Ich habe heute in zwei Themen gelesen, dass "man" sich doch den wichtigen, ja sogar den tatsächlich wichtigen (also den wirklich, wirklich wichtigen) Themen zuwenden solle. Da stellt sich mir die Frage, wer entscheidet denn, welche Themen wichtig sind? Den_Die würde ich gerne mal sprechen. Mir ist schon klar, dass immer genau die Themen unwichtig sind, die einen selbst nicht tangieren. Diese dann aber auch noch als Blödsinn abzukanzeln finde ich schon ziemlich dreist!Christine DarkJoker hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 15:11 es gibt Wichtigere Belange als so ein Blödsinn.
Politisch korrekter Fasching - # 3
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Svetlana L
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Re: Politisch korrekter Fasching
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Re: Politisch korrekter Fasching
Danke, liebe Svetlana,Svetlana L hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 15:31Ich habe heute in zwei Themen gelesen, dass "man" sich doch den wichtigen, ja sogar den tatsächlich wichtigen (also den wirklich, wirklich wichtigen) Themen zuwenden solle. Da stellt sich mir die Frage, wer entscheidet denn, welche Themen wichtig sind? Den_Die würde ich gerne mal sprechen. Mir ist schon klar, dass immer genau die Themen unwichtig sind, die einen selbst nicht tangieren. Diese dann aber auch noch als Blödsinn abzukanzeln finde ich schon ziemlich dreist!Christine DarkJoker hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 15:11 es gibt Wichtigere Belange als so ein Blödsinn.
ich habe schon an meinem Verstand gezweifelt.
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Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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lexes
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Re: Politisch korrekter Fasching
Nice ...sbsr hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 08:00
Ein kleiner "Bauarbeiter" macht sich durch sein Kostüm doch auch nicht über Bauarbeiter lustig.
Im Erwachsenenalter sieht das anders aus, da werden ja tatsächlich reale Charaktere bewusst parodiert. In der Form wäre mir aber noch kein Indianer verspottender Indianer über den Weg gelaufen, das zielt in der Regel auf andere Gruppen ab.
So sehe ich das auch ...
Ich kann mir nur ganz wenige Kostüme vorstellen die dann politisch korrekt sind.
Die Organisatoren schlagen Fabelwesen als diskriminierungssensible Alternative vor....
Mein Sohn ist dieses Jahr einmal als Drache , einmal als Skelett gegangen ... beide kostümtechnisch nicht zu nah an der Realität ...
beide "Zielgruppen"
Ob ein Cowboy ( der als Rinderhüter, im Gegensatz zum High-Noon-Duellanten im schicken schwarzen Zwirn, sicher nicht permanent eine Waffe am Gürtel trug ) sich heute echauffieren würde weil er eben nicht gut getroffen ist weil ALLE Jungs natürlich eine Pistole im Holster haben aber keiner eine Plastik-Kuh durch Kölle schleift ???
Ich persönlich wurde von meinem Opa in jungen Jahren so oft im Kinderkarneval in die Bütt ge-ordert das ich Karneval wirklich überhaupt nicht mag. Ich sage nicht : Ich hasse Karneval ... aber ich könnte mir mein Leben sehr gut ohne vorstellen
Trotzdem habe ich meinen stolzen Drachen auf seinen Wunsch als Ritter begleitet. Da stehen meine persönlichen Befindlichkeiten hinten an ... ohne Ausnahme
Und ich mache dann keine halben Sachen.. Gemeinsames Basteln ist bei uns wichtig.
Papa hatte also :
- einen schwarzen Ritter-Rock mit - Rotem Templer-Kreuz ,
- einen schwarzen Übermantel mit weißem Templer-Kreuz,
- einen absolut Sicht-behindernden Helm aus einer LARP-Auflösung ( der nur zum Tjosten taugt und für jeden Templer im Getümmel den direkten Tod bedeutet hätte )
- ein sehr schickes großes Schwert mit einer Schlange im Griff
- eine normannischen Schild ( weil es nur den in Holzausführung zum Bemalen gab ) auf den wir Initialen und geometrische Muster in schwarz und rot gemalt haben.
=> ein richtig wilder RitterMix..
