Aus dem Alltag von Inga
Aus dem Alltag von Inga - # 13

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 181 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo,

Morgen. Aufgewacht und am liebsten wieder umgedreht. Was für ein Wetter draußen! Homeday ist eh angesdagt. Schreibtisch. Mich fröstelt beim Aufstehen. Was kann ich bloß anziehen? Schwarze Pumps, schwarze dicke Strumpfhosen, darüber einen Wollrock mit schwarz-weißen Muster, den ich schon ewig habe und immer wieder gerne trage. Nun über den Body noch einen roten Rollkragenpullover, dazu eine himmelblaue Kette (etwas Farbe muss einfach sein) Kuschelige schwarze Strickjacke und - ohne geht gar nicht - Haare auswählen. Eine neue Perücke hatte ich mir als besonders ausgewähltes Geschenk vom Christkind bringen lassen. Jetzt noch leicht geschminkt und etwas Lippenstift. Jo, so geht es.So gefalle ich mir.

Jetzt ab in die Küche und ran an den Frühstückstisch, Kaffee und Müsli mampfen, Zeitung durchlesen, Schlafzimmer aufräumen, Rest der Woche planen - vor allem die Abende und bald danach an den PC. I'ch fühle mich mollig wohl. Nicht nur weil die Klamotten alle aus der Damenabteilung sind, sondern auch weil sie mich gut wärmen, bei diesem feucht-kalten Wetter. Ich mag einfach den Kuschellook.

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 182 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo,miteinander,

In einem anderen Thread hat Anja ein tolles Gedankenspiel angestoßen: "Wunschkonzert". Was ist eigentlich mein Wunsch, den ich erträume, voll ausleben möchte und nicht so kann bzw. nicht so traue?

Habe ich davon wirklich schon eine klare Zielvorstellung von dem, was ich sein will, wie ich es leben möchte und wo meine Schranken sind? Lass ich mich noch zu stark von anderen Vorstellungen anderer Leute leiten und zu wenig mich selber erkennen und meinen eigenen Weg gehen?

Als ich mich vor vielen Jahren von einem professionellen Cross-Dessing-Service zum ersten Mal zur Fraum umwndeln ließ, genauer die Frau in mir auch äußerlich Form annahmn, ich mich zum ersten Mal als Frau im Spiegel sah, waren es nicht ur bewegende Augenblicke, die ich nie vergessen werde. Es stieß auch an, wie und wohin ich mein weiteres Leben gestalten wollte. Noch mehrere Jahre dachte ich, ich mäüsste mich bereit machen, den Weg der Umwandlung gehen bis hin zur GaOp. Erst mehrere Jahre später, mitmehr Informationen zum Thema, mehr Gesprächen Gruppen und auch in Foren wie diesem, nach Lesen der einschlägien Bücher und manchem Nachdenken, dämmerte mir, dass ich nicht den Lebensweg anderer kopieren muss, sondern mich selber finden musss: Gib mehr Platz für deine weiblichen Züge, die neben den männlichen noch nicht so herus kommen durften.

Was ist mein Wunsch? Ich glaube, für mich ist es ist das Leben mitten, zwischen und in beiden Geschlechtern, das ich verwirklicht sehen möchte. Mein Körper hätte gerne mehr weibliche Rundungen am Po und Brust. Eine GaOp will ich nicht. Den Penis hätte ich weiterhin. Doch Bartstoppel im Gesicht gäbs bei mir nicht. Rasieren wäre mir fremd. Eigene füllige lange Haare würden mir Perücken ersparen und abwechslungsreiches Styling in vielen Farben erlauben. In der Wahl der Kleidung und Schuhe wäre ich frei, zu wählen ob Rock oder Hose, Kleid oder Strickpulli, Stiefel oder Turnschuhe. Ich würde mir keine Gedanken machen, ob etwa die ausgewählte Kleidung für die Situationen und Bgegnungen am Tage zu sehr Frau wäre. Wie ich dem Postboten, die Türe öffnen würde, wie ich einkaufen, arbeiten, ausgehen würde, wie Freunde treffen, wäre mir egal. Mal so, mal so. Denn Inga wäre einer der Namen, unter dem mich alle Freunde, Bekannte und Verwandten selbstverständlich kennen würden.

Ich wünsche mir das Leben im "dritten Geschlecht" zu leben und hätte dies auch im Ausweis stehen. Ich müsste auf Formularen nicht mehr die Frage nach einem Geschlecht beantworten, würde weder Behördenbriefe noch Werbepost an "Herrn .. " oder "Frau ... " bekommen, bräuchte nicht mehr zu entscheiden, ob ich bei "Herren" odre "Damen" mein drängendes Bedürfnis lösen müsste und ich bräuchte mir nicht mehr den Kopf zu zerbrechen, ob ich in den Genuss einer "Frauenquote" kommen sollte. Denn ich fühle mich geschaffen als Mann und Frau.

