Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
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Cybill
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Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Auf Twitter habe ich gerade folgenden Artikel entdeckt:
https://twitter.com/hommer_ich/status/1 ... 64033?s=19
Darauf konnte ich nur so antworten:
https://twitter.com/MexCybill/status/10 ... 08192?s=19
Schönen Abend noch!
Cybill
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Schönen Abend noch!
Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!
Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Bibi Melina
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hallo cyill
Trans sein soll Mode sein das ich net wiehere
da stelle ich mir eindeutig ein paar fragen
1) Was ist mit den leuten die tatschächlich im falschen Körper geboren sind?
2) der leidensdruck ist der dann auch nur gespielt?
3) und die dritte und wichtigste Frage ist Wenn das ganze nur Mode ist wieso lassen die betroffenden Personen die Op machen?
lg Hexemelina
PS: auf die antworten bin ich mal gespannt
Trans sein soll Mode sein das ich net wiehere
da stelle ich mir eindeutig ein paar fragen
1) Was ist mit den leuten die tatschächlich im falschen Körper geboren sind?
2) der leidensdruck ist der dann auch nur gespielt?
3) und die dritte und wichtigste Frage ist Wenn das ganze nur Mode ist wieso lassen die betroffenden Personen die Op machen?
lg Hexemelina
PS: auf die antworten bin ich mal gespannt
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du
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Laila-Sarah
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hallo Melina,Hexemelina hat geschrieben: Mo 21. Jan 2019, 21:37 Hallo cyill
Trans sein soll Mode sein das ich net wiehere
da stelle ich mir eindeutig ein paar fragen
1) Was ist mit den leuten die tatschächlich im falschen Körper geboren sind?
2) der leidensdruck ist der dann auch nur gespielt?
3) und die dritte und wichtigste Frage ist Wenn das ganze nur Mode ist wieso lassen die betroffenden Personen die Op machen?
lg Hexemelina
PS: auf die antworten bin ich mal gespannt
die Antworten wirst du in DIESEM Forum kaum kriegen. Aber ich kann dir ja mal die gängigen Argumente unserer Besserwisser weitergeben.
Vermutlich würden sie so antworten:
1) Alles nur grünversifter Genderwahn. Die Leute sind sowas wie Hypochonder im Genderbereich. Alles Einbildung.
2) Ja um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Weil sie es sonst nicht kriegen
3) Was für eine blöde Frage: Weil sie der Mode folgen, Duh
So denken sie. Da hilft alles wiehern nicht (Aber vielleicht ein Huftritt in die ...)
VlG
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I have big dreams and a small world in between
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Humpty63
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hi Cybill,Cybill hat geschrieben: Mo 21. Jan 2019, 21:09 Auf Twitter habe ich gerade folgenden Artikel entdeckt:
https://twitter.com/hommer_ich/status/1 ... 64033?s=19
Darauf konnte ich nur so antworten:
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Schönen Abend noch!
Cybill
Gut gebrüllt, Löwin!
Der Thread erinnert mich an die fürchterlichen Diskussionen und ernsthaften Pläne des Narzissten im Weißen Haus, den Presidenten FAKER der USA, der praktisch das Rad der Geschichte wieder zurückdrehen möchte, alle Errungenschften der Anerkennung von TG / TI Menschen als obsolet betrachtet, per Dekret am Congress vorbei, einzig und alleine ZWEI unveränderbare Geschlechter anerkennen will und die GAOP als wider den christlichen Glauben und seine Dogmen verdammt!
Neben anderen wirren Ein- und Ausfällen des DT, hat das Vorhaben die gesamte LGBTQI Community der USA zuerst geschockt, dann mobilisiert und inzwischen auf die Straßen gebracht. Aber leider ist dieser "Trend" nicht nur auf die USA beschränkt, es gibt auch bei uns in Euroland wieder Versuche die mühsam erkämpften Horizontwerweiterungen in Genderfragen zu hinterfragen.