Zitat aus dem Focus -Artikel : ......ergibt so viel Sinn, wie sich als ,Europäer"˜ zu verkleiden und ein Kostüm mit Dirndl, Holzschuhen und Baskenmütze auszudenken", steht in dem Artikel, der vom Familienministerium herausgegeben wurde. Federschmuck und Gesichtsbemalung sei schlicht "respektlos".......
Ich persönlich hätte überhaupt kein Problem mit einem "Europäer" zu Karneval. Ich finde die Idee sogar kreativ und gut....
Man schaue sich mal die Wagen bei den Rosenmontags-Umzügen an. Da kriege alle Politiker ihr Fett weg und das in absolut gebilligter Manier. Nur weil Politiker nicht so beliebt sind und dafür auch noch bezahlt werden ( überspitzt ) ist es in Ordnung sich demonstrativ und viel menschlich-invasiver über sie lustig zu machen ? ... ich belasse das mal dabei und komme noch-X zurück zu meinem Patchwork-Ritter-Kostüm, für welches ich im übrigen sehr konsequente Lorbeeren geerntet habe..
Es gäbe nicht einen Ritter-Typus , sei es Normanne , Templer , Tjost-Reiter oder (passend zum Schwert) der Fantasy-Märchen-Ritter , der sich bei meinem Anblick nicht gefragt hätte aus welchem Sanatorium ich wohl geflüchtet sein mag. Ich hatte aber nie geplant mich über die Ritter lustig zu machen.
Und wieder : Nur weil sich die Ritter nicht mehr beschweren können : Bin ich deshalb politisch korrekter unterwegs als die Freundin meines Sohnes im Kindergarten, welche den Film Pocahontas und insbes. seine Heldin ( die in der Inhalt. Bilanz sehr gut wegkommt ) absolut liebt und mit ihrer Mutter ein haarkleiner Arbeit ein wirklich tolles Kostüm ihrer Heldin gebastelt hat ?? Auch das soll mal so stehenbleiben.
Besonders stark finde ich :
Auch dass sich Mädchen als Prinzessin und Jungs als Piraten verkleiden wird kritisiert. Mädchen als Piratinnen und Jungs als Mehrjungmänner finden die Autoren dagegen super — weil nicht "geschlechtsstereotyp". Generell empfehlen sie Fabelwesen, Tiere etc. als "diskriminierungssensible Alternative".
Das ist ja schon fast albern ... nur weil es der allem. Konvention entspricht , ist es falsch ? ...
Jungs als Cowboy => kritisiert , Jungs als Meerjungmann => super .... das steht da wirklich so.
Bei Jungs als Meerjungmann = super bin ich absolut dabei .. 100 % .. warum auch nicht ... wenn mein Sohn mal Ballet tanzen will , dann werde ich das voll unterstützen.
Jungs im Cowboykostüm zu kritisieren ( wie auch Mädchen als Prinzessin ) ... das ist doch so unendlich blöd, das es schon stinkt. ...weil nicht "geschlechtsstereotyp".... => es ist nur gut wenn es andersherum ist... => albern
Alles in Allem ein schönes Beispiele für :
Wir verhalten uns mal so blass und neutral das sich niemand auf die Füße getreten fühlen kann obwohl es nie die Absicht war ihm auf die Füße zu treten
Und vergesst bitte nicht : Wir reden hier nicht über einen heimlich von der AFD finanzierten Großwagen auf dem Köllner Rosenmontagszug, welcher sich in abfälliger Art über ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer lustig macht. Hier wird an Leuten rum-reglementiert ( kleinen Kindern ), welche sich nicht wehren können. Und das in einer pseudo-pädagogischen Art das es schon an eine Karikatur erinnert.
Mir fällt dabei ein das in meiner Stadt in keinem städtischen Kindergarten mehr Weihnachten / Ostern oder St. Martin gefeiert wird damit Kinder aus anderen Kulturkreisen nicht diskriminiert werden. Kein Weihnachtsbaum , keine Martinsbrezel, kein Gar Nix
Ich würde es viel lieber sehen das man an diesen schönen Dingen festhält. Und wenn dann ZUSÄTZLICH noch das Zuckerfest in unserem Kindergarten gefeiert würde, dann wäre ich der Erste , der sich da schlau macht, was man Sohn an dem Tag zu Essen mitbringen kann um es richtig zu machen.