Mal schaun, wann in den nächsten Jahren davon was und wie noch Alltag wird.

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 183 im Thema

Beitrag von Inga »

Hi,

"alles Neu macht der Mai" sagt der Volksmund so schön.

Genau genommen war es noch Ende April, als sich Inga wieder auf Einkaufsbummel durch Hamburg begab und dabei einiges "Neu" wurde.

Mit dem Frühling war Inga wieder nach einem neuen Haarschnitt zumute. Wegen der immer größere werdenden Geheimratsecken ist dafür ein Friseurbesuch zwecklos. Besser wieder ein Perückengeschäft aufsuchen und gucken, wase es da Schönes gibt. Seit Jahresanfang habe ich mit einer farbigen Perücke, die ich in Hamburg gesehen habe, geliebäugelt. Jetzt gab es wierder die Gelegenheit, nach Hamburg zu kommen zu einer Zeit, wo der LAden geöffnet war. Tatsächlich, das gute Stück war noch da. Ich konnte sie gleich anprobieren, sah mich im Spiegel und sie gefiel mir noch immer guit, obwohl mir die Farbe etwas heller in Erinnerung hatte. Wie auch immer, Schnitt und auffällihge Farbe machen diese Perücke zum Eyecatcher - sie zieht die Blicke ganz sicher auf meinen Kopf. Die werde ich sicher besonders gut bei besonderen Freizeitanlässen tragen, zu denen die auffällige Farbenpracht passt, wie etwa Parties, CSD-Paraden und ähnliche Anlässen. Doch was ich eben auch gerne mag, einfach mich en femme unauffällig im Alltag bewewgen, dafür ist sie weniger geeignet. So suchte ich im Geschäft weiter. Die freundliche Bedienung zeigte mir verschiedene Exempülare und ließ mich fleißig ausprobieren. Ein Exemplar mit glatten schulterlangen Haaren gefiel mir besonders gut.Sie wirkte so stimmig. Meinen Kasse fand es auch ok. Nun habe ich die nächsten Monate statt einem neuen Haarschnitt gleich zwei und kann je nach Anlass und Lust auswählen. Auch wenn ich zuhause sicher noch einige Fransen nachschneiden muss, denn ganz ohne Pony finde ich meine Stirn zu groß, konnte ich eine der neuen Perücken gleich aufbehalten und so gleich meinen Einkaufsbummel fortsetzen.

Meine Schritte führten mich jetzt in eine Drogerie, wo ich in den Regalen nach passendem Makeup suchte. Meine Vorräte gingen zur Neige und wollten wieder aufgefüllt werden. Vielleicht gibt es wieder eine neue Farbnuance oder etwas anderes zum Ausprobieren. Ich entdeckte zum Grundieren ein Mouse, das mit dem Pinsel kreisend auf die Haut aufzutragen ist. Verglichen zu allem anderen Materialien, die ich so bisher verwendete, deckt es hervorragend. Dann doch gleich ein paar andere Zutaten wie Puder, Rouge und neuen Lippenstift. Jetztt finde ich es immer wieder ein besonders angenehemes Gefühl, wenn ich mit dem Makeup-Pinsel Grundierung zur Farbe ins Gesicht bringe.

Etwas Zeit hatte ich noch, und so lenkte ich meine Schritte in ein Kaufhaus. Einen neuen Sommerrock suchte ich und da war große Auswahl zu herabgesetzten Preisen. Ich suchte aus, Probierte an, überlegte, verwarf,und suchte wieter, probierte, entschied doch dagegen und suchte weiter. Da - fand ich einen knielangen weißen Rock. Genau so etwas suchte ich. Meherer Exemplare in verschiedenen Größen gegriffen und noch einmal zum Anprobieren in die Kabinen. Ja, die passende Größe war dabei. So also zur Kasse, bezahlen und einpacken. Die Zeit war voran geschritten. Mir taten schon die Füße weh. Noch kurz Zwischenstation für eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen und noch ein paar Blumen für zuhause und schon war es für Inga Zeit zum Heimweg.

Zuhause angekommen musste natürlich alles gleich ausgepackt und anprobiert werden. Ja, die eine Prücke konnte ich gleich mit Spiegel und Schere vorsichtig nachbessern. Ich bin hin und weg.

Wie ist doch Inga ein Teil von mir geworden! Ich spüre, der Zeitpunkt rückt näher, wo sie nicht nur in der Öffentlichkeit unterwegs ist, sondern auch bei Freunden und Bekannten vorgestellt werden will.

