Und dann kam die Frage doch...
Und dann kam die Frage doch... - # 3

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Jaddy
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 31 im Thema

Beitrag von Jaddy »

heike65 hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 21:48Wenn du dein ganzes Leben mit einer/m Partner/in verbringst, aber bi bist, und du nie die möglichkeit hattest das auszuleben , dann würdest du auf einen grossen Teil deiner Sexualität verzichten, oder sehe ich das falsch ? Da lässt man doch dem Partner doch die Freiheit, meine Frau hat doch auch die Freiheit mit einem anderen Mann in die Kiste zu steigen, wer bin ich denn das ich ihr das verwehren würde was ich ihr nicht mehr geben kann ?
Es ist schön, wenn ihr das so lebt. Viele können das, viele auch nicht. Es gibt meiner Ansicht nach keine Verpflichtung dazu, sondern nur individuelle Absprachen. Die Frage von Michi finde ich damit aber nicht beantwortet. Die Unterstellung auf die Michi sich bezieht finde ich auch störend.

Springen Heteros mit allen anderen Menschen eines anderen Geschlechts in die Kiste? Finden sie mindestens alle andersgeschlechtlichen Menschen attraktiv? Oder geht es gerade bei Lebenspartnerschaften aus Liebe um diese eine besondere andere Person, mit der man zusammen sein möchte und deshalb andere weniger attraktiv werden, man den geliebten Menschen nicht verletzen möchte, etc.?

Bi-, poly- und pansexuelle Menschen haben wohl zahlenmässig eine größere potenzielle Gruppe. Aber das bedeutet nicht, dass sie auch alle Potenziale abdecken wollen, wenn sie einen tollen Menschen einer bestimmten Ausprägung bei sich haben.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 32 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Jaddy hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 23:23 Oder geht es gerade bei Lebenspartnerschaften aus Liebe um diese eine besondere andere Person, mit der man zusammen sein möchte
Ich möchte an dieser Stelle die Frage aufwerfen, weshalb man überhaupt lebenslange Partnerschaften eingeht. Was ist für Euch der Sinn und Zweck einer solchen Partnerschaft ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 33 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2023-06-22 »

heike65 hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 21:48 Wenn du dein ganzes Leben mit einer/m Partner/in verbringst, aber bi bist, und du nie die möglichkeit hattest das auszuleben , dann würdest du auf einen grossen Teil deiner Sexualität verzichten, oder sehe ich das falsch ? Da lässt man doch dem Partner doch die Freiheit, meine Frau hat doch auch die Freiheit mit einem anderen Mann in die Kiste zu steigen, wer bin ich denn das ich ihr das verwehren würde was ich ihr nicht mehr geben kann ?
Manche Aussagen muss ich nicht verstehen! Ich bin biologisch eine Frau und habe natürlich auch meine Bedürfnisse. Aber warum steckte ich in der Schublade das ich nur mit einem Mann meine Bedürfnisse ausleben kann? Weil ich so erzogen wurde! Im Laufe meines weiteren Lebens entwickelte ich mich weiter. Allerdings das Rollenverständnis blieb, weil hier auch gesellschaftliche Normen eine Rolle spielten. Nachdem ich meine Partnerin (vormals Partner) kennen gelernt habe, öffnete ich meine Sichtweise und dachte auch über viele andere Sachen nach. Worum geht es denn bei der Sexualität? Für mich gehört dazu die tiefe geistige Verbundenheit, nur dann möchte ich mit meiner Jasmine Zärtlichkeiten austauschen. Wo bitte ist in Stein gemeißelt das nur ein Mann die Wünsche einer Frau erfüllen kann? Z.B. ein One Night Stand würde mir gar nichts geben. Eine Nebenbeziehung würde aus meiner Sichtweise unsere innige Verbindung zerstören. Wenn meine Jasmine den Weg einer GAOP geht, bleibe ich an ihrer Seite und auch dann werden wir weiterhin unsere Liebe und Sexualität weiter ausleben. Anmerken möchte ich noch das ich bisher keine gleichgeschlechtlichen Erfahrungen gemacht habe.
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 08:08 Ich möchte an dieser Stelle die Frage aufwerfen, weshalb man überhaupt lebenslange Partnerschaften eingeht. Was ist für Euch der Sinn und Zweck einer solchen Partnerschaft ?
Für mich die tiefe geistige Verbundenheit mit meiner Jasmine. Zu geniessen und das Bewusstsein zu haben, das ich mich zu jeder Zeit und in jeder Situation auf sie verlassen kann und ich mich in ihre Arme fallen lassen kann. Und vieles mehr, aber das würde hier den Rahmen sprengen.
Menalee
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 34 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-22 »

