da habt Ihr Euch ganz schön was vorgenommenBienchenUndBlümchen hat geschrieben: Mo 11. Feb 2019, 17:43 egal ob "Vollzeitfrau/-mann" oder "Teilzeitfrau/-mann" usw. Auch diese Art(en) von Identität werden wir aufführen.
Wann immer ich Reportagen sehe oder Berichte lese, fühle ich mich ein wenig unterrepräsentiert. Transidentität scheint mir halbwegs in der Gesellschaft angekommen zu sein, wie Michi ja schon geschrieben hat.
Von den Teilzeitfrauen gehe ich allerdings noch einen Schritt weiter zurück zu den Crossdressern (ja, ich weiß, das leidige Thema mit den Begrifflichkeiten), also per Definition dem anderen Geschlecht zugeschriebene Kleidung zu tragen. Ich würde zum Beispiel liebend gerne Kleider oder Röcke und schöne Oberteile tragen, einfach so im Alltag als Mann. Anziehen, was mir gefällt, ohne dabei nachdenken zu müssen, ob das für einen Mann gerade noch so tragbar ist.
Es wird im Zusammenhang Crossdressing und Teilzeitfrauen immer vom Passing gesprochen, also dem Ziel als Frau wahrgenommen zu werden. Da ich grundsätzlich kein Problem damit habe, ein Mann zu sein, sondern nur damit, was deshalb von mir erwartet wird, dient das Passing für mich eigentlich nur dem Zweck, nicht aus der Ferne schon als Mann im Kleid erkannt zu werden. Es wäre mir im Grunde egal, aus der Nähe sieht man es sowieso, aber ich habe den Eindruck, der mich vielleicht auch täuschen mag, Mann im Kleid erweckt immer noch das größte Aufsehen.
Wenn man in der glücklichen Lage eines ordentliches Passings ist, fällt man sowieso kaum auf. Andernfalls kommt der handelsübliche Passant mit einer Trans*frau, also Frau mit offensichtlichem biologischen Migrationshintergrund besser zurecht, als mit einem Mann, der offensichtlich nicht bestrebt oder bemüht ist, eine Frau zu sein, aber im Kleid daher kommt. Muss zwangsläufig ein Perverser sein