Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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JanaH
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Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 1 im Thema

Beitrag von JanaH » So 10. Feb 2019, 19:02

Hier kennen sie wohl viele, eine schöne Reportage aus Kappeln:

Wie aus Heiko Heike wurde

https://www.shz.de/lokales/schleibote/w ... 96497.html


Disclaimer: Heike möchte, dass Ihr das lesen könnt..

heike65
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Re: Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 2 im Thema

Beitrag von heike65 » So 10. Feb 2019, 19:46

mail adresse zum lesen reicht, ihr braucht kein abo etc

heike65
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Re: Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 3 im Thema

Beitrag von heike65 » So 10. Feb 2019, 22:44

erstaunlich
das reale gelebte scheint nicht so interessant zu sein

Céline
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Re: Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 4 im Thema

Beitrag von Céline » So 10. Feb 2019, 23:51

Hi,
Mail Adresse reicht leider nicht.
Ich finde es aber gut wenn Berichte veröffentlicht werden wo über uns im Grunde als ganz normale Menschen berichtet wird.
Liebe Grüße
Céline
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Ich gehorche dem Herzen.

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Re: Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 5 im Thema

Beitrag von MEL » Mo 11. Feb 2019, 00:22

Moin und Hallo Heike,

find ich ganz prima, dass Du und deine Frau mit diesen großen Schritt in die breite Öffentlichkeit gemacht habt! (ap) (gitli)
Der Artikel stand ja nicht nur im Schleiboten, sondern auch in den anderen Regionalblättern / Tageszeitungen
des shz-Verlags!

Wieder ein Baustein in der Öffentlichkeitsarbeit und gleichzeitig Mutmacher für andere Transpersonen und deren Partner-innen /Angehörige. (yes)

Chapeau und liebe Grüße

Mel

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Re: Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 6 im Thema

Beitrag von heike65 » Mo 11. Feb 2019, 01:11

Den anderen Mut zu machen war der Sinn, vor allem denen die in solch einer Kleinstadt leben.

Und ich denke (nach den gemachten Erfahrungen) lieber in einer Kleinstadt in der dich jeder kennt, die nicht vorhandene Anonymität kann auch schützen
Ein guter Bekannter kam in den Laden und meinte nur: "na ihr superstars...."

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Re: Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 7 im Thema

Beitrag von heike65 » Mo 11. Feb 2019, 20:40

MEL hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 00:22
Moin und Hallo Heike,

find ich ganz prima, dass Du und deine Frau mit diesen großen Schritt in die breite Öffentlichkeit gemacht habt! (ap) (gitli)
Der Artikel stand ja nicht nur im Schleiboten, sondern auch in den anderen Regionalblättern / Tageszeitungen
des shz-Verlags!

Wieder ein Baustein in der Öffentlichkeitsarbeit und gleichzeitig Mutmacher für andere Transpersonen und deren Partner-innen /Angehörige. (yes)

Chapeau und liebe Grüße

Mel
Der Artikel soll höchstwahrscheinlich auch in der Brigitte erscheinen, mal sehen ob das was wird.

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Re: Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 8 im Thema

Beitrag von heike65 » Mo 11. Feb 2019, 21:10

und für die die sich nicht registrieren wollen:
Kappeln | Wie schreibt man über ein transsexuelles Paar, das sich entschieden hat, in einer Kleinstadt wie Kappeln an der Schlei wohnen zu bleiben, nachdem es dort dreißig Jahre lang als Mann und Frau gelebt hat? Alle Sorgen und Zweifel über diese Frage zerstreuen sich nach zehn Minuten des Gespräches am Tisch des Restaurants. Die Leichtigkeit und Ruhe, mit der Heike und Matina Sonnenberg über ihre Geschichte sprechen, überträgt sich, schnell wird aus der anfänglichen Unsicherheit Interesse und Sympathie.

Vor 35 Jahren haben sie sich kennen gelernt, seit 25 Jahren sind sie verheiratet. Damals hieß Heike noch Heiko, und schon in dieser Zeit tauchte der Wunsch, Frauenkleider zu tragen, immer wieder in ihm auf. Er öffnete sich seiner Freundin Matina. Gemeinsam beschlossen sie, Heiko solle den Versuch zu wagen, Frauenkleider zu tragen. Das tat er auch – auf Mallorca. „Das ist ein Testlauf gewesen“, erzählen die beiden. „Wir wollten sehen, wie wir die Blicke der Menschen aushalten können.“ Eigentlich habe das ganz gut geklappt, nur mit Frauenkleidern in den kleinen Speisesaal zu gehen, habe Heiko sich noch nicht getraut.
Wieder zu Hause habe er sein Bedürfnis Frauenkleider zu tragen, eine Weile verdrängen können. Inzwischen gab es Familie, Sohn Maximilian und Tochter Jana. Aus Rücksicht auf seine Kinder unterdrückte Heiko seinen Wunsch, als Frau zu leben. Aber sein Bedürfnis holte ihn mit aller Macht wieder ein. Er konnte nicht mehr schlafen, spürte sich nicht mehr, wurde depressiv. Matina und Heiko beschlossen gemeinsam sein Comingout. Die Kinder nahmen es viel besser auf, als erwartet, erzählt Matina lächelnd. Sie baten lediglich um etwas Zeit, damit sie ihre Freunde selbst darauf vorbereiten können, dass ihr Vater zukünftig Frauenkleider tragen würde. Heiko nahm Rücksicht auf den Wunsch der Kinder.

