"Geschlecht" und Ideologie
"Geschlecht" und Ideologie - # 2

ExUserIn-2026-04-08
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Re: "Geschlecht" und Ideologie

Post 16 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Jenina hat geschrieben: Do 21. Feb 2019, 12:23 Vicky, wie soll es dann gehen? Mit bunten Fahnen und Blümchen herumlaufen?
Das ist wohl nicht die einzige Alternative ?

Nein, viele Menschen lassen sich im persönlichen Gespräch überzeugen. Nicht die Rädelsführer sind das Problem, es sind die Menschen, die ihnen nachlaufen. Rädelsführer kann man nicht unschädlich machen, schon gar nicht nicht mit Gewalt, weder mit physischer noch mit staatlicher Gewalt. Das ist Schwäche. Irgendwo entstehen wieder neue Rädelsführer. Aber wenn sie weniger Zulauf bekommen, verlieren sie den Einfluss.

Ich kenne ein paar Menschen, die auf vernünftige Argumente sehr positiv reagiert haben. Wenn wir es nicht hin bekommen, Menschen zu überzeugen, haben wir verloren.
Viele Grüße
Vicky

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Re: "Geschlecht" und Ideologie

Post 17 im Thema

Beitrag von Wally »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 21. Feb 2019, 07:25
Wir sehen das, was wir sehen wollen oder können. Aber wir sehen nie die ganze Wahrheit. Davon leben die Demagogen. Je öfter ich sage, die Gesellschaft wird repressiv, um so mehr glaube ich das. Und um so anfälliger bin ich für Bestätigungen. Aspekte, die dagegen sprechen werden verdrängt und übersehen. Wir alle denken ständig in Klischees. Das geht gar nicht anders, denn sonst könnten wir gar nicht leben, vor lauter selber hinterfragen. Aber gelegentlich ist ein Hinterfragen erforderlich.

Stimmt das, was ich denke ? Ich kann jedenfalls von mir sagen: es stimmt nie, was ich denke und glaube. Ich bin zu beschränkt, um das Ganze sehen zu können. Und genau hier setzt der Respekt an. Ich lasse zu, dass andere Menschen die Dinge anders sehen. Respekt endet dort, wo meine Sicht Andere Menschen einengt, gängelt oder vielleicht sogar schadet.

Das hat nichts mit Harmonie zu tun, ganz im Gegenteil. Wir müssen nicht einer Meinung sein, aber wir müssen uns einig sein, dass wir uns uneinig sein dürfen. das macht den/die Andere/n nicht zu einem schlechteren Menschen. Und für eine Gesellschaft gilt das aus meiner Sicht analog.
Liebe Vicky,

Ich hoffe, Du kriegst jetzt nicht Flames, weil ausgerechnet ich mich bei Dir bedankt habe ;-)

Mir ist aus Deinen früheren Beiträgen sehr wohl klar, dass Du mein Weltbild wohl eher nicht und meine politische Position ganz sicher nicht teilst. Mein Dank gilt auch gar nicht irgendwelchen genderpolitischen Inhalten von Deiner Seite, sondern Deiner wohltuend toleranten, offenen Grundhaltung, die sich selbst nicht verabsolutiert, pauschale Unterstellungen und Schuldzuweisungen unterlässt und darauf verzichtet, künstliche Fronten aufzubauen. Von dieser Haltung würde ich mir in diesem Forum mehr wünschen.

Herzlichen Gruß
Wally
Herzliche Grüße
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Re: "Geschlecht" und Ideologie

Post 18 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Wally hat geschrieben: Do 21. Feb 2019, 14:21 Ich hoffe, Du kriegst jetzt nicht Flames
Da stehe ich drüber. Ich glaube aber auch nicht, dass das passiert. Ich versuche die von Dir genannte Grundhaltung zu leben. Dafür bekomme ich schon gelegentlich Gegenwind. Aber das gehört dazu. Wir dürfen unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen haben, so lange sie nicht zu Einschränkungen oder Verunglimpfungen des Anderen führen.

:)p
Viele Grüße
Vicky

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Re: "Geschlecht" und Ideologie

Post 19 im Thema

Beitrag von Jenina »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 21. Feb 2019, 13:35 ...
Ich kenne ein paar Menschen, die auf vernünftige Argumente sehr positiv reagiert haben. Wenn wir es nicht hin bekommen, Menschen zu überzeugen, haben wir verloren.
Vicky, dann machen wir es also wie Kurt Tucholsky so schön schrieb:
Rosen auf den Weg gestreut

Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,
erschreckt sie nicht — sie sind so zart!
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft —:
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
sagt: -»Ja und Amen — aber gern!
Hier habt ihr mich — schlagt mich in Fetzen!-«
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft.

Und schießen sie —: du lieber Himmel,
schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
Wer möchte nicht gern Opfer sein?
Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,
gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen ...
Und verspürt ihr auch
in euerm Bauch
den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft —:
Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,
küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft —!
Kannst ja schon mal hier im Forum anfangen. Viel Spaß!

Jenina
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Re: "Geschlecht" und Ideologie

Post 20 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi Jenina,

offensichtlich hast Du meinen Beitrag nicht verstanden oder willst ihn nicht verstehen ...

Dann zitiere ich Albert Einstein:
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Viele Grüße
Vicky

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Re: "Geschlecht" und Ideologie

Post 21 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Jenina hat geschrieben: Do 21. Feb 2019, 12:23
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 21. Feb 2019, 08:36 ...
Man löscht kein Feuer, in dem man versucht, es auszublasen. Man muss dem Feuer die Grundlage entziehen. Und die fängt in unserer Frage beim einzelnen Menschen an.
Vicky, wie soll es dann gehen? Mit bunten Fahnen und Blümchen herumlaufen? Und alle anderen bessern sich nur davon?

Wenn selbst in diesem aufgeklärten Forum eine lupenreine F******* wie Alice Weidel als "links" bezeichnet wird werden schöne Worte alleine nicht helfen. Sie sind nötig, und auch die bunten Fahnen. Aber man braucht auch manchmal härtere Maßnahmen.

Die Weimarer Republik ist mit dem Geburtsfehler gestartet, dass sie sich von protofaschistischen Freikorps die "Ruhe und Ordnung" herstellen ließ. Davon ist unsere Demokratie zum Glück weit entfernt und deshalb kann diese unsere Demokratie auch etwas gegen ihre gut getarnten Feinde tun, wenn sie es will. Man bedenke immer, dass die Freiheit immer dort aufhört wo sie die Freiheit anderer zu beschneiden sucht. Und das versuchen diese Rektionäre gerade.

Jenina
Liebe Jenina,
trotzdem hat Vicky meines Erachtens nach einen Punkt. Wir müssen uns auch unserer Stärken und Werte bewusst sein. Nur so können wir im positiven verhindern, dass die Menschen mit den scheinbar einfachen Antworten Begriffe umdefinieren, Themen setzen und die Medien beherrschen.

Lass uns gemeinsam ihre Scheinargumente entlarven ohne ihren schrillen Ton zu übernehmen. Lass uns laut sagen, wofür wir stehen, nicht nur wogegen wir sind, ruhig und klar im Ton, sachlich in den Argumenten.

Ich teile Deinen Ärger und Deine Wut. Aber nur wenn wir ohne Aggressivität und mit klarer Haltung antworten, verhindern wir, dass andere auf scheinbar richtige, vereinfachende Parolen hereinfallen.
So bringen wir die Demagogen dazu, sich selber zu entlarven. So werden ihre Lügen und Fälschungen offensichtlich.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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