Liebe Grüße
Inga
ExUserIn-2026-01-22
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2302
Registriert: So 26. Sep 2010, 15:55
Geschlecht: Männlich
Pronomen: angekommen als Frau
Wohnort (Name): Plauen
Hat sich bedankt: 505 Mal
Danksagung erhalten: 1061 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 184 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-22 »

Hallo Inga,

leider habe ich gerade nicht die Zeit alle 14 Seite hier zu lesen, aber wenn dieser Thread schon ganze 6 Jahre geht, dann ziehe ich meinen Hut vor dir - tolle Leistung! Ich bin ja auch schon eine lange Zeit eine Transe und wenn ich sehe, daß du über all die Jahr nie die lust daran verloren hast, dann spricht das nur für dich. Es ist eben immer schön die Person sein zu können, die man sein möchte. Frausein ist einfach toll!

LG
Jennifer
=================================

Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!

=================================
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 185 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo Jennifer,

Über die Jahre Lust am Transsein verlieren? Hm, interessanter Gedanke, doch es geht gar nicht. Denn es ist nicht bloß Hobby oder Leidenschaft, sondern ein Teil von mir, den ich immer mehr entdecke und in dem ich mich auch weiter entwickele. Wo das alles enden wird, weiß ich zwar nicht, ist aber auch nicht so wichtig. Jeder Tag begeistert mich halt ein bischen mehr davon und das ist einfach ein schönes Lebensgefühl, das ich nicht missen möchte.

Liebe Grüße
Inga
Cybill
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2462
Registriert: Sa 20. Jun 2009, 18:29
Geschlecht: Frau
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Falkensee
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 8 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 186 im Thema

Beitrag von Cybill »

"Lust am Transsein verlieren? "

Es geht nach meinem Empfinden nicht um Lust, sondern um eine Eigenschaft die uns gegeben ist. Die Segen und Fluch zugleich ist. Die hohe Kunst ist es dabei, den Fluch auf ein herzliches "Verdammte Kacke" zu begrenzen.

In diesem Sinne. ..
Schönes Wochenende!

- Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 187 im Thema

Beitrag von Inga »

Hi,

Mit Cross Dressing im Sinn lösen sich manche Alttagsschwierigkeiten schnell in Luft auf.

Was war passiert? Ganz banal. Im Flur war an der Decke eine Glühbirne durchgebrannt und musste dringend gewechselt werden, um wieder etwas mehr Erleuchtung in die dunklen Ecken zu bringen. Eine passende neue Glühbirne fand sich im Vorratsschrank. Jetzt oder Nie: Schnell Strom abgeschaltet, einen stabilen Stuhl geholt, drauf gestellt und - ups, - gereckt, gestreckt, ich erreiche die Birne nicht. Genauer gesagt, mir fehlen wenige Zentimeter. Ich erreichte die Fassung nicht und konnte darum die alte Birne nicht heraus drehen. Wenn ich jetzt nur ein paar Zentimeter größer wäre. Nee, Telefonbuch unterlegen kommt nicht in Frage. Wackelt zu sehr, rutscht weg. Hm. Da macht es *blink* und mir kommen meine Schuhe in den Sinn: Du hast doch einen Schuhschrank mit Pomps mit deutlichen Absatz, in denen du sicher stehst und gehst. Und du hast doch auch Schaftstiefel mit etwas mehr Absatz und dickerer Sohle, in denen du genau so gut und gerne stehst und gehst, zumindest wenn es etwas kühler ist. Also auf zum Schuhschrank, die Stiefel angezogen, wieder auf dn Stuhl gestellt und - ja - die entscheidenden Zenrtimeter können bequem überbrückt werden. Meine Hand ann sicher die Fassung fassen. Ich kann die alte Birner heraus drehen, die neue Birne eindrehen Nun zum Schalter und - noch mal: ja - es leuchtet wieder.

Nur schade, dass es wieder ein heißer Sommertag wird. So zog ich mir die schönen Stiefel von den Füßen, verbannte sie in die hinteren Ecken des Schuhschrankes und griff zum luftigerem Schuhwerk für den heutigen Tag.

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 188 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, miteinander,

wieder mal Klamotten. Diesmal geht es um die da drunter.

Ein Lebensmitteldiscounter bot wieder etwas für die schlanke Figur an: Nein, nichts zu essen aus den fettarmen Kühlregalen, sondern im NonnFood-Bereich etwas zum Körper formen oder "Bodyshaping" wie es Neudeutsch heißt. Anziehen und die Figur wird betont. Genau genommen handelte es sich um Bodies und auch um andere Unterwäsche. Doch mich interessierten die Bodies, denn die Teile, die ich habe, weisen durch das häufige Tragen so manche Gebrauchsspuren und gehören ausrangiert, sobald Ersatz gefunden ist. Also Packungen betrachtet.Das Material sollte stark dehnbar und an den Problemzonnen mit besonders eingestrickten Fäden besonders anpassbar und nachformend sein. Das muss ich ausprobieren. Ich suche mich durch die Packungen. Finde einige Geöffnete und fasse das Material, das sich sommerlich dünn anfühlt. Sie gefallen mir. Also Body in den zwei Größen "L" und "XL" gesucht und gefunden, an der Kasse bezahlt und zuhause angezogen, was aufgrund der strken Spannungen im Material nicht einfacher zu sein scheintist als eine Skinny Jeans auszuziehen. Blick in den Spiegel. Sitzt recht stramm und fühlt sich gut an. Ja, es ist nicht nur Einbildung, an der Hüfte wirkt meine Figur schlanker. Jetzt aber gedreht von vorne und hinten, so von der Seite in den großen Spielgel geschielt. Oh, was ist das? Ein Bäuchlein wie bei unübersehbar Schwangeren. Intuitiv mit den Händen nachgestrichen: Was für eine Figurr wird denn jetzt betont? Ich ziehe in den Problemzonen das gute Teil noch etwas in Form. So sieht es besser aus. Ich habe das Teil bald lieb gewonnen und mag es gar nicht ausziehen.