Das hast du echt wunderschön beschrieben Menalee!
Ich wünsche euch alles Gute! (ki)

Eine Freundin von mir befindet sich seit sieben Jahren in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. (Beide biol. Frauen, sie ist Bi) Sie haben vor drei Jahren geheiratet und haben einen zweijährigen Sohn.
Sie reden sehr offen über ihre Sexualität. Und das es ihnen an nichts gefehlt hat. Mit der Ausnahme des Kinderwunsches.
In Dänemark hat ihre Frau sich letztendlich künstlich befruchten lassen. Sie sind eine wirklich glückliche kleine Familie in der es an nichts fehlt.
Der Kleine wurde von ihr adoptiert, und somit hat er ganz offiziell zwei Mamas.

Sex aus Leidenschaft kann einem jede Partnerin und jeder Partner liefern. Und wenn halt kein Penis da ist, dann gibt es genug Spielzeuge die diesen ersetzen können. Teilweise sogar besser. Das ist doch kein Tabu-Thema in der heutigen Zeit. Und bei so aufgeschlossenen Menschen die sich lieben und eine derartige Verwandlung in der Partnerschaft gmeinsam bewältigen, sollte das sowieso kein Problem darstellen.
Bea Magdalena
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 35 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 08:08
Jaddy hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 23:23 Oder geht es gerade bei Lebenspartnerschaften aus Liebe um diese eine besondere andere Person, mit der man zusammen sein möchte
Ich möchte an dieser Stelle die Frage aufwerfen, weshalb man überhaupt lebenslange Partnerschaften eingeht. Was ist für Euch der Sinn und Zweck einer solchen Partnerschaft ?
Liebe Vicky,

ich möchte für mich antworten:
Es ist die Verbundenheit mit meiner Partnerin, die Liebe zu ihr, auch das gemeinsam erlebte und durchlebte.
Es ist täglich die Freude am Morgen, wenn sie da ist und bei meinem Erwachen neben mir im Bett liegt.
Es waren auch die gemeinsamen Ziele, wir haben ganz viele (die wichtigen) erreicht.
Es ist auch die ganze Familie, mit unseren Kindern, sie ist nur mit uns beiden komplett.
Es ist nicht (mehr?) die Sexualität, gehört dazu, ist aber nicht das Wichtigste.
Und es ist die gemeinsame Zeit, die man zusammen genießen darf.
Die Auflistung lässt sich beliebig fortsetzen.

Liebe Grüsse
Bea
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
Christine DarkJoker
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 36 im Thema

Beitrag von Christine DarkJoker »

Frieda hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 12:44 Das andere Wesen würde von mir nicht die Möglichkeit bekommen sich mir räumlich, körperlich annähern zu können.
Bei mir gibt es eine Person die sich mir räumlich und auch in gewisser Hinsicht auch körperlich annähern kann und darf. Sowohl meine Frau weiß Bescheid als auch meine beste Freundin. Alles ohne Probleme, früher haben wir immer gesagt sie ist meine Ersatzfreundin. Denn meine Frau ist kein Mensch für Disco, Party und Tanzen. Daher hab ich halt meine Beste Freundin an meiner Seite gehabt.
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 08:08 Ich möchte an dieser Stelle die Frage aufwerfen, weshalb man überhaupt lebenslange Partnerschaften eingeht. Was ist für Euch der Sinn und Zweck einer solchen Partnerschaft ?
Na bei uns schon mal nicht aus ein Vergänglichen Gefühl heraus.
In der Heutigen Zeit ist eine Ehe im grunde Veraltet und nicht mehr wichtig, wenn man keinen Kinderwunsch hat und Steuerliche Vorteile haben will.

Wir hab Geheiratet wegen der Späteren Rente, Steuerliche Vorteile, eventuelle Kinder und noch andere banale Rechtliche Gründe. Wir sagen immer gerne aus Spaß, dass wir eine Zweckehe führen :lol:

Wie froh ich darüber bin, dieses Gefühl nicht Wahrnehmen zu können. Somit sind viele sorgen und Probleme schon mal nicht vorhanden. Ein Gefühl was nicht da ist kann auch nicht verschwinden.
Den an Gefühle gewöhnt man sich mit der Zeit und dann trennen sich viele Paare wie. Und wenn ich eine Freundschaft mit einer Beziehung vergleiche gibt es viele Gemeinsamkeiten und kaum Unterschiede.