Viele liebe Grüße
Humpty
„You only realize how strong you are, when STRENGTH remains the only thing that you really have left!“
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susanneb
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Ups, Cybill
da hast du dich aber schwer geärgert. So eine Antwort auf einen Artikel hätte ich nun nicht erwartet. Das ist doch die Sprache, derer denen die Argumente fehlen.
Ich hoffe doch nicht, dass du als Polizistin und Phsychologin so eine Art nötig hast. Deinen Frust bist du vieleicht los, mehr auch nicht.
Schade, da hätte ich gedacht das geht auch anders. Oder ist das die berühmte Berliner Schnauze.
Was soll es, jede so wie sie meint das es richtig ist.
Nichts für ungut
Susanne
da hast du dich aber schwer geärgert. So eine Antwort auf einen Artikel hätte ich nun nicht erwartet. Das ist doch die Sprache, derer denen die Argumente fehlen.
Ich hoffe doch nicht, dass du als Polizistin und Phsychologin so eine Art nötig hast. Deinen Frust bist du vieleicht los, mehr auch nicht.
Schade, da hätte ich gedacht das geht auch anders. Oder ist das die berühmte Berliner Schnauze.
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Albert Einstein
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
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Nicole Fritz
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hallo Laila,Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 21. Jan 2019, 22:09 1) Alles nur grünversifter Genderwahn. Die Leute sind sowas wie Hypochonder im Genderbereich. Alles Einbildung.
2) Ja um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Weil sie es sonst nicht kriegen
3) Was für eine blöde Frage: Weil sie der Mode folgen, Duh
So denken sie. Da hilft alles wiehern nicht (Aber vielleicht ein Huftritt in die ...)
ja genau so denken sie. Und davon wird sie auch keiner Abbringen. Auch kein Huftritt in ihre empfindlichste Stelle oder sonst irgendwelche Gewalt. Irgendwie kann man nur hoffen, dass sie bald so nach und nach aussterben. Aber die Entwicklung scheint anders herum zu laufen. Oder schreien sie einfach nur immer lauter?
Vielleicht sollten alle, die immer noch still vor sich hin leiden und wegen Depressionen ihren Hintern nicht hoch bekommen, auf die Straße gehen und ihren Frust hinaus brüllen. Das ist aber leichter gesagt als getan. Ich denke da an meinen etwas lächerlich wirkenden Auftritt letzten Sommer bei einer Schwulen- und Lesben-Demo beim CSD in Koblenz. Da war Nicole das erste Mal in Fernsehen! Aber das Gefühl lächerlich zu wirken kommt sicher daher, wie Eltern oder Bekannte früher diesen "dummen" Auftritt eines "von seinem Weg abgekommenen und verwirrten Mannes" kommentiert hätten.
ABER: Ich habe etwas getan und werde weiter immer wieder etwas tun. Und sollte es wieder einmal "lächerlich" wirken, dann soll es eben so sein. Mit solchen Kommentaren hat man mich schon als Kind immer wieder klein gekriegt. ALSO: Lieber lächerlich als stumm. Und nur wer regelmäßig übt, wird besser!
LG Nicole
PS: @Cybill, es war übrigens ein erhabenes Gefühl zu erleben, wie die Polizei die Straßen absperrte und damit den Weg für mich und meine Mitstreiter/innen frei machte.
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Christian
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hallo Miteinander,
es handelt sich um einen Bericht bestehend aus sieben Seiten (inkl. Fotos). Davon sind vier Seiten Interview mit dem Kinderpsychiater (leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Klinikum der Universität München) und zwei Seiten über ein Kind, welches der Psychiater bei der Geschlechtsanpassung vom Mädchen zum Jungen begleitete. Es handelt sich um die aktuelle Ausgabe des Magazins. Die Artikel befinden sich auf den Seiten 48 ff. Die Überschrift dieses Threads trifft die Aussage nicht auf den Punkt. Der Psychiater stellt sich vielmehr die Frage, ob die Verfünffachung der Diagnose einzig und allein mit einer offeneren Gesellschaft zusammenhängt oder auch andere Gründe ihren Anteil haben könnten. Es geht als nicht um Trans als Solches, sondern um den Anstieg der Zahlen.
