Und dann kam die Frage doch...
Und dann kam die Frage doch... - # 2

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Frieda
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 16 im Thema

Beitrag von Frieda »

Liebe Vicky. 😊

Trotz das ich fiebrig mein Bett hüte, möchte ich dir reagieren, weil ich mich immer sehr über deine Gedanken, deine Meinungen hier freue.

[Liebe Vicky verzeihe es mir bitte, dass ich mich aus Bequemlichkeit jetzt für die einfachere Variante am Handy tippend entschieden habe, und nicht vorbildlich die Zitate wie gewohnt hier anzeige.]


Du hast gleich am Anfang geschrieben "Jedes Tun hat Nachteile für Andere."
Mh für mich hat nicht unser ganzes Tun verletzende Nachteile für Andere. Ich selbst sprach in diesem Beispiel vom bewussten Fremdgehen und das ist in meiner Wahrnehmung verletzend für den/die Partner*in. Und das schlimme für mich ist dabei, dass dieser Schritt nur aus der Begierde heraus entstanden ist und auch noch bewusst.
Denn Marie sagt selbst dass ihre Partnerin "Die Richtige" sei.
Begierde/Gier bedeutet für mich extreme Zuneigung. Ein extremes Verlangen nach etwas, in diesem Fall vermute ich körperliche Anziehung/Lust.

Sich seine Lust zu befriedigen mit Anderen und nicht mit seinem/seiner Partner*in ist in meiner Welt engstirnig und selbstsüchtig.
Als wir uns zu unserem/unserer Partner*in bekannt haben, haben wir klar für ihn/sie eine Mitverantwortung übernommen ...stimme ich dir absolut zu Vicky. Und diese können wir nicht eben mal ablegen und wieder anlegen, so wie es gerade in unseren egoistischen Kram passt.
Und sollte ein Beziehung nicht mehr funktionieren (was passieren kann!), dann finde ich, kann bis zum Ende hin eine faire respektvolle Art zu seinem/seiner Nochpartner*in an den Tag gelegt werden.
Wenn es ein Dritter schafft in eine Beziehung zu funken, bedeutet es für mich nicht, mit diesem dann seine Begierde/Lust sofort zu befriedigen. Für mich ist es fair meiner(n) Partner*in davon in Kenntnis zu setzen und erst wenn die Fronten geklärt sind, ist es für mich gerechtfertigt auch den/die Partner*in im Bett zu wechseln.
Denn! Ich finde es in höchsten Maße egoistisch, sich eine(n) Bettgespielen*in zu halten und erst nachdem diese(r) sich als geeignet herausgestellt hat, dann den sicheren Anker (die bestehende Partnerschaft) loszulassen.

Und für mich persönlich fängt das Übel nicht erst mit dem Begehren eines anderen Wesens an. Für mich liegt das Grundübel in unserem denken zB Partner/Beziehung. Da ist anzusetzen und nicht erst, wenn ein(e) Dritte(r) auf der Tanzfläche dazu kommt.
Beziehung ist und bleibt für mich tägliche Arbeit. In einer Beziehung können wir uns nur zusammen in dieselbe Richtung entwickeln.
Ich für mich brauche mich nur fragen "Was ist mir im Leben wirklich wichtig?", und da wir uns bekanntlich nicht selbst belügen können, wissen wir demzufolge auch ganz genau, was wir uns auf diese Frage selbst antworten.

Wenn Verlangen in uns aufkommt ist das der richtige Moment zu reagieren. Es ist vollkommen egal ob unser Verlangen sexueller Natur ist, oder nach einer Zigarette, ein Stück Schokolade, der Kauf neuer Schuhe oder oder oder. Geben wir diesem Verlangen nach und geben ihm auch noch Bilder in unser Hirn, haben wir verloren. Von da an gibt es nur noch zwei Wege in meinen Augen. Das Verlangen befriedigen oder unterdrücken. Beides verursacht Leid.
Unterdrücken wir das Verlangen verursachen wir einen Konflikt ...stimme ich dir wieder zu Vicky. Leben wir unser Verlangen aus, steuern wir auf ein anderes Leid zu. Leben wir in unserem Verlangen auf Gedeih und Verderb, befriedigen wir unser Verlangen nur kurzfristig. Je mehr Salzwasser wir trinken, umso durstiger werden wir. Ich möchte sagen die Gier ist ein übler Verräter. Befriedigen wir unser Verlangen unsere Begierde, erhalten wir nur eine Atempause. Bis uns das nächste Objekt der Begierde über den Weg läuft. Dieser Weg ist nicht erfolgreich für Niemanden.
Zeigt er uns doch nur eines auf, unsere Unzufriedenheit.
Deswegen sagte ich Anfangs. Das Problem ist nicht das Objekt der Begierde (egal worum es geht). Der Ursprung dieses Übels liegt viel weiter vorn, in irgendeiner Unzufriedenheit, der wir uns bisher nicht gestellt haben.


