch hier mal wieder nicht, das Volk zu vertreten, sondern nur Ihre eigenen Geldgeber (die Lobby). Es ist Menschen nicht nachvollziehbar zu erklären, warum da nun so ein Aufwand getrieben werden muss und jeder sagt mir dann auch, man ändert seinen Vornamen und seinen Personenstand doch nicht aus Spass, wie uns immer von den Kritikern glaubhaft gemacht werden will und das mit sowas ja Tür und Tor für Missbrauch geöffnet werde.
Ich würde mich also auch freuen, nicht für mich, der Zug ist jetzt abgefahren, aber für kommende Generationen, wenn Deutschland mal wieder vorreiter für etwas sein würde und nicht anderen Ländern mit 20 Jahren abstand hinterher laufen würde *nur keine Experimente*.
Und ja, selbst in Argentinien kann man seinen Namen und Personenstand *einfach so* ändern. Es ist ein Trauerspiel mit diesem Land und dieser Regierung. Naja für mich ist der Zug sowieso abgefahren, ich sitz den Prozess jetzt aus und dann hab ichs auch hinter mir und kann mich wieder mi wichtigen Dingen im Leben beschäftigen.In 5 Jahren fragt eh keiner mehr danach, wie lange das gedauert hat.
Liebe Grüße Jasmin