Gegenüber Pubertätsblockern hat der Psychiater eine kritsche Meinung. DER SPIEGEL schreibt dazu, dass sich die Fachwelt in Befürworter und Gegner spaltet. Journalistisch für die Leser*innen eine interessante Einordnung und Ergänzung.
Jedenfalls wird man sich eine objektive Meinung nur bilden können, wenn man den Artikel vollständig liest.
Liebe Grüße
es handelt sich um einen Bericht bestehend aus sieben Seiten (inkl. Fotos). Davon sind vier Seiten Interview mit dem Kinderpsychiater (leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Klinikum der Universität München) und zwei Seiten über ein Kind, welches der Psychiater bei der Geschlechtsanpassung vom Mädchen zum Jungen begleitete. Es handelt sich um die aktuelle Ausgabe des Magazins. Die Artikel befinden sich auf den Seiten 48 ff. Die Überschrift dieses Threads trifft die Aussage nicht auf den Punkt. Der Psychiater stellt sich vielmehr die Frage, ob die Verfünffachung der Diagnose einzig und allein mit einer offeneren Gesellschaft zusammenhängt oder auch andere Gründe ihren Anteil haben könnten. Es geht als nicht um Trans als Solches, sondern um den Anstieg der Zahlen.
Gegenüber Pubertätsblockern hat der Psychiater eine kritsche Meinung. DER SPIEGEL schreibt dazu, dass sich die Fachwelt in Befürworter und Gegner spaltet. Journalistisch für die Leser*innen eine interessante Einordnung und Ergänzung.
Jedenfalls wird man sich eine objektive Meinung nur bilden können, wenn man den Artikel vollständig liest.
Liebe Grüße
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Marielle
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Namd zusammen,
Objektiv kann meine Meinung deswegen zwar immer noch nicht sein, weil's halt meine Meinung ist, aber die ist: Der Typ versucht auf subtile Weise sein binäres und cis-normatives Weltbild zu verbreiten. Bis zu dem Punkt, an dem er inter- und transgeschlechtliche Menschen auseinander zu dividieren versucht (Seite 52, Mitte, unter dem Bild), waren seine Statements weitgehend OK. Ab diesem Punkt kam aber nur noch normativer Unsinn; da hat er sich wohl sehr sicher gefühlt.
Besonders bemerkenswert fand ich (meine Frau auch), dass er einem (von ihm selbst hypothetisch unterstellten) Jungen, der mit einem Rock zur Schule gehen möchte, (Zitat) "Zeit für eine mögliche Überwindung des Identitätskonfliktes" lassen möchte und ihn "nicht unterstützen" würde. Korte sagt zwar auch, dass er dem Jungen den Rock "nicht verbieten" würde, aber die Aussage, dass nur dann von einer "behandlungsbedürftigen Genderdysphorie" auszugehen ist, wenn dieser Junge sich auch ohne elterliche Unterstützung im Rock behauptet, ist gradezu widerlich, weil sie die gesellschaftliche Realität und die vorhandene Wirksamkeit von Normierungen (und Mobbing) - von einem ultraprivilegierten Standpunkt aus- verneint.
Ich fänd's jedenfalls ganz nett, wenn mal jemand den Korte statt meiner Person anspucken würde; das würde seinem Realitätsverständnis sicherlich einen Sprung nach vorn ermöglichen. Edit: War nicht nett, geb ich zu.
Habt es gut, macht es besser
Marielle
Hab ich getan, auf Papier; zwei mal. Meine Frau hat ihn auch gelesen, danach haben wir den Artikel diskutiert.Christian hat geschrieben: Di 22. Jan 2019, 15:02Jedenfalls wird man sich eine objektive Meinung nur bilden können, wenn man den Artikel vollständig liest.
Objektiv kann meine Meinung deswegen zwar immer noch nicht sein, weil's halt meine Meinung ist, aber die ist: Der Typ versucht auf subtile Weise sein binäres und cis-normatives Weltbild zu verbreiten. Bis zu dem Punkt, an dem er inter- und transgeschlechtliche Menschen auseinander zu dividieren versucht (Seite 52, Mitte, unter dem Bild), waren seine Statements weitgehend OK. Ab diesem Punkt kam aber nur noch normativer Unsinn; da hat er sich wohl sehr sicher gefühlt.
Besonders bemerkenswert fand ich (meine Frau auch), dass er einem (von ihm selbst hypothetisch unterstellten) Jungen, der mit einem Rock zur Schule gehen möchte, (Zitat) "Zeit für eine mögliche Überwindung des Identitätskonfliktes" lassen möchte und ihn "nicht unterstützen" würde. Korte sagt zwar auch, dass er dem Jungen den Rock "nicht verbieten" würde, aber die Aussage, dass nur dann von einer "behandlungsbedürftigen Genderdysphorie" auszugehen ist, wenn dieser Junge sich auch ohne elterliche Unterstützung im Rock behauptet, ist gradezu widerlich, weil sie die gesellschaftliche Realität und die vorhandene Wirksamkeit von Normierungen (und Mobbing) - von einem ultraprivilegierten Standpunkt aus- verneint.
Ich fänd's jedenfalls ganz nett, wenn mal jemand den Korte statt meiner Person anspucken würde; das würde seinem Realitätsverständnis sicherlich einen Sprung nach vorn ermöglichen. Edit: War nicht nett, geb ich zu.
Habt es gut, macht es besser
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Zuletzt geändert von Marielle am Mi 23. Jan 2019, 11:02, insgesamt 1-mal geändert.
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Michi
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hallo Marielle,Marielle hat geschrieben: Mi 23. Jan 2019, 00:07 Der Typ versucht auf subtile Weise sein binäres und cis-normatives Weltbild zu verbreiten. Bis zu dem Punkt, an dem er inter- und transgeschlechtliche Menschen auseinander zu dividieren versucht (Seite 52, Mitte, unter dem Bild), waren seine Statements weitgehend OK. Ab diesem Punkt kam aber nur noch normativer Unsinn; da hat er sich wohl sehr sicher gefühlt.
Besonders bemerkenswert fand ich (meine Frau auch), dass er einem (von ihm selbst hypothetisch unterstellten) Jungen, der mit einem Rock zur Schule gehen möchte, (Zitat) "Zeit für eine mögliche Überwindung des Identitätskonfliktes" lassen möchte und ihn "nicht unterstützen" würde. Korte sagt zwar auch, dass er dem Jungen den Rock "nicht verbieten" würde, aber die Aussage, dass nur dann von einer "behandlungsbedürftigen Genderdysphorie" auszugehen ist, wenn dieser Junge sich auch ohne elterliche Unterstützung im Rock behauptet, ist gradezu widerlich, weil sie die gesellschaftliche Realität und die vorhandene Wirksamkeit von Normierungen (und Mobbing) - von einem ultraprivilegierten Standpunkt aus- verneint.
danke für deine Einschätzung. Korte ist mir schon vor ein paar Jahren negativ aufgefallen, da er - grob gesagt - wohl der Meinung ist, dass man seine Transidentität und damit einen Bedarf an geschlechtsangleichenden Maßnahmen erst mal dadurch unter "Beweis" stellen muss, dass man möglichst viel persönliches Leid erträgt. Das bedeutet für Korte insbesondere, dass ein Kind erst mal seine biologisch determinierte Pubertät im wahrsten Sinne des Wortes durchmachen muss, ganz gleich wie sicher es sich mit seinen Gefühlen ist. Die an sich sinnvolle Möglichkeit der Verzögerung ist für ihn offensichtlich keine Option.
Wie es den Menschen damit geht, wie kaputt sie "hinterher" sind (so sie sich nicht aus Verzweiflung das Leben genommen haben), das interessiert ihn scheinbar wenig bis gar nicht.
Korte versteht sich - kurz gesagt - wohl als Torwächter, der entscheidet, wer so leben darf wie er/sie sich fühlt.
Beste Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Anne-Mette
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Moin,
manche Reaktionen auf Korte und seine geistigen Ergüsse wundern mich und ich würde sie nicht mit unterschreiben.
Dem Mann ist sicherlich auch anders beizukommen, ohne sich auf die "Niederungen der Netzkultur" zu begeben.
Gruß
Anne-Mette
manche Reaktionen auf Korte und seine geistigen Ergüsse wundern mich und ich würde sie nicht mit unterschreiben.
Dem Mann ist sicherlich auch anders beizukommen, ohne sich auf die "Niederungen der Netzkultur" zu begeben.
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Anne-Mette
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Nicole Fritz
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hallo Lea,latex_lea hat geschrieben: Mi 23. Jan 2019, 02:55 Komisch, warum spricht,schreibt ,berichtet man NUR von uns Frauen? Wenn über Transgender berichtet wird, besteht der kleinste Teil über Frau zu Mann Transsexuelle-sind das keine Transgender,oder sind "Männer" eben Männer, Männer über alles,auch wenn man "früher" unserem Geschlecht angehört hat?
es ist war wieder mal Off Topic: in den Selbsthilfegruppen ist der Anteil MzF und FzM ungefähr gleich groß. Wenn es also um den den ganzen Weg geht, sind Transmänner keine Minderheit in der Minderheit. Nur den Crossdresser oder Transvestiten gibt es bei Frauen praktisch nicht. Wenn sich eine Frau heute eher typisch männlich kleidet (kurze Haare, Hose, Turnschuhe), fällt das überhaupt nicht auf. Ein langhaariger Mann mit Rock und hohen Schuhen wird dagegen immer noch angestarrt. Da kann man(n) fast froh sein, wenn man wie ich auf dem Land wohnt, wo dann schnell alle die "Transe" kennen. Interessant ist ja immer nur, was neu ist. Hinzu kommt oft eine große Angst im Beruf und in der Familie keine Anerkennung zu finden, was ein Wechseln zwischen den Rollen in vielfältiger Form und oft spätes Coming Out zur Folge hat.
LG Nicole
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Marielle
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hallo Anne-Mette, Guten Tag zusammen,
stimmt, das ist in der Form nicht die ganz feine Art gewesen.
In der Sache bleib ich aber dabei. Korte fehlt es offensichtlich an hinreichender Einsicht in die real existierenden Handlungen und Wirkungen, denen Menschen mit nicht normgerechter Selbstkonstituierung ausgesetzt sind. Ich finde es nicht witzig, als "perverse Missgeburt" oder ähnliches bezeichnet zu werden, von notgeilen Typen angefasst zu werden oder von jemandem angespuckt zu werden, in dessen krudes Weltbild ich nicht passe.
Wenn Korte diese tatsächlich vorhandenen 'Massnahmen' von Teilen der Gesellschaft sogar auf Kinder und Jugendliche -im Sinne eines möglichen Korrektivs für einen 'Identitätskonflikt'- einwirken lassen will, fehlt es ihm entweder an Sachverstand und Verantwortungsgefühl oder schlicht an der Einsicht in die Gegebenheiten.
Letzteres könnte er durch einen ernstzunehmenden Selbstversuch, in dem er sich in der Rolle seiner 'Patient_innen' einfach mal allen Teilen der Gesellschaft aussetzt, ändern. Ich wünsche ihm nur Gutes dabei, bin aber sehr sicher, dass es lehrreich für ihn wäre.
Habt es gut
Marielle
stimmt, das ist in der Form nicht die ganz feine Art gewesen.
In der Sache bleib ich aber dabei. Korte fehlt es offensichtlich an hinreichender Einsicht in die real existierenden Handlungen und Wirkungen, denen Menschen mit nicht normgerechter Selbstkonstituierung ausgesetzt sind. Ich finde es nicht witzig, als "perverse Missgeburt" oder ähnliches bezeichnet zu werden, von notgeilen Typen angefasst zu werden oder von jemandem angespuckt zu werden, in dessen krudes Weltbild ich nicht passe.
Wenn Korte diese tatsächlich vorhandenen 'Massnahmen' von Teilen der Gesellschaft sogar auf Kinder und Jugendliche -im Sinne eines möglichen Korrektivs für einen 'Identitätskonflikt'- einwirken lassen will, fehlt es ihm entweder an Sachverstand und Verantwortungsgefühl oder schlicht an der Einsicht in die Gegebenheiten.
Letzteres könnte er durch einen ernstzunehmenden Selbstversuch, in dem er sich in der Rolle seiner 'Patient_innen' einfach mal allen Teilen der Gesellschaft aussetzt, ändern. Ich wünsche ihm nur Gutes dabei, bin aber sehr sicher, dass es lehrreich für ihn wäre.
Habt es gut
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Lavendellöwin
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hi zusammen,
nun, Modeerscheinung. Kinder und Jugendliche entwickeln sich heute anders und schneller als
vor sag ich mal 30 oder 40 Jahren, auch wesentlich selbstbewusster, fast schon teilweise egoistisch.
Das egoistisch meine ich jetzt sogar im positiven Sinne.
Die Umwelt, der Informationsfluss und die Möglichkeit sich zu informieren ist auf einem viel
bewegteren Niveau wie früher.
Und Kinder und Jugendliche setzen sich auch mehr durch. Leben ihr Leben. Und sie können
teilweise wirklich kämpfen...
Für mich ist es kein Wunder, das wenn man so erzogen wird, auch sagt was anliegt.
Ich bin froh das meine Eltern das zum grossen Teil bei mir schon so gesehen haben und
mich bei allem geschützt und unterstützt haben. Danke Mama und Papa...
sie haben mir auch gezeigt, das Verzeihen in jeder Situation möglich ist und eine
Umarmung schöner als nur ein paar Worte. Papa du fehlst mir...
Alles Liebe Marie
nun, Modeerscheinung. Kinder und Jugendliche entwickeln sich heute anders und schneller als
vor sag ich mal 30 oder 40 Jahren, auch wesentlich selbstbewusster, fast schon teilweise egoistisch.
Das egoistisch meine ich jetzt sogar im positiven Sinne.
Die Umwelt, der Informationsfluss und die Möglichkeit sich zu informieren ist auf einem viel
bewegteren Niveau wie früher.
Und Kinder und Jugendliche setzen sich auch mehr durch. Leben ihr Leben. Und sie können
teilweise wirklich kämpfen...
Für mich ist es kein Wunder, das wenn man so erzogen wird, auch sagt was anliegt.
Ich bin froh das meine Eltern das zum grossen Teil bei mir schon so gesehen haben und
mich bei allem geschützt und unterstützt haben. Danke Mama und Papa...
sie haben mir auch gezeigt, das Verzeihen in jeder Situation möglich ist und eine
Umarmung schöner als nur ein paar Worte. Papa du fehlst mir...
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Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Andrea K
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Halli-Hallo!
Ich möchte mich an dieser Diskussion nicht weiter beteiligen, da ich nicht über das entsprechende Wissen bzw. weiterführende Erfahrungen zu diesem sicherlich hochinteressanten und wichtigem Thema verfüge.
Nur eine Information einer Beauftragten für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans* und Inter*sexuelle (LSBTI*) einer Großstadt in NRW hat mich nachdenklich gemacht. Sie - ein sehr gut vernetzter Mensch - wundert sich über das plötzlich deutlich häufiger auftretende 'Trans-sein' von jungen Menschen.
Ich (Ü60) habe schon sehr viel Zeit damit verbracht darüber nachzudenken, warum ich so bin wie ich bin. Eine Gedanke war, dass ich mich Zeit meines Lebens sehr häufig überfordert fühlte. Mit 56 Jahren wurde ich - auch wegen körperlicher Einschränkungen - in die Rente geschickt. Zum Schluss haben mich Verantwortung und Belastung über 15 Jahre als verantwortlicher Mensch für das Funktionieren der Arbeitsabläufe hunderter Mitarbeiter/innen klein bekommen. Die Last auf meinen Schultern wurde zu groß und haben im wahrsten Sinne des Wortes meine Wirbelsäule zerstört, fast die Hälfte meiner Bandscheiben sind entweder geschädigt (Prolapse und Protrusionen) bzw. nicht mehr nachweisbar.
Lange Rede kurzer Sinn. Je mehr Belastung um so mehr flüchtete ich mich im stillen Kämmerlein in die Frauenrolle. Nur dann - in Kleid oder Rock und Bluse - konnte ich Abstand gewinnen, mich für kurze Phasen wohl fühlen, abschalten und entspannen. Dazu muss ich sagen, dass mich mein 'Trans-sein' schon von frühester Kindheit begleitet. Als Jugendliche schlüpfte ich sehr häufig in die Rolle eines Mädchens, aber immer allein und nur für mich, ging abends nach Einbruch der Dunkelheit glücklich durch die Straßen unseres ruhigen Wohngebiets.
Kindheit und Jugend sind heute deutlich anstrengender und fordernder als vor 50 Jahren. Ich glaube das werden viele bejahen können. Vielleicht ist es die Flucht aus dieser scheinbar auswegloser Situation. Was ich natürlich bestens nachfühlen kann ist der Wechsel von Junge zu Mädchen. Als Mädchen muss man sich seinen Platz in der Hierarchie z.B. in der Schule oder Clique nicht mühsam erkämpfen, im allgemeinen geht alles viel friedlicher zu. Man kann mit seiner besten Freundin kuscheln oder in aller Öffentlichkeit Händchen halten ohne gleich in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden. Eltern betüddeln ein Mädchen immer mehr als einen Jungen, ein Mädchen kann viel mehr mit ihrem äußeren Erscheinungsbild experimentieren. Und umgekehrt - ein Mädchen zu Junge? Dazu kann ich nicht viel schreiben weil ich mich einfach nicht in eine solche Situation hineinsetzen kann.
Übrigens - aus meiner immer noch bestehenden Ehe mit meiner weitaus besseren Hälfte sind zufällig sowohl ein Junge wie auch ein Mädchen hervorgegangen und ich meine das aus Sicht eines Elternteils durchaus auch richtig beurteilen zu können. Unser Sohn hatte in der Jugend und dem frühen Erwachsenenalter mit weitaus mehr Konflikten zu kämpfen als unsere Tochter. Aber beide haben ihren Weg gemacht und darauf sind wir mächtig stolz.
Nun ist der Text doch etwas länger geworden, war eigentlich nicht so geplant. Ich hoffe es ist einigermaßen herüber gekommen war ich damit sagen wollte.
A.
Ich möchte mich an dieser Diskussion nicht weiter beteiligen, da ich nicht über das entsprechende Wissen bzw. weiterführende Erfahrungen zu diesem sicherlich hochinteressanten und wichtigem Thema verfüge.
Nur eine Information einer Beauftragten für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans* und Inter*sexuelle (LSBTI*) einer Großstadt in NRW hat mich nachdenklich gemacht. Sie - ein sehr gut vernetzter Mensch - wundert sich über das plötzlich deutlich häufiger auftretende 'Trans-sein' von jungen Menschen.
Ich (Ü60) habe schon sehr viel Zeit damit verbracht darüber nachzudenken, warum ich so bin wie ich bin. Eine Gedanke war, dass ich mich Zeit meines Lebens sehr häufig überfordert fühlte. Mit 56 Jahren wurde ich - auch wegen körperlicher Einschränkungen - in die Rente geschickt. Zum Schluss haben mich Verantwortung und Belastung über 15 Jