Du schadest deinen Kindern
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Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Vincent
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Du schadest deinen Kindern

Post 1 im Thema

Beitrag von Vincent »

So direkt wie in der Überschrift kam der Vorwurf nicht, als ich am Wochenende ein langes Gespräch mit einem guten Freund hatte, es war für mich aber die Essenz.

Was hatte sich ereignet?

Ich habe meinen Freund und seine Familie nach Langem mal wieder besucht, was aufgrund der Entfernung >1000km immer einen gewissen Aufwand darstellt. Meinen Jüngsten hatte ich auch dabei.

Als wir am Abend zusammen saßen, ich wie gewohnt in Leggings und Longshirt, der Rest der Anwesenden "normal", kam mein Sohn ums Eck und präsentierte stolz sein neues, rosanes Kleid mit Wendepailletten, das ich ihm, auf seinen Wunsch hin genäht hatte und das er unbedingt einpacken wollte.


Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://mybon.de/forum/roklma.jpg


Eigentlich wollte er es schon auf der Reise tragen, ich hatte allerdings aufgrund von Temperatur und Strapazierfähigkeit abgeraten.

Die Begeisterung für das Kleid war groß, vor allem bei der weiblichen Hälfte der Familie meines Freundes, Ablehnung aber auch nicht vom Rest zu spüren.

In all den Jahrzehnten seit wir befreundet sind, war meine Kleidung, oder Kleidung und Aussehen allgemein, noch nie ein Thema bei uns.
Bis zu diesem Zeitpunkt.

Im Laufe des Abends wurde meine Kleidung, mein langes Haar, der gelegentliche Nagellack usw. zum Thema und ich war überrascht von der Aussage, dass ich ja kein wirklicher Mann sei, manchmal schon fast ein bisschen weiblich. Nur rein optisch könnte er sich mich nicht als Frau vorstellen.
Ich war etwas überrascht"¦
Soweit der angenehme Teil des Abends.

Dann wurde mein Sohn zum Thema:
Natürlich sei es gut, dass er sich kleiden dürfe wie er wollte, und ich ihm auch ungewöhnliche Wünsche erfüllen würde, und ich ihm nicht verböte Sachen auszuprobieren.
ABER, da ich ihm schon kein wirkliches Vorbild sei, was gesellschaftlich üblich sei, sollte ich ihm wenigstens das vermitteln.
Ihm gerade im Bereich des Genderausdrucks so viele Freiheiten (alle mMn) zu lassen würde ihn, wenn er auf die falschen Leute trifft, zu sehr verunsichern, er wüsste ja nicht was normal sei.
Ich würde ihn förmlich dazu drängen sich gegen die Regeln der Gesellschaft zu verhalten.

Summa Summarum würde ich ihm nicht die richtigen Maßstäbe an die Hand geben, um in der Gesellschaft, die einfach noch nicht weit genug sei, für Leute wie mich, bestehen zu können. Es sei zwar sehr bedauerlich dass die Welt so engstirnig, konservativ und "böse" sei, im Hinblick auf das Wohl eines Kindes sollte man aber klein beigeben.

Wir haben noch eine Weile diskutiert, wobei ich vermitteln wollte, dass sich in der Gesellschaft auch nichts ändern wird, wenn keiner aufmuckt, die Gegenfrage kam in dem Sinn, ob ich auch sonst gegen eine bewaffnete Truppe als erster in der Reihe anrennen würde, mit meinem Kind an der Hand.

VG
Vincent
Dolores59
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 2 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Hi Vincent,

Im Grunde ist Dein Freund gegen Deine Kleidung/Deinen Lebensstil und schiebt Deinen Sohn vor. Weil er meint, Dich auf diesem Weg anpassen zu können.

Natürlich wird Dein Sohn früher oder später auf die falschen Leute treffen. Es ist Deine Aufgabe, ihn auf Gegenwind vorzubereiten und ihn zu unterstützen.

