Mina ist da :)
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Wer möchte, kann sich vorstellen: bitte kurz fassen
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Jasmin_35
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Mina ist da :)

Post 1 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Hallo ihr lieben,

ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich hier nun auch endlich einmal vorstellen, was ich bisher aus Zeitgründen einfach nicht geschafft habe, da ich viel in den verschiedenen Themen gelesen habe.

Mal gucken wie ich am besten Anfange. Ich habe jedenfalls den sehr viele Eskalationsstufen hinter mir, die alles in allem auch etwa 35 Jahre gebraucht haben, um zu diesem Punkt zu kommen. Im Rückblick hätte es mir früher klar sein müssen, aber die Zeit war wohl nicht reif dafür, daher hat es halt etwas gedauert.

Gemerkt habe ich bereits im frühen Kindesalter das ich "falsch" bin, jedoch war da noch viel Hilflosigkeit dabei, die Zeiten waren andere und ich war nie ein Mensch, der sich viel mitgeteilt hat.

Mit der ersten Wohnung kam dann die Freiheit und dann auch irgendwann die finanzielle Möglichkeit Dinge auszuprobieren, so habe ich mich mit etwa Anfang 20 anfangen als Frau zu kleiden und so meine Wochenenden zu Hause zu verbringen.

Die ganze Sache ist früher eher immer in Wellen gekommen und wieder gegangen. So war teilweise monate lang Ruhe und da begründe ich auch mit externer Ablenkung, wie Arbeit, Beziehung und andere Dinge. Aber es war nach Wochen oder Monaten immer wieder ein befreiendes Gefühl mich "umziehen" zu können. Weiter gedacht habe ich mir dabei nichts, viele kritische Fragen habe ich sowieso nie gestellt, dank Asperger Syndrom habe ich viele Dinge immer als gegeben hingenommen, hab als viel nach "Law and Order" gelebt. Jedoch habe ich unterschwellig immer eine Unzufriedenheit gemerkt, die sich dann in Jobwechsel geäußert hat, da ich mit einem neuem Job auch wieder gut abgelenkt war und mich so nicht weiter damit beschäftigen musste. So bin ich dann auch aus Unzufriedenheit durch die ganze Republik gezogen, von Kiel nach München. Das hat dann auch wieder für etwa 6 Monate geholfen, nur stellte ich fest, das das weglaufen nicht viel gebracht hat, die Wellen kamen zurück und wurden stärker, aber noch kontrollierbar.

Nach 2,5 Jahren in München bin ich wieder weggelaufen, in den Raum Stuttgart, wo ich heute noch wohne. Die vielen Dienstreisen, die ich in München bei dem Job hatte, haben mir auch die Möglichkeit gegeben öfter meine weibliche Seite auszuleben, ohne das meine Freundin was mitbekommen hatte.

In der ersten Wohnung im Stuttgarter Raum hatte ich dann viele "unpassende" Kleidungsstücke aussortiert und nur das nötigste behalten, da diese Wohnung mehrere Zimmer hatte, hatte ich einen besseren Aktionsradius und konnte meine Sachen in meinem Arbeitszimmer ausleben. Ich habe oft mit meiner Freundin gescherzt, wie ich wohl als Frau aussehen würde, bis ich ihr dann einmal eins meiner Strickkleider (ich liebe Strickkleider und Feinstrickpullover!!) gezeigt hatte und sie mich aufforderte dies mal anzuziehen. Die Begeisterung war groß, hat mich weder erstaunt noch überrascht, noch war ich geschockt. Hab mich eher ein wenig gefreut. Sie sagte auch gleich ich solle mich mehr trauen, allerdings hat es bei mir weiterhin zeit gebraucht. Eines abends habe ich mich dann zurecht gemacht und wir sind zusammen rausgegangen. Ich bin wirklich dankbar für meine Freundin und ihr Verständnis, sie sieht mich halt als Mensch und je öfter ich mich umziehe, desto ausgeglichener schien ich zu sein und das hat sie mehr gefreut.

Jedoch fand das Leben auch weiterhin statt und so gingen die Wellen auch wieder vorbei und wir haben angefangen einen Lebenstraum zu verwirklichen und ein Haus gebaut. Das hat mich dann wieder so stark abgelenkt und beschäftigt (haben fast alles selber gebaut), das ich mich eine ganze Zeit lang nicht mehr umziehen konnte, weil mir die nerven und die Kraft gefehlt haben.

