Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"
Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft" - # 5

Lebensplanung, Standorte
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Jasmine
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 61 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Tatjana_59 hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 06:47 .................
Das wichtigste bei allen, wieder einschließlich mir, wir haben uns angenommen und hadern nicht ununterbrochen mit unserem Schicksal nicht als Top Modell durchzugehen.
Auch ich habe mich angenommen wie ich bin und mit fast 55 Jahren weiß ich das ich keine Wunder erwarten kann. Ich gehe realistisch und naturbezogen durch die Welt. Wichtig ist mir im Spiegel die Jasmine zu sehen die ich bin. Viel wichtiger als Äußerlichkeiten ist mir wie ich mich fühle, wie ich empfinde und wie ich denke. Und dies sagt mir ich bin weiblich, allerdings mit ein paar Einschränkungen die mir mein Schöpfer mitgegeben hat. Ich bin wie ich bin - Jasmine und ein Top Modell kann und will ich nicht sein.
Liebe Grüße Jasmine
Cybill
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 62 im Thema

Beitrag von Cybill »

Wenn ich diese Diskussion so lese und mich an andere Beiträge in diesem Forum erinnere, dann stellt sich mir schon gelegentlich die Frage:

Ist in manchen Fällen die Transsexualität nicht ein Symptom einer tieferen Persönlichkeitsstörung?

Wenn ich dann die Leidensgeschichten der "Umkehrer" dann so lese, komme ich zu dem Schluss, dass eine bessere Anamnese in Verbindung mit einer geeigneten Psychotherapie viel Leid hätte verhindern können.

Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Anke
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 63 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo Sternchen

dann schreibe ich mal Klartext.

Deine Probleme resultieren ursächlich nicht daraus, dass die Ergebnisse HRT nicht deinen Erwartungen entsprechen. Deine Probleme kommen daher, dass Du trans bist.

Glaubst Du etwa, dass andere Transfrauen andere Erlebnisse haben? Allein über das Thema Männer könnte ich mittlerweile Bücher füllen. Und da war einiges dabei, was richtig weh getan hat.

Der Punkt ist nur der, dass ich deshalb nicht ständig herumheule und andere für mein ach so großes Elend verantwortlich mache.

Grund dazu hätte ich genug gehabt. Wenn ich allein daran denke, was so alles in meiner Kindheit passiert ist. Abgesehen von sexuellem Missnrauch war da fast alles dabei.

Doch ich habe mich dafür entschieden mich davon nicht klein kriegen zu lassen. Statt zu jammern und den Mond anzuheulen, habe ich lieber die Herausforderung angenommen und gekämpft. Das Glück fällt nur selten vom Himmel, wir müssen drum kämpfen und es uns holen.

Die medizinischen Maßnahmen sind nicht perfekt, bei weitem nicht. Und wer die Augen aufmacht, der kann das auch leicht feststellen. Doch auch mit diesem Wissen waren ein Weiterleben in der Männerrolle oder der Suizid für mich keine Optionen.

Du wirst niemals eine Cis-Frau werden. Mit den zur Verfügung stehenden medizinischen Möglichkeiten kannst Du dem etwas näher kommen, doch spätestens beim Thema Gebährmutter und Eierstöcke ist derzeit Schluss. Und wenn dein Körper bereits viele Jahre durch Testosteron dominiert und gestaltet wurde, ist es naiv zu glauben, dass eine kurze Phase mit Östrogen dies rückgängig macht. Das wird einfach nicht passieren. Deine Knochen werden sich nicht zurückbilden und die meisten Veränderungen treten langsam ein.

Dazu kommt deine persönliche genetische Disposition. Es gibt genug Cis-Frauen mit schmalen Hüften, breiten Schultern oder einem kantigen Gesicht. Warum soll das bei Transfrauen anders sein?

Auch weitere OP"˜s, egal ob im Gesicht oder am Körper werden dir keinen Cis-Frauenkörper bescheeren.

Für diese Realität kann niemand etwas, kein Arzt und auch keine Transorganisation.

Jetzt hast Du die Wahl. Du kannst jammern und im Elend versinken. Oder Du kannst dich der Realität stellen, sie annehmen und versuchen das Beste daraus zu machen. Das liegt nur bei dir.

Wenn Du dich für ersteres entscheidest, wird dir kaum jemand helfen können. Tust Du letzteres, dann wirst Du nicht nur hier im Forum viel Unterstützung bekommen.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

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Joe95
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 64 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Hallo dunkles Sternchen,
ich finde deinen Eingangspost sehr treffende geschrieben, bis auf:
dunkles_sternchen hat geschrieben: Do 21. Feb 2019, 02:15 Wir müssen uns da als "Gemeinschaft" auch mal einig werden
Ich glaube wir sind keine Gemeinschaft, sondern ein Haufen mehr oder weniger egoistischer Personen, die sich zusammengefunden haben, weil sie hoffen ihre Situation verbessern zu können.
Oder bestenfalls weil sie mit ihrer Erfahrung helfen möchten.
dunkles_sternchen hat geschrieben: So 24. Feb 2019, 01:15 Ich möchte da jetzt aber auch konkrete Antwort.
Ich hab nicht alle Beiträge komplett gelesen, hab aber den Eindruck es ist schon entsprechend rüber gekommen. Trotzdem hier nochmal meine Ansicht:

Hormone funktionieren nicht wie ein Medikament, das eine Krankheit heilt, sondern sie sind der Versuch Symptome zu lindern.
Das ist so ähnlich wie früher beim Fernseher. Wenn das Bild schlecht war hat man gegen den Kasten gehauen. Keiner weiß so genau warum oder was, aber meistens hat es geholfen.
Gegen den Kasten hauen macht den Fernseher heile.
Hormone machen den Körper weiblich.
Meistens mehr oder weniger, aber nicht immer.
Die, bei denen es nicht funktioniert, werden gerne ignoriert. Man will ja keine Hoffnungen zerstören.

Nochwas zu mir selbst:
Mir war es überhaupt erst möglich mich als Ts zu sehen, nachdem ich für mich angenommen habe dass ich auch in diesem, so "antifemininen", Körper weiblich sein kann.
Alles, wirklich alles was ich in dieser Hinsicht tue, ist überspitzt gesagt mit dem vergleichbar, was man landläufig eine "Schönheitsoperation" nennt. Wobei ich klarstellen muss das ich dergleichen teilweise für zwingend notwendig erachte.
Die Besuche beim Therapeuten sollen mir helfen mit mir selbst und meiner Umwelt klar zu kommen.
Die Hormone geben mir Hoffnung irgendwann ein wenig weniger maskulin auszusehen, wozu auch die Operationen beitragen sollen.

Egal welche Maßnahme, egal welchen Geschlechts der Patient ist, es dient dazu den Leidensdruck zu lindern und das kann lebensrettend sein.
Deshalb, finde ich, man kann nicht allgemein sagen "das muss Kassenleistung sein oder nicht", sondern man muss fragen "hilft es in unserer Gesellschaft leben zu können?".
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
dunkles_sternchen
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 65 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen »

Anke hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 08:15
Glaubst Du etwa, dass andere Transfrauen andere Erlebnisse haben? Allein über das Thema Männer könnte ich mittlerweile Bücher füllen. Und da war einiges dabei, was richtig weh getan hat.
Der Punkt ist nur der, dass ich deshalb nicht ständig herumheule und andere für mein ach so großes Elend verantwortlich mache.
Ich hatte ja nie einen männlichen Körperbau oder war irgendwas maskulin. Mit bisschen Makeup und einer Perücke bin ich bereits vor der Transition als "Frau durchgegangen". Und mir haben damals sehr, sehr viele Menschen auch gut zugesprochen und meinten "das wird super mit den Hormonen" - das hat meine Entscheidung nicht geformt, aber natürlich beflügelt. Wenn man die Chance bekommt 20 Jahre Leiden zu beenden, nimmt man diese Chance doch wahr.

Und natürlich denkt man heute darüber viel distanzierter nach und weniger euphorisch. Viele Beiträge verkörpern hier oft auch immer so etwas heroisches: So ungefähr, "ich habe damals zu 200% gewusst, was ich tue und was mich erwartet. Ich war mir zu 500% sicher. Und wenn ich hinfalle, stehe ich wieder auf und jammere nicht. Sowieso habe ich im Leben nie Fehler gemacht. Ich bin unfehlbar und stark. Und wer weint ist schwach und ein Verlierer."

Ich bin mir meiner Fehler bewusst. Mehr als andere. Und ich hasse mich auch, dass ich mich damals mehr habe von meinem Herzen leiten lassen, als von meinem Verstand. Sowas darf in einer wichtigen Entscheidung nicht passieren. Und vielleicht steht es mir gar nicht zu die Therapie als solche zu kritisieren. Ich hätte es ja nicht machen müssen. Es war mein Wille.

Vielmehr geht es mir aber darum, dass ein spezialisierter Arzt vielleicht bewusst auch solche Menschen ausbremst, die da primär die Chance sehen ihr Leiden loszuwerden - ohne genau zu bedenken, was passiert, wenn es nicht funktioniert. Ich hatte mir damals gesagt: wenn es nicht funktioniert, lebst du das nicht. Was soll ich jetzt tun, vorn Zug springen? Ich hatte damals keine andere Antwort und die habe ich heute auch nicht. Ich weiß nur, dass unglücklich bin damit.

Toni Smith hat geschrieben: So 24. Feb 2019, 21:42 Mich würde auch die Vorstellung interessieren? Was hast du erwartet? Was war dein Ziel?
Na, eigentlich genau das, was man "so erzählt" - bisschen Brustwachstum eben, entfernt irgendwie ein bisschen Fett an Hintern und Schenkel ... schönere Haut. Es wurde immer so kommuniziert und ich ging davon aus, dass das schon irgendwie funktionieren wird - zumindest ein bisschen. Brustwachstum blieb allerdings ganz aus und Fettumverteilung auch. Ich habe meinen Endo ewig genervt und wir haben zig Dinge probiert - mein Körper reagiert offensichtlich nicht nennenswert auf Östrogen. Selbst mit Injektionen nicht.

Das Gesicht hat sich ein wenig verändert und darauf beschränkt es sich. Meine Allergie wurde schlimmer und auch meine Haut. Ich habe eine Sebatose bekommen. Irgendwie schwitze und friere ich auch abwechselnd. Das war damals schon sehr deprimierend, dass alle die zeitgleich begonnen von ihrem Brustwachstum berichtet haben und bei mir tat sich da gar nichts. Und mit den Haaren war es nicht anders. Irgendwie wachsen die nicht und sind total dünn - andere haben die sich toll gefärbt und Frisuren ausprobiert ... klar, da steigt in einem auch viel Neid und Frust auf. Und dann wird man unzufrieden. Ich bin ja auch nur ein Mensch ...
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 66 im Thema

Beitrag von Céline »

Sollten man nicht auf sein Herz hören???Schließlich ist es das Organ das fürchterlich "schmerzt" wenn man nicht die Person sein kann als die man sich identifiziert und nur noch unglücklich ist

Wenn ich ich auf Vernunft bauen würde!!!würde ich keinen gesunden und funktionierenden Körper umgestalten wollen!!!Ich würde mein Leben wenn es da danach gehen würde als Mann weiter führen!!Aber um welchen Preis???
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 67 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

dunkles_sternchen hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 21:35
Anke hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 08:15
Glaubst Du etwa, dass andere Transfrauen andere Erlebnisse haben? Allein über das Thema Männer könnte ich mittlerweile Bücher füllen. Und da war einiges dabei, was richtig weh getan hat.
Der Punkt ist nur der, dass ich deshalb nicht ständig herumheule und andere für mein ach so großes Elend verantwortlich mache.
Ich hatte ja nie einen männlichen Körperbau oder war irgendwas maskulin. Mit bisschen Makeup und einer Perücke bin ich bereits vor der Transition als "Frau durchgegangen". Und mir haben damals sehr, sehr viele Menschen auch gut zugesprochen und meinten "das wird super mit den Hormonen" - das hat meine Entscheidung nicht geformt, aber natürlich beflügelt. Wenn man die Chance bekommt 20 Jahre Leiden zu beenden, nimmt man diese Chance doch wahr.

Und natürlich denkt man heute darüber viel distanzierter nach und weniger euphorisch. Viele Beiträge verkörpern hier oft auch immer so etwas heroisches: So ungefähr, "ich habe damals zu 200% gewusst, was ich tue und was mich erwartet. Ich war mir zu 500% sicher. Und wenn ich hinfalle, stehe ich wieder auf und jammere nicht. Sowieso habe ich im Leben nie Fehler gemacht. Ich bin unfehlbar und stark. Und wer weint ist schwach und ein Verlierer."

Ich bin mir meiner Fehler bewusst. Mehr als andere. Und ich hasse mich auch, dass ich mich damals mehr habe von meinem Herzen leiten lassen, als von meinem Verstand. Sowas darf in einer wichtigen Entscheidung nicht passieren. Und vielleicht steht es mir gar nicht zu die Therapie als solche zu kritisieren. Ich hätte es ja nicht machen müssen. Es war mein Wille.

Vielmehr geht es mir aber darum, dass ein spezialisierter Arzt vielleicht bewusst auch solche Menschen ausbremst, die da primär die Chance sehen ihr Leiden loszuwerden - ohne genau zu bedenken, was passiert, wenn es nicht funktioniert. Ich hatte mir damals gesagt: wenn es nicht funktioniert, lebst du das nicht. Was soll ich jetzt tun, vorn Zug springen? Ich hatte damals keine andere Antwort und die habe ich heute auch nicht. Ich weiß nur, dass unglücklich bin damit.

Toni Smith hat geschrieben: So 24. Feb 2019, 21:42 Mich würde auch die Vorstellung interessieren? Was hast du erwartet? Was war dein Ziel?
Na, eigentlich genau das, was man "so erzählt" - bisschen Brustwachstum eben, entfernt irgendwie ein bisschen Fett an Hintern und Schenkel ... schönere Haut. Es wurde immer so kommuniziert und ich ging davon aus, dass das schon irgendwie funktionieren wird - zumindest ein bisschen. Brustwachstum blieb allerdings ganz aus und Fettumverteilung auch. Ich habe meinen Endo ewig genervt und wir haben zig Dinge probiert - mein Körper reagiert offensichtlich nicht nennenswert auf Östrogen. Selbst mit Injektionen nicht.

Das Gesicht hat sich ein wenig verändert und darauf beschränkt es sich. Meine Allergie wurde schlimmer und auch meine Haut. Ich habe eine Sebatose bekommen. Irgendwie schwitze und friere ich auch abwechselnd. Das war damals schon sehr deprimierend, dass alle die zeitgleich begonnen von ihrem Brustwachstum berichtet haben und bei mir tat sich da gar nichts. Und mit den Haaren war es nicht anders. Irgendwie wachsen die nicht und sind total dünn - andere haben die sich toll gefärbt und Frisuren ausprobiert ... klar, da steigt in einem auch viel Neid und Frust auf. Und dann wird man unzufrieden. Ich bin ja auch nur ein Mensch ...
Ich würde dir gerne zuversicht schenken durch Tipps wie es vielleicht doch klappt. Aber ich möchte dir nichts aufzwingen vor allem wenn du meinst schon alles versucht zu haben. Ich hab mich direkt an die Leute gewandt die zumindest auf Facebook die größten Experten sind. Daher glaube ich schon das ich ein paar Tipps geben kann.
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 68 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Was ist denn Sebatose?

Also bei mir haben sich Allergien nach dem inneren Comingout verzogen. Sind aber nach Blocker nahme wieder gekommen.

Allergien werden unteranderem auch durch Stress ausgelöst und als ich halt zu mir stand war der Stress nicht mehr da.
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 69 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen »

Céline hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 23:09 Sollten man nicht auf sein Herz hören???
In diesem Fall nicht. Zumindest wäre ein kühler Kopf der bessere Berater gewesen. Wie man unglücklich ist, ist letztlich egal. Wenigstens wäre ich aber heute körperlich gesund. Und Gesundheit ist auch ein wichtiger Faktor wenn es um Zufriedenheit geht. Insofern wäre ich vermutlich ein klein bisschen weniger unglücklich.
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 70 im Thema

Beitrag von Michi »

dunkles_sternchen hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 00:41 [...] Insofern wäre ich vermutlich ein klein bisschen weniger unglücklich.
Hallo Sternchen,

das mag ja sein. Allerdings kannst du die Zeit nicht zurück drehen, und weniger klagen und jammern, dafür etwas Selbstannahme, und du wärest auch ein klein bisschen weniger unglücklich als im Moment.

Ich weiß gar nicht, wie viele Jahre ich nun schon deinen Leidensweg mitbekomme. Irgendwann wird es dir vermutlich leid tun, um diese Zeit, die du einfach vertan hast. Und dann kannst du genau so wenig die Zeit zurückdrehen, wie jetzt.

Willst du noch ein Stück leben oder bis zum Ende leiden?

Es ist deine Entscheidung, und ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du dich für das Leben entscheidest.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 71 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen »

MichiWell hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 01:00
Es ist deine Entscheidung, und ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du dich für das Leben entscheidest.
Es ist auch die eigene Entscheidung, ob man transsexuell ist oder nicht. Man kann sich ja auch entscheiden einfach mit dem Körper zu leben, wie er ist.
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 72 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

dunkles_sternchen hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 02:11
MichiWell hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 01:00
Es ist deine Entscheidung, und ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du dich für das Leben entscheidest.
Es ist auch die eigene Entscheidung, ob man transsexuell ist oder nicht. Man kann sich ja auch entscheiden einfach mit dem Körper zu leben, wie er ist.
Liebes Sternchen,

sicher kann man sich teilweise entscheiden, ob man operative Anpassungen vornehmen lässt oder nicht, wobei auch das eine Frage des Leidensdrucks sein dürfte. Entscheiden, ob man transsexuell ist oder nicht kann man in meinen Augen jedoch nicht. Ich jedenfalls habe damals nicht zu mir gesagt "Och, weiste was?....du hast jetzt 42 Jahre als Mann gelebt, jetzt guckste mal wie es sich so auf der anderen Seite lebt" und ich glaube kaum, das es bei anderen TS anders ist. Man entscheidet nicht, man ist es. Man kann es unterdrücken (mit den dementsprechenden gesundheitlichen Folgen), aber es ändert nix an der Tatsache. Man ist TS und sucht es sich nicht aus wie Stracciatella und Vanille in der Eisdiele.

Liebe Grüße
Michelle
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 73 im Thema

Beitrag von Inga »

Ach, dunles Sternchen,

die Haare sind nicht so wie bei den anderen.

O Mensch, wieviele Frauen leiden darunter!!

Wieviele leiden unter Hautausschlägen und so!

Willkommen in der weiblichen Lebenswirklichkeit!- möchte ich dir zurufen.

Und Fehler oder Fehlentscheidungen im bisherigen Leben. Und viele Lebenszeit scheinbar sinnlos vertan. Wer hat das nich und wer hat nicht damit zurecht zu kommen ? Ich tröste mich mit Woten aus einem bekannten Buch: "Es hat alles seine Zeit." Und es hat alles seinen Sinn. Auch die scheinbaren Langatmigkeiten, Umwege und Sackgassen. Auch dann,wenn ich es (noch) nicht erkenne. Der Lebensweg ist doch Wandel und Veränderung. Und es ist schwer, zu akzeptieren, dass mensch einzigartig ist, ein Individuum ist und da natürlich ganz logisch halt auch anders als andere Menschen.

Aber ist das schon genug Grund zum Unglücklichsein und sich hassen? Ich glaube nicht. Eher um über sich zu lächeln und sich mit seinen Fehlern und Missgeschicken zu lieben.

"Intoleranz und Uneinigkeit der Gemeinschaft" hast du den Thread genannt. Ich finde, es geht eigentlich deine Auseinandersetzung mit Intoleranz und Uneinigkeit mit dir selber heraus.

Liebe Grüße
Inga
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 74 im Thema

Beitrag von Joe95 »

dunkles_sternchen hat geschrieben: Mo 25. Feb 2019, 21:35 Vielmehr geht es mir aber darum, dass ein spezialisierter Arzt vielleicht bewusst auch solche Menschen ausbremst, die da primär die Chance sehen ihr Leiden loszuwerden - ohne genau zu bedenken, was passiert, wenn es nicht funktioniert.
Genau das sollte ein Arzt tun.
Ich glaube sogar sie tun es auch. Das Problem dabei ist natürlich zu erkennen wie genau der Patient bedacht hat was er verlangt, wo der Arzt bremsen sollte und wo nicht.
An anderer Stelle erlebe ich sehr oft das Menschen fragen wie sie ihren Therapeuten bzw. Endokrinologen dazu kriegen ihnen endlich die gewünschten Hormone zu "genehmigen". Fast immer denke ich mir dann "sei froh das du sie nicht bekommst, du würdest dich unglücklich machen".
Das sind die Momente, in denen ich einsehen muss das es mit dem "mündigen" Bürger hin und wieder etwas übertrieben ist.
So gesehen, unser TSG ist veraltet, ungerecht und überhaupt nur ein großer... aber trotzdem ist es das beste TSG, das wir haben.
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Re: Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"

Post 75 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Toni Smith hat geschrieben: Di 26. Feb 2019, 00:24 Ich hab mich direkt an die Leute gewandt die zumindest auf Facebook die größten Experten sind. Daher glaube ich schon das ich ein paar Tipps geben kann.
Ernsthaft? Facebook? Tipps geben?
Sternchen kennt sich inzwischen sicher besser mit Hormonen aus, als jede(r) hier im Forum, vielleicht sogar besser als manch Endo...
Ich glaube nicht, das ihr hier ein paar Tipps von Facebook-"Experten" weiterhelfen.
Die Hormontherapie greift auf vielfältige Weise in den Körper ein, da ist ein Wissen um die Zusammenhänge wichtig. Und das geht vielen ab. Hinzu kommt noch, das sie eben keine Patientin von der Stange ist, sondern quasi ein Einzelfall darstellt, an dem sich die Ärzte die "Zähne ausbeißen".
Und dann kommst du mit Tipps von Facebook...

Wenn ich fragen zu der HT hätte und ne Zweitmeinung bräuchte, würde ich mich an Sternchen wenden, um es mal zu verdeutlichen.

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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