Warum nicht "Mehr für Alle" statt immer "Erstmal verbieten" ( ja ich weiß, ich bin vom Thema abgekommen .... der Grund-Tenor / Gedanke ist aber ein ähnlicher...)
Und jetzt dürft Ihr mich gerne zerfleischen ... lasst es raus . viel Spaß
Lexi
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Re: Politisch korrekter Fasching
Auf die Gefahr hin, dich in deiner Erwartungshaltung zu enttäuschen: Ich finde du hast da sehr gute Punkte.lexes hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 16:11 Und jetzt dürft Ihr mich gerne zerfleischen ... lasst es raus . viel Spaß
Und ich finde, dass gerade Kinder sich in Fasching nur so kleiden wollen, wie sie es toll und erstrebenswert finden. Da ist das Zynismusmodul ist wohl noch nicht ausgereift genug.
Ich wäre sogar dafür, dass sich Erwachsene an diesem einen Tag alles rausnehmen, falls sie denn die anderen 364 Tage es nicht tun. Aber dass bleibt dann wohl eher Wunschdenken.
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Re: Politisch korrekter Fasching
Moin,
ich denke, es ist (auch) ein individuelles Thema, wie in Kindergärten und anderen Einrichtungen mit Fasching umgegangen wird.
Die Erfahrung haben wir schon früher gemacht, lange bevor es den Begriff "politisch korrekter Fasching" gab
Wir haben uns mal sehr unbeliebt gemacht in Teilen der Elternschaft (ich habe lange Jahre als Kindergärtnerin gearbeitet), als es auch im Fasching "Waffenverbot" gab.
"Waffenverbot" gab es zwar auch grundsätzlich, aber etliche Eltern meinten, man müsse an Fasching Ausnahmen machen;
denn ein Polizist ohne Waffe wäre eben kein richtiger Polizist.
Nun ist die Faschingszeit erst einmal überstanden - und das ist gut so.
Gruß
Anne-Mette
ich denke, es ist (auch) ein individuelles Thema, wie in Kindergärten und anderen Einrichtungen mit Fasching umgegangen wird.
Die Erfahrung haben wir schon früher gemacht, lange bevor es den Begriff "politisch korrekter Fasching" gab
Wir haben uns mal sehr unbeliebt gemacht in Teilen der Elternschaft (ich habe lange Jahre als Kindergärtnerin gearbeitet), als es auch im Fasching "Waffenverbot" gab.
"Waffenverbot" gab es zwar auch grundsätzlich, aber etliche Eltern meinten, man müsse an Fasching Ausnahmen machen;
denn ein Polizist ohne Waffe wäre eben kein richtiger Polizist.
Nun ist die Faschingszeit erst einmal überstanden - und das ist gut so.
Gruß
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Re: Politisch korrekter Fasching
Das ist jetzt aber Plöd!lexes hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 16:11 Und jetzt dürft Ihr mich gerne zerfleischen ... lasst es raus . viel Spaß
Du gibst einem ja gar keinen Aufhänger für den Fleischhake, Lexi.
Ausser vielleicht den das Du angeblich auch ohne Karnevall leben könntest.
Nehm ich Dir bei der Begeisterung für Dein Ritterkostüm nicht ab.
"Fastelovend" ist immer derb und unkorrekt gewesen und soll es auch bleiben sonst ist er tod (-langweilig).
Ärgerlich ist die Politikermasche auch diesen Anlass für ihr Selbstdarstellung zu vergewaltigen.
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Re: Politisch korrekter Fasching
hier bei uns in Deutschland muss das zuerst genau definiert werden, sonst hat man ja keine Basis für politisch korrekt
Auch Vordenker müssen nachdenken.
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Re: Politisch korrekter Fasching
Ich finde deine Kinder und deine Frau können sehr stolz auf dich sein!lexes hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 16:11 Und jetzt dürft Ihr mich gerne zerfleischen ... lasst es raus . viel Spaß
Immer wieder schön einen Schlenker aus deinem Leben hier zu lesen.
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Re: Politisch korrekter Fasching
??? Ehrlich gesagt, man kann wirklich aus allem ein Problem machen.