Nach dem wir dann ins Haus eingezogen sind, kam dann mehr und mehr Ruhe auf, grundsätzliche Ruhe, um sich besser auf das Leben konzentrieren zu können und ich habe mir selber eine psychische Falle gebaut, allerdings im positiven Sinne. So hatte ich dann keine Möglichkeit mehr wegzulaufen Anfang 2018 habe ich mich dann mehr und mehr mit dem Thema beschätigt und viel im Internet gelesen. Im März habe ich die Fotos von Sylvester von meinen Nachbarn bekommen und da habe ich gemerkt, das sich was ändern muss, so habe ich dann im April/Mai angefangen abzunehmen (90Kg bei 183cm), das war bis heute mehr oder weniger der Startpunkt für alles weitere.
Mir war auch nicht wirklich klar, das man nur durch Hormone bereits so große Änderungen erfahren kann, aber als ich mehr und mehr gesehen habe, wo viele Angefangen haben und wie sich gefühlt haben und was daraus geworden ist und wie glücklich sie aussehen und sich anders, besser fühlen. Das hat mich so stark angesprochen, das ich mich mehr und mehr mit dem Thema beschäftigt habe. Im Spetember habe ich dann einen langen Jahresurlaub gehabt, der mir viel Zeit zum Nachdenken gegeben hat und mir viel Zeit gegeben hat, Dinge herauszufinden, über mich. Ausprobiert habe ich auch die tolle App Faceapp, einige werden die sicher kennen und auch wenn es keine aussagekraft hat, ist es doch interessant. Also habe ich mein Gesicht fotografiert und es umrechnen lassen, auf weiblich und das erste mal in meinem Leben habe ich das Gefühl gehabt, das ich mich ansehe, so wie ich mich innerlich sehe, wenn ich in den Spiegel gucke. So sind meine Urlaubswochen vergangen, meine Freundin hatte bereits einmal die Vermutung geäußert, ob ich vielleicht trans* bin, das habe ich erstmal abgestritten, wie ich halt immer bin, aber losgelassen hat es mich nicht.

Naja, am Ende meines Urlaubs war es denn soweit. Ich habe den Entschluss gefasst, ich muss was tun, irgendwas, es kann nicht nochmal 35 Jahre so weitergehen. Also habe ich einen längst überfälligen Schritt gemacht und eine Laserhaarbehandlung für den Bart angefangen, das war ein Schritt, der sowieso unabhängig von allem war, da ich seit 20 Jahren nie einem Bart in irgendeiner Form hatte, Bart ablehne und jedes Mal ein blutendes schmerzendes Gesicht hatte, nach dem rasieren. Also der Bart musste so oder so weg. Aktuell hatte ich 6 Behandlungen (helle Haut, dunkle Haare), mit einem Diodenlaser SHR 808 und es funktioniert äußert gut, auch wenn die Schmerzen im Moment der Behandlung höllsich sind, dafür ist der Bart bereits sehr sehr dünn und an einigen Stellen bereits weg. Anschließend habe ich gleich einen Termin bei einem Therapeuten vereinbart, in der Erwartung, das ich ewig auf einen Termin warte, habe ich mir eine Liste ausgearbeitet mit etwa 20 Telefonnummern hier im Umkreis und bereits der zweite Anruf hat mir einen Termin innerhalb von 3 Wochen eingebracht. Der Therapeut klang am Telefon schon interessiert und aufgeschlossen und bei dem bin ich dann schließlich auch geblieben.

Da ich mir inzwischen ziemlich sicher war was ich die letzen 35 Jahre durchgemacht habe, habe ich erstmal meine Eltern gefragt, welchen Namen ich bekommen hätte, wenn ich direkt ein Mädchen geworden wäre und mir war klar, das das der Name sein wird, den ich später haben werde. So habe ich den Namen Jasmin oder in meiner Kurzform Mina auch ausgewählt. Witzigerweise hat mich der Name Jasmin, im Rückblick, in meinem Leben immer begleitet und war mir irgendwie immer verbunden.

Direkt bevor ich den ersten Termin beim Therapeuten hatte, habe ich dann meinen Eltern und meinem Bruder erzählt was ich durchmache und durchgemacht habe. Mein Bruder hat es gleich verstanden und im Rückblick wohl auch die Anzeichen gesehen. Meine Eltern haben auch sehr entspannt reagiert und auch gesagt, das ich erstmal in die Therapie gehen soll und dann ganz neutral über alles nachdenken soll. Naja, bereits als Kind habe ich mich zu Verkleidungsanlässen immer als Mädchen verkleidet, mit Jungs bin ich nie wirklich klar gekommen, abgesehen von meinem besten Freund, hatte auch immer mehr Mädchen als Freunde, als Jungs, war aber auch nicht dafür bekannt, das ich den Mädchen "hinterher" gelaufen bin, sondern wurde immer als sehr guter Freund (geschlechtsneutral) betrachtet, mit dem man reden und lachen kann.

Kurz vor der Laserbehandlung habe ich dann der Betriebsratvertrauensperson gesagt, was evtl. los ist, was auf viel verständnis gestoßen ist, unter anderem auch aus dem Grund, weil im Bekanntenkreis bereits so ein Fall bekannt war.

Nach den Therapiesitzungen habe ich mich immer sehr gut gefühlt, reden hilft, besonders, wenn es eine Person ist, die ganz nüchtern und emotionslos zuhören kann. Kurze Zeit später musste ich mir bei einem Kollegen, der die Bestellungen abwickelt neue Arbeitskleidung bestellen. Es eine neue Großbestellung und so habe ich dann dort auch direkt die Damenkleidung bestellt, die nicht offensichlich danach aussieht, nur leicht anders geschnitten ist. Das war dann der Startpunkt, an dem ich allen meinen Kollegen erzählt habe, was Sache ist und wie es nun weitergeht.

Am 31.10. habe ich die Möglichkeit gleich genutzt und bin als Frau zur Halloween Party gegangen, witzigerweise haben mich meine Nachbarn erst gar nicht erkannt, fangen es aber sehr cool. Dort habe ich auch das erste Mal meinen Nagellack ausgetragen. Den ich dann aber am Sonntag abend vor der Arbeit wieder entfernt habe und es fühlte sich, als würde ich mir ein Stück persönlichkeit abwischen. Über das Abnehmen der Perücke war ich nicht böse, weil die warm, kratzig und anstrengend war.

Nun bin ich hier, 15 Kg weniger auf den Rippen, meine Haare wachsen seit Ende Juli (vorher immer akorat 12mm mit Maschine geschnitten), gefärbt auch noch, weil soviele grau geworden sind. Glücklicherweise ist mir bisher gar nichts ausgefallen und die sind immer so kräftig und dick wie vor 15 Jahren.

Bei der Arbeit schleiche ich seit 6 Monaten auch mehr und mehr lackierte Fingernägel ein, kommentare kommen gar nicht, jeder macht das beste was er tun kann, mich einfach normal behandeln, dafür bin ich sehr dankbar. Aktuell fange ich mit mehr Make-Up an, die Haare besser zu frisieren (hätte nie gedacht, das ich mal eine Wissenschaft aus Frizzy- und welligen Haaren machen muss) und bin gerade dabei meine Kleidung sofern möglich auf weiblicher umzustellen.

Im November habe ich vorausschauend auch schonmal einen Termin beim Endokrinologen gemacht, für den 1.4., worauf ich mich mehr und mehr freue und das war auch Zeit, die ich gebraucht habe. Im Februar war ich dann auch im Urlaub für 3 Wochen, in dem ich alles weibliche zu Hause gelassen habe, um nicht fremde Kultur und fremde Leute auf die Füße zu treten und das war auch eine gute Zeit, um mir über viele Dinge nochmal von einem anderen Standpunkt gedanken zu machen, ob ich auf dem richtigen Weg bin.

Jetzt hoffe ich noch, das medizinisch nichts gegen meine Transformation spricht, psychologisch spricht nichts dagegen, mein Therapeut ist sich soweit es geht sicher, das ich mit dem Weg zufrieden bin und es keine anderen Störungen gibt.

An meiner Stimme arbeite ich auch schon mein ganzes Leben, so kann ich schon recht lange sehr hoch singen, ohne ins Falcetto zu fallen, was mich sehr glücklich macht, ich muss nur kein Gehör noch dran gewöhnen, ständig in Kopfstimme zu sprechen, aber ich denke, das kommt mit der Zeit wenn ich für mich stimmiger danach aussehe, nach Beginn der HET. Dazu kann ich den Tipp der App EVA F geben, die ist recht gut soweit und hilft auch die Stimme zu entwickeln.

Je mehr und öfter ich mich weiblich kleiden kann und am ende auch den passenden Körper und das passende Wohlbefinden habe, desto besser gehts mir und desto ruhiger werde ich innerlich. Rückblickend habe ich mich immer mehr mit Frauen als mit Männern identifiziert und ich bin sehr froh, das ich an dem Punkt angekommen bin. Es wäre falsch zu sagen, das ich keine Angst und keine Zweifel habe, was als nächstes kommt, aber das hat den selben Stellenwert, wie den Job zu wechseln bzw aus seiner vertrauten Heimat wegzugehen. Ob ich noch eine GaOP durchführen lasse, steht noch aus, gedanken mach ich mir darüber natürlich auch sehr viele, ich kann mir sehr gut vorstellen vielleicht auch nur die "kleine OP" durchführen zu lassen, da ich an Männern gar nicht interessiert bin und risiken nicht zu vernachlässigen und pflege sehr aufwendig sein können, aber ich informiere mich noch weiter, hat ja nocht zeit.

Ich bin froh, das ich auch meine Freundin habe, die bei mir bleibt und mich bei meinem Weg unterstützt. Wenn sie oder andere es nicht tun würden gibt es für mich auch nur einen Ausweg, abwarten, ob die Zeit es bessert oder die Person loslassen, ich muss für mich leben, den ich bin der einzige Mensch, mit dem ich es den ganzen Tag aushalten muss und ich abe mich lange genug für andere verstellt und verbogen, jeder ist frei zu gehen, wenn er mit mir nicht klar kommt.

Ich seh mich auch nur begrenzt als Transfrau, da ich mit "labels" eh nie richtig was anfangen konnte, ich denke, sobald offiziell Name und Personenstand geändert sind, werde ich das Label Trans* auch ablegen, weil der Übergang dann abgeschlossen ist, ohne jemandem zu nahe zu treten, ist meine ganz persönliche Meinung und Einstellung. (Asperger Syndrom lässt grüßen)

Naja soviel mal von mir, wenn jemand fragen zu bestimmten Themen hat, immer raus damit. Vielleicht finde ich auch irgendwann mal den Weg zu einem Stammtisch oder anderen Treffen im Raum Stuttgart/Pforzheim. Wie man sieht, habe ich auch den Weg durchgemacht, den viele durchgemacht haben, ich bin gespannt was noch kommt.

Liebe Grüße, Jasmin (Mina)

#textwall :D
Liebe Grüße Jasmin
Céline
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Re: Mina ist da :)

Post 2 im Thema

Beitrag von Céline »

Hi Mina,
Dann mal ein Herzliches Willkommen von mir und Danke für Deine Vorstellung
Liebe Grüße
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
Nubikalé

Re: Mina ist da :)

Post 3 im Thema

Beitrag von Nubikalé »

Hallo Mina,

es scheint, nachdem der Entschluss da war, mit großen Schritten vorwärts zu gehen. Du hast Glück mit deinem Umfeld, lackierte Fingernägel wären hier bei uns ganz sicher kommentiert worden.
Herzlich willkommen im Forum. (888)
Jasmine
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Re: Mina ist da :)

Post 4 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Danke für deine ausführliche Vorstellung.
Herzlich willkommen in diesem schönen Forum.
Liebe Grüße Jasmine
Karla
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Re: Mina ist da :)

Post 5 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe Mina,
herzlich willkommen hier und danke für die ausführliche Vorstellung.
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Emilia
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Re: Mina ist da :)

Post 6 im Thema

Beitrag von Emilia »

Hallo Mina,
etwas erschrocken über die Länge, wollte ich aus Mangel an Zeit, gar nicht anfangen zu lesen. Doch die Neugierde und Deine Schreibweise in Verbindung mit dem Inhalt, zogen mich durch Deinen Text.
Vielen Dank für Deine ausführliche Anmeldung und herzlich willkommen hier.
Liebe Grüße, Emi.
Eines Tages werden wir sterben, aber an allen anderen Tagen nicht.
Jasmin_35
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Re: Mina ist da :)

Post 7 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Danke für die Antworten.

