Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby - # 2
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Marie-Elle
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Ich hoffe, dass ich mit meinem folgenden Text nicht schon einen Schritt weiter beschreibe? Dass es dir nur um die optische Signalwirkung geht?
Bzgl. Signalwirkung: Wie werden die Signal auf der Gegenseite wahrgenommen? Wenn überhaupt ein Treffen (Date) zustande kommt, wie verhalte ich mich dort, was sende ich für Signale, geht es weiter oder war es das dann?
Ich habe folgendes Buch mit einem etwas außergewöhnlichem Titel gefunden: "Liebeskummer ist ein A********, nie wieder Fuckboys" von Senna Gammour. ISBN 978-3-548-06051-4
Es ist lustig geschrieben, man kommt oft zum Lachen, aber zeigt vielleicht auch auf, warum aus einem Treffen nichts geworden ist, was kann ich nächstes Mal besser/anders machen (geht dies überhaupt?)? Was erwarten Frauen und was wird positiv interpretiert, was wirkt abschreckend.
(Als Frau, die eine Frau sucht, passen die beschriebenen Vorgänge immer auf beide Seiten, was wird von mir erwartet, was kann/soll ich erwarten)
Es werden Männer auch nach Verhalten charakterisiert. Z.B. habe ich mich schon etwas in "ME, MYSELF AND I" wiedergefunden.
Früher hatte ich eher das Problem, dass ich gar nichts gesagt habe. Jetzt rede ich zwar viel mehr, aber erzähle ich nicht nur über meine Themen?
Erzähle ich, von dem, was ich erlebt habe, von meiner Transition, wo es hingehen soll? Wirkt auf Dauer vermutlich eher langweilig auf die Person gegenüber, auch wenn ich es selbst interessant finde.
Nach den Themen des Partners fragen! Was sie/er so macht/fühlt/denkt? Lasse ich meine Themen erst einmal ganz weg
und lass dem Gegenüber die Kontrolle? Nur wenn es nicht weiter geht, der Redefluss stockt, welche Themen dann? Arbeit, Urlaub, Hobbies...?
Wenn ich an ein Treffen zurückdenke, muss ich sagen, dass ich vermutlich mein ganzes Leben ausgebreitet habe, aber was habe ich erfahren?
Ich habe mir vorgenommen, dass ich diesen Weg dringend überdenken und anders machen muss.
Bzgl. Signalwirkung: Wie werden die Signal auf der Gegenseite wahrgenommen? Wenn überhaupt ein Treffen (Date) zustande kommt, wie verhalte ich mich dort, was sende ich für Signale, geht es weiter oder war es das dann?
Ich habe folgendes Buch mit einem etwas außergewöhnlichem Titel gefunden: "Liebeskummer ist ein A********, nie wieder Fuckboys" von Senna Gammour. ISBN 978-3-548-06051-4
Es ist lustig geschrieben, man kommt oft zum Lachen, aber zeigt vielleicht auch auf, warum aus einem Treffen nichts geworden ist, was kann ich nächstes Mal besser/anders machen (geht dies überhaupt?)? Was erwarten Frauen und was wird positiv interpretiert, was wirkt abschreckend.
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Es werden Männer auch nach Verhalten charakterisiert. Z.B. habe ich mich schon etwas in "ME, MYSELF AND I" wiedergefunden.
Früher hatte ich eher das Problem, dass ich gar nichts gesagt habe. Jetzt rede ich zwar viel mehr, aber erzähle ich nicht nur über meine Themen?
Erzähle ich, von dem, was ich erlebt habe, von meiner Transition, wo es hingehen soll? Wirkt auf Dauer vermutlich eher langweilig auf die Person gegenüber, auch wenn ich es selbst interessant finde.
Nach den Themen des Partners fragen! Was sie/er so macht/fühlt/denkt? Lasse ich meine Themen erst einmal ganz weg
und lass dem Gegenüber die Kontrolle? Nur wenn es nicht weiter geht, der Redefluss stockt, welche Themen dann? Arbeit, Urlaub, Hobbies...?
Wenn ich an ein Treffen zurückdenke, muss ich sagen, dass ich vermutlich mein ganzes Leben ausgebreitet habe, aber was habe ich erfahren?