Aber nicht dadurch, ihm durch vorauseilendem Gehorsam gegenüber den Erwartungen anderer Leute die Freude an Kleidern auszureden.

Sondern ihm klar zu machen, dass die meisten Menschen kleidungstechnisch angepasst leben und mit Individualisten nicht immer was anfangen können.

Gut ist es auch, wenn Du für ihn ein Männerbild darstellst, dass auch "weibliche" Attribute umfasst.

Aber das tust ja schon.

Ich finde es gut, das Du ihm das Paillettenkleid genäht hast. Denn auch Jungs können Freude an Glitzerndem haben. Wieso auch nicht?

Wir haben regelmäßig unseren Enkelsohn im Haus. Für ihn bin ich Opa in Frauenkleidung.

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 3 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Vincent hat geschrieben: Mi 6. Feb 2019, 17:19 ...................ABER, da ich ihm schon kein wirkliches Vorbild sei, was gesellschaftlich üblich sei, sollte ich ihm wenigstens das vermitteln.
.................. er wüsste ja nicht was normal sei.
.................. gegen die Regeln der Gesellschaft zu verhalten.
...................nicht die richtigen Maßstäbe an die Hand geben, um in der Gesellschaft, die einfach noch nicht weit genug sei, für Leute wie mich, bestehen zu können.
...................sollte man aber klein beigeben.
Ich hatte sie schon vergessen, die Sätze und noch viele mehr mit denen meine Eltern mich zwangen die männliche Rolle im Leben zu spielen.
Immer legitimiert mit dem Satz, ich solle die Fassade eines guten Elternhauses nicht beschmutzen.

Wie weit die Gesellschaft ist oder auch nicht, ich habe nur dieses eine Leben und keine Lust und Zeit eine Rolle zu spielen.
Seit meinem Outing habe ich sehr viele Freunde, Arbeit und Familie verloren, aber auch viele neue Freunde gefunden.
Ich bin wie ich bin und lebe glücklich mit meiner Partnerin meinen Traum, mein Leben. In einem Umfeld das mich akzeptiert hat.
Liebe Grüße Jasmine
Marlene K.
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 4 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Danke, Vincent, dass Du Deinen Sohn bestärkst, sich auszuprobieren und er selber zu sein.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Frieda
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 5 im Thema

Beitrag von Frieda »

Hallo Vincent.
Als erstes würde ich mich gern erkundigen, wie es dir Vincent und deinem Jungen jetzt geht?
Redet ihr beide evtl darüber?

Ich finde Dolores ihre Worte richtig ..unsere Kids auf Gegenwind vorzubereiten.👍

In meiner Wahrnehmung hat dein Junge Gefallen an Kleidung egal welcher Art und ich vermute, dass er dafür auch ein mutiges Herz in sich trägt. Für mich wäre es eine Schande, so eine wertvolle und überstrahlende Fassette in einem Wesen zu verstecken, wegen der Engstirnigkeit Anderer.


Darf ich bitte sagen, dass ich diese Gegenfrage die du am Ende hier erwähnst vermutlich nicht ganz verstehe?
Vincent hat geschrieben: Mi 6. Feb 2019, 17:19 Wir haben noch eine Weile diskutiert, wobei ich vermitteln wollte, dass sich in der Gesellschaft auch nichts ändern wird, wenn keiner aufmuckt, die Gegenfrage kam in dem Sinn, ob ich auch sonst gegen eine bewaffnete Truppe als erster in der Reihe anrennen würde, mit meinem Kind an der Hand.
Könnte es sein, dass man dich fragte, ob du freiwillig mit deinem Sohn dich lebensmüde verhalten würdest?


BTW: ich mache mir echt manchmal Gedanken, wieviel Wesen unter der Inakzeptanz von Freunde und Familie leiden. Und wieviele deswegen Trost in Rauschmitteln (egal welcher Art) suchen.