„Heike schminkt sich viel besser als ich. Ich kann das gar nicht.“
Matina Sonnenberg

Als sich alles normalisiert hatte, nahm Heiko seine neue Identität an und wurde zu Heike. Sie meldete sich in Hamburg zu einem Schminkkurs an, gemeinsam fuhr das Paar dorthin. „Heike schminkt sich besser als ich, ich kann das gar nicht“, stellt Matina lachend fest.

Das Leben mit der neuen Identität wurde für das Paar und ihr Umfeld immer mehr zur Selbstverständlichkeit, als ein schreckliches Unglück geschah: Ihr Sohn Maximilian starb im Alter von 21 Jahren durch einen Verkehrsunfall. Die gewonnene Stärke und Freude über den Mut, sich zu öffnen und die neu gewonnene Identität zu leben, wurde nun von der Trauer überschattet. Maximilian hätte gewollt, dass sie ihr Bedürfnis weiterhin auslebe, erzählt Heike mit leiser Stimme. „Es ist dein Leben Papa“, habe er gesagt. Das Ehepaar rückt dichter zusammen, sie weinen beide.

Nie habe Matina darüber nachgedacht, Heike zu verlassen. Sie genieße die Vertrautheit, liebe das gewohnte tägliche Leben mit ihr. Der gegenseitige Halt gebe ihnen die Kraft, die Trauer über den Tod des Sohnes zu bewältigen. Alles werde gemeinsam gemacht, sei es die Selbsthilfegruppe für Transsexuelle, oder alle notwendigen Schritte, die für die offizielle Änderung der neuen Identität von Heike notwendig sind. Ein Antrag auf Namens- und Personenstandsänderung vom Amtsgericht hätten Gespräche mit den Richtern vorausgesetzt. Teure Gutachten, die mit einer einjährigen psychologischen Betreuung einhergehen, sind vorgeschrieben, damit alle Dokumente wie Sozialversicherung, Geburtsurkunde und Pass auf den neuen Namen und das neue Geschlecht umgeschrieben werden können. Im Juli vergangenen Jahres hatte sie es geschafft. Heike lächelt. „Seitdem bin ich offiziell Frau Heike Sonnenberg.“

In Kappeln habe man es ihnen leicht gemacht, resümiert Matina. Die Menschen seien ihnen wohlwollend begegnet. Mitgliedsausweise umzuschreiben, sei völlig problemlos gewesen. Niemals sei sie auf der Straße angepöbelt worden, wie es zum Beispiel einer transsexuellen Freundin in Hamburg häufig passiere. Das alles hat das Ehepaar gemeinsam durchgestanden. „Heike ist jetzt viel ausgeglichener und zufriedener als vorher“, findet Matina. Das würden auch Freunde und Bekannte immer wieder feststellen. Über eine Operation denkt Heike hin und wieder nach. Matina würde das befürworten, hat aber auch Angst vor den Risiken.

Beim Verlassen des Restaurants gibt es kaum neugierige Blicke, Heike und Matina grüßen in verschiedene Richtungen und werden freundlich zurück gegrüßt. Es hat geschneit und Heike nimmt ihre Matina an die Hand, damit sie nicht ausrutscht. Eben ein ganz normales Ehepaar.

Für Interessierte: Stammtisch geplant

Informationen von Heike Sonnenberg für alle Betroffenen und Interessierten: Für eine Namens-und Personenstandsänderung ist es vorgeschrieben , einen sogenannten Alltagstest zu absolvieren. Das bedeutete für Heike, ein Jahr lang als Frau in der Öffentlichkeit zu leben.Zudem sind zwei kostenintensive psychologische Gutachten sowie eine einjährige Begleitung durch einen Psychologen erforderlich.Geplant ist ein Stammtisch für alle homosexuellen Menschen, Transgender und Intersexuelle. Anmeldungen und Informationen über folgende Mailadresse: Regenbogentreff@gmail.com

– Quelle: https://www.shz.de/22496497 ©2019

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Re: Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 9 im Thema

Beitrag von Gaby Bergmann » Mo 11. Feb 2019, 22:28

Ich konnte mich problemlos registrieren können, war ganz easy. Habe den Artikel gerne gelesen und freue mich für Dich und Euch.

Glückwunsch zum Erreichten, und viel Erfolg auf dem weiteren Weg - wünscht:
die Gaby. (moin)
* ich mach' ein glückliches Mädchen aus mir *

heike65
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Re: Auch in einer Kleinstadt wie Kappeln geht es ...

Post 10 im Thema

Beitrag von heike65 » So 17. Feb 2019, 15:50

Ich hab gestern Abend eine ganz tolle e-mail erhalten.
Olivia hat sich gemeldet. Ich hatte ihren Chef (der wohl emphatischte und offenste Mensch den ich kenne, sonst hätte ich das auch nicht gewagt) gebeten ihr den Artikel zu zeigen, sie hatte aber Blockunterricht in der Berufsschule, so hat er ihr den Artikel auf ihren Arbeitsplatz gelegt.
Am Freitag ist sie wieder an ihren Arbeitsplatz gekommen, Artikel gelesen und sich anschliessend als Transmann Jonah geoutet, alles ging problemlos, ihr glaubt gar nicht wie mich das gefreut hat, einer Seele das jahrelange zaudern erspart.

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