Das liebe Vicky ist allein meine Meinung!


Und ich möchte mit einem Zitat enden, und zwar deinen Abschlußsatz "Albert Einstein hat einmal gesagt, dass wir Probleme nicht mit den Mitteln lösen können, die uns die Probleme beschert haben. Eine Krise, eine Versuchung ist ein solches Problem, dass nur mit einer anderen Denkweise gelöst werden kann."
... Ich stimme diesem 100%-ig zu.

Namaste🙏



PS: Vielleicht sind unsere Meinungen gar nicht so (extrem) unterschiedlich, sondern nur die Wahl unserer Worte. 😉
PPS: Ich freue mich riesig, weil du beständig hier in unserer Nähe bleibst. 🙏
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Bea Magdalena
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 17 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Liebe Frieda, liebe Vicky,

"Als wir uns zu unserem/unserer Partner*in bekannt haben, haben wir klar für ihn/sie eine Mitverantwortung übernommen"
sehe ich auch so wie Ihr.
Klingt vermutlich wieder altbacken: wenn sich 2 Menschen gegenseitig das Ja-Wort geben, versprechen sie sich gegenseitig, gemeinsam ihren Weg durch 's Leben zu gehen! Jeder von beiden übernimmt damit Verantwortung für den anderen.
Wenn eine Beziehung scheitert, liegt es an beiden, diese respektvoll und verantwortungsbewusst zu beenden.
Bei uns im Dorf sind fast alle Beziehungen meiner Generation gescheitert. Ich fragte mich, was mit einem neuen Partner wohl anders wäre.
- Begierde
- anfängliche Verliebtheit
Im Alltag denke ich, wäre vermutlich gar nicht so viel anders, die gleichen Gewohnheiten (zumindest bei mir, der neue Partner wird wohl andere haben) die gleichen Sorgen und der Tagesablauf wird sich auch kaum ändern.
Nur wegen eines Verlangens die Partnerschaft zu zerstören ist sehr egoistisch und kurzsichtig.

Frieda, Dankeschön für Deinen Post, Du hast die Problematik sehr gut erfasst!

Liebe Grüße
Bea
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 18 im Thema

Beitrag von Christine DarkJoker »

Hallo Frieda, Vicky und Bea

Es ist gut das ihr nicht Fremdgehen werdet und euch auch nicht der Begierde hingibt. Aber wie würdet ihr in Marie's Situation reagieren, wenn die frage kommt würdest du auch wieder mit... schlafen.
Ich würde in Marie's fall meine Partnerin nicht belügen und ihr sagen das ich intresse hätte aber die Beziehung nicht kaputt machen will. Wie würdet ihr die Frage beantworten? Würdet ihr die Wahrheit sagen mit der Gefahr das euer Partner*in sich sorgen um die Beziehung machen könnte oder lieber Lügen zum Schutz der Beziehung auf Kosten des Vertrauens.

Liebe Grüße Christine
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 19 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Irgendwie interessant, dass Männer als völlig andere Bedrohung wahrgenommen werden, als andere Frauen. Ist es eine Art "hat was, was ich nicht habe"?
Frieda
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 20 im Thema

Beitrag von Frieda »

Christine DarkJoker hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 12:09 Hallo Frieda, Vicky und Bea

Es ist gut das ihr nicht Fremdgehen werdet und euch auch nicht der Begierde hingibt. Aber wie würdet ihr in Marie's Situation reagieren, wenn die frage kommt würdest du auch wieder mit... schlafen.
Ich würde in Marie's fall meine Partnerin nicht belügen und ihr sagen das ich intresse hätte aber die Beziehung nicht kaputt machen will. Wie würdet ihr die Frage beantworten? Würdet ihr die Wahrheit sagen mit der Gefahr das euer Partner*in sich sorgen um die Beziehung machen könnte oder lieber Lügen zum Schutz der Beziehung auf Kosten des Vertrauens.

