Transfeindlichkeit unter Frauen
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
Svetlana L
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Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 1 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Der Tagesspiegel berichtet über "Besorgte Feministinnen" - TERFs sehen trans-Frauen als potentielle Täter, die nur darauf warten, in der Damentoilette ihr Geschlechtsteil zu zeigen.
Hawadehre
Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
Anne-Mette
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,

und danke für den Link zum Artikel.

Das wird sicherlich ein größeres Problem bleiben - und nicht nur im Zusammenhang mit lesbischen Frauen, sondern "abgemildert" mit sehr vielen Frauen,
die zwar "offen und tolerant" sind, aber "Menschen, die nicht in ihr Frauenbild passen" nicht oder nicht gerne in ihre (Schutz)Räume lassen.
Außerdem gibt es "WächterInnen der Tugend", die darauf achten, dass Frauen nicht Frauen erleben müssen, die sie als "unecht" einstufen.
Ich bin zwar nicht transsexuell, hatte aber ein "besonderes Erlebnis" in einem Frauen-Fitness-Studio, das mich wegen "ausländischer Mitbürgerinnen" und deren Schutzbedürfnisse ablehnte.
Auf der Website von Svenja aus Kiel meine ich gelesen zu haben, dass Fitness-Studios in Kiel einer Kette wohl die Anweisung haben, "Transsexuelle" abzulehnen.
Ich weiß nicht, ob ich die Textstelle so schnell finde.

Die Antidiskriminierungsstelle sieht das anders; aber auf einen Klageweg wollte ich mich nicht einlassen.

Es gibt aber auch positive Beispiele: in Kiel fanden im Sommer "lesbische Veranstaltungstage" statt - und die waren "für alle Frauen". So steht es in den Einladungen (müsste ich nur wiederfinden).

Gruß
Anne-Mette
ExuserIn-2019-12-22

Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 3 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Trans Männer sind für TERFs "biologische Frauen", die Opfer von Geschlechterstereotypen und Frauenfeindlichkeit werden: Um dem erdrückenden Patriarchat zu entkommen, werden sie körperliche Männer.
Männer tarnen sich als Frau, um im Frauen-Schutzraum "Frauentoilette" Gewalt auszuüben oder Menschen mit dem Anblick ihres Penis"™ zu traumatisieren.
Schnaufte laut. Gerade bei zweiten Zitat ist es ganz schön viel Aufwand nur um den Penis auszupacken oder Gewalt auszuüben.
Ist ja auch nicht so, als seien Türen zu Damentoiletten magische Portale durch die kein Mann einfach so hindurch kommt. Wenn jemand den eigenen Penis öffentlich Zeigen möchte, dann findet diese Person schon Gelegenheiten und Wege um dies zu machen. Und nur der Anblick eines Penis kann zwar stören, aber gleich traumatisieren?
Und Sexualverbrechen auf der Damentoilette durch Männer gab es auch so schon.

Das trans Frauen im Leistungssport biologische Vorteile haben könnten kann ich ja noch verstehen. Aber die Antwort darauf findet sich ja ebenfalls im Text.
Trans Menschen dürfen seit 15 Jahren an den Olympischen Spielen teilnehmen. Doch in 15 Jahren hat sich keine einzige trans Frau für die olympischen Spiele qualifiziert. Damit gibt es bereits eine Langzeitstudie, die zeigt, dass trans Frauen nicht in der Lage sind, den Frauensport zu dominieren.

Auch hier gilt wieder "Radikal" in egal welchem Zusammenhang ist nie gut. Da setzt das Hirn scheinbar aus. Den Vergleich "besorgte Feministin" mit "besorgter Bürger" fand ich ganz lustig.
Danke für das Teilen dieses Artikels.
Cybill
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 4 im Thema

Beitrag von Cybill »

Anlässlich unserer Teamfindungsfahrt hatte ich ein ähnliches Erlebnis:

Meine -ach so tolerante Kollegin, die mit ihrer Partnerin zusammen lebt - wollte nicht, dass ich mit im Zimmer schlafe. Ihre Frau hatte Bedenken, dass ich ja doch meine männlichen Triebe nicht unter Kontrolle hätte.

Was soll's! Nehmen wir die Menschen, wie sie sind, andere gibt es nicht.

Das nächste Mal nehme ich ein Einzelzimmer!

Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Michelle_Engelhardt
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 5 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Guten Morgen )))(:

Obwohl ich bisher noch keine negativen Erfahrungen in dieser Richtung gemacht habe, wundert mich der Artikel nicht. Inakzeptanz, Intoleranz und Dummheit kennen nun mal kein Geschlecht (smili) und es gibt auch in "unseren Reihen" genügend Exemplare, die einer nicht operierten Frau den Status "Frau" absprechen.

Liebe Grüße
Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
tatjana
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 6 im Thema

Beitrag von tatjana »

Anne-Mette hat geschrieben: Fr 5. Apr 2019, 18:07 Es gibt aber auch positive Beispiele: in Kiel fanden im Sommer "lesbische Veranstaltungstage" statt - und die waren "für alle Frauen". So steht es in den Einladungen (müsste ich nur wiederfinden).
Positive Beispiele sind immer gut. Ich glaube diese TERFs (den Begriff sehe ich zum ersten Mal) sind - hoffentlich - eine Minderheit, aber was eine ausgrenzende, radikale Minderheit anrichten kann, sieht man aus der Vergangenheit; Horrorszenarien an die Wand malen und Informationsverzerrung usw. - all das sind Methoden von Radikalen, sowohl aus der Vergangenheit als auch heute. Hoffen wir, dass die positiven Beispiele mehr Aufmerksamkeit finden als Leute mit dieser transfeindlichen Einstellung. Dass es schon einen Begriff dafür gibt, finde ich besorgniserregend.
Jasmine
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 7 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Cybill hat geschrieben: Sa 6. Apr 2019, 09:04 ......Was soll's! Nehmen wir die Menschen, wie sie sind, andere gibt es nicht.
.........
Cybill hat es schon ganz gut ausgedrückt.
Wenn ich draussen unterwegs bin, soll ich mir da Gedanken um andere Frauen
machen, die mir vielleicht nicht wohlgesonnen sind?
Da geniesse ich lieber mein Leben.
Ich glaube genug Selbstbewusstsein zu haben um über solchen Dingen zu stehen.
Bislang gelang es mir mit unangenehmen Situationen angemessen umzugehen.
Liebe Grüße Jasmine
Anke
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 8 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

bei solchen Nachrichten bin ich immer ziemlich verblüfft. Und zwar deshalb, weil das so gar nichts mit meiner Wirklichkeit zu tun hat. Beim Besuch der (Damen-) toilette bin ich noch nie merkwürdig angesprochen worden. Es gibt hin und wieder einen Blick, aber das war es auch schon. Ab und zu habe ich beim Anstehen lustige Gespräche.

Ich weiß, dass es eine sich feministisch nennende Minderheit gibt, die bezweifelt, dass es so etwas wie Transsexualität gibt und irgendwelchen weltfremden Theorien über Männer, die angeblich in weibliche Domänen einbrechen wollen, anhängen. Ziemlich abstrus.

Es gibt halt solche Spinner, wir sollten uns davon nicht kirre machen lassen und darin ein größeres Problem sehen. Die allermeisten Frauen stehen uns offen und verständnisvoll gegenüber. Wenn 1 (oder noch weniger) Prozent ein Problem mit uns hat und 99 (oder mehr) Prozent nicht, dann sind mir letztere wichtig und erstere egal. Die werde ich sowieso nicht überzeugen.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 9 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,
Cybill hat geschrieben: Sa 6. Apr 2019, 09:04 Anlässlich unserer Teamfindungsfahrt hatte ich ein ähnliches Erlebnis:

Meine -ach so tolerante Kollegin, die mit ihrer Partnerin zusammen lebt - wollte nicht, dass ich mit im Zimmer schlafe. Ihre Frau hatte Bedenken, dass ich ja doch meine männlichen Triebe nicht unter Kontrolle hätte.
bei einem Teamevent hatte ich mal ein ähnliches Thema, allerdings mit ganz anderem Ausgang. Das Treffen fand im Allgäu auf einer Hütte statt, es gab nur Gemeinschaftsschlafräume. Ich war gerade dabei in dieses Team zu wechseln (ca. 3 Monate nach meiner GAOP) und außer dem Teamleiter kannte ich niemanden.

Ihr könnt euch vorstellen, dass ich it ziemlich gemischten Gefühlen hingefahren bin und als das Thema Zimmerbelegung angegangen wurde, war mir schon etwas flau.

Glücklicherweise völlig unbegründet. Außer mir waren noch drei andere Frauen (Cis) dabei. Die kamen zu mir und sagten, sie hätten beschlossen gemeinsam ein bestimmtes Zimmer zu nehmen und ob ich dazu kommen wollte. Mir fiel ein großer Stein vom Herzen. Wenn ich daran zurück denke, dann fühlt sich das immer noch großartig an.

So kann es auch gehen und ich versuche immer auf solche Situationen und Erlebnisse zu schauen.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 10 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo,

als ich heute aufstand, hatte ich noch gute Laune ..... (ag) (pl)

Welcher Teufel hat mich dann nur geritten diesen Schwachsinn zu lesen. Aber jetzt weiß ich es: Ich bin Hetero-Mann und will auf der Damentoilette nur mein Geschlechtsteil zeigen - bringt ja auch ganz viel in der geschlossenen Kabine. :roll: :?

Und sonst dachte ich nur: Wieso schreibt jetzt Michelle-Engelhardt genau das, was ich gerade denke? (moin)

Hier meine Empfehlung an die TERFs:

Allgemeine Betriebsanweisung: Vor Betätigen des Mundwerks ist das Gehirn einzuschalten!

Liebe Grüße (888)
Nicole
Marlene K.
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 11 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich kann mich nur Michelle anschließen:

Vorurteile kennen kein Geschlecht und keine geschlechtliche Identität.

Wenn wir für uns daraus lernen uns selber kritisch zu betrachten und unsere eigenen Vorurteile zu hinterfragen machen wir die Gesellschaft besser. Ansonsten müssen wir die menschliche Unzulänglichkeit hinnehmen oder angemessen zurückweisen.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Jasmin_35
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 12 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Ach ja, die alte Toilettenfrage und die sog. Retter des christl. Abendlandes. Ich muss immer lachen, wenn ich sowas lese, dann denke ich so dumm kann doch kein Mensch sein, besonders nicht mit diesen völlig absurden Argumenten, dann merke, doch, so können wirklich leute sein.
Siehe USA, da wird das ja auch gerade so dargestellt, als wenn alle Trans-Personen nur kriminelle sind, die darauf warten, endlich in die andere Toilette zu gehen :roll:

Da möchte ich mal ein Bild von Michael Hughes beitragen, ein Transmann, der beschlossen hat, gegen diese dämlichen Gesetze zu kämpfen und nun auf die Damentoilette geht und von sich ein Foto macht. Jeder darf sich seinen Teil dabei denken :)p

https://www.google.com/search?client=sa ... q4qb_yHL3c

und ich muss auch sagen, als wenn jemand EXTRA eine psychotherapie durchmacht, eine hormontherapie anfängt und auch min. 2 jahre durchhält, nur um endlich auf die andere toilette gehen zu dürfen, sowas albernes.

ich muss auch sagen, gut, das die dummen in der minderheit sind und zumindestens in diesem land die mehrheit denken kann und sich nicht von solchen radikalen beeinflussen lässt.

wir kalki schon sagte: dummheit ist ansteckend, sie wird durch fernsehen übertragen :lol:
Liebe Grüße Jasmin
Dolores59
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 13 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Mit dem Machogehabe meiner Geschlechtsgenossen hab ich nichts am Hut, aber solche menschenverachtenden Ansichten, wie in dem Artikel beschrieben, gehen mir noch mehr auf den Senkel. Als wenn männliche Sittenstrolche ständig Frauentoiletten belagern und einige sich quasi als Trojanisches Pferd in die Toiletten einschleichen, um reihenweise Damen zu belästigen. Ganz schöner Aufwand, oder?

Gerade heute habe ich mich wieder in eine Damentoilette eingeschlichen. Um ein wichtiges Geschäft zu erledigen. Und den Lippenstift nachzuziehen.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
Bianca D.
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 14 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin,

von Terf's hatte ich bis heute auch noch nicht gehört. Nun denn, solange die Mehrheit der weiblichen Menschen auf diesem Planeten mit der nötigen Intelligenz gesegnet ist, solche Dummschwätzerinnen zu ignorieren, soll es mich nicht kümmern. Dummheit macht eben auch hier nicht halt, siehe auch die Dummheit der Anhänger rechtsgerichteter Politik.
Ich selbst habe bis heute noch keine derlei negative Erfahrungen gemacht, im Gegenteil! Ganz am Anfang meines Weges reichte mein Outing und mein Auftreten, daß ich mit den Frauen in die Dusche durfte auf einem MB- Clubtreffen. Nicht eine hat davon einen seelischen Schaden davon getragen..