Ich habe mir vorgenommen, dass ich diesen Weg dringend überdenken und anders machen muss.
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Nicole Fritz
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Hallo,
ich bedanke mich jetzt erst einmal bei allen für die ausführlichen Antworten. Wenn ich jetzt versuche so eine Art Mittelwert aus den verschiedenen Aspekten zu bilden, denke ich, dass ich im Prinzip bereits auf dem richtigen Weg bin. So eine Art Drag-Queen, wie sie wohl fast jeder CD/TV am Anfang darzustellen versucht, zeige ich nicht öffentlich. Mit solchen zog ich letzten Sommer beim CSD bei einer Demo durch Koblenz. Ich wirkte gegen sie wie eine graue Maus oder eine alte Oma, die sich zu den jungen Lesben gesellte.
Wenn jetzt Brüste das zentrale Signal sein sollen, würde es für einen ersten Einruck sicherlich ausreichen Silikonbrüste zu tragen. Bei Wally wurde es ja erst problematisch, wenn es intim wurde. Sonst signalisiere ich mit meiner Kleidung eindeutig: Ein normaler oder richtiger Mann bin ich nicht. Und wäre mein Passing perfekt, hätte ich bei Lesben-Treffen wahrscheinlich zunächst Erfolg, der dann beim näheren Kennenlernen zur Enttäuschung würde.
Typische Signale gibt es nur für die typischen Rollen. Früher zeigte ich diese für die Rolle als Mann. Damit waren sie falsch und brachten mich mit den falschen Frauen zusammen. Offensichtlich kleide ich mich jetzt - zumindest auf den Fotos, die ich in Internet stelle - als biologischer Mann so weiblich, dass sich schwule Männer für mich interessieren. Eine insgesamt weiblichere Erscheinung infolge einer HET könnte da Abhilfe schaffen - ähnlich wie die Brüste bei Wally. Aber eigentlich reicht es doch, wenn ich diesen Männern einfach sage, dass sie bei mir falsch liegen.
Der langen Rede kurzer Sinn: Da ich in keine typische Rolle passe, gibt es auch keine typischen Signale, die ich aussenden könnte oder sollte. In diesem Sinne wäre es wohl am besten, mich einfach als Enby so zu zeigen wie ich bin: also ähnlich wie auf diesem Foto - irgend etwas zwischen Mann und Frau.
Liebe Grüße
Nicole
ich bedanke mich jetzt erst einmal bei allen für die ausführlichen Antworten. Wenn ich jetzt versuche so eine Art Mittelwert aus den verschiedenen Aspekten zu bilden, denke ich, dass ich im Prinzip bereits auf dem richtigen Weg bin. So eine Art Drag-Queen, wie sie wohl fast jeder CD/TV am Anfang darzustellen versucht, zeige ich nicht öffentlich. Mit solchen zog ich letzten Sommer beim CSD bei einer Demo durch Koblenz. Ich wirkte gegen sie wie eine graue Maus oder eine alte Oma, die sich zu den jungen Lesben gesellte.
Wenn jetzt Brüste das zentrale Signal sein sollen, würde es für einen ersten Einruck sicherlich ausreichen Silikonbrüste zu tragen. Bei Wally wurde es ja erst problematisch, wenn es intim wurde. Sonst signalisiere ich mit meiner Kleidung eindeutig: Ein normaler oder richtiger Mann bin ich nicht. Und wäre mein Passing perfekt, hätte ich bei Lesben-Treffen wahrscheinlich zunächst Erfolg, der dann beim näheren Kennenlernen zur Enttäuschung würde.
Typische Signale gibt es nur für die typischen Rollen. Früher zeigte ich diese für die Rolle als Mann. Damit waren sie falsch und brachten mich mit den falschen Frauen zusammen. Offensichtlich kleide ich mich jetzt - zumindest auf den Fotos, die ich in Internet stelle - als biologischer Mann so weiblich, dass sich schwule Männer für mich interessieren. Eine insgesamt weiblichere Erscheinung infolge einer HET könnte da Abhilfe schaffen - ähnlich wie die Brüste bei Wally. Aber eigentlich reicht es doch, wenn ich diesen Männern einfach sage, dass sie bei mir falsch liegen.