Gruß Helga
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Re: Politisch korrekter Fasching
Das kann ich nur unterschreiben. Hoffentlich damit auch die ganzen politischen Abstrusitäten (AKK werde ich trotzdem nicht wählenAnne-Mette hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 16:51 Nun ist die Faschingszeit erst einmal überstanden - und das ist gut so.
LG Jana (die zum ersten Mal seit langer Zeit richtig Spaß am Rosenmontag hatte)
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Re: Politisch korrekter Fasching
Nun, die hier vorherrschende Meinung scheint sich ganz gut mit dem Gros der deutschen Bevölkerung zu deckeln. Dieses Gros der Leute ist es auch - so liest man es in den Kommentaren in den sozialen Netzwerken zu diesem Thema - die sich über den Genderwahn echauffieren und sich fragen, ob wir keine anderen Probleme hätten, als nun eine extra Toilette einzuführen und die korrekte Schreibweise bei Stellenausschreibungen u.ä. zu verwenden.
Ich fand die Diskussion um dieses Thema ganz interessant, weil ja in dem AKK-Thread die Meinungen recht konträr hierzu sind. Jetzt werden viele sagen, dass dies doch was ganz anderes sei und, dass es hier doch nur um Fasching, die Kinder und die Lust am Verkleiden ginge. Finde ich aber nicht. Denn bei beiden Angelegenheiten geht es letztlich um die Rücksichtnahme von Minderheiten. Wer wie viel abkann, bis die Schmerzgrenze erreicht ist, definiert jeder selbst und die gilt es zu respektieren.
Wenn ich selbst nicht davon betroffen bin und ich mich im Recht wäge, sei es aus Tradition, Scheuklappenmentalität oder anfänglichen Desinteresse für das Thema, gehe ich eins, zwei Schritte zurück, denke darüber nach und versuche mich vor allem in die Person hinein zu versetzen, die sich darüber empört. Dann gelingt es mir meist recht schnell, dafür Verständnis aufzubringen. Aber was nützt mein ganzes Verständnis, wenn das Gros der Leute nicht so handelt, denkt und auch nicht bereit ist, sein Handeln zu überdenken. Dann muss ich mich der Masse beugen, denn wir leben in einer Demokratie, und die wird mit der Rücksichtnahme auf jede noch so kleine Minderheit ausser Kraft gesetzt.
Hier ging es jetzt nur um eine "Kleinigkeit", die die allermeisten ziemlich albern finden. Das nächste Mal geht es dann wieder um uns und unsere Belange für mehr Anerkennung in der Gesellschaft, die für Aussenstehende aber ebenfalls als Kleinigkeit abgetan und belächelt wird. Da braucht man sich dann aber nicht über mangelndes Verständnis zu beklagen. Denn woher soll dieses Verständnis auch kommen oder die Fähigkeit selbiges aufzubringen, indem man sich darin übt auf andere und ihre Belange einzugehen. Schliesslich schaffen es ja noch nicht mal diejenigen, die es vehement für sich einfordern.
Ich fand die Diskussion um dieses Thema ganz interessant, weil ja in dem AKK-Thread die Meinungen recht konträr hierzu sind. Jetzt werden viele sagen, dass dies doch was ganz anderes sei und, dass es hier doch nur um Fasching, die Kinder und die Lust am Verkleiden ginge. Finde ich aber nicht. Denn bei beiden Angelegenheiten geht es letztlich um die Rücksichtnahme von Minderheiten. Wer wie viel abkann, bis die Schmerzgrenze erreicht ist, definiert jeder selbst und die gilt es zu respektieren.
Wenn ich selbst nicht davon betroffen bin und ich mich im Recht wäge, sei es aus Tradition, Scheuklappenmentalität oder anfänglichen Desinteresse für das Thema, gehe ich eins, zwei Schritte zurück, denke darüber nach und versuche mich vor allem in die Person hinein zu versetzen, die sich darüber empört. Dann gelingt es mir meist recht schnell, dafür Verständnis aufzubringen. Aber was nützt mein ganzes Verständnis, wenn das Gros der Leute nicht so handelt, denkt und auch nicht bereit ist, sein Handeln zu überdenken. Dann muss ich mich der Masse beugen, denn wir leben in einer Demokratie, und die wird mit der Rücksichtnahme auf jede noch so kleine Minderheit ausser Kraft gesetzt.