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
Daniela Nicola
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Re: Transfeindlichkeit unter Frauen

Post 15 im Thema

Beitrag von Daniela Nicola »

Hallo zusammen,

eine Minderheit grenzt die Andere aus, aber warum? Vielleicht hoffen sie, sich einen Rest "Normalität" bewahren zu können, indem sie ihr Anderssein wörtlich genau definieren können. Ich erinnere mich an endlose Diskussionen in einem anderen Forum um Termini: welche Voraussetzungen notwendig sind um sich als transsexuell, transgender, transident oder sonst was bezeichnen zu können. Das Nichtbefolgen der präzisen Definition, könnte unserer Sache Schaden zufügen.
Welche Sache? Welcher Schaden? Bin leider nach wie vor zu blöd um das zu verstehen.

Als ich Anfang der Neunzigerjahre begann, mich mit meiner Transsexualität konstruktiv auseinander zu setzten, stieß ich in einem Zeitungsartikel auf die Kontaktdaten der Selbsthilfegruppe Club Neues Leben NOVA in München. Sie wurde geführt von Simone-Yvonne von Budzyn. Sie war in den Siebziger- und Achtziger Jahren eine wichtige Vorkämpferin für unsere Sache. Sie hatte schon sehr früh den Mut, sich in der Presse zu äußern oder in Talkshows aufzutreten. Sie gründetet 1989 die TS-Selbsthilfegruppe VIVA die nach wie vor besteht.

Yvonne Budzyn war aus der VIVA ausgetreten und hatte eine zweite Gruppe gegründet. Warum das so war erfuhr ich sehr bald. Um überhaupt Zugang zu der Gruppe zu bekommen musste man zuerst einen Brief und einen Lebenslauf an Frau Budzyn senden. Sie entschied dann wer überhaupt zu einem Gruppenabend zugelassen werden konnte. Erst nach "bestandener Prüfung" erfuhr man an welchem Ort und zu welcher Zeit die Gruppenabende stattfanden. Nur wer uneingeschränkt transsexuell war, durfte Mitglied dieser Gruppe werden; und transsexuell waren nur jene, die vor hatten sich allen medizinischen Maßnahmen zu unterziehen, bis die Angleichung an das Wunschgeschlecht komplett war. Die Krönung war dann, im neuen Geschlecht heterosexuell zu sein.

Zur VIVA hatten Budzyns Meinung nach Greti und Pleti Zugang. Sie war dort wegen ihrer restriktiven Einstellung als Vorsitzende abgewählt worden, hatte die Gruppe im Zorn verlassen und eine zweite Selbsthilfegruppe gegründet. An einem Gruppenabend, an dem ich über fließende Grenzen zu sprechen begann, wurde ich kollektiv zusammengesch... .

Budzyns Angst war, dass Transvestiten oder gar homosexuelle mit transvetitischen Neigungen die öffentliche Meinung über uns negativ beeinflussen könnten. Sie fürchtete, dass das erfolgreich erkämpfte TSG in Gefahr kommen könnte, dass ärztliche Gutachten für "echte Transsexuelle" schwerer zu erwerben sein würden oder dass der medizinische Dienst der Krankenkassen es leichter hätte, Argumente zu finden oder zu konstruieren, um Leistungen zu verweigern.

Ich verließ diese Gruppe sehr bald wieder und wurde Mitglied der VIVA, zu der jede_r Zugang hatte, was für trans* auch immer, und ich fühlte mich dort auf Anhieb sehr wohl.

Zitat: Der Tagesspiegel; Besorgte Feministinnen.
Beim Londoner Christopher Street Day traten im vergangenen Jahr acht lesbische Frauen an die Spitze der Parade: auf einem ihrer Transparente stand "Trans-Aktivismus löscht Lesben aus"; und in den Flyern, die sie verteilten, wurden trans Frauen als "heterosexuelle Männer, die vorgeben, eine Frau zu sein" beschrieben.


Die Argumente sind immer ähnlich hanebüchen. Die Triebfeder ist vermutlich Angst, die sich aus frei flottierenden Gedankengängen speist und solange unters Volk gebracht wird, bis einige sie tatsächlich ernst nehmen. Wer zur Gruppe gehören will muss bereit sein Ängste und Argumente zu teilen.

Schade, dass Philosophie kein Schulpflichtfach ist. Auch konstruktives Denken will gelernt sein.

Liebe Grüße
Eure Daniela
Antworten

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