Der langen Rede kurzer Sinn: Da ich in keine typische Rolle passe, gibt es auch keine typischen Signale, die ich aussenden könnte oder sollte. In diesem Sinne wäre es wohl am besten, mich einfach als Enby so zu zeigen wie ich bin: also ähnlich wie auf diesem Foto - irgend etwas zwischen Mann und Frau.
Liebe Grüße
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Genau das empfinde ich als absolut richtig.Nicole Doll hat geschrieben: Sa 2. Mär 2019, 11:29 Der langen Rede kurzer Sinn: Da ich in keine typische Rolle passe, gibt es auch keine typischen Signale, die ich aussenden könnte oder sollte. In diesem Sinne wäre es wohl am besten, mich einfach als Enby so zu zeigen wie ich bin: also ähnlich wie auf diesem Foto - irgend etwas zwischen Mann und Frau.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Ich hab den Thread jetzt nicht ganz gelesen, teilweise nur überflogen weil ich etwas in Eile bin. Also sorry falls ich irgendwas sag, was schon geschrieben wurde.
1) Wenn du jemanden für eine Beziehung suchst und nicht nur für eine Nacht musst du immer du selbst sein. Mit allen Ecken und Kanten und mit allem was dich einzigartig macht. Ansonsten kommt nach ein paar Monaten der heftige Krach und die Trennung. Also sei wer du bist, zeig wer du bist und sei stolz darauf, den das darfst du sein!
2) Wenn du Enby bist und eine Frau suchst, warum dann eine lesbische? Such eine Frau die bi ist, den die interessiert sich für deinen männlichen und weiblichen Teil. Oder noch besser, such eine Frau die pansexuell ist, den die interessiert sich für dich, den Menschen, und nicht für Geschlechtsmerkmale.
Liebe Grüße
1) Wenn du jemanden für eine Beziehung suchst und nicht nur für eine Nacht musst du immer du selbst sein. Mit allen Ecken und Kanten und mit allem was dich einzigartig macht. Ansonsten kommt nach ein paar Monaten der heftige Krach und die Trennung. Also sei wer du bist, zeig wer du bist und sei stolz darauf, den das darfst du sein!
2) Wenn du Enby bist und eine Frau suchst, warum dann eine lesbische? Such eine Frau die bi ist, den die interessiert sich für deinen männlichen und weiblichen Teil. Oder noch besser, such eine Frau die pansexuell ist, den die interessiert sich für dich, den Menschen, und nicht für Geschlechtsmerkmale.
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Andrea aus Sachsen
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
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Für Menschen, die bezüglich Ausstrahlung wenig bis gar nichts zu bieten haben, sind all diese Ratschläge dagegen wertlos. Was soll zum Beispiel einer mit Tipps anfangen, wie man eine Frau am besten anspricht, der im entscheidenden Moment sowieso kein Wort herausbekommt oder bei dessen irgendwie abschreckendem Erscheinungsbild Frauen ohnehin den Rückzug antreten, egal, was der Betreffende sagt. Da es so nie zu einem Date kommt, helfen auch die besten Tipps hierzu nicht weiter.
Ich selbst musste all das in meiner Jugend und im jungen Erwachsenenalter erleben. Gut gemeinte Ratschläge, die ich von verschiedenen Seiten bekam oder irgendwo las, kamen mir etwa so vor, als würde man einem Blinden den Rat geben, doch mal genauer hinzuschauen. Später, als es über Anzeigen oder Partnervermittlungen gelegentlich doch zu persönlichen Begegnungen kam, waren diese meist bereits nach wenigen Minuten zu Ende. Aber auch im Nachhinein konnte ich an meinem Auftreten keine groben Fehler ausmachen, die das ständige Scheitern erklärt hätten.
Bleibt nur die Ausstrahlung, die bei der Partnersuche und auch in vielen anderen Lebenssituationen eine enorme Bedeutung haben muss. Leider konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen, wie und wo Betroffenen in der oben genannten Situation geholfen werden kann. Ich denke aber, dass das nicht mit Hilfe von Büchern oder dem Internet geht, sondern womöglich nur durch fachkundige Therapeuten.