Hier ging es jetzt nur um eine "Kleinigkeit", die die allermeisten ziemlich albern finden. Das nächste Mal geht es dann wieder um uns und unsere Belange für mehr Anerkennung in der Gesellschaft, die für Aussenstehende aber ebenfalls als Kleinigkeit abgetan und belächelt wird. Da braucht man sich dann aber nicht über mangelndes Verständnis zu beklagen. Denn woher soll dieses Verständnis auch kommen oder die Fähigkeit selbiges aufzubringen, indem man sich darin übt auf andere und ihre Belange einzugehen. Schliesslich schaffen es ja noch nicht mal diejenigen, die es vehement für sich einfordern.
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Re: Politisch korrekter Fasching
Ich habe das PDF gelesen ...Svetlana L hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 07:29 Irgendwie kommt dieses Thema jedes Jahr um diese Zeit wieder hoch
Hier in Berlin gibt es die "Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, die bereits Anfang 2016 eine Broschüre zu dem Thema herausgegeben haben: KiDs aktuell - Fasching vorurteilsbewusst feiern
Da schreibt man u.a.:
und dann weiter:Der Druck auf Kinder, sich eindeutig als Junge oder Mädchen zu definieren und dies durch entsprechendes Aussehen und Verhalten zu unterstreichen, ist hoch. Das zeigt sich unter anderem an Fasching.
Bitte was? Piratin ist also okay, obwohl es auch den Stereotyp "Pirat" bedient, aber ein Junge als Meerjungfrau ist offensichtlich falsch. Warum? Etwa, weil sonst der Sterotyp "Geschlecht" ins Spiel kommt?! Aber gleichzeitig wird Druck ausgeübt, sich eindeutig als Junge zu definieren. - Geht gar nicht!Das ist gut für Kinder, die sich in der ihnen zugeschriebenen Geschlechterrolle unwohl fühlen, und eröffnet auch allen anderen Spielräume. Dass es Piratinnen und Meerjungmänner geben kann, braucht manchmal eine Ermutigung durch Erwachsene.
Ich frage mich, wo da die Political Correctness bleibt?! Süßigkeiten und Chips sind doch ungesund, und Raum-Deko ist endeutig vermeidbarer Müll. - Also bitte!Februar ist Faschingszeit! Viele Kinder lieben es, sich zu verkleiden, und das Faschingsfest mit seinen Kostümierungen, der besonderen Raum-Deko, Süßigkeiten und Chips ist ein beliebtes Highlight im Kita- und Grundschul-Alltag.
Und was soll das ... Verherrlichung von Waffen?!Und zur Fee passen Pfeil und Bogen eigentlich ganz gut.
Also wenn man schon den Sterotyp den Indianers bekämpfen will, warum wird dann nicht darum gekämpft, die Winnetou-Filme mit Pierre Brice zu verbieten und öffentliche Verbrennungen der Bücher von Karl May veranstaltet?!Svetlana L hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 07:29 Darin ist beispielsweise auch die Aussage eines Navajo-Mädchens zu finden: [...]
Warum versucht man statt dessen, die Kinder zu gängeln? Etwa, weil die leichter zu beeinflussen sind?
Das bin ich auch. Mit meinen obigen Auszügen und Anmerkungen wollte ich lediglich durch Überzeichnung aufzeigen, wie schnell man übers Ziel hinaus schießt, und dass die Grenze zum Absurden im Grunde bereits deutlich überschritten ist.Svetlana L hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 07:29 Ich geb's zu, ich bin bei dem Thema zwiegespalten.
Es ist eine Sache, den Kindern Positives vorzuleben, beispielsweise ihnen zu zeigen, dass es mehr als Jungs und Mädchen oder Vater-Mutter-Kind gibt.
Doch mit solch übertrieben gutmeinenden Aktionen ruft man die konservativen Gegner auf die Bühne und liefert ihnen auch noch die Munition, mit der man beschossen wird.
Dafür lässt man die unbeteiligte Masse, die man vielleicht glaubte, auf diese Weise erreichen zu können, und die den verwinkelten Denkwegen der gutmeinenden Aktivisten nicht mehr folgen kann, ratlos zurück.