Leider durchleben mein 7-jähriger Sohn und ich im Moment, wie eine Vertretungslehrerin den Mut meines Sohnes rabiat zerstört hat und er sein Vertrauen in die Schule verloren hat.
Deshalb Vincent möchte ich dich und deine(n) Jungen gern weiterhin motivieren können, den Mut bitte niemals zu verlieren ..er ist etwas extrem wertvolles in und für uns!
Namaste🙏
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 6 im Thema

Beitrag von triona »

Ein scheinheiliger Tropf ist das, dein "Freund". Die lange Reise würde ich mir an deiner Stelle in Zukunft ersparen.

Wie Dolores u.a. schon sagten, Vorbereitung auf Gegenwind ist die richtige Maßnahme, nicht Anpassung in vorauseilendem Gehorsam.


@ Frieda:
Was hat diese Lehrerin sich denn mit deinem Sohn gelappt?
Oder gehört das nicht hier her?


liebe grüße
triona
Frieda
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 7 im Thema

Beitrag von Frieda »

triona hat geschrieben: Mi 6. Feb 2019, 21:37
@ Frieda:
Was hat diese Lehrerin sich denn mit deinem Sohn gelappt?
Oder gehört das nicht hier her?


liebe grüße
triona
Es ist ein zwischenmenschliches Problem. Durch ihr Auftreten, ihr Verhalten, ihre Wortwahl, ihre Tonart zu meinem Sohn (und auch zu mir) weigert er sich nun seit paar Tagen in die Schule zu gehen, vor allem wenn der Unterricht mit dieser Lehrerin auf dem Stundenplan steht.
Ich versuche ihn mit behutsamen, feinfühligen Druck zu motivieren und Versuche zu starten, es wieder zu probieren, aber sein Körper reagiert sofort sichtbar.
Montag klammerte er sich bitter weinend an den Türrahmen des Klassenzimmers, weil er panisch Angst hatte. Gestern weigerte er sich komplett in die Schule zu gehen, weil die Unterrichtsstunde mit dieser Dame bevorstand.

Ich habe keine Ahnung, wie ich ihn noch motiviert bekomme, ich bin mit meinem "Latein" am Ende.😔
Am Montag habe ich einen Termin beim Schulamt. Ich warte auch noch auf einen Termin beim Direktor. Außerdem denke ich darüber nach über die Diakonie bei uns, vielleicht ein paar psychologische Gespräche für meinen Sohn organisiert zu bekommen.
Denn mein Sohn hat all seinen Mut verloren.


Entschuldige bitte Vincent🙏, weil ich Triona kurz reagierte.
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 8 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Hallo Frieda,

Hab eben den 👍 zu Deinem Beitrag gesetzt. Es ist kein "gefällt mir" damit gemeint, ganz im Gegenteil: Danke, dass Du uns teilhaben lässt.
Wir fühlen mit Dir!
Hab mit meiner Liebsten diskutiert, wir wünschen Deinem Sohn und auch Dir von ganzem Herzen, dass Ihr die Krise bewältigen könnt!

Namaste 🙏
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 9 im Thema

Beitrag von SusaneB »

So ein Gespräch hatte ich mit meiner besten Freundin auch nur das es von mir aus ging, ich hatte sie gefragt ob es für sie ok wäre wenn ihre Kinder mich so sehen würden. Dabei kam dann raus das ihr Sohn auch schon mal sagte, dass er gerne mal ein Kleid anziehen würde, weil er sie schön fände.
Also hatte sie dieses Gespräch, von wegen wie andere auf so was reagieren würden mit ihm geführt. Was ich sehr gut finde, dass kindliche Neugier nicht gleich im Keim erstickt wird, nur um evtl. negative Erlebnisse zu vermeiden.
Hätte mir damals gesagt das ich alles ausprobieren soll wo rauf ich Lust habe, wäre sicher so einiges anders gelaufen.
Man soll halt verpassten Chancen nicht hinter her weinen, aber manchmal denk ich mir was alles anders/besser gelaufen wäre, wenn mir mehr Mut zugesprochen worden wäre.
Ich finde deinen Umgang ganz toll mit deinem Sohn.
Nun kennen mich die Kinder halt im Fummel und es ist kein Thema für sie.
Anja
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 10 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin) Vincent,

zuerst einmal: Ein tolles Kleid! Ich kann deinen Sohn verstehen. Sieht sehr schick aus (he)

Zu der anderen "Sache", finde ich, Jasmine hat das in meinen Augen schon gut zusammengefasst, ich übernehm das mal ganz frech:
Vincent hat geschrieben: Mi 6. Feb 2019, 17:19 ...................ABER, da ich ihm schon kein wirkliches Vorbild sei, was gesellschaftlich üblich sei, sollte ich ihm wenigstens das vermitteln.
.................. er wüsste ja nicht was normal sei.
.................. gegen die Regeln der Gesellschaft zu verhalten.
...................nicht die richtigen Maßstäbe an die Hand geben, um in der Gesellschaft, die einfach noch nicht weit genug sei, für Leute wie mich, bestehen zu können.
...................sollte man aber klein beigeben.
DIese ganzen Aussagen sind äußerst anmaßend, milde ausgedrückt. Für mich ist das schon emotionale Erpressung. Der Thread-Titel drückt es schon richtig aus.
Ich hätte da Schwierigkeiten gehabt ruhig zu bleiben. Ich hoffe dein Sohn hat davon nicht allzu viel mitbekommen :(

Wir sind doch super Vorbilder, wir erlauben unseren Kinder sich frei zu entfalten. Dieses "Konzept" wird ja z.B. auch in den Kita's gelebt. Dann kommen sie zur Schule und sollen nun alle im Gleichschritt marschieren (der Norm entsprechen). Und nach der Schule wundert man sich dann, wo die Individualität geblieben ist.
Auf einer Geburtstagsparty, wo unser Großer (und die Eltern mit) eingeladen war, erlebte ich eine Szene, die ich immer noch im Kopf habe. Damals war das Geburtstagskind 3 geworden, damals der beste Freund unseres Großen. In einem Moment weinte er, er hatte sich weh getan. Was genau passiert ist, habe ich nicht mitbekommen. Aber wie es dann weiter ging, bekam ich schon mit. Der Vater lief zu seinem weinenden Stöpsel, aber nicht um ihn zu trösten. Er nahm sein Gesicht in die Hände, wischte ihm mit den Daumen die Tränen aus den Augen und sagte: "Nicht weinen! Du bist doch kein Mädchen!" Ich war ziemlich erschüttert ob dieser Szene. Ein knapp 3-Jähriger, der nicht weinen darf, wenn er sich weh tut..? Naja, ich mische mich nicht in die Erziehungsmethoden anderer ein, aber ich tröste meine Kinder in so einem Fall!
Und das finde ich auch übergriffig von deinen Freunden. Sie mischen sich ja nicht nur in deine Erziehungsmethoden ein, die Argumente sind einfach lächerlich und verletzend.
Unser Großer (im letzten Kita-Jahr), muss sich auch schon mit solchen "Regeln" auseinandersetzen. Er hat für einen Jungen (relativ) lange Haare und trägt auch gern mal einen kleinen Zopf. Wenns dann auf zur Kita geht muss der aber wieder raus, weil sich sonst "die anderen" über ihn lustig machen und ihn als Mädchen betiteln. Das macht einen echt traurig. So früh wird man quasi schon "verbogen"
Unsere Kids haben schon ihren eigenen Kopf und wir versuchen sie größtenteils so individuell zu unterstützen, wie sie sind.
Unser Sohn hatte übrigens auch schon mal ein Kleid von mir an, weil ers schön fand (he)
Den einzigen "Schaden", den wir verursachen, ist unseren Kindern aufgrund unser persönlichen Betroffenheit, mehr Freiheiten zuzugestehen, als z.B. nicht so wie der Vater von der obigen Geburtstagsparty...

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 11 im Thema

Beitrag von Simon(e) »

Hallo zusammen,

mir kommen die Tränen, wenn ich sowas lese, liebe Frieda.
Das ein Kind so psychisch leiden muss finde ich einfach nur schlimm!!!
Ich wünsche euch ganz viel Kraft, dass ihr dies gemeinsam meistert und euch nicht
unterkriegen lasst.

Und dir Vincent wünsche ich auch alles Gute!!
Ich finde es großartig, wie du und dein Junge miteinander umgeht!!
Lass euch von niemandem vorschreiben, wie ihr zu leben habt!!!


Ganz liebe Grüße
Simon(e)
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 12 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Simon(e) hat geschrieben: Do 7. Feb 2019, 14:14 Lass euch von niemandem vorschreiben, wie ihr zu leben habt!!!
Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können (yes)

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 13 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Der Vater lief zu seinem weinenden Stöpsel, aber nicht um ihn zu trösten. Er nahm sein Gesicht in die Hände, wischte ihm mit den Daumen die Tränen aus den Augen und sagte: "Nicht weinen! Du bist doch kein Mädchen!"
Das ist eine zutiefst sexistische, mädchenverachtende Aussage. So werden frauenverachtende Machos erzeugt.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 14 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe Dolores,
ganz so hart würde ich nicht urteilen:
"nahm sein Gesicht in die Hände..." - ist doch schon ein gutes Stück Trost!
..kein Mädchen: seh ich jetzt nicht als frauenverachtend an: Ausschalten fast jeglicher Empathie haben wir im 1000-jährigen-Reich erlebt:
brauchen wir NIE wieder! .. den Mädels wird Empathie sowie Tränen zugestanden - Mitgefühl, ist wichtig bei der Pflege von Kindern, Alten und Kranken - ohne die als "weiblich" konnotierten Skills überlebt eine Gesellschaft nicht! Der "Kurze" wird allerdings ziemlich gefordert und ins traditionelle Rollenklischee gedrängt - ich hoffe, daß es nicht zu hart für ihn wird (und er im Lauf seiner Entwicklung auch noch andere Verhaltensmuster lernt)!
Wenn man einer Frau eine eher emotionale Reaktion zutraut, heißt das nicht, daß sie zu einer rationalen Reaktion nicht in der Lage ist.

den worst case wünsche ich niemand: TRIAGE - wieviele % krieg ich lebend durch, wenn ich die eher hoffnungslosen Fälle opfere?
Dolores59 hat geschrieben: Do 7. Feb 2019, 15:35
Der Vater lief zu seinem weinenden Stöpsel, aber nicht um ihn zu trösten. Er nahm sein Gesicht in die Hände, wischte ihm mit den Daumen die Tränen aus den Augen und sagte: "Nicht weinen! Du bist doch kein Mädchen!"
Das ist eine zutiefst sexistische, mädchenverachtende Aussage. So werden frauenverachtende Machos erzeugt.
Ich wünsche allen, daß sie mit der richtigen Mischung aus harten und weichen Skills aufwachsen!
- und im Fall der Fälle die richtige Seite aktivieren!

LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: Du schadest deinen Kindern

Post 15 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Liebe Elly,

im Grunde müsste ich noch härter formulieren. Denn die Aufforderung an den Jungen, nicht zu weinen, ist in meinen Augen eine seelische Verletzung. Wieso soll ein Junge nicht weinen dürfen? Kein Wunder, dass es Männer gibt, die empathische "Krüppel" sind, die ihre Gefühle in sich hineinfressen. Das ist mindestens ungesund und im schlimmsten Fall gefährlich.

Es gibt Kulturen, in denen Männer ihre Trauer öffentlich zeigen und dabei weinen. In diesem Punkt könnten wir Westeuropäer durchaus unseren Blickwinkel verändern.

LG
Dolores
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