bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
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Anne-Mette
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bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Moin,
die Erfahrungen eines Krankenpflegers: https://www.bento.de/queer/diskriminier ... b0b5d07556
Gruß
Anne-Mette
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Helga
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Re: bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Hallo,
das ist erstmal keine schöne Erfahrung für Henry, aber wenn ich bedenke wieviele Stellen derzeit im Pflegebereich unbesetzt sind, dürfte es für ihn kein großes Problem sein einen neuen Job zu finden.
Intoleranz zahlt sich auch für Arbeitgeber nicht aus.
Liebe Grüße
Helga
das ist erstmal keine schöne Erfahrung für Henry, aber wenn ich bedenke wieviele Stellen derzeit im Pflegebereich unbesetzt sind, dürfte es für ihn kein großes Problem sein einen neuen Job zu finden.
Intoleranz zahlt sich auch für Arbeitgeber nicht aus.
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Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Franka
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Re: bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Wenn er sich jahrelang für seinen Job aufgeopfert hat, warum musste sein Vertrag dann noch verlängert werden? Diese scheiß Zeitverträge, Menschen sind Ware und nichts mehr wert, egal ob Mann Frau oder Divers
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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Jasmin_35
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Re: bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Dieses Verhalten vom Arbeitgeber ist höchst ekelhaft. Sorry für die Worte, ich habe auch gerade einen ähnlich gelagerten Fall hier, vielleicht schreibe ich später dazu nochmal ausführlich was. Frauenfeindlichkeit, Trans- und Homophobie sind in einigen Idiotenköpfen leider immer noch drin. Das schlechte ist, wenn diese Idioten an den falschen Positionen sitzen und der Betrieb keine Arbeitnehmervertretung hat, ich Großunternehmen mit Arbeitnehmervertretung kann man sich aber noch gut dagegen wehren.
Dennoch, wie schon geschrieben wurde, als Krankenpfleger sollte man heutzutage kein Problem haben einen neuen Job zu finden, auch sonst sollte es kein Problem sein einen Job zu finden. Tolerante Unternehmen gibt es mehr als intolerante und die meisten Idioten, bei denen sowas nicht in den Kopf reingeht gehen eh bald in Rente, dann löst sich das Problem auch von allein.
Sorry für die harten Worte, aber wenn ich sowas lese bringt mich das komplett auf die Palme.
Dennoch, wie schon geschrieben wurde, als Krankenpfleger sollte man heutzutage kein Problem haben einen neuen Job zu finden, auch sonst sollte es kein Problem sein einen Job zu finden. Tolerante Unternehmen gibt es mehr als intolerante und die meisten Idioten, bei denen sowas nicht in den Kopf reingeht gehen eh bald in Rente, dann löst sich das Problem auch von allein.
Sorry für die harten Worte, aber wenn ich sowas lese bringt mich das komplett auf die Palme.
Liebe Grüße Jasmin
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Anke
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Re: bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Hallo,
ich bin bei euch, wenn diese Geschichte so stimmt, dann ist das ein Arbeitgeber aus der Steinzeit. Geht gar nicht!
Doch ich habe meine Zweifel, dass das alles so stimmt. Es geht schon los mit dem Zeitvertrag Zeitverträge lassen sich glücklicherweise nicht mehr wie früher beliebig oft verlängern. Deshalb passt die Aussage zum Zeitvertrag nicht zum jahrelangen aufopfern.
Dazu kommt der Faktor Pflegenotstand. Pflegekräfte fehlen überall. Und niemand, der auch nur ansatzweise bei Verstand ist, lässt eine Pflegekraft gehen, die sich aufopfert.
Ausserdem habt ihr es auch schon geschrieben, er dürfte kaum Schwierigkeiten eine neue Stelle zu finden. Ihm ist es praktisch kaum anzusehen, dass er trans ist.
Auch die Frage, warum er das nicht schon längst getan hat, wenn er Stress mit seiner Chefin hatte und sein Vertrag ausläuft, lässt sich nicht plausibel beantworten.
Und wenn ich so sehe, was Bento so im Angebot hat, dann finde ich das alles ziemlich reißerich und oberflächlich. Ein gewissenhafter Journalist hätte beispielsweise auch mal beim Arbeitgeber recherchiert, um die Aussagen zu validieren.