Sie schaut am Ende nur kopfschüttelnd drein, und klatscht den Konservativen Beifall.
Oder kurz gesagt: Das Gegenteil von "gut getan" ist "gut gemeint".
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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lexes
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Re: Politisch korrekter Fasching
evacampelli hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 16:57Das ist jetzt aber Plöd!lexes hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 16:11 Und jetzt dürft Ihr mich gerne zerfleischen ... lasst es raus . viel Spaß
Du gibst einem ja gar keinen Aufhänger für den Fleischhake, Lexi.
Ausser vielleicht den das Du angeblich auch ohne Karnevall leben könntest.
Nehm ich Dir bei der Begeisterung für Dein Ritterkostüm nicht ab.
"Fastelovend" ist immer derb und unkorrekt gewesen und soll es auch bleiben sonst ist er tod (-langweilig).
Ärgerlich ist die Politikermasche auch diesen Anlass für ihr Selbstdarstellung zu vergewaltigen.
Kostüme generell ( insbes. selbst gemacht ) finde ich absolut klasse
Seit mein Sohn 2 ist gehen wir zusammen zur ComicCon... Du solltest uns da mal sehen
Danke für den netten Kommentar
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lexes
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Re: Politisch korrekter Fasching
Liebe Ari ... ich finde das sehr gut geschrieben und verstehe Deine Logik / Denkweise dahinte ... besonders im letzten Abschnitt ...Aria hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 19:55 Nun, die hier vorherrschende Meinung scheint sich ganz gut mit dem Gros der deutschen Bevölkerung zu deckeln. Dieses Gros der Leute ist es auch - so liest man es in den Kommentaren in den sozialen Netzwerken zu diesem Thema - die sich über den Genderwahn echauffieren und sich fragen, ob wir keine anderen Probleme hätten, als nun eine extra Toilette einzuführen und die korrekte Schreibweise bei Stellenausschreibungen u.ä. zu verwenden.
Ich fand die Diskussion um dieses Thema ganz interessant, weil ja in dem AKK-Thread die Meinungen recht konträr hierzu sind. Jetzt werden viele sagen, dass dies doch was ganz anderes sei und, dass es hier doch nur um Fasching, die Kinder und die Lust am Verkleiden ginge. Finde ich aber nicht. Denn bei beiden Angelegenheiten geht es letztlich um die Rücksichtnahme von Minderheiten. Wer wie viel abkann, bis die Schmerzgrenze erreicht ist, definiert jeder selbst und die gilt es zu respektieren.
Wenn ich selbst nicht davon betroffen bin und ich mich im Recht wäge, sei es aus Tradition, Scheuklappenmentalität oder anfänglichen Desinteresse für das Thema, gehe ich eins, zwei Schritte zurück, denke darüber nach und versuche mich vor allem in die Person hinein zu versetzen, die sich darüber empört. Dann gelingt es mir meist recht schnell, dafür Verständnis aufzubringen. Aber was nützt mein ganzes Verständnis, wenn das Gros der Leute nicht so handelt, denkt und auch nicht bereit ist, sein Handeln zu überdenken. Dann muss ich mich der Masse beugen, denn wir leben in einer Demokratie, und die wird mit der Rücksichtnahme auf jede noch so kleine Minderheit ausser Kraft gesetzt.
Hier ging es jetzt nur um eine "Kleinigkeit", die die allermeisten ziemlich albern finden. Das nächste Mal geht es dann wieder um uns und unsere Belange für mehr Anerkennung in der Gesellschaft, die für Aussenstehende aber ebenfalls als Kleinigkeit abgetan und belächelt wird. Da braucht man sich dann aber nicht über mangelndes Verständnis zu beklagen. Denn woher soll dieses Verständnis auch kommen oder die Fähigkeit selbiges aufzubringen, indem man sich darin übt auf andere und ihre Belange einzugehen. Schliesslich schaffen es ja noch nicht mal diejenigen, die es vehement für sich einfordern.
ich denke aber tatsächlich das es zwei versch. Paar Schuhe sind. Und Du darfst mir glauben : Diskriminierung liegt mir so fern wie wenige andere Sachen...