Ich habe das Buch nicht gelesen, befürchte aber, (bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liege) dass die darin enthaltenen Tipps und Hinweise nur für Menschen mit einer durchschnittlichen bis guten Ausstrahlung gelten. Diesen Mangel musste ich in allen Ratgebern zur Partnersuche, die ich im Internet, in Zeitschriften oder sonst wo fand, feststellen.Marie-Elle hat geschrieben: Mi 27. Feb 2019, 06:48 Ich habe folgendes Buch mit einem etwas außergewöhnlichem Titel gefunden: "Liebeskummer ist ein A********, nie wieder Fuckboys" von Senna Gammour. ISBN 978-3-548-06051-4
Es ist lustig geschrieben, man kommt oft zum Lachen, aber zeigt vielleicht auch auf, warum aus einem Treffen nichts geworden ist, was kann ich nächstes Mal besser/anders machen (geht dies überhaupt?)?
Für Menschen, die bezüglich Ausstrahlung wenig bis gar nichts zu bieten haben, sind all diese Ratschläge dagegen wertlos. Was soll zum Beispiel einer mit Tipps anfangen, wie man eine Frau am besten anspricht, der im entscheidenden Moment sowieso kein Wort herausbekommt oder bei dessen irgendwie abschreckendem Erscheinungsbild Frauen ohnehin den Rückzug antreten, egal, was der Betreffende sagt. Da es so nie zu einem Date kommt, helfen auch die besten Tipps hierzu nicht weiter.
Ich selbst musste all das in meiner Jugend und im jungen Erwachsenenalter erleben. Gut gemeinte Ratschläge, die ich von verschiedenen Seiten bekam oder irgendwo las, kamen mir etwa so vor, als würde man einem Blinden den Rat geben, doch mal genauer hinzuschauen. Später, als es über Anzeigen oder Partnervermittlungen gelegentlich doch zu persönlichen Begegnungen kam, waren diese meist bereits nach wenigen Minuten zu Ende. Aber auch im Nachhinein konnte ich an meinem Auftreten keine groben Fehler ausmachen, die das ständige Scheitern erklärt hätten.
Bleibt nur die Ausstrahlung, die bei der Partnersuche und auch in vielen anderen Lebenssituationen eine enorme Bedeutung haben muss. Leider konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen, wie und wo Betroffenen in der oben genannten Situation geholfen werden kann. Ich denke aber, dass das nicht mit Hilfe von Büchern oder dem Internet geht, sondern womöglich nur durch fachkundige Therapeuten.
Viele Grüße
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Ich denke es ist die Situation selber, die das Scheitern verursacht.
Um sich auf jemanden einzulassen muss man etwas in demjenigen sehen, auf das man sich einlassen möchte. Wenn du also reich, berühmt oder schön bist hast du gute Karten.
Vielen aber fehlt dieses "Zugpferd" und bis der eigene Charakter zum tragen kommt ist das Date schon lange vorbei.
Deshalb denke ich so ein Date ist die schlechteste Möglichkeit einen in Frage kommenden Partner zu finden, wenn man nicht irgendwas an sich hat, auf das dieser "voll abfährt".
Bei einem Date ist man nervös, versucht alles mögliche und unmögliche richtig zu machen und sich möglichst gut darzustellen. Lernt man jedoch jemanden in einem anderen Zusammenhang kennen, egal ob man über eine Oper, den Supermarkt oder irgendein Hobby redet, fällt das alles weg und man gibt sich wie man eben ist. Dann hat man gelegenheit echte Symphatie zu entwickeln.
Deswegen bin ich der Meinung das es die Suche nach einem Partner ist, die das finden verhindert. Klingt vllt paradox, ist aber meine Erfahrung.
Um sich auf jemanden einzulassen muss man etwas in demjenigen sehen, auf das man sich einlassen möchte. Wenn du also reich, berühmt oder schön bist hast du gute Karten.
Vielen aber fehlt dieses "Zugpferd" und bis der eigene Charakter zum tragen kommt ist das Date schon lange vorbei.
Deshalb denke ich so ein Date ist die schlechteste Möglichkeit einen in Frage kommenden Partner zu finden, wenn man nicht irgendwas an sich hat, auf das dieser "voll abfährt".
Bei einem Date ist man nervös, versucht alles mögliche und unmögliche richtig zu machen und sich möglichst gut darzustellen. Lernt man jedoch jemanden in einem anderen Zusammenhang kennen, egal ob man über eine Oper, den Supermarkt oder irgendein Hobby redet, fällt das alles weg und man gibt sich wie man eben ist. Dann hat man gelegenheit echte Symphatie zu entwickeln.