So jetzt noch die alten Stücke schnell in der Wäschekommode herausgesucht und ab in den Altkleidersack. Jetzt gehe ich nur noch figurbetont auf die Straße. Wenigstens unten drunter.

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 189 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, miteinander,

Mitgehört und nachgedacht

Wieder eine kleine Episode aus dem Alltag. Allerdings war Inga vor der Umwelt verborgen. Ich war im Männermodus unterwegs und hatte einiges zu erledigen. Ich betrat das Elektrofachgeschäft und - ups - fand mich gleich in der Schlange geduldig wartender Kunden wieder. Mehrere Kunden vor mir wollten auch noch bedient werden. Es war gerade wieder viel los. Es gibt imer weniger von solchen Geschäften: Gute Handwerker, die nicht damit begnügen, Geräte zum Selbsteinstöpseln verkaufen und als größte Extra-Service-Leistung die Lieferung an die Haustür sehen. Sondern den Begriff Dienstleistung wörtlicher nehmen, beraten können und mit ihrem fachlich gebildeten Personal auch klomplizierere Aufträge ausführen. Damit, versichert mi später der Chef, lässt sich gut Geld verdienen, solange die Kundschaft nicht mit Schlecht-Leistungen vergrätzt wird. Doch jetzt heißt es erst mal warten und unwillkürlich verfolge ich mit halben Ohr das geschäftliche Treiben. Da sitzt ein frisch gebackener Azubi (oder war es ein Praktikant ) an einem Firmen-PC und wurde eingewiesen, wie einen einfachen Geschäftsbrief an einen Kunden zu schreiben ist. "Herr" muß da noch angeklickt werden, sagte der Trainer zum ihm. "Herr. Das ist die Anrede, die 'Herr' oder 'Frau' oder 'Familie' lauten muss. Leer lassen geht nicht. Wir schreiben immer eine Anrede." - Schade dachte ich, vielleicht mag es der Empfänger gar nicht. Ich etwa mag so einen Geschäftsbrief auch ganz gerne ohne Anrede bekommen. Am liebsten einfach an "Inga ... " Denn egal, welche der drei Anreden gewählt werden, es trifft einfach nicht. Na, und sollte die Dritte Option sich in unserem gesellschaftlichen Denken verankern, fände ich einen Brief an "Divers Inga ... " auch nicht so pralle. Ich dachte nach, was mir als Anrede gefallen würde, kam aber nicht zu einem guten Ergebnis. Die Zeit verging, die Kunden vor mir waren alle bedient. Eine Stimme sprach mich an: "Verzeihen Sie, das Sie solange warten mussten. Was kann ich für Sie tun?" Oh, es geht auch ohne geschlechtsspezifische Anrede!

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 190 im Thema

Beitrag von Inga »

Hi,

"Einer von uns?" - das fragte ich mich als ich beim Drogisten in der Schlange stand. Es waren noch ei paar dinge zu kaufen für die Festtage. Schnell fand ixh die Sachen und nun hieß es noch Bezahlen. Ich merkte mal wieder, dass ich nicht allein in dem Geschäft war warund reihte mich brav in dieunübersehbar lange Schlange vor der Kasse ein und lleß den Blick schweifen. Wie lange noch muss ich hier wohl noch ausharren? Da kam ich ins Stutzuen. Vor mir sctand ein Mann mit eindeutigen nDamenstiefeln an den Beinen, schwarz reichlich verziert, und darin die Beine hautfarbene Nylonstrümpfen (oder Strumpfhossen). Sofort arbeiete mein Kofkino. Trug er Rock? Wenn ja, was für einen? Oder Kleid? Sein langer Mantel verdeckte seine weitere Kleidung. Sollte ich ihn ansprechen? Ober wenigstens unauffällig um ihn herum gehen und einen Blick wagen? Ob er das mögen würde? Nee, du kannst doch nicht einfach aus der Reihe treten und dann ein paar Leute überspringen. Wer versteht es schon, dass du gar nicht vordrängeln willst, sondern an dem Menschen vor dir interessiert bist. Oh, das Kopfkino arbeitet. die Schlange rückt vor. Der Herr hat seine Sachen bezahlte mit unüberhörbar tiefer Stimme und war schnell verschwunden. Bald war ich an der Reihe, bezahlte meine Dinge und ging schnell daran, die weiteren To-Dos zur anstehenden Feiertagswoche zu erledigen. Schließlich wllte ich vor LAdenschluss noch bei dem Bekleidungskaufhaus meines Vertrauens vorbei gucken. Doch das ist ein anderes Thema.