Und ja , ich wünsche mir mehr Akzeptanz / Toleranz und Verständnis unter den Leuten... und natürlich muss das früh in die Köpfe von Kids implantiert werden um später verinnerlicht zu sein. Ich bezweifle aber das ein Indianer-Verbot auf den Geist eines 3-Jährigen einen "liberale-Gedanken-fördernden" Einfluss hat. Aber da kann ich auch falsch liegen .., wer weiß das ?
Das man Cowboys bei Jungs kritisiert und nur Meerjungmänner "super" findet ist aber sicher und ohne Spielraum für Kritik unhaltbar..
Wie dem auch sei ...
Danke für den Beitrag und Danke das Du Dir (wiederholt) die Mühe gemacht hast auch die andere Seite der Medallie zu beleuchten. Danke auch für die klaren Worte und die Zusammenfassung im letzten Post.. es braucht Eier(Stöcke)
Deswegen mögen wir Dich ... mach bitte weiter so
Lexi
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Re: Politisch korrekter Fasching
Huhu alle!
Kindern zu verbieten sich als Indianer an Karneval zu verkleiden ist meiner Meinung nach einfach der falsche weg.
Ich bin auch ganz sicher nicht für Diskriminierung.
Ebenso empfinde ich
Es sind genau solche Aussagen die die "Gegner" auf den Plan rufen. Außerdem empfinde ich nicht dass das Groß der deutschen Bevölkerung diese Meinung teilt.
Ich wurde bei keinem meiner Ausflüge bisher von der Damentoilette geworfen, ob wohl ich da biologisch gesehen nichts zu suchen habe, weder offensiv angegangen und ich bin sicher schon an tausenden Leuten vorbei gegangen.
Die Leute in den Kommentarspalten mögen vielleicht die lautesten sein, aber ich sehe sie nicht als die Mehrheit.
Eine Mehrheit macht man draus in dem man den schweigenden Anteil, welcher durchaus zu einem Dialog bereit gewesen wäre, mit solcher Argumentation in die selbe Ecke drängt.
Durch Verbote wird man beim Thema Diskriminierung und Rassismus nicht viel erreichen. Dafür bedarf es einen Dialog aller Beteiligten um am Ende ein Maß an Verständnis ALLER Beteiligten zu erzeugen.
Als Beispiel habe ich mal ein Party Video gesehen. Dort sieht man zwei Freunde, einen farbigen und einen weißen. Beide bekommen je einen Eimer gereicht. Der farbige bekommt Mehl und der weiße sowas wie Kohlenstaub. Beide kippen sich den Eimer über ihren Köpfen aus und haben Spaß dabei, es soll ein Partygag sein. Der farbige ist dann weiß und der weiße schwarz. Beide feiern und freuen sich.
Wieso kann es nicht so sein? Wieso können wir nicht einfach gemeinsam son Quatsch machen und uns gemeinsam freuen?
Voraussetzung hierfür ist natürlich das der eine nicht glaubt der andere machts um ihn zu verhöhnen und der andere es auch tatsächlich nicht deswegen tut.
Diese Voraussetzung erreicht man aber nicht in dem man dem einen verbietet sein Gesicht schwarz anzumalen. Sondern in dem alle Beteiligten in einen Dialog bringt damit endlich mal alle kapieren dass wir alle einfach Menschen sind und der eine nicht mehr oder weniger wert als der Andere!
Genauso hätte man das in der Kita machen müssen.
Anstatt ein plumpes "Verbot" auszusprechen, hätte man doch mit den Kindern und Eltern vorab einen Indianer Abend machen können.
Man läd einen Nachfahren der Ureinwohner Amerikas ein, schafft eine für diese Epoche traditionelle Umgebung. Dieser jemand hätte dann kindgerecht und spielerisch etwas über die Geschichte seines Volkes erzählen können und auch mit Klischees und Unwahrheiten aufräumen. Im Zuge diese Abends hätten dann die Kinder sich evtl traditions gerecht verkleiden können.
So hätte man Kinder und Eltern zum nachdenken sensibilisieren können, aber nicht mit "du darfst nicht"
Durch Verbote wird es keine Nachhaltigkeit geben. Damit formen wir nur einen Käfig in dem sich dann irgendwann tatsächlich das Groß der Bevölkerung eingesperrt fühlt. Woraus sich unausweislich Widerstand ergeben wird.