Liebe Grüße Christine
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 37 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 08:08 Ich möchte an dieser Stelle die Frage aufwerfen, weshalb man überhaupt lebenslange Partnerschaften eingeht. Was ist für Euch der Sinn und Zweck einer solchen Partnerschaft ?
Die Frage macht mich traurig! Ich dachte die Antwort wäre offensichtlich?
Liebe!

Grüße
die Anja
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Lavendellöwin
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 38 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Anja hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 11:11 Moinsen (moin)
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 08:08 Ich möchte an dieser Stelle die Frage aufwerfen, weshalb man überhaupt lebenslange Partnerschaften eingeht. Was ist für Euch der Sinn und Zweck einer solchen Partnerschaft ?
Die Frage macht mich traurig! Ich dachte die Antwort wäre offensichtlich?
Liebe!

Grüße
die Anja
Hi,

auch aber nicht ausschliesslich..

und es gibt verschiedene Arten von Liebe..
eine brennt heiss, schnell und heftig,
die andere langsam und beständig.
Und was es an Zwischenformen gibt sprengt den Rahmen.

Aber nur Liebe kann nicht der einzige Punkt, wenn auch der wichtigste, für eine lebenslange Partnerschaft sein.
Ich kann jemanden lieben und dennoch nicht vertrauen. Also ist Vertrauen ein Punkt.
Verlässlichkeit ist ein Punkt, kann ich mich auf jemand nicht verlassen, wird die Liebe recht schnell abnehmen.
Dann laufen Minuspunkte auf dem Konto auf..

Und all das, ist schrecklich aber wahr variabel-so wie ich an Liebe auf den ersten Blick glaube, was aus
heiterem Himmel kommen kann.

Das hat aber für mich auch wieder nichts mit Sinn und Zweck einer Partnerschaft zu tun, Sinn und Zweck würde
ich Partnerschaften anderer Form wie Arbeits- und Vertragsverhältnissen zuschreiben. Nicht einer Liebesbeziehung,
weil Liebe wohl einen Sinn aber doch keinen Zweck hat.

Zudem glaube ich das es möglich ist, jedes Wesen auf eine spezielle Art und Weise zu lieben.
Aber koppelt das bitte jetzt nicht mit sexuellem Verlangen zusammen. Das ist nicht das gleiche Paar Schuhe.
Liebe geht auch ohne sexuelles Begehren, sexuelles Begehren aber eher nicht ohne Liebe.

Ich kann sagen, das ich einen alten Freund habe, den ich aus tiefstem Herzen liebe, aber ich würde
auch wenn ich bi bin, nie mit ihm ins Bett hüpfen.

Korrigiert mich bitte wenn ihrs anders seht.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 39 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich hatte nach Partnerschaften gefragt und nicht speziell Ehe. Ich Christines Gründe gut nachvollziehen. Aber sie gehen an meiner Intention vorbei, s.u.
Anja hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 11:11 Ich dachte die Antwort wäre offensichtlich?
Genau darin liegt ja gerade der Hase im Pfeffer. Die Frage ist natürlich provokativ gefragt. Die Partnerschaft ist für uns in dieser Offensichtlichkeit ein Geschäft: Du gibst mir etwas und ich gebe Dir etwas. Das ist ja auch ok so und für viele erschöpft sich das Ganze. Doch eine Partnerschaft ist viel mehr, denn auf psychologischer Eben passiert ganz viel und wenn man darauf nicht reagiert, erschöpfen sich Beziehungen auch, da immer wieder die gleichen Probleme auftauchen. Der Druck steigt und irgendwann geht es nicht mehr.

Früher waren viele Frauen in einer wirtschaftlichen Abhängigkeit, was zu einem Machtgefälle führt. Das beeinflusst zum einen die psychologischen Prozesse und zum anderen waren die Partner gezwungen zusammen zu bleiben. Aber die Ehe war in vielen Fällen der Vorhof zur Hölle. Ich habe das bei meinen Eltern erlebt. Sie waren 67 Jahre verheiratet. Die Zahl klingt toll, die Ehe war es nicht.

Wenn man also in der Partnerschaft die Chance zur eigenen Entwicklung sieht und in den Vordergrund stellt, kann sie eine eigene Qualität begründen. In Krisen erschöpft man sich nicht, die Schuld beim Anderen zu suchen, sondern nimmt die eigene Verantwortung an der Situation ernst. Die Frage lautet dann: Was passiert mit mir in der Situation und warum ? Der Partner ist nicht Verursacher oder gar Schuldiger, sondern Auslöser meiner Reaktion und Emotion. Das hat eine andere Qualität. Der Andere hilft mir, damit ich mich selber erkennen kann.