Deshalb glaube ich das alles nicht. Ich will nicht spekulieren, was wirklich dahintersteckt. Doch ich bin mir sicher, dass uns hier ein ziemliches Märchen aufgetischt wird,
Liebe Grüße
Anke
ich bin bei euch, wenn diese Geschichte so stimmt, dann ist das ein Arbeitgeber aus der Steinzeit. Geht gar nicht!
Doch ich habe meine Zweifel, dass das alles so stimmt. Es geht schon los mit dem Zeitvertrag Zeitverträge lassen sich glücklicherweise nicht mehr wie früher beliebig oft verlängern. Deshalb passt die Aussage zum Zeitvertrag nicht zum jahrelangen aufopfern.
Dazu kommt der Faktor Pflegenotstand. Pflegekräfte fehlen überall. Und niemand, der auch nur ansatzweise bei Verstand ist, lässt eine Pflegekraft gehen, die sich aufopfert.
Ausserdem habt ihr es auch schon geschrieben, er dürfte kaum Schwierigkeiten eine neue Stelle zu finden. Ihm ist es praktisch kaum anzusehen, dass er trans ist.
Auch die Frage, warum er das nicht schon längst getan hat, wenn er Stress mit seiner Chefin hatte und sein Vertrag ausläuft, lässt sich nicht plausibel beantworten.
Und wenn ich so sehe, was Bento so im Angebot hat, dann finde ich das alles ziemlich reißerich und oberflächlich. Ein gewissenhafter Journalist hätte beispielsweise auch mal beim Arbeitgeber recherchiert, um die Aussagen zu validieren.
Deshalb glaube ich das alles nicht. Ich will nicht spekulieren, was wirklich dahintersteckt. Doch ich bin mir sicher, dass uns hier ein ziemliches Märchen aufgetischt wird,
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Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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Jenina
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Re: bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Anke, deine Skepsis in allen Ehren. Aber beim Spiegel dürfte in der "nach - Relotius - Zeit" wohl kein Märchen mehr durch den Qualitätscheck gehen. Der Spiegel (und bento ist ein Teil von SPON) ist meiner Meinung nach immer noch eine Klasse besser als BILD und Konsorten.Anke hat geschrieben: Fr 28. Jun 2019, 06:50 ...
Deshalb glaube ich das alles nicht. Ich will nicht spekulieren, was wirklich dahintersteckt. Doch ich bin mir sicher, dass uns hier ein ziemliches Märchen aufgetischt wird,
...
Und was Zeitverträge angeht, da interessiert in Unternehmen ohne Betriebsrat keine Sau was in Gesetzen steht, auch was die Arbeitszeit angeht. Ich kenne die Verhältnisse in Häusern des DRK, von dem ja jeder glaubt das sei ein Unternehmen wo nur heilige Samariter rumlaufen. Leider ist das ganze Gegenteil der Fall.
Jenina
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Svetlana L
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Re: bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Aus meiner Zeit im Personalwesen (ist zugegebenermaßen schon eine Weile her) weiß ich noch, dass man zwischen Zeitverträgen mit und ohne sachlichen Grund unterscheiden muss. Mit Sachgrund (z. B. Vertretung für die Dauer der Elternzeit von xy, Vertretung für die Dauer der Personalratsfreistellung für yz usw.) kannst du theoretisch so viele Zeitverträge hintereinander abschließen wie du möchtest. Lediglich bei Zeitverträgen ohne solche Sachgründe schiebt das Teilzeit- und Befristungsgesetz einen Riegel vor die Willkür der Arbeitgeber_innen -> max. 2 Jahre und max. drei VerlängerungenAnke hat geschrieben: Fr 28. Jun 2019, 06:50 Es geht schon los mit dem Zeitvertrag Zeitverträge lassen sich glücklicherweise nicht mehr wie früher beliebig oft verlängern. Deshalb passt die Aussage zum Zeitvertrag nicht zum jahrelangen aufopfern.
Hawadehre
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As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
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Anke
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Re: bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Hallo,
wenn ich sehe, was Bento in welcher Weise veröffentlicht, dann traue ich denen genauso wenig wie Bild und Co. Da ist es mir wirklich egal, ob die zu SPON gehören oder nicht.
Ich weiß, wie es in diesem Bereich zugeht. Ich habe früher dort selbst gearbeitet (das DRK kenne ich nur zu gut) und meine frühere Partnerin ist Krankenschwester. Ich mache mir da gar keine Illusionen. Aber illegale Arbeitsverträge abzuschließen ist kein Kavaliersdelikt.
