Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ? - # 2
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Jaddy
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?
Prinzipiell braucht es keine F64.* Diagnose für eine Hormontherapie, sondern lediglich eine Arztperson, die das Rezept ausstellt. Und das darf jede zugelassene. Zwar sollte - Behandlungsempfehlung - eine psychologische Begleitung erfolgen, aber meines Wissens gibt es keine zwingenden Vorschriften dafür. Ich zum Beispiel habe keine. Ob die verschreibende Person bei eventuellen emotionalen Krisen in Haftung genommen werden kann ist wohl fraglich, denn einen direkten Zusammenhang wird man kaum beweisen können. Die körperlichen Risiken von Östradiol sind je nach Darreichung nicht so dramatisch. Blutbild, Hormonlevel und Thrombophiliefaktoren sollte man aber vielleicht im Auge behalten. Das machen die Mediziner_innen übrigens hauptsächlich, um bei irgendwelchen Überraschungen nachweisen zu können, dass sie keine bekannten Gegenanzeigen übesehen haben.
Hormone sind aber keine magischen Verwandlungspillen. Der Körper verändert sich in gewissem Maße, aber nicht grundlegend. Und auch wenn man emotional "gefühliger" wird, ist man nicht plötzlich "Frau" dadurch. Am ehesten könnte man vielleicht sagen, dass das eigentliche Wesen etwas besser hervortritt und die Schale abwirft. Wie viel davon Placebo ist wäre sicherlich Futter für viele Studien und schwer nachweisbar. Aber letztlich bleibt man der gleiche Mensch.
Die zentrale Frage ist: Was genau will man erreichen? Die körperlichen Wirkungen lassen sich einigermassen prognostizieren, aber auch nicht 100%ig. Die seelischen meines Erachtens gar nicht. Und zur Orientierung mal ein paar Wochen Östrogen nehmen wird ziemlich sicher nicht funktoinieren.
Hormone sind aber keine magischen Verwandlungspillen. Der Körper verändert sich in gewissem Maße, aber nicht grundlegend. Und auch wenn man emotional "gefühliger" wird, ist man nicht plötzlich "Frau" dadurch. Am ehesten könnte man vielleicht sagen, dass das eigentliche Wesen etwas besser hervortritt und die Schale abwirft. Wie viel davon Placebo ist wäre sicherlich Futter für viele Studien und schwer nachweisbar. Aber letztlich bleibt man der gleiche Mensch.
Die zentrale Frage ist: Was genau will man erreichen? Die körperlichen Wirkungen lassen sich einigermassen prognostizieren, aber auch nicht 100%ig. Die seelischen meines Erachtens gar nicht. Und zur Orientierung mal ein paar Wochen Östrogen nehmen wird ziemlich sicher nicht funktoinieren.
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Michelle_Engelhardt
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?
Nur mal so zur Info:
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Einen schönen Sonntag wünscht
Michelle
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?
Michelle_Engelhardt hat geschrieben: So 27. Jan 2019, 07:09 Der / die TE war zuletzt im November 2017 online![]()
aber andere werden es vielleicht lesen .....
Liebe Grüße
Vanessa
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Lavendellöwin
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?
Hmm und vielleicht wollte uns Steffi was sagen??VanessaL hat geschrieben: So 27. Jan 2019, 07:44Michelle_Engelhardt hat geschrieben: So 27. Jan 2019, 07:09 Der / die TE war zuletzt im November 2017 online![]()
....
aber andere werden es vielleicht lesen .....
Liebe Grüße
Vanessa
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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nicole.f
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Re: Hormontherapie mit der Diagnose F64.1 ?
F64* wird es bald gar nicht mehr geben, alle Diagnose außer F64.0 waren anerkanntermaßen unnötig, stigmatisierend und falsch.
Die Frage ob gegengeschlechtliche Hormone eine sinnvolle Therapie darstellen oder nicht, darf nicht von der Diagnose ausgehen, sondern von der Verfasstheit der Person, die danach fragt. Das kann man nicht monokausal mit einer stark vereinfachenden Diagnose machen.
Ich bin seit Jahren eine Verfechterin des informierten Einverständnisses (engl. informed consent). In diesem Modell kommt man ohne fremdbestimmte Diagnosen aus, es zählt nur, was der_die Patient_in selbst wünscht. Wie das genau durchgeführt werden kann, kann man hervorragend in den Hormone Protocols des Callen Lorde Health Center lesen:
https://callen-lorde.org/transhealth/
speziell hier:
http://callen-lorde.org/graphics/2018/0 ... s-2018.pdf
(alles Englisch, tut mir leid, in Deutschland gibt es soetwas noch nicht
Liebe Grüße
nicole
Die Frage ob gegengeschlechtliche Hormone eine sinnvolle Therapie darstellen oder nicht, darf nicht von der Diagnose ausgehen, sondern von der Verfasstheit der Person, die danach fragt. Das kann man nicht monokausal mit einer stark vereinfachenden Diagnose machen.
Ich bin seit Jahren eine Verfechterin des informierten Einverständnisses (engl. informed consent). In diesem Modell kommt man ohne fremdbestimmte Diagnosen aus, es zählt nur, was der_die Patient_in selbst wünscht. Wie das genau durchgeführt werden kann, kann man hervorragend in den Hormone Protocols des Callen Lorde Health Center lesen:
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nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
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