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 191 im Thema

Beitrag von Inga »

Hi, miteinnder,

nun liegt Weihnachten wieder über sechs Wochen zurück. An die neue Jahreszahl habe ich mich gewöhnt, denn sie ist auch gar nicht so neu mehr. Doch ist es nicht auch Zeit, Bilanz zu ziehen, was aus den Weihnachtswünschen geworden ist,bevor das Karnevalshoch die Zeit vereinnahmt?!

Gewünscht hat ich mir für Inga einen neuen Wintermantel, ein Paar Schaftstiefel und neue Haare.

Der Mantel ging schon früh in Erfüllung. Denn ich bin eine Hauptstraße mit dem Rad entlang gefahren und sah in einem Laden im Schaufenstrer so einen schönen roten Stepmantel mit Kapuze und schwarzem Pelzrand, federleicht, knielang und leicht ausgestellt. Wind- und wetterfest. Könnte mir gefallen. Müßte ich anprobieren. Nun war es schon nach Geschäftsschluss und so musste ich mir einen Tag ausgucken, an dem ich zur Geschäftszeit den Laden noch einmal aufsuchen konnte Es fand sich der nächste Samstag. Ich fuhr zum Geschäft. Ich war im Männermodus unterwegs. Ja, der Mantel war noch da. Gerade wieder frisch eingetroffen, war er auch in verschiedenen Größen zu haben, meinte der aufmerksame Verkäufer. "Kann ich ihn anprobiren?"- setzte ich den Dialog fort. "Ja schon. Beachten Sie, es ist ein Damenmantel"- "Das soll schon recht sein." "Dann probieren sie mindestens Größe XL" und er nahm ein Exemplar aus dem Ständer, nahm es vom Bügel und reichte es mir. "Dort ist ein Spiegel. " Doch ich merkte, dass er mir schon an den Schultern zu eng war. "Mindestens eine Nummer größer". Er reichte mir Größe 2XL. Ich zog ihn an, fand auch ihn ausgesprochen eng, konnte ihn schließen und mich im spiegel betrachten. Nein, so nicht, ich kam mir vor wie in einer stramm sitzenden Wurstpelle. "Haben Sie ihn noch eine Größe größer?"- Der Verkäufer verschwand im Lager und kam nach einer Weile mit einem noch verpackten Exemplar zurück, öffnete die Verpackung, schüttelte den Mantel und reichte ihn mir. "Das ist jetzt die größte Größe, die ich noch vorrätig habe. 3XL. " Ja, das Exemplar passte mir. Auch die Ärmel waren lang genug. Es sollte es sein. Seitdem hatte ich schon mehrfach die Gelegenheit, ihn ausuführen. Er erweist sich als wetter-, wird-,regen- und kältefest. Er wärmt so ungemein gut, dass er erst bei Minustemperaturen so richtig zum Einsatz kommt. Doch dafür soll er ja auch sein. Jetzt, bei dem frühlingshaften Tenperaturen im Februar warte ich allerdings auf die Minusgrade.

Mein zweites Geschenk, schöne winterfeste Schaftstiefel für Inga, erwies sich als wesentlich schwieriger, galt es ein Schuhhaus aufzusuchen, dass überhaupt Damenstiefel in 44, meiner Schuhgröße, führte. Ein Onine-Bestell-Versuch bei Deichmann erwies sich wieder als wenig sachgerecht. Die ausgesuchten Stiefel passten zwar, waren aus hautnah geschnitten und aus einem schwarzen Veloursstoff. Hat zwar seine Reize, aber nicht so recht alltagstauglich, wenn auch durch Matsch und Schnee gelaufen werden muss. Der Besuch eines Schuhgeschäfts für große Damenfüße im Januar brachte es dann. Die Bedienung erwuies sich als sehr freundlich und lud mich ein, alles Mögliche anzuprobieren. Hach, gab es schöne Stiefel. Doch wollte ich ohne Absatz, schlichte Form und langen Schaft und dann noch in Schwarz und glattes Leder (bzw. Kunstleder) - und natürlich Größe 44. Die von Gabor, die ich so in Erinnerung hatte, waren für diese Saison schon vergriffen. Doch da gab es noch welche von Remonti. Tatsächlich, da waren welche in Größe 44, gefüttert mit Lammfell, einfacher Schnitt, klassisch und mit Schnallen um die Weite an den Waden anzupassen. Wahrscheinlich muss ich sie noch etwas einlaufen, sassen sie an den Füßen doch recht stramm. Den ersten Einsatz erlebten die Stiefel schon auf dem Heimweg, als das Schmuddelwetter stärker wurde, und seitdem schon mehrmals. Jetzt sitzen sie auch besser und ich trage sie gerne bei entsprechenden Minustemperaturen oder wenigstens Fast-Minustemperaturen. Denn auch sie sind wirklich warm.