Nachhaltigkeit kann nur durch Verständnis erzeugt werden.
LG Rabea
Kindern zu verbieten sich als Indianer an Karneval zu verkleiden ist meiner Meinung nach einfach der falsche weg.
Ich bin auch ganz sicher nicht für Diskriminierung.
Ebenso empfinde ich
Solche argumentationen ebenso als den falschen Weg.Nun, die hier vorherrschende Meinung scheint sich ganz gut mit dem Gros der deutschen Bevölkerung zu deckeln. Dieses Gros der Leute ist es auch - so liest man es in den Kommentaren in den sozialen Netzwerken zu diesem Thema - die sich über den Genderwahn echauffieren und sich fragen, ob wir keine anderen Probleme hätten, als nun eine extra Toilette einzuführen und die korrekte Schreibweise bei Stellenausschreibungen u.ä. zu verwenden.-
Es sind genau solche Aussagen die die "Gegner" auf den Plan rufen. Außerdem empfinde ich nicht dass das Groß der deutschen Bevölkerung diese Meinung teilt.
Ich wurde bei keinem meiner Ausflüge bisher von der Damentoilette geworfen, ob wohl ich da biologisch gesehen nichts zu suchen habe, weder offensiv angegangen und ich bin sicher schon an tausenden Leuten vorbei gegangen.
Die Leute in den Kommentarspalten mögen vielleicht die lautesten sein, aber ich sehe sie nicht als die Mehrheit.
Eine Mehrheit macht man draus in dem man den schweigenden Anteil, welcher durchaus zu einem Dialog bereit gewesen wäre, mit solcher Argumentation in die selbe Ecke drängt.
Durch Verbote wird man beim Thema Diskriminierung und Rassismus nicht viel erreichen. Dafür bedarf es einen Dialog aller Beteiligten um am Ende ein Maß an Verständnis ALLER Beteiligten zu erzeugen.
Als Beispiel habe ich mal ein Party Video gesehen. Dort sieht man zwei Freunde, einen farbigen und einen weißen. Beide bekommen je einen Eimer gereicht. Der farbige bekommt Mehl und der weiße sowas wie Kohlenstaub. Beide kippen sich den Eimer über ihren Köpfen aus und haben Spaß dabei, es soll ein Partygag sein. Der farbige ist dann weiß und der weiße schwarz. Beide feiern und freuen sich.
Wieso kann es nicht so sein? Wieso können wir nicht einfach gemeinsam son Quatsch machen und uns gemeinsam freuen?
Voraussetzung hierfür ist natürlich das der eine nicht glaubt der andere machts um ihn zu verhöhnen und der andere es auch tatsächlich nicht deswegen tut.
Diese Voraussetzung erreicht man aber nicht in dem man dem einen verbietet sein Gesicht schwarz anzumalen. Sondern in dem alle Beteiligten in einen Dialog bringt damit endlich mal alle kapieren dass wir alle einfach Menschen sind und der eine nicht mehr oder weniger wert als der Andere!
Genauso hätte man das in der Kita machen müssen.
Anstatt ein plumpes "Verbot" auszusprechen, hätte man doch mit den Kindern und Eltern vorab einen Indianer Abend machen können.
Man läd einen Nachfahren der Ureinwohner Amerikas ein, schafft eine für diese Epoche traditionelle Umgebung. Dieser jemand hätte dann kindgerecht und spielerisch etwas über die Geschichte seines Volkes erzählen können und auch mit Klischees und Unwahrheiten aufräumen. Im Zuge diese Abends hätten dann die Kinder sich evtl traditions gerecht verkleiden können.
So hätte man Kinder und Eltern zum nachdenken sensibilisieren können, aber nicht mit "du darfst nicht"
Durch Verbote wird es keine Nachhaltigkeit geben. Damit formen wir nur einen Käfig in dem sich dann irgendwann tatsächlich das Groß der Bevölkerung eingesperrt fühlt. Woraus sich unausweislich Widerstand ergeben wird.
Nachhaltigkeit kann nur durch Verständnis erzeugt werden.
LG Rabea