Deswegen bin ich der Meinung das es die Suche nach einem Partner ist, die das finden verhindert. Klingt vllt paradox, ist aber meine Erfahrung.
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Hallo Andrea und Marie-Elle,
den Wert der meisten solcher Ratgeber messe ich inzwischen in Joule oder Kilowattstunden (die Energie, die bei deren Verbrennung frei wird). Das hält mich aber paradoxerweise nicht davon ab, selbst solche zu schreiben. Dabei bin ich natürlich unheimlich schlau und vermeide die Fehler, die die meisten anderen machen.
In der Rolle als Mann habe ich eine immer stärker werdende Sozialphobie entwickelt. Da gibt es ein logisch nicht erklärbares unangenehmes Gefühl, dass umso stärker wird, je mehr Menschen um mich herum sind, zu denen ich kein vertrautes Verhältnis habe. Also präsentiere ich mich unterbewusst abweisend. Das bessert sich zwar mit steigendem Alkoholpegel, aber schließlich will mit einem Besoffenen keiner etwas zu tun haben, wenn er nicht selbst auch besoffen ist. Statt jemanden kennen zu lernen schließe ich mich so also dem Club der anonymen Alkoholiker an.
In der Rolle als Frau ist jetzt der Druck weg irgendwo hinein passen zu müssen oder zu wollen. Von den alten, Jahrzehnte lang geübten, Verhaltensmustern komme ich aber nur ganz langsam weg. Ich bin ich auch nicht wirklich die Frau, die ich nun zu zeigen versuche, sondern ein Mensch, der kein Mann mehr sein will, aber weiß, dass aus ihm auch nie eine richtige Frau werden kann - androgyn, nicht-binär oder was auch immer. Und ich denke jetzt, ich komme nur weiter, wenn ich es irgendwie schaffe unter die Leute zu gehen und diesen Menschen selbstbewusst so zu präsentieren wie er ist.
Liebe Grüße
Nicole
den Wert der meisten solcher Ratgeber messe ich inzwischen in Joule oder Kilowattstunden (die Energie, die bei deren Verbrennung frei wird). Das hält mich aber paradoxerweise nicht davon ab, selbst solche zu schreiben. Dabei bin ich natürlich unheimlich schlau und vermeide die Fehler, die die meisten anderen machen.
In der Rolle als Mann habe ich eine immer stärker werdende Sozialphobie entwickelt. Da gibt es ein logisch nicht erklärbares unangenehmes Gefühl, dass umso stärker wird, je mehr Menschen um mich herum sind, zu denen ich kein vertrautes Verhältnis habe. Also präsentiere ich mich unterbewusst abweisend. Das bessert sich zwar mit steigendem Alkoholpegel, aber schließlich will mit einem Besoffenen keiner etwas zu tun haben, wenn er nicht selbst auch besoffen ist. Statt jemanden kennen zu lernen schließe ich mich so also dem Club der anonymen Alkoholiker an.
Ich habe bezüglich Psychiatrie und deren "Folterknechte" ein prägendes Erlebnis aus meiner Kindheit. Meine Tante war stark traumatisiert, weil sie in Krieg verschüttet worden war. Das erkannte man aber nicht und erklärte sie für Geisteskrank (Paranoia, Schizophrenie, Wahnvorstellungen). Infolge dessen habe ich panische Angst vor allem, was nur irgendwie mit Psychiatrie zu tun hat. Und darauf kann man kein Vertrauensverhältnis aufbauen. Diese unterbewusste Angst lässt mich einem Psychologen immer nur das erzählen, von dem ich meine, dass es mir Vorteile bringt. Und so hilft es letztlich niemandem.Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 00:34 Ich denke aber, dass das nicht mit Hilfe von Büchern oder dem Internet geht, sondern womöglich nur durch fachkundige Therapeuten.