Das ist nicht neu, aber ich gleube, es wird viel zu sehr vernachlässigt. Eine Beziehung, die bewusst auf dieser Vielschichtigkeit aufbaut, hat eine viel bessere Ausgangssituation, tragfähig zu sein. Ich muss aber runter von dem Pferd, dass ich Recht haben will. Ich muss Veränderung zulassen und sogar aktiv suchen. Wenn etwas in meinem Leben schlecht läuft (z.B. eine beziehung), kann ich davon weglaufen oder ich kann an den Stellschrauben etwas verändern, die mir zur Verfügung stehen. Und das ist nicht der Partner, sondern das bin ich selber. Sofort kommt Dynamik in die Beziehung, denm den Partner lässt das nicht kalt.

Das heißt nicht, dass es einfach ist. Das heißt auch nicht, dass es keine Trennung gibt. Aber es bedeutet mehr Reichtum im Leben, wenn man es will.

P.S. DAs gilt nicht nur für Beziehungen, sondern kann ein Grundsatz im ganzen Leben sein.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 40 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
!Marie! hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 13:17 auch aber nicht ausschliesslich..
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 13:36 Die Partnerschaft ist für uns in dieser Offensichtlichkeit ein Geschäft: Du gibst mir etwas und ich gebe Dir etwas.
Dann sind wir wohl die Paradiesvögel unter den Verheirateten. Wir haben aus Liebe geheiratet.
Das war für uns der Grund, der Sinn und der Zweck. Die Frage lautete ja weshalb?
Aus Liebe!
Das eine Beziehung / Partnerschaft sehr vielschichtig sein kann und auch viel Beziehungsarbeit mit sich bringt und früher auch damit Machtverhältnisse zementiert wurden bestreite ich garnicht.
Aber für eine solch-bezogene Antwort hätte die Frage anders lauten müssen. Für mich gibts auf das Weshalb? nach wie vor nur eine Antwort...

Wir haben auch vorher keine Analysen gemacht, was Macht- und Vertrauensverhältnisse angeht.
Wir sind die Beziehung eingegangen weil wir uns lieben.
Wenn man es ganz philosophisch angehen will, ist keine Liebe bedingungslos, mir gefällt es aber besser das nicht total zu zerpflücken, sondern ich betrachte lieber das große, wunderbare Ganze.

Grüße
die Anja
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 41 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Anja hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 13:48 Moinsen (moin)
!Marie! hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 13:17 auch aber nicht ausschliesslich..
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 13:36 Die Partnerschaft ist für uns in dieser Offensichtlichkeit ein Geschäft: Du gibst mir etwas und ich gebe Dir etwas.
Dann sind wir wohl die Paradiesvögel unter den Verheirateten. Wir haben aus Liebe geheiratet.
Das war für uns der Grund, der Sinn und der Zweck. Die Frage lautete ja weshalb?
Aus Liebe!
Das eine Beziehung / Partnerschaft sehr vielschichtig sein kann und auch viel Beziehungsarbeit mit sich bringt und früher auch damit Machtverhältnisse zementiert wurden bestreite ich garnicht.
Aber für eine solch-bezogene Antwort hätte die Frage anders lauten müssen. Für mich gibts auf das Weshalb? nach wie vor nur eine Antwort...

Wir haben auch vorher keine Analysen gemacht, was Macht- und Vertrauensverhältnisse angeht.
Wir sind die Beziehung eingegangen weil wir uns lieben.
Wenn man es ganz philosophisch angehen will, ist keine Liebe bedingungslos, mir gefällt es aber besser das nicht total zu zerpflücken, sondern ich betrachte lieber das große, wunderbare Ganze.

Grüße
die Anja
Hi Anja,

das ist doch auch schön-gar keine Frage!

Aber lass mich bitte eine Frage zurückstellen-braucht es eine Ehe um verliebt zu bleiben?
Siehst du das als Stütze?

Wir haben uns bewusst gegen Heirat und Kinder entschieden-Kinder deshalb nicht, weil es mir
schlichtweg psychisch unmöglich war welche zu zeugen. Hätte ich sie bekommen können, gerne.
Sogar nichts lieber als das..aber ich bin kein Vater oder Vaterin.

Wir sind seit 16 Jahren zusammen, aber eine Ehe hätte für uns keinen weiteren Fortschritt bedeutet.

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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 42 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
!Marie! hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 14:00 Aber lass mich bitte eine Frage zurückstellen-braucht es eine Ehe um verliebt zu bleiben?
Natürlich nicht! Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun. Man kann sich lieben ohne zu heiraten und man kann genauso gut verheiratet sein, obwohl man sich nicht (mehr) liebt...

Grüße
die Anja
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 43 im Thema

Beitrag von Jaddy »

!Marie! hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 14:00[...]Kinder deshalb nicht, weil es mir schlichtweg psychisch unmöglich war welche zu zeugen.
Mal so als praktische Anregung: Einige Frauenpaare verwenden Inseminationskits für den Hausgebrauch, um auf den "Natursprung" zu verzichten. Es braucht einen Spender, ein Döschen und ein bisschen liebevolle gynäkologische Heimarbeit. Bei dir als mittelbar zeugender Person könnte es aber Probleme mit der Anerkennung der PÄ geben. Die wurden schon mal vom Standesamt rückgängig gemacht, wenn Transfrau danach ein Kind gezeugt hatte.
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 44 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Jaddy hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 14:15
!Marie! hat geschrieben: Fr 15. Feb 2019, 14:00[...]Kinder deshalb nicht, weil es mir schlichtweg psychisch unmöglich war welche zu zeugen.
Mal so als praktische Anregung: Einige Frauenpaare verwenden Inseminationskits für den Hausgebrauch, um auf den "Natursprung" zu verzichten. Es braucht einen Spender, ein Döschen und ein bisschen liebevolle gynäkologische Heimarbeit. Bei dir als mittelbar zeugender Person könnte es aber Probleme mit der Anerkennung der PÄ geben. Die wurden schon mal vom Standesamt rückgängig gemacht, wenn Transfrau danach ein Kind gezeugt hatte.
Hi Jaddy,

danke für den Tipp, aber den Ansatz habe ich/wir nicht...

Auch mein Endo hatte gefragt ob ich nicht vielleicht noch Samen einfrieren lassen möchte.
Meine klare Antwort war nein. Und psychisch würde es auch keinen grossen Unterschied bedeuten
auf welchem der Wege der Nachwuchs zustande kommt.
Ich hätte den biologischen Vaterstatus und den lehne ich auch aus Überzeugung ab..

Ob ich mich mit einem anderen Spender wohl fühlen würde-da muss ich hinspüren, aber adhoc
fällt mir das sehr schwer...

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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 45 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Frieda hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 19:59 Dieses Thema arbeitet in mir nach wie vor.

heike65 hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 19:40 Sorry, wenn ich einen bisexuellen Partner an meiner Seite weiß, und ich Liebe ihn, dann habe ich 2 Optionen:

Ich verlasse ihn, weil ich damit nicht klarkomme
Ich lasse ihm die Freiheit sich sexuell das zu holen was ich ihm nicht geben kann

aber man kann doch nicht verlangen das der Partner im Extremfall auf die Hälfte seiner Sexualität verzichtet.

Wir haben eine gute Freundin die hetero ist, ihr Partner ist stark bi, sie sagte einmal: warum soll ich ihm das verweigern, ich kann es ihm halt nicht geben, warum soll er darunter leiden ?

Und wenn ich deine Worte lese liebe Heike, muss und will ich sagen, dass ich dir zustimme. Du hast recht!

Jedoch kann ich auch sagen, dass ich persönlich unter einer solchen Situation bitterlich leiden würde. Denn ich sage es nicht nur so dahin, sondern es entspricht meiner Natur das ich monogam bin ..und ich bin damit zufrieden und glücklich.

Ich kann und will keinem Wesen vorschreiben wie es leben kann/darf (in der Hoffnung keiner der Beteiligten wird mutwillig verletzt), aber ich weiß für mich persönlich, wo ich meine Grenze der Akzeptanz bzgl meiner Intimität erreiche ..ich hab halt auch meine Fehler.

Namaste🙏
(Ich sprach ruhig und freundlich.)
Hallo Frieda,

Dein Post ist schon ne Zeitlang in meinem Kopf.

Ich kann Dich sehr gut verstehen und möchte Dir zustimmen.
Und als Deinen Fehler bzw. als Fehler überhaupt sehe ich monogam sein ganz und gar nicht.

Habe aber ebenfalls Verständnis für andere Formen der Partnerschaft.

Liebe Grüße
Bea
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