Liebe Grüße Christine
Ich für mich kann dir liebe Chrissi klar, deutlich und ehrlich darauf wie folgt antworten.
Würde es tatsächlich geschehen das ein anderes Wesen mich von Michi ablenken könnte, dann würde ich es sofort offen und ehrlich Michi sagen. Ich würde an mir, mit mir selbst arbeiten (und Michi weiß jetzt schon, dass ich dies sowieso und grundsätzlich jetzt schon tue) um mit Michi zusammen herausfinden zu können, warum es soweit kommen konnte. Ein ganz großer Vorteil unserer Beziehung ist, dass wir reden, reden, reden ....

Das andere Wesen würde von mir nicht die Möglichkeit bekommen sich mir räumlich, körperlich annähern zu können.

Und außerdem habe ich ein viel wichtigeres, größeres, langfristiger Ziel in meinem Leben.
Glaub es oder glaub es nicht! 😊
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 21 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Christine DarkJoker hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 12:09 Es ist gut das ihr nicht Fremdgehen werdet und euch auch nicht der Begierde hingibt. Aber wie würdet ihr in Marie's Situation reagieren, wenn die frage kommt würdest du auch wieder mit... schlafen.
Hi Christine,

das Thema ist aus meiner Sicht nicht die Antwort. Es ist die Frage. Wieso zweifelt Maries Frau ? Welche Ängste zerren an ihr ? Und wie kann man die Zweifel in einen produktiven Prozess überführen ?

Meine Sicht auf eine Beziehung geht in eine andere Richtung. Ich sehe jede Krise und jeden Zeifel als eine Chance für sich selber. Der/die Andere ist nicht dafür da, meine Bedürfnisse zu befriedigen, egal welche das sind. Der Partner ist der Spiegel, den er mir vorhält. Dort liegen meine Entwicklungspotentiale, nicht in der Harmonie. Deshalb bin ich auch nicht der Meinung, dass wie Frieda schreibt: " In einer Beziehung können wir uns nur zusammen in dieselbe Richtung entwickeln." Es geht mMn nicht um dieselbe Richtung. Für mich geht es in einer Beziehung darum, dass ich mich in Richtung meiner eigenen Wahrheit entwickle.

Harmonie bedeutet auch nicht Gleichheit der Gedanken und Gefühle. Es bedeutet, dass man sich in Respekt und Anerkennung der Unterschiede bewusst ist. David Schnarch nennt das Differnzierung. Ulrich Clement ist einer der deutschen Vertreter. Wenn man das radikal denkt, bedeutet es eine große Freiheit für die Partner. Man ist u.a. frei von Klischees und Vorgaben, wie sie aus der Gesellschaft kommen. Krisen bedeuten Zwängungen und zwar Zwängungen, die von mir ausgehen, weil ich innerlich nicht ganz bei mir bin. Übersetzt in die Frage von Maries Frau könnte das bedeuten, dass sie mit ihrer Frage zeigt, dass sie Verlustängste hat und sich selber nicht sicher ist.

Marie kann im Grunde auf die Frage antworten, was sie will. Sie hat verloren. Sie verrät sich oder ihre Frau. Maries Frau drückt mit ihrer Frage Macht aus, da sie scheinbar am längeren Hebel sitzt. Aber gleichzeitig ist sie scheinbar die Bedürftigere, die in einer moralisch starken Position sitzt. Eine verzwickte Situation. Das sind psychologische Spielchen der Erwachsenen. Damit ist kein Vorwurf verbunden.

An Maries Stelle würde ich die Frage vor diesem Hintergrund zurück werfen, denn nur Maries Frau kann die Situation lösen. Wenn sie bereit ist, wird sie ihr eigenes Thema genau an dieser Frage aufhängen. Sie kann aber auch registrieren, dass sich Marie so nicht unter Druck setzen lässt. Ihre Reaktionen könnten dann von Wut bis Enttäuschung gehen. Das Ziel wäre dann, Marie noch mehr unter Druck zu setzen. Ein deutliches Zeichen, sich wirklich mit der eigenen Situation auseinander zu setzen.

Man sollte die Dinge nicht be- und verurteilen. Wie gesagt, es ist ein guter Anlass, neue Wege zu sich selber zu suchen und zu finden. Ich denke, genau das meint Khalil Gibran, wenn er über die Liebe spricht (https://www.patmos.de/pdf/978-3-8436-0499-4.pdf).

Liebe ist Schmerz. Schmerzen die man empfindet, wenn man durch den/die Liebste/n die Stellen im Leben erkennt, an denen man krank ist. Es ist ein harter, steiniger Weg und am Ende steht die Demut. Und diese Demut ist beglückender als alles andere. Ich kenne keinen anderen Weg als die Liebe zu einem Menschen. Nicht dieser Mensch soll mich glücklich machen, sondern er ist der Anlass, dass ich mich heilen kann. Deshalb trage ich keine Forderungen an ihn heran, sondern schenke ihm Dankbarkeit.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 22 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Meine Lieben,

ihr lernt gerade meine schwache Seite kennen, die ich hier im Forum nicht oft zeige.

Im Grund ist das Thema hier nur on top bei der Traurigkeit die mich die letzten Tage
fest hält. Und ich bin gerade zu traurig um hier viel zu schreiben...
Frieda hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 01:00 .....
danke Frieda, das du heute früh via whatsapp trotz Krankheit für mich da warst. (ki)

Heute mittag hatte ich einen längeren EMail-Wechsel mit meiner Therapeutin...




Macht euch keine Sorgen, ich fange mich

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 23 im Thema

Beitrag von heike65 »

Sorry, wenn ich einen bisexuellen Partner an meiner Seite weiß, und ich Liebe ihn, dann habe ich 2 Optionen:

Ich verlasse ihn, weil ich damit nicht klarkomme
Ich lasse ihm die Freiheit sich sexuell das zu holen was ich ihm nicht geben kann

aber man kann doch nicht verlangen das der Partner im Extremfall auf die Hälfte seiner Sexualität verzichtet.

Wir haben eine gute Freundin die hetero ist, ihr Partner ist stark bi, sie sagte einmal: warum soll ich ihm das verweigern, ich kann es ihm halt nicht geben, warum soll er darunter leiden ?
Frieda
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 24 im Thema

Beitrag von Frieda »

Dieses Thema arbeitet in mir nach wie vor.

heike65 hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 19:40 Sorry, wenn ich einen bisexuellen Partner an meiner Seite weiß, und ich Liebe ihn, dann habe ich 2 Optionen:

Ich verlasse ihn, weil ich damit nicht klarkomme
Ich lasse ihm die Freiheit sich sexuell das zu holen was ich ihm nicht geben kann

aber man kann doch nicht verlangen das der Partner im Extremfall auf die Hälfte seiner Sexualität verzichtet.

Wir haben eine gute Freundin die hetero ist, ihr Partner ist stark bi, sie sagte einmal: warum soll ich ihm das verweigern, ich kann es ihm halt nicht geben, warum soll er darunter leiden ?

Und wenn ich deine Worte lese liebe Heike, muss und will ich sagen, dass ich dir zustimme. Du hast recht!

Jedoch kann ich auch sagen, dass ich persönlich unter einer solchen Situation bitterlich leiden würde. Denn ich sage es nicht nur so dahin, sondern es entspricht meiner Natur das ich monogam bin ..und ich bin damit zufrieden und glücklich.

Ich kann und will keinem Wesen vorschreiben wie es leben kann/darf (in der Hoffnung keiner der Beteiligten wird mutwillig verletzt), aber ich weiß für mich persönlich, wo ich meine Grenze der Akzeptanz bzgl meiner Intimität erreiche ..ich hab halt auch meine Fehler.

Namaste🙏
(Ich sprach ruhig und freundlich.)
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 25 im Thema

Beitrag von Michi »

Jaddy hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 12:27 Irgendwie interessant, dass Männer als völlig andere Bedrohung wahrgenommen werden, als andere Frauen. Ist es eine Art "hat was, was ich nicht habe"?
Hallo Jaddy,

genau so ist das wohl. Ich habe da vor Jahren mal Berichte darüber gelesen, auch wenn es damals darum ging, dass die Männer plötzlich "entdeckt" haben, dass sie schwul sind. Es lief darauf hinaus, dass die Frau die vom Partner begehrten Männer als einen "Gegner" empfand, gegen den sie nicht gewinnen kann. Sie kann ihrem Partner nicht das geben, was ihm ein Mann geben kann. Und so oder so ähnlich wird es wohl sein, wenn der Partner der Frau bisexuell ist. Es steht immer die Bedrohung im Raum, dass er sich bei irgendeinem anderen Mann das "holen" möchte, was sie ihm nicht "bieten" kann.


Liebe Grüße
Michi
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 26 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Christine DarkJoker hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 12:09 Hallo Frieda, Vicky und Bea

Es ist gut das ihr nicht Fremdgehen werdet und euch auch nicht der Begierde hingibt. Aber wie würdet ihr in Marie's Situation reagieren, wenn die frage kommt würdest du auch wieder mit... schlafen.
Ich würde in Marie's fall meine Partnerin nicht belügen und ihr sagen das ich intresse hätte aber die Beziehung nicht kaputt machen will. Wie würdet ihr die Frage beantworten? Würdet ihr die Wahrheit sagen mit der Gefahr das euer Partner*in sich sorgen um die Beziehung machen könnte oder lieber Lügen zum Schutz der Beziehung auf Kosten des Vertrauens.