In der Rolle als Frau ist jetzt der Druck weg irgendwo hinein passen zu müssen oder zu wollen. Von den alten, Jahrzehnte lang geübten, Verhaltensmustern komme ich aber nur ganz langsam weg. Ich bin ich auch nicht wirklich die Frau, die ich nun zu zeigen versuche, sondern ein Mensch, der kein Mann mehr sein will, aber weiß, dass aus ihm auch nie eine richtige Frau werden kann - androgyn, nicht-binär oder was auch immer. Und ich denke jetzt, ich komme nur weiter, wenn ich es irgendwie schaffe unter die Leute zu gehen und diesen Menschen selbstbewusst so zu präsentieren wie er ist.
Liebe Grüße
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
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Allerdings ist auch das ein Ratschlag, der nur denjenigen etwas nützt, denen es dank ihrer Ausstrahlung ohne besonderes Zutun regelmäßig gelingt, Kontakte zu potentiellen Partnern bzw. Partnerinnen zu knüpfen.
Anja hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 11:54 Ich denke, einen Partner findet man eher durch Zufall als durch gezieltes Suchen.
Finden ohne zu suchen! Inwiefern diese Herangehensweise bei der Partnersuche erfolgreich sein kann, vermag ich nicht zu beurteilen. Doch wenn mehrere damit gute Erfahrungen gemacht haben, könnte ja etwas dran sein.Joe95 hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 09:17 Deswegen bin ich der Meinung das es die Suche nach einem Partner ist, die das finden verhindert.
Allerdings ist auch das ein Ratschlag, der nur denjenigen etwas nützt, denen es dank ihrer Ausstrahlung ohne besonderes Zutun regelmäßig gelingt, Kontakte zu potentiellen Partnern bzw. Partnerinnen zu knüpfen.
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Meine total subjektive und bestimmt nicht repräsentative Statistik sagt, dass bei -hm- "Zielgruppen, die durch persönliche Randbedingungen stark begrenzt sind" am besten funktioniert, sich selbst als individuelle Person mit den ganz eigenen Interessen und Qualitäten möglichst unaufdringlich aber weitläufig bekannt zu machen. Der Faktor Ausstrahlung ist schon nicht ganz unwichtig, aber eben Ausstrahlung, nicht unbedingt Model-Körper. Es ist eher die Frage "was bringt deine Augen zum leuchten und wie kannst du das anderen vermitteln". Und das auch indirekt, indem der direkte Bekanntenkreis weiss, wie eins tickt und Kontakte herstellt. Es hilft, häufiger sichtbar zu sein und offen über sich und für andere zu sein.Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 22:59Finden ohne zu suchen! Inwiefern diese Herangehensweise bei der Partnersuche erfolgreich sein kann, vermag ich nicht zu beurteilen. Doch wenn mehrere damit gute Erfahrungen gemacht haben, könnte ja etwas dran sein.
Allerdings ist auch das ein Ratschlag, der nur denjenigen etwas nützt, denen es dank ihrer Ausstrahlung ohne besonderes Zutun regelmäßig gelingt, Kontakte zu potentiellen Partnern bzw. Partnerinnen zu knüpfen.
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Eigentlich ist es ja keine Herangehensweise, sondern eher das Gegenteil. Ich habe einfach aufgehört zu suchen weil ich die Enttäuschungen satt hatte und mich einfach wieder anderen Dingen zuwenden wollte.Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 22:59...Inwiefern diese Herangehensweise bei der Partnersuche erfolgreich sein kann, vermag ich nicht zu beurteilen.
Die brauchen keinen Rat. Es geht ja gerade darum etwas zu tun, bei dem es nicht um potenzielle Partner geht. Geh mit dem Hund raus und lerne andere Hundebesitzer kennen. Geh ins Museum, in die Galerie, auf eine Messe und komme mit anderen interessierten ins Gespräch. Kümmere dich je nach deinen Interessen um Dorfgemeinschaft, Feuerwehr, Vereine oder Kultur und lerne Menschen mit ähnlichen Interessen kennen.Allerdings ist auch das ein Ratschlag, der nur denjenigen etwas nützt, denen es dank ihrer Ausstrahlung ohne besonderes Zutun regelmäßig gelingt, Kontakte zu potentiellen Partnern bzw. Partnerinnen zu knüpfen.
Je größer dein Bekanntenkreis ist um so höher ist die Wahrscheinlichkeit das ein potenzieller Partner darunter ist.