Dann ergab sich für Inga noch ein Überraschungsgeschenk. Im Kleidungskaufhaus meines Vertrauens entdeckte ich eine hübsche schwarze Pelzjacke, natürlich nicht echt, doch für mich ungewohnt edel und angenehm anzufassen und zu tragen. Von so einem Jäckchen hatte ich shcon in meiner Jugendzeit geträumt, damals aber ehr Kaninfell, da Fellersatz noch nicht so entwicklt war. Ja ich habe auch öfters auf Flohmärkten danach gestöbert. Jetzt wurde ich fündig und wie es der Zufall will, die letzten Exemplare in einer Aktionmswoche herab gesetzt und es war eins in Größe 50 noch da. Also war es keine Frage, anprobiert und gekauft. Jetzt kann der Besuch im Theater oder eine andere Gelegenheit zum Ausführen kommen.

Im wahrsten Sinne in Arbeit ist noch mein dritter Wunsch, eine neue Perücke. Zum einem drängt es doch nicht so, wie es mir im letzten Jahr erschien, denn meine derzeitige Lieblingsperücke erweist sich naxh öfterem Waschen doch als recht robust. So wagte ich mich auf neue Wege, die ich im Internet auf Cosplay-Seiten entdeckte: Ich kaufe eine einfache langhaarige Perücke und schnippele sie mir zu einem kinn- oder schulterlangen Bob zurecht. Das braucht natürlich Geduld und Muße, nicht zuletzt, weil die einmal abgeschnttenen Haare ja nicht mehr nachwachsen können. Eine langhaarige Perücke in grau zu unter 20 Euro hat jedenfalls den Weg zu mir gefunden. Die ersten Strähnen sind geschnippelt und ich bin ganz aufgeregt, wie es wohl wird und wie mir die Farbe grau stehen wird.

Somit sind Ingas Weihnachtswünsche in Erfüllung gegeangen, wenn auch vielleicht anders als erwartet. Jetzt ist jedenfalls wieder Aussortieren angesagt, damit die neuen Stücke in Ingas Schrank auch ihren Platz finden können.

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 192 im Thema

Beitrag von Inga »

Hi, miteinander,

Sommerurlaub wirft seine Schatten voraus. Inspiriert von den sonnigen Tagen im April habe ich mir für die Sommergarderobe einen Bikini zugelegt. Ich und Bikini? Und dann noch freiwillig? Lange habe ich mich gefragt, ob so ein Zweiteiler nicht beimir nicht dauernd verrutscht und einfach zu viel Bauch zur Schau stellt. Doch beim Anprobieren konnte ich jetzt feststellen, der Zweiteiler sitzt besser als ein manch einteiliger Badeanzug. Klar, auch in der Wäscheschublade ninmmt der Zweiteiler nicht so viel Platz weg. Jetzt, wo es mangels Zeit und Wetterumschwung für mich noch keine Badegelegenheit gibt, trage ich das Oberteil tagsüber gerne anstelle eines BHs. Der elastische Stoff passt sich gut meinen Körperproportionen an. Auch die Sillis sitzen darin gut und stabil, wie ich die vergangenen Tage testen konnte.

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 193 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, miteinander,

jetzt geht auch schon der August zu Ende. Die Temperaturen am Wochenende waren bei strahlendem Sonnensschein zwar noch hochsommerlich bis zu 30 Grad. Doch wie lange es wohl noch vorhalten mag? Der Herbst wirft seine Schatten voraus. Zumindest die Tage werden schon spürbar kürzer und die Nächte spürbar kühler als im Juli.

Am Samstag war wieder Treffen der Crossdresser in Hamburg, nachmittags in Altona im Kiss, abends im Falkenstein. Ich mag immer wieder gerne hin fahren, allein schon der LEute wegen und natürlich um wieder meine feminine Seite herverzuholen.

Diesmal bot es sich wieder an an, mich schon zuhause betont en Femme zurecht zu machen: Aufpolstern von Po und Brust, passende Unterwäsche, Schminken, angemessene Kleidung mit sehr dünner Strumpfhose (sie wird am Abend sicher wiedr eine Laufmasche haben.. seufz!..), leichtem Kleid, dünnes Jäckchen für abendlich kühlere Stunden, Schuhe (worin laufe ich bgut, weclhe sehen gut aus ... ) und natürlich auch bei den Temperaturen wieder eine Perücke. Jetzt noch eine goße Tasche mit ein paar kleinen Sachen wie dem Handtäschchen, Lesestoff und viel leerem Stauraum gepackt.