Liebe Grüße Christine
Hallo Christine,

Sry, hab Deine Frage eben erst gelesen.
Schwierige Frage, die Situation kenne ich nicht.
Belügen würde ich meine Frau keinesfalls. Würde aber auch nicht meine Partnerschaft zerstören wollen, d.h. meine r Begierde nicht nachgeben.
Auch wären für mich 2 "Liebschaften" gleichzeitig sehr schwer vorstellbar. Hätte umgekehrt genauso meine Probleme, wenn meine Frau neben mir noch eine Frau lieben wollte.
Wenn ich nicht gefragt werde, würde ich mein Problem vermutlich nicht ansprechen, aber auch nicht ausleben.

Lieben Gruß
Bea
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 27 im Thema

Beitrag von Michi »

heike65 hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 19:40 Ich lasse ihm die Freiheit sich sexuell das zu holen was ich ihm nicht geben kann
Nur mal so eine Frage am Rande:

Warum wird bisexuellen Menschen eigentlich dauernd unterstellt, dass sie immer gleichzeitig was mit Frau und Mann haben müssen?

Nur weil man nicht heterosexuell empfindet bedeutet das doch noch lange nicht, dass man nicht monogam in einer festen Paarbeziehung leben kann, und sich nebenher immer noch anderweitig sexuell vergnügen muss. :?
heike65 hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 19:40 Wir haben eine gute Freundin die hetero ist, ihr Partner ist stark bi, sie sagte einmal: warum soll ich ihm das verweigern, ich kann es ihm halt nicht geben, warum soll er darunter leiden ?
Sorry, ist für mich kein Argument. Da kommt dann der nächste Mann daher und sagt, dass er nicht immer nur Sex mit einer Frau haben kann. Da sollte es doch genau so okay sein, dass er ständig fremd gehen muss.
:((a
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 28 im Thema

Beitrag von heike65 »

MichiWell hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 20:53 Nur mal so eine Frage am Rande:

Warum wird bisexuellen Menschen eigentlich dauernd unterstellt, dass sie immer gleichzeitig was mit Frau und Mann haben müssen?

Nur weil man nicht heterosexuell empfindet bedeutet das doch noch lange nicht, dass man nicht monogam in einer festen Paarbeziehung leben kann, und sich nebenher immer noch anderweitig sexuell vergnügen muss.
Wenn du dein ganzes Leben mit einer/m Partner/in verbringst, aber bi bist, und du nie die möglichkeit hattest das auszuleben , dann würdest du auf einen grossen Teil deiner Sexualität verzichten, oder sehe ich das falsch ? Da lässt man doch dem Partner doch die Freiheit, meine Frau hat doch auch die Freiheit mit einem anderen Mann in die Kiste zu steigen, wer bin ich denn das ich ihr das verwehren würde was ich ihr nicht mehr geben kann ?
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 29 im Thema

Beitrag von Jasmine »

heike65 hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 21:48 ....Da lässt man doch dem Partner doch die Freiheit, meine Frau hat doch auch die Freiheit mit einem anderen Mann in die Kiste zu steigen, wer bin ich denn das ich ihr das verwehren würde was ich ihr nicht mehr geben kann ?
Interessante Aussage, anmerken möchte ich hier aber das meine Partnerin und ich uns die Treue geschworen haben. Somit käme für uns ein Seitensprung nicht in Frage. Wir sind seit meinem Outing noch mehr zusammengewachsen und haben zusammen neue Wege für uns gefunden. Durch unsere tiefe geistige Verbindung sind für uns manche Sachen zweitrangig geworden.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Und dann kam die Frage doch...

Post 30 im Thema

Beitrag von Michi »

heike65 hat geschrieben: Do 14. Feb 2019, 21:48 Wenn du dein ganzes Leben mit einer/m Partner/in verbringst, aber bi bist, und du nie die möglichkeit hattest das auszuleben , dann würdest du auf einen grossen Teil deiner Sexualität verzichten, oder sehe ich das falsch ? Da lässt man doch dem Partner doch die Freiheit, meine Frau hat doch auch die Freiheit mit einem anderen Mann in die Kiste zu steigen, wer bin ich denn das ich ihr das verwehren würde was ich ihr nicht mehr geben kann ?
Die Antwort steckt in dem Teil meines Beitrages, den du nicht zitiert hast.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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