Und wenn so ein Arbeitsvertrag geschlossen worden wäre, könnte er den unbefristeten Arbeitsvertrag auf dem Klageweg bekommen. Die Rechtslage ist da ziemlich eindeutig.
Was mich auch misstrauisch macht, ist seine Aussage zum jahrelangen Aufopfern. Meine Lebenserfahrung ist, dass diejenigen, die sich wirklich aufopfern, das höchst selten aussprechen, während die, die das lauthals verkünden, tendenziell diejenigen sind, die sich auf Kosten der übrigen Mitarbeiter in die Hängematte legen. Ausnahmen dazu habe ich selten erlebt.
Liebe Grüße
Anke
wenn ich sehe, was Bento in welcher Weise veröffentlicht, dann traue ich denen genauso wenig wie Bild und Co. Da ist es mir wirklich egal, ob die zu SPON gehören oder nicht.
Ich weiß, wie es in diesem Bereich zugeht. Ich habe früher dort selbst gearbeitet (das DRK kenne ich nur zu gut) und meine frühere Partnerin ist Krankenschwester. Ich mache mir da gar keine Illusionen. Aber illegale Arbeitsverträge abzuschließen ist kein Kavaliersdelikt.
Und wenn so ein Arbeitsvertrag geschlossen worden wäre, könnte er den unbefristeten Arbeitsvertrag auf dem Klageweg bekommen. Die Rechtslage ist da ziemlich eindeutig.
Was mich auch misstrauisch macht, ist seine Aussage zum jahrelangen Aufopfern. Meine Lebenserfahrung ist, dass diejenigen, die sich wirklich aufopfern, das höchst selten aussprechen, während die, die das lauthals verkünden, tendenziell diejenigen sind, die sich auf Kosten der übrigen Mitarbeiter in die Hängematte legen. Ausnahmen dazu habe ich selten erlebt.
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Michi
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Re: bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Hallo Anke,Anke hat geschrieben: Fr 28. Jun 2019, 06:50 Doch ich habe meine Zweifel, dass das alles so stimmt. Es geht schon los mit dem Zeitvertrag Zeitverträge lassen sich glücklicherweise nicht mehr wie früher beliebig oft verlängern. Deshalb passt die Aussage zum Zeitvertrag nicht zum jahrelangen aufopfern.
dass es von Gesetzes wegen nicht gestattet ist, hindert Arbeitgeber nicht, es dennoch zu tun, und über Jahre nur Ketten-Zeitarbeitsverträge zu geben. Dafür werden einfach Tochterfirmen gegründet, zwischen denen man die Arbeitnehmer hin und her schiebt.
Nur wenige Fälle wie dieser hier https://youtu.be/WcF77_4ct3o schaffen es in die Medien.
Von daher würde ich das nicht einfach als Fake abtun.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Anke
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Re: bento: "Transsein hat mich meinen Job gekostet"
Hallo,
Die Zeitverträge sind für mich aber nicht das einzige, was mich stutzig macht. Mein "šBullshit-O-Meter"™ schlägt bei dieser Story einfach heftig aus. Auf mich wirkt die ganze Story höchst unglaubwürdig. Leider kann ich es nicht überprüfen, sondern nur an ein paar Indizien fest machen.
Ein weiteres Indiz sind für mich die Aussagen der Vorgesetzten. Es fängt damit an, dass die überhaupt nicht näher spezifiziert ist. Ist es die Stationsleitung, die Pflegedienstleitung oder jemand ganz anderes? Wenn ich so etwas in die Welt setze, dann müssen Ross und Reiter genannt. Wenn jemand das nicht tut, ist das ein Indiz, dass etwas faul sein könnte.
Wenn die Aussagen so gefallen sind, dann ist das natürlich völlig inakzeptabel. Aber jemand, der so etwas sagt, wird auch vorher schon mit vergleichbaren Aussagen aufgefallen sein. Mir hätte das zu denken gegeben und ich hätte mich nach etwas anderem umgesehen. Warum hat er das nicht gemacht? Das muss für sich genommen nix bedeuten, ist aber merkwürdig und im Zusammenhang ein weiteres Indiz.
Bei mir ist beim Lesen des Artikels der Eindruck entstanden, dass das Verhältnis zwischen ihm und dem Arbeitgeber schon vorher gestört war. Entweder scheint beim Arbeitgeber wirklich einiges nicht zu stimmen. Ein guter Grund neben der Befristung sich eine neue Stelle zu suchen. Oder lag es vielleicht daran, dass seine Leistung und sein Verhalten doch nicht so gut waren? Dann wäre der Vertrag aus ganz anderen Gründen nicht verlängert bzw. entfristet worden.