Es ging flott von der Hand und bald konnte ich ganz ohne Hetzen zum Bahnhof, um ein paar Züge früher zu fahren und vor dem eigentlichen Treffen noch etwas durch Hamburg zu bummeln und in den einschlägigen Kleidungsgeschäften Abteilungen einiges anzugucken und anzuprobieren. Ja, da fand ich nicht nur überall Sommerkleider im Sale sondern auch schon die ersten Objekte der Herbstmode. Vieles anprobiert, manches gefällt mir - vielleicht erlaubt es mein Portemaine später noch daran zu denken. Vielleicht die blaue plüschige "Outdoor"Jacke oder eher die gelbe mit Reissverschluss und dazu einen knöchellangen Rock, der in der Anprobe wieder nur bis zum Unterschenkel reichte. Doch mit den schwarzen oder braunen Stiefeln ...

Aus meinen Träumen wurde ich aufgschreckt durch den Berg an Hosen. Dunkellbau, elastisches Stretchmaterial, Kategorie Skinny, Größe 42, 44, 46, Beinlänge L und K. Da wurde ich aus meinen Dressing-Träumen gleich auf den Boden des Alltags zurück geholt. Ja, dur brauchst do etwas Anständiges für den Alltag. Meinen Alltags-Hosen, bei denen Nähte platzen und Taschen durchschurten (Schlüssel!), brauchen dringend seriösen Ersatz. Ich trage ja meist auch unter dr Woche Unisex-Style aus der Damenabteilung, weil die eh besser sitzen. Und bei der Auswahl müsste sich doch ein gut sitzendes Exemplar finden lassen. Meist kaufe ich unterdessen Hosen blind, weil sie infach passen. Doch diesmal wollte ich in der Damenabteilung keien schnellen Kompromisse eingehen und habe genüsslich alles Mögliche anprobiert, bevor ich mich endgültig entschieden habe und mich mit dem passenden Exemplar zur Kasse begab. Die Kassiererin guckte nur kurz auf, als ich die Frage nach der Tüte mit einem höflichen "Nein, ich habe noch Platz in der Tasche"- beantwortete.

Den eigentlichen Höhepunt des Tages erlebte ich schon im Zug nach Hamburg. Schon zuhause zurecht gemacht hatte ich in den hinternen Wagen noch einen Platz am Fenster gefunden. Der Platz neben mir blieb erst mal leer. Wie üblich füllte sich der Zug von Station zu Station merklich, je näher er sich Hamburg näherte. Auf den letzten Stationen vor Hamburg setzt sich ein Mädchen im Alter von etwa 15 Jahren auf den Platz neben mir und sagte zu ihrer gleichaltrigen Freundin, die den Platz auf der andernen Gangseite eingenommen hat: "Hier setze ich mich gerne hin. Denn neben einem Kerl wollte ich nicht wieder sitzen."

Oh, wenn sie wüßte Doch die Fehleinschätzung wollte ich jetzt nicht mehr korrigieren, sondern habe es als Kompliment gesehen. Den Rest der Fahrt habe ich schmunzelnd schweigend genossen.

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 194 im Thema

Beitrag von Inga »

Hi, mieinander,

ein anderer Thread machte mich auf Haarstyling-Träume aufmerksam.

Ich habe immer wieder solche Träume seit Jahrzehnten. Genaugenommen seit meiner Jugend. Ich erlebe mich dabei beim Damenfriseur, wie mir die Haare gemacht werden und sehe mich dann mit langen Haaren oder toll gestylten Damenfrisuren - bevor ich aufwache und die Aktivitäten der Alltag sich melden.

Ein eher furchtbarer Traum hat sich mir besonders eingeprägt:

Es war im Winter in Berlin. Die Friseurin hatte mir die Haare gewaschen und behandelt und sollte in den feuchten Haaren noch die Spitzen der schwingenden Bobfrisur und Ponyfransen nachschneiden und in Form fönen. Sie schnitt und schnitt und nahm schließlich eine Haarschneidemaschine, rasierte mir mit wenig Zügen den Nacken aus und die Seiten über den Ohren raspelkurz. Dann rieb sie mir mit einem Handtuch den Kopf trocken, drehte mich im Friseursessel zum Spielgel. Mich traf der Schlag und ich verharrte sprachlos: Ich sah meinen Kopf nur noch mit millimeterkurzen knallorangen Haaren bedeckt. Nur da wo früher der Mittelscheitel ansetzte, stand noch ein Büschel längerer giftgrüner Haare in die Luft. Sie hielt einen Handspiegel hinter mir, so dass ich den nackten Nacken sehen musste. Sie sagte: "Da haben sie jetzt eine flott-freche Damenfrisur. Wir nehnnen sie 'Fresh Carrots'." "Am besten tragen sie nur noch schwarz dazu". Sie reichte mir ein schwarzes Strickkleid, dass ich überzog. Ich fasste mir an den Nacken. Spürbar alles nackte Haut. Frisch geschoren. Wie ein Schaf geschoren und farblich markiert. Ich war immer noch geschockt. Sie drückte mich in den Sessel zurück. Sie rieb mir wieder die Haare (bzw. was davon übrig war) ein, rubbelte mit dem Handtuch und fönte etwas, strich mit den Händen über den Kopf und zupfte das Büschel grüner Haare spitz in die Höhe. Es glitzerte und glänzte, leuchtendorange der Schädel und giftgrün strahlend das angespitzte Büschel in die Luft. Ich fand langsam meine Worte wieder "Muss das jetzt so sein?" "Ja", sagte sie, " Das ist jetzt alles permanent und hält jeder Haarwäsche stand." Ihre Kollegin kam wie zufällig vorbei und sagte, "Sieht klasse aus." Ich fand alles nur hässlich und furchtbar und hätte auf der Stelle im Boden versinken können. "Was kann ich denn dagegen tun? So kann ich doch nicht unter die Leute." - "Och, können sie schon. Sie werden bestaunt werden. Es ist jetzt so, wie es jetzt ist und bleibt so. Sie brauchen nichts zu tun.Seien sie froh. Es ist extrem pflegeleicht." Sie zog mir eine schwarze gehäkelte Strickmütze über den Kopf und zog die giftgrünen Haare durch ein Loch der Mütze. Ich stand am Ausgang, sah in einem Spiegel mich ganz in schwarz: Stiefel, Strumpfhose, Kleid, Mantel, Strickmütze, aus der dies gift grüne Büschel Haare heraus stach. Die Friseurin reichte mir schwarze Fingerhandschuhe eine schwarze Handtasche mit allen persönlichen Sachen, öffnete mir die Tür und rief mir noch hinterher: "Kommen sie in zwei Wochen wieder zum Nachschneiden und Farben auffrischen." Ich sah mich zu Hause. Im Badezimmer versuchte ich mir wenigstens das giftgrüne Haarnbüschel abzuschneiden. Es ging nicht. Die Haare waren stahlhart. Da wachte ich auf und war froh, dass meine Haare so waren, wie sie waren.

Liebe Grüße
Inga
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3843
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 185 Mal
Kontaktdaten:

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 195 im Thema

Beitrag von Inga »

Hi,

Einkaufen

Wieder hatte ich in einer Kreisstadt eine Filiale meines immer wieder besuchten Kleiderkaufhauses betreten und mich unter den Damensachen umgeguckt. Ich fand es Zeit und Gelegenheit, mich umzugucken und vor allem nach einer Hose zu gucken. Natürlich eine Damenhose, denn sie sitzen bei mir gut, ind meist dünner Stoff, in dunkelblau oder schwarz, haben jeansform, sind mit Stretchanteil im Material, passend zu allen möglichen Oberteilen für den männlichen wie den weiblichen Alltag, und dann natürlich in meiner Größe 42 bis 44. Ich schaute herum, wühlte mich durch die Tische und Regale und war schließlich fasziniert von euiner schick gemusterten Hose in meiner Größe und zu annehmbarer Preis. Sollte ich mal von meinen Standardfarben abweichen? Es fand sich dazu passend ein rotbrau melierter Pullover und ein grüner Pullover. In der Anprobe stellte sich heraus, dass die Hose dem Trend nach Skinny folgt, aber an menmen Beinen angenehm sitzt. Zu den langen braunen Schaftstiefeln würde ddie gemusterte Hose sicher passen. Der grüne Pullover jedoch betonte meinen Bauch zu sehr. Der rotbraunmelierte Pullover könnte mit einer Legging oder Strumpfhose getragen als etwas sehr kurzes Minikleid durchgehen. Hat etwas für sich. Ja, entschied ich mich nach einer Weile des Betrachtens im Spiegel: Hose und Pullover sollten es sein. Ich ging zur Kasse, bezahlte, packte die Ware in die Tasche und machte mich auf den noch etwas längeren Weg nach Hause. Dort angekommen probierte ich alles och mal in Ruhe an und holte natürlich die srtiefel hervor. Ja, zur schwarzen Strumpfhose ohne Hose getragen wirkt der überlange Pullover wie ein kurzes Minikleid. Mit Hose wirkt es gesetzter. Auch gut. Inga freute sich. Ich sah noch einmal auf den Kassenbon, war zuerst platt und musste dann schmunzeln: Da stand klar und deutlich "1 x Herrenhose" und "1 x Herrenpullover".
Tja, Unisexstil diesmal von der anderen Seite.

Liebe Grüße
Inga
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“