Zum Thema lackierte Fingernägel bei uns, würd ich sagen, das es auch von der Person abhängt, kommentiert worden ist es bereits auch schon, allerdings positiv und einer Kollegin sind die Veränderungen vor Monaten gleich aufgefallen (Frauen haben da wirklich einen anderen Bezug zu). Ich muss dazu auch sagen, das ich ein dickes Fell habe und nicht zu viel mir nahe kommen lasse. Ich guck aber auch, leuten nicht auf die Füße zu treten und ich bin kein "Mittelpunkt-Mensch", auch wenn es sich aktuell nicht vermeiden lässt. Wie schon gesagt, wenn jemand ein Problem mit mir hat, kann ich demjenigen auch nicht helfen.
Wenn die Fingernägel oder andere Dinge ein No-Go wären, würde ich allerdings damit auch klarkommen, es muss nur ein richtiger Grund vorliegen und keine ausflüchte. Z.b. werd ich nie in Kleid und Pumps zur Arbeit kommen, weil ich lange Hose und Sicherheitsschuhe tragen muss, auch werd ich später mit langen Haaren gucken müssen, wie ich die sicher "verpacke", weil hier überall drehende Teile sind.

Naja Diversity ist in unserem Unternehmen mehr oder minder eine zu lebende Pflicht und ich werde auch in Zukunft gucken, das wenn ich mich mal wegbewerben sollte darauf achten werde in ein entsprechendes Unternehmen zu wechseln.

Ein guter Anhaltspunkt ist die "Charta der Vielfalt", dort sind schon viele Unternehmen gelistet, wo man vorab mal gucken kann.

Wie schon gesagt, ich bin sicher, wenn man eine Person ist, die nett ist, positiv, offen, selbstlos und hilfsbereit ist und dazu noch tolerant ist und sich bemüht vielen zu helfen, haben andere kaum eine chance sich ablehnend oder "böse" zu verhalten, wenn man mit so einem thema ankommt. So bin ich jedenfalls immer gut durchs leben gekommen und es gibt kaum einen ort, wo ich nicht wieder willkommen wäre, also zu besuch, ehemalige Arbeitsplätze eingeschlossen.
Emilia hat geschrieben: Di 26. Mär 2019, 14:53 Hallo Mina,
etwas erschrocken über die Länge, wollte ich aus Mangel an Zeit, gar nicht anfangen zu lesen. Doch die Neugierde und Deine Schreibweise in Verbindung mit dem Inhalt, zogen mich durch Deinen Text.
Vielen Dank für Deine ausführliche Anmeldung und herzlich willkommen hier.
Liebe Grüße, Emi.
Hi Emi,

ich war auch erschrocken von der Länge und ich hatte immer gedacht, meine Sätze sind zu lang, zu verschachtelt und zu kompliziert aufgebaut, das man meinen Gedanken nicht folgen kann :D
Liebe Grüße Jasmin
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Re: Mina ist da :)

Post 8 im Thema

Beitrag von Emilia »

Mina_35 hat geschrieben: Di 26. Mär 2019, 15:10
Hi Emi,

ich war auch erschrocken von der Länge und ich hatte immer gedacht, meine Sätze sind zu lang, zu verschachtelt und zu kompliziert aufgebaut, das man meinen Gedanken nicht folgen kann :D

Hi Mina,

nee, nee überhaupt nicht, es liest sich gut, für mich jedenfalls. Es kann natürlich sein, dass ich etwas befangen bin, denn bei Deinen ersten Ausführungen habe ich sehr viele Parallelen zu mir gesehen. Bei Deiner Bedankung und weiterer Beschreibungen von Dir, wurde ich fast in eine Schockstarre versetzt, weil mir beinahe ein Spiegel vorgehalten wurde.
Hm komisch, na egal, schön dass Du da bist.
LG, Emi.
Eines Tages werden wir sterben, aber an allen anderen Tagen nicht.
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Re: Mina ist da :)

Post 9 im Thema

Beitrag von lexes »

Mina_35 hat geschrieben: Di 26. Mär 2019, 10:06
........ auch das erste Mal meinen Nagellack ausgetragen. Den ich dann aber am Sonntag abend vor der Arbeit wieder entfernt habe und es fühlte sich, als würde ich mir ein Stück persönlichkeit abwischen. Über das Abnehmen der Perücke war ich nicht böse, weil die warm, kratzig und anstrengend war.
Hi MIna .. schöne Geschichte und sehr schön geschrieben ..

Danke dafür

Herzlich willkommen

Lexi
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