DeniesundUlla hat geschrieben: Di 21. Mai 2019, 19:48
Hallo liebe Diva, danke für deinen Beitrag.
Da du meine Gedanken hier schon mitgeteilt hast, mit denen ich mich aber zurück halten wollte, denn ein Meinungs Ping Pong ist sicher nicht der Sinn eines solchen Forums, kann ich auch noch ein paar Worte da äußern, ich glaube das Problem ist, wie ich in meinem Eröffnungsbeitrag bereits geschrieben hatte, dass wir in unterschiedlichen Welten leben und keiner der nicht selber mit Transidentität betroffen ist wirklich weiß, wie es in uns aussieht, (wie wir auch nicht wissen wie es z.B. in einem Crossdresser aussieht).
Liebe Denies,
danke für die Reaktion. Ich hatte mit keiner Antwort gerechnet - von niemandem, da die These 'Besser tot als trans' schon recht hart ist. Dass du die Sache ebenso kritisch siehst wie ich, erstaunt mich daher nicht wenig. Wo sich nur GewinnerInnen tummeln, ist kein Platz für die Schattenseiten. Und wenn doch mal ein Wölkchen aufzieht, kommt z.B. eine Bauchladenbesitzerin oder Selbständige mit Mikro-Firma, die es besser getroffen hat, daher und predigt Weisheiten allgemeiner Volksphilosophie ...
Dagegen wird bei anderen Themen ein Hickhack veranstaltet, als ginge es um Leben und Tod. Die Reizschwelle zu verbalen Aggressionen liegt niedrig.
Wobei es Ausnahmen gibt. Ich denke da nur an den Vorfall mit der Plastiktüte ... Doch selbst das hat wohl wenig dazu beigetragen, das Bewusstsein auch für die negativen Seiten zu schärfen. Wer die Augen aufmacht, sieht diese Seiten durchaus, wer rosarote Brillen oder gar gewisse Rauschmittel (die Quote unter Trans* ist ebenfalls hoch; für die Brillen gibt es noch keine belastbaren Zahlen ...) benutzt, sieht sie eben
nicht. Objektiv besser wird dadurch nichts.
Deshalb freut es mich, dass dagegen Menschen, die in den sozialen Medien Gehör finden, das offensichtliche Tabu ganz unverschämt beim Namen nennen. Aktuellstes Beispiel:
https://www.bento.de/queer/transsexuell ... 863ab2038
"Das ganze Transsexuellengesetz ist von Misstrauen geprägt. Es geht nicht darum zu helfen, sondern möglichst viele Änderungen zu verhindern", sagt sie und verweist auf Studien über das erhöhte Suizid-Risiko von transsexuellen Menschen.
Ich hatte das schon mal anderswo zitiert, aber der Beitrag wurde m.E. nie freigegeben (bin nach wie vor im 'Kontrollmodus' - verständlicher Weise). Dabei kam noch nicht mal mein Lieblingswort mit "R...." darin vor (lach)!
DeniesundUlla hat geschrieben: Di 21. Mai 2019, 19:48
Ich persönlich halte Transidentität und Intersexualität mit eines der schlimmsten Schicksale, die einen treffen können, den einen mehr den anderen weniger, denn bei einer 50 % Rate von mindestens einem Suizidversuch, dürfte doch eigentlich fast alles sagen, außer derer die nach der GAOP, auch noch suizidale Gedanken hegen und teilweise auch umsetzen.
Um es noch einmal klar zu stellen, einen wirklichen Egoistischen oder Narzisstischen Menschen, in seinem Beziehungsfeld zu haben, wünscht sich keiner, aber auch dahinter steckt oft mehr als wir eben sehen können, also bleibt es bei einer Meinung, von daher kann ich mir nicht anmaßen, eine fundierte konstruktive Aussage zu machen, denn dafür müsste ich eine dementsprechend Ausbildung haben, da könnte ich selbst mit einer guten Menschenkenntnis und Grundlagen in der Menschlichen Psyche schwer daneben liegen und dabei möchte ich es auch belassen, denn mir ist es wichtig, die Würde jedes einzelnen zu achten..
Herzliche Grüße Denies
Schlimm ist auch die Selbstmordquote
nach GAOP. Leider geht aus den Zahlen nicht hervor, wie viele Opfer zuvor von den Göttern in Weiß verpfuscht wurden, sodass sie weder sitzen, stehen, liegen noch urinieren konnten. Das würde m.E. einen gesonderten Suizid-Grund darstellen, der nicht trans*typisch ist.
Typisch dagegen wäre die enttäuschte überzogene Erwartung, dass die GAOP
alle Probleme lösen würde. Doch wer danach erlebt, dass vielleicht Passing und soziale Situation genauso besch... sind wie zuvor, fällt wohl sehr tief.
Die schwedische Studie
https://www.dijg.de/transsexualitaet-ge ... g/studien/
könnte Krankenkassen sogar auf die Idee bringen, nach geglücktem Suizid die erstatteten Kosten aus der Erbmasse zurückzufordern. Im Rahmen der Verjährungsfristen wäre das bereits jetzt möglich. Nach schriftlicher Zusage würde einfach - holterdipolter - die medizinische Notwendigkeit nachträglich aberkannt und alles zurückgefordert. Hab ich - zwar leider nicht nach Todesfall - schon erfahren dürfen.
Das Grausame ist, dass den politischen EntscheidungsträgerInnen die gesamte Tragik durchaus bewusst sein dürfte - und dennoch derart unverblümt gegen die Trans*Klientel vorgegangen wird. Der letzte TSG-"Reform"/"Ersatz"-Versuch war ja ein haarsträubendes Beispiel reinster Menschenverachtung.
LG
-Diva