Und wenn er wirklich wegen seiner Transsexualität entlassen worden wäre (was ein Skandal wäre), was gewinnt er, wenn er damit zur Presse geht. Für die Personalabteilung des nächsten Krankenhauses ist es ein Leichtes diese Geschichte zu recherchieren. Seine Chancen eine neue Stelle zu finden, sind damit nicht gestiegen, ganz im Gegenteil.
Das alles beweist nichts, aber die Geschichte ist für mich an vielen Stellen nicht stimmig. Das ist alles sehr schwarz und weiß. Hier die bösen Chefs und da der arme Transmann, der sich jahrelang aufgeopfert hat. Ich habe höchst selten erlebt, dass es so einfach ist.
Dazu kommt, dass Transthemen in der Presse gerade ziemlich hip sind. Da ist natürlich die Versuchung groß, sich mal eben eine scheinbar interessante Geschichte zurecht zu legen oder auf etwas drauf zu springen, ohne weiter zu recherchieren.
Ich kenne andere Geschichten, in denen es den Betroffenen schlecht ergangen ist, die wesentlich plausibler sind. Diese Geschichte aber kann ich nicht glauben.
Liebe Grüße
Anke
Du hast recht, da gibt es wirklich schlimme Sachen, die echt haarsträubend sind.MichiWell hat geschrieben: Fr 28. Jun 2019, 18:23 Von daher würde ich das nicht einfach als Fake abtun.
Die Zeitverträge sind für mich aber nicht das einzige, was mich stutzig macht. Mein "šBullshit-O-Meter"™ schlägt bei dieser Story einfach heftig aus. Auf mich wirkt die ganze Story höchst unglaubwürdig. Leider kann ich es nicht überprüfen, sondern nur an ein paar Indizien fest machen.
Ein weiteres Indiz sind für mich die Aussagen der Vorgesetzten. Es fängt damit an, dass die überhaupt nicht näher spezifiziert ist. Ist es die Stationsleitung, die Pflegedienstleitung oder jemand ganz anderes? Wenn ich so etwas in die Welt setze, dann müssen Ross und Reiter genannt. Wenn jemand das nicht tut, ist das ein Indiz, dass etwas faul sein könnte.
Wenn die Aussagen so gefallen sind, dann ist das natürlich völlig inakzeptabel. Aber jemand, der so etwas sagt, wird auch vorher schon mit vergleichbaren Aussagen aufgefallen sein. Mir hätte das zu denken gegeben und ich hätte mich nach etwas anderem umgesehen. Warum hat er das nicht gemacht? Das muss für sich genommen nix bedeuten, ist aber merkwürdig und im Zusammenhang ein weiteres Indiz.
Bei mir ist beim Lesen des Artikels der Eindruck entstanden, dass das Verhältnis zwischen ihm und dem Arbeitgeber schon vorher gestört war. Entweder scheint beim Arbeitgeber wirklich einiges nicht zu stimmen. Ein guter Grund neben der Befristung sich eine neue Stelle zu suchen. Oder lag es vielleicht daran, dass seine Leistung und sein Verhalten doch nicht so gut waren? Dann wäre der Vertrag aus ganz anderen Gründen nicht verlängert bzw. entfristet worden.
Und wenn er wirklich wegen seiner Transsexualität entlassen worden wäre (was ein Skandal wäre), was gewinnt er, wenn er damit zur Presse geht. Für die Personalabteilung des nächsten Krankenhauses ist es ein Leichtes diese Geschichte zu recherchieren. Seine Chancen eine neue Stelle zu finden, sind damit nicht gestiegen, ganz im Gegenteil.
Das alles beweist nichts, aber die Geschichte ist für mich an vielen Stellen nicht stimmig. Das ist alles sehr schwarz und weiß. Hier die bösen Chefs und da der arme Transmann, der sich jahrelang aufgeopfert hat. Ich habe höchst selten erlebt, dass es so einfach ist.
Dazu kommt, dass Transthemen in der Presse gerade ziemlich hip sind. Da ist natürlich die Versuchung groß, sich mal eben eine scheinbar interessante Geschichte zurecht zu legen oder auf etwas drauf zu springen, ohne weiter zu recherchieren.
Ich kenne andere Geschichten, in denen es den Betroffenen schlecht ergangen ist, die wesentlich plausibler sind. Diese Geschichte aber kann ich nicht glauben.
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