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
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kannst du dir vorstellen, dass es auch Menschen gibt, die genau dazu nicht in der Lage sind. Ich gehörte früher in der männlichen Rolle auch dazu. Unter Menschen zu gehen, war mir ein Graus. Besonders im Freizeitbereich, wenn ich ständig auf Pärchen traf, also auf Menschen, die etwas erreicht hatte, was mir verwehrt blieb. Da fühlte ich mich irgendwie nicht dazugehörig.
Hallo Joe,Joe95 hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 06:44 Geh mit dem Hund raus und lerne andere Hundebesitzer kennen. Geh ins Museum, in die Galerie, auf eine Messe und komme mit anderen interessierten ins Gespräch. Kümmere dich je nach deinen Interessen um Dorfgemeinschaft, Feuerwehr, Vereine oder Kultur und lerne Menschen mit ähnlichen Interessen kennen.
kannst du dir vorstellen, dass es auch Menschen gibt, die genau dazu nicht in der Lage sind. Ich gehörte früher in der männlichen Rolle auch dazu. Unter Menschen zu gehen, war mir ein Graus. Besonders im Freizeitbereich, wenn ich ständig auf Pärchen traf, also auf Menschen, die etwas erreicht hatte, was mir verwehrt blieb. Da fühlte ich mich irgendwie nicht dazugehörig.
Das trifft die Sache schon ganz gut.Jaddy hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 01:40 Meine total subjektive und bestimmt nicht repräsentative Statistik sagt, dass bei -hm- "Zielgruppen, die durch persönliche Randbedingungen stark begrenzt sind" am besten funktioniert, sich selbst als individuelle Person mit den ganz eigenen Interessen und Qualitäten möglichst unaufdringlich aber weitläufig bekannt zu machen. Der Faktor Ausstrahlung ist schon nicht ganz unwichtig, aber eben Ausstrahlung, nicht unbedingt Model-Körper. Es ist eher die Frage "was bringt deine Augen zum leuchten und wie kannst du das anderen vermitteln".
Auf diese Weise hätte ich mir durchaus Unterstützung gewünscht, doch leider traf ich nur auf Menschen, die sich in meine Situation nicht hineinversetzen konnten und nur mit allgemeinen, für mich nicht nutzbaren Ratschlägen kamen.Jaddy hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 01:40 ... indem der direkte Bekanntenkreis weiss, wie eins tickt und Kontakte herstellt.
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Ja, das kann ich. sehr gut sogar.Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 14:51 kannst du dir vorstellen, dass es auch Menschen gibt, die genau dazu nicht in der Lage sind.
Ich sag auch nicht das es einfach ist, denn dann würden wir hier nicht Seitenweise darüber schreiben.
Ein Erfolg ist nicht garantiert, aber es schadet dir auch nicht, also kannst du es doch ruhig mal versuchen. Gehe den Schritt, den du gehen kannst, egal wie klein er ist.
Tut mir leid das ich nix besseres für dich habe.
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Re: Signalwirkung bei der Partnersuche als Enby
Hallo Joe,Joe95 hat geschrieben: Di 5. Mär 2019, 09:17 Ich denke es ist die Situation selber, die das Scheitern verursacht.
Um sich auf jemanden einzulassen muss man etwas in demjenigen sehen, auf das man sich einlassen möchte. Wenn du also reich, berühmt oder schön bist hast du gute Karten.
Vielen aber fehlt dieses "Zugpferd" und bis der eigene Charakter zum tragen kommt ist das Date schon lange vorbei.
Humor, Intelligenz, Empathiefähigkeit, positive Ausstrahlung usw sind Persönlichkeitsmerkmale, die ich sehr (sehr) anziehend finde. Und diese treten schnell zu Tage (oder auch nicht).
Es muss also keineswegs das Hollywood-Lächeln (samt Nasen-Op), die Rolex am Arm oder Berühmtheit (für mich eher ein Ausschlusskriterium) sein, um schnell den Wunsch zu verspüren den anderen wiederzusehen.
Ich kann nichts statistisch untermauertes zur Erfolgsquote von (Blind)Dates sagen. Mein letztes ist fast 13 Jahre her und ziert seit 2017 meinen Ringfinger.
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Genau das scheint das Problem.
Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Mi 6. Mär 2019, 14:51 kannst du dir vorstellen, dass es auch Menschen gibt, die genau dazu nicht in der Lage sind
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