Das Leben als Bühne - „Ja-Sagen"
-
ExuserIn-2019-12-18
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1189
- Registriert: Mi 8. Feb 2017, 13:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Das Leben als Bühne „ "Ja„Sagen“
Hallo Ihr Lieben!
Ich spiele seit etwa 2 Jahren Improvisationstheater. Nicht ganz richtig "¦ ich belege seit dieser Zeit Theaterkurse.
Auftritte sind eher selten und bislang auf Werkschauen beschränkt.
Das Improvisationsspiel folgt verschiedenen Regeln oder greift Systematiken auf, damit auf der Bühne überhaupt ein (Zusammen)Spiel entstehen kann. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, dies zu verstehen und auch annehmen zu können.
Eines der wesentlichen Prinzipien dabei ist das "Ja-Sagen". Es meint das Annehmen von Dingen, die Dir zugetragen werden. Ohne "Ja-Sagen" kann kein Zusammenspiel erfolgen. Das Annehmen von Situationen und Aussagen hört sich erst einmal leicht an, hat aber so sein Tücken. Zu gerne geben wir Kontra, verteidigen unsere Position und fügen gleich das "aber" an das " Ja". Es entsteht ein Ping-Pong-Effekt, der in der Regel dazu führt, dass man auf der Stelle tritt und die Story sich nicht entwickeln kann. Die beste Situation um einen Streit heraufzubeschwören. Natürlich kann ich das auch als gezielte Technik einsetzen. Aber um Streit zu spielen, gibt es noch andere Methoden, die ich besser finde und die auf der Bühne intensiver wirken.
Das "Annehmen" als Lebenseinstellung zu übernehmen ist im Alltag erst einmal schwer, kann aber auch funktionieren. Ich habe es ausprobiert und dabei festgestellt, dass sich Konflikte mit Menschen recht schnell auflösen lassen. Gerade, wenn man mit Hahnenkamm in Situationen schreitet und im Grunde nicht bereit ist, sich auf seinen Gegenüber einzulassen. Wenn man zuhört, sich dabei aber schon innerer Widerstand regt und sich das "aber" formuliert, kann es gut sein sich an das "Ja-Sagen" zu erinnern und es einmal bewusst einzusetzen. Es ist sicher ein Kunst, Meinungen und Argumente nicht an der Egomauer zerschellen zu lassen - man möchte sich ja nicht verbiegen müssen / lassen.
Nicht, dass hier jetzt der falsche Eindruck entsteht, ich würde das bis zur Perfektion können. Das ist bei weitem nicht der Fall. Immer wieder muss mich daran erinnern und mich reflektieren. Warum funktioniert dieses Gespräch grade überhaupt nicht? Sind wir nicht auf den gleichen Ebenen? Was muss, was könnte ich tun, dass Problem zu lösen? Und gleich hinterher: Ich muss nicht immer "Ja-Sagen" und ich muss auch nicht immer alle Problem lösen. Aber dann gehe ich in ein Gespräch, in eine Situation mit sehr starken Grenzen und entsprechendem Konfliktpotential. Das kann durchaus gewollt sein, um zum Beispiel Stärke zu zeigen oder Positionen deutlich zu verfestigen.
Aber hier im Forum geht es doch meist um die Frage nach Hilfe und der Bitte um Lösungsansätze. Ich spüre leider immer wieder, dass in den entstehenden Diskussionen das Prinzip "Annehmen" nicht gelebt werden kann (Ich schließe mich da nicht aus). Es kommt dann meist schnell zu Frontenbildung mit Verhärtungen und weniger zu offenen Diskussionen mit Entwicklung der Positionen. Vielleicht müssen wir mehr an uns selbst arbeiten und weniger auf andere schauen.
Und wie ich schon geschrieben habe, ich wiederhole meine Meinung da gerne: Wir brauchen mehr Gelassenheit und weniger Binärität in unseren Köpfen. Und mit Binärität meine ich auch entsprechende Rollenmuster.
Denn wo ist den bitte im Grunde der Unterschied zwischen einer Damen- oder Herren-Unterhose? Jetzt kommt mir bitte nicht mit Mode oder "Eingriff". Wer bestimmt, dass ein Mann keine Damenwäsche tragen darf und eine Frau keine Herrenwäsche? Das macht "man" nicht. Und genau dieses "man" (also die Gesellschaft) schafft eigene Meinungen, die keine eigenen Meinungen sind. Sich von diesen zu lösen oder sie zumindest mal in Ihrer Wertigkeit zu hinterfragen ist ein wichtiger Schritt im "Ja-Sagen" und Annehmen. Jetzt bin ich aber schon wieder abgedriftet. So tief wollte ich gar nicht gehen.
Ich wünsche alle für morgen einen schönen Vatertag
Liebe Grüße
Vanessa (die auch eine Frau Papa ist und bleibt)
Ich spiele seit etwa 2 Jahren Improvisationstheater. Nicht ganz richtig "¦ ich belege seit dieser Zeit Theaterkurse.
Auftritte sind eher selten und bislang auf Werkschauen beschränkt.
Das Improvisationsspiel folgt verschiedenen Regeln oder greift Systematiken auf, damit auf der Bühne überhaupt ein (Zusammen)Spiel entstehen kann. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, dies zu verstehen und auch annehmen zu können.
Eines der wesentlichen Prinzipien dabei ist das "Ja-Sagen". Es meint das Annehmen von Dingen, die Dir zugetragen werden. Ohne "Ja-Sagen" kann kein Zusammenspiel erfolgen. Das Annehmen von Situationen und Aussagen hört sich erst einmal leicht an, hat aber so sein Tücken. Zu gerne geben wir Kontra, verteidigen unsere Position und fügen gleich das "aber" an das " Ja". Es entsteht ein Ping-Pong-Effekt, der in der Regel dazu führt, dass man auf der Stelle tritt und die Story sich nicht entwickeln kann. Die beste Situation um einen Streit heraufzubeschwören. Natürlich kann ich das auch als gezielte Technik einsetzen. Aber um Streit zu spielen, gibt es noch andere Methoden, die ich besser finde und die auf der Bühne intensiver wirken.
Das "Annehmen" als Lebenseinstellung zu übernehmen ist im Alltag erst einmal schwer, kann aber auch funktionieren. Ich habe es ausprobiert und dabei festgestellt, dass sich Konflikte mit Menschen recht schnell auflösen lassen. Gerade, wenn man mit Hahnenkamm in Situationen schreitet und im Grunde nicht bereit ist, sich auf seinen Gegenüber einzulassen. Wenn man zuhört, sich dabei aber schon innerer Widerstand regt und sich das "aber" formuliert, kann es gut sein sich an das "Ja-Sagen" zu erinnern und es einmal bewusst einzusetzen. Es ist sicher ein Kunst, Meinungen und Argumente nicht an der Egomauer zerschellen zu lassen - man möchte sich ja nicht verbiegen müssen / lassen.
Nicht, dass hier jetzt der falsche Eindruck entsteht, ich würde das bis zur Perfektion können. Das ist bei weitem nicht der Fall. Immer wieder muss mich daran erinnern und mich reflektieren. Warum funktioniert dieses Gespräch grade überhaupt nicht? Sind wir nicht auf den gleichen Ebenen? Was muss, was könnte ich tun, dass Problem zu lösen? Und gleich hinterher: Ich muss nicht immer "Ja-Sagen" und ich muss auch nicht immer alle Problem lösen. Aber dann gehe ich in ein Gespräch, in eine Situation mit sehr starken Grenzen und entsprechendem Konfliktpotential. Das kann durchaus gewollt sein, um zum Beispiel Stärke zu zeigen oder Positionen deutlich zu verfestigen.
Aber hier im Forum geht es doch meist um die Frage nach Hilfe und der Bitte um Lösungsansätze. Ich spüre leider immer wieder, dass in den entstehenden Diskussionen das Prinzip "Annehmen" nicht gelebt werden kann (Ich schließe mich da nicht aus). Es kommt dann meist schnell zu Frontenbildung mit Verhärtungen und weniger zu offenen Diskussionen mit Entwicklung der Positionen. Vielleicht müssen wir mehr an uns selbst arbeiten und weniger auf andere schauen.
Und wie ich schon geschrieben habe, ich wiederhole meine Meinung da gerne: Wir brauchen mehr Gelassenheit und weniger Binärität in unseren Köpfen. Und mit Binärität meine ich auch entsprechende Rollenmuster.
Denn wo ist den bitte im Grunde der Unterschied zwischen einer Damen- oder Herren-Unterhose? Jetzt kommt mir bitte nicht mit Mode oder "Eingriff". Wer bestimmt, dass ein Mann keine Damenwäsche tragen darf und eine Frau keine Herrenwäsche? Das macht "man" nicht. Und genau dieses "man" (also die Gesellschaft) schafft eigene Meinungen, die keine eigenen Meinungen sind. Sich von diesen zu lösen oder sie zumindest mal in Ihrer Wertigkeit zu hinterfragen ist ein wichtiger Schritt im "Ja-Sagen" und Annehmen. Jetzt bin ich aber schon wieder abgedriftet. So tief wollte ich gar nicht gehen.
Ich wünsche alle für morgen einen schönen Vatertag
Liebe Grüße
Vanessa (die auch eine Frau Papa ist und bleibt)
-
ExuserIn-2020-07-10
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 388
- Registriert: Sa 2. Feb 2019, 15:41
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Das Leben als Bühne „ "Ja„Sagen“
Das Ja Sagen als Entwicklungsprozess zu sehen finde ich spannend.
In der Fastenzeit habe ich auch mal bewusst Ja zu Einladungen von Freunden gesagt und das hat mich an die Zeit meines Studiums erinnert, wo ich quasie annehmend durch die Welt ging. Gerade dadurch hab ich viel erlebt.
Spannend ist auch das Nein-Sagen. Denn lange galt dies als etwas was viele lernen mussten. Das Nein ist finde ich dann wichtig wenn es um das durchbrechen von alt eingefahrenen Mustern geht. Z.B war es bei mir eine traditions Veranstaltung die ixh sonst immer mitmachte, ich sagte dann einmal Nein zu dieser Tradition und Ja zu einer anderen neuen Veranstaltung und das veränderte meinen Blick.
Momentan empfinde ich mich oft in Kontrahaltungen und diese brauchen viel Kraft. Zuviel Ja kann aber auch zur Willkür werden und man schwimmt dann wie ein Blattpapier widerstandslos mit dem Strom.
In der Fastenzeit habe ich auch mal bewusst Ja zu Einladungen von Freunden gesagt und das hat mich an die Zeit meines Studiums erinnert, wo ich quasie annehmend durch die Welt ging. Gerade dadurch hab ich viel erlebt.
Spannend ist auch das Nein-Sagen. Denn lange galt dies als etwas was viele lernen mussten. Das Nein ist finde ich dann wichtig wenn es um das durchbrechen von alt eingefahrenen Mustern geht. Z.B war es bei mir eine traditions Veranstaltung die ixh sonst immer mitmachte, ich sagte dann einmal Nein zu dieser Tradition und Ja zu einer anderen neuen Veranstaltung und das veränderte meinen Blick.
Momentan empfinde ich mich oft in Kontrahaltungen und diese brauchen viel Kraft. Zuviel Ja kann aber auch zur Willkür werden und man schwimmt dann wie ein Blattpapier widerstandslos mit dem Strom.
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3889
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 140 Mal
- Danksagung erhalten: 1028 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Das Leben als Bühne „ "Ja„Sagen“
Hallo Vanessa,
vielen Dank für den wertvollen Beitrag. Du sprichst etwas an, was in Beziehungsfragen immer wieder auftaucht. Letztlich ist die Liebe nichts anderes als Ja-Sagen. Vor allem Ja-Sagen zu sich selber, zu den ganzen Abgründen und Leichen, die im eigenen Keller liegen und nur verdrängt sind. Du sprichst von "Frontenbildung mit Verhärtungen ", die durch " offenen Diskussionen mit Entwicklung der Positionen" vermieden werden könnten. Ich verstehe das genau anders herum. Konflikte sind der Aufruf, zur Entwicklung zu kommen. Dabei geht es nicht darum, einen Konflikt zu gewinnen, sondern die eigene Position zu hinterfragen. Der Konflikt kann der Weg zu mir selber sein. Hier spielt das Sich-Annehmen die zentrale Rolle.
Als meine erste Ehe mit dem Fremdgehen meiner Frau in die letzte Phase ging, war ich lange beleidigt und entrüstet, weil ich hintergangen und belogen wurde. Ich konnte nicht Annehmen, dass auch ich einen wesentlichen Beitrag an der Situation geleistet habe. Aber genau das war nötig, um zu erkennen, wo meine eigenen Defizite steckten. Seit dem bin ich in der Frage total ruhig geworden. Es spielt für mich keine Rolle mehr, ob sie mich hintergangen hat. Ich kann es benennen, ohne dass es mich im geringsten belastet. Ich habe mich angenommen, als ich meine Leichen aus dem Keller geholt habe.
vielen Dank für den wertvollen Beitrag. Du sprichst etwas an, was in Beziehungsfragen immer wieder auftaucht. Letztlich ist die Liebe nichts anderes als Ja-Sagen. Vor allem Ja-Sagen zu sich selber, zu den ganzen Abgründen und Leichen, die im eigenen Keller liegen und nur verdrängt sind. Du sprichst von "Frontenbildung mit Verhärtungen ", die durch " offenen Diskussionen mit Entwicklung der Positionen" vermieden werden könnten. Ich verstehe das genau anders herum. Konflikte sind der Aufruf, zur Entwicklung zu kommen. Dabei geht es nicht darum, einen Konflikt zu gewinnen, sondern die eigene Position zu hinterfragen. Der Konflikt kann der Weg zu mir selber sein. Hier spielt das Sich-Annehmen die zentrale Rolle.
Als meine erste Ehe mit dem Fremdgehen meiner Frau in die letzte Phase ging, war ich lange beleidigt und entrüstet, weil ich hintergangen und belogen wurde. Ich konnte nicht Annehmen, dass auch ich einen wesentlichen Beitrag an der Situation geleistet habe. Aber genau das war nötig, um zu erkennen, wo meine eigenen Defizite steckten. Seit dem bin ich in der Frage total ruhig geworden. Es spielt für mich keine Rolle mehr, ob sie mich hintergangen hat. Ich kann es benennen, ohne dass es mich im geringsten belastet. Ich habe mich angenommen, als ich meine Leichen aus dem Keller geholt habe.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Diva
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 312
- Registriert: Fr 8. Mär 2019, 10:41
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Das Leben als Bühne „ "Ja„Sagen“
... und nicht zu vergessen ist das Prinzip des "Ignorierens" ;-)VanessaL hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 05:32 Eines der wesentlichen Prinzipien dabei ist das "Ja-Sagen".
-
Jasmine
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 6443
- Registriert: Di 16. Jul 2013, 08:25
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 3 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Das Leben als Bühne „ "Ja„Sagen“
Ja und nein finde ich. Meine Partnerin und ich begegnen uns stets auf Augenhöhe, was viele und konstruktive Gespräche ermöglicht. Daher muss keiner von uns beiden ja sagen, sondern wenn wir verantwortungsvoll mit unserer Liebe und Beziehung umgehen, dann suchen wir immer einen Kompromiss mit dem meine Menalee und ich zufrieden sind. Wenn eine von uns in der Position ist eine richtige Entscheidung zu treffen und die andere im Unrecht, so sehen wir es als Pflicht uns selbst gegenüber dies ruhig zu diskutieren um der Anderen nicht das Gefühl zu geben unterlegen zu sein. Jede von uns beiden kann sich mal im Irrtum befinden und da ist es uns wichtig den Irrtum zu erkennen. Dies macht uns macht uns aber nicht zu Ja-Sagerinnen und keine hat das Gefühl die Unterlegene zu sein. Wir sehen es als Stärke an, Fehler oder Irrtümer zuzugeben. Nur mal ein Gedanke von mir.Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 07:55 ................... Letztlich ist die Liebe nichts anderes als Ja-Sagen. .................
Wenn ich mein Gegenüber ignoriere, dann könnte sich diese Person herabgesetzt fühlen. Das ist für mich kein lösungsorientierter, zielführender Weg um Probleme aus der Welt zu schaffen.Diva hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 10:09 ... und nicht zu vergessen ist das Prinzip des "Ignorierens"![]()
Das vermeiden wir bei uns und schaffen das mittlerweile sehr gut. Aber das war nicht immer so und hat natürlich bedeutet, das wir sehr stark an uns selbst arbeiten mussten.VanessaL hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 05:32 Es kommt dann meist schnell zu Frontenbildung mit Verhärtungen und weniger zu offenen Diskussionen mit Entwicklung der Positionen.
Liebe Grüße Jasmine
-
Diva
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 312
- Registriert: Fr 8. Mär 2019, 10:41
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Das Leben als Bühne „ "Ja„Sagen“
Die Prinzipien bezogen sich m.E. wertungsfrei auf alle, nicht nur auf positive oder lösungsorientierte Wege.Jasmine hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 10:41 Wenn ich mein Gegenüber ignoriere, dann könnte sich diese Person herabgesetzt fühlen. Das ist für mich kein lösungsorientierter, zielführender Weg um Probleme aus der Welt zu schaffen.
Ich ergänzte nur im Hinblick darauf, dass sich das nicht genannte Prinzip wachsender Beliebtheit erfreut.
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3889
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 140 Mal
- Danksagung erhalten: 1028 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Das Leben als Bühne „ "Ja„Sagen“
Hallo Jasmine,Jasmine hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 10:41 Vicky_Rose hat geschrieben: ↑
Mi 29. Mai 2019, 06:55
................... Letztlich ist die Liebe nichts anderes als Ja-Sagen. .................
Ja und nein finde ich.
ich will Dir gar nicht widersprechen. Das ist für mich auch wichtig. Aber im Folgesatz schrieb ich:
Meine These lautet: Erst wenn man bereit ist, in Gänze zu sich selber "ja" zu sagen, ist man erst in der Lage wirklich tief zu lieben. dann ist man in der Lage, Altes aufzuarbeiten und zu einer Tiefe zu kkommen, die man vorher gar nicht kannte. Mein Lieblingslyriker beschreibt das u.a. so:Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 29. Mai 2019, 07:55 Vor allem Ja-Sagen zu sich selber, zu den ganzen Abgründen und Leichen, die im eigenen Keller liegen und nur verdrängt sind.
Nur zur Ergänzung ...Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt dich, bis du weiß bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Marlene K.
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2146
- Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
- Geschlecht: größtenteils weiblic
- Pronomen: sie, ohne Überempfin
- Wohnort (Name): Berlin
- Hat sich bedankt: 203 Mal
- Danksagung erhalten: 65 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Das Leben als Bühne „ "Ja„Sagen“
Danke, liebe Vanessa,
für die interessanten Gedanken. Danke auch Dir, liebe Vicky, die diese um einen grundlegenden Aspekt ergänzt. Zu sich selber ja sagen ist etwas, was mir und vielen Menschen schwer fällt. Das heißt ja anzuerkennen, dass wir nicht perfekt erscheinen müssen. Das wir das nicht sind, wissen wir ja. Ständig teilt uns jemand mit, dass wir nicht genügen, dass wir besser, fehlerfreier, für unsere Umwelt einfacher zu handhaben und dabei fröhlich sein sollten.
Das sagt aber im Grunde nur, dass auch unser Gegenüber sich selber nicht liebend annehmen kann. Wenn Mensch dies könnte, würde er nicht uns für sein/ihr Glück verantwortlich machen
Wie gesagt, ich finde es schwierig aber unbedingt notwendig, den ersten Schritt zu machen und mich und andere zunächst einfach nur anzunehmen, so wie wir sind.
Nachdenklich und bereichert
Marlene
für die interessanten Gedanken. Danke auch Dir, liebe Vicky, die diese um einen grundlegenden Aspekt ergänzt. Zu sich selber ja sagen ist etwas, was mir und vielen Menschen schwer fällt. Das heißt ja anzuerkennen, dass wir nicht perfekt erscheinen müssen. Das wir das nicht sind, wissen wir ja. Ständig teilt uns jemand mit, dass wir nicht genügen, dass wir besser, fehlerfreier, für unsere Umwelt einfacher zu handhaben und dabei fröhlich sein sollten.
Das sagt aber im Grunde nur, dass auch unser Gegenüber sich selber nicht liebend annehmen kann. Wenn Mensch dies könnte, würde er nicht uns für sein/ihr Glück verantwortlich machen
Wie gesagt, ich finde es schwierig aber unbedingt notwendig, den ersten Schritt zu machen und mich und andere zunächst einfach nur anzunehmen, so wie wir sind.
Nachdenklich und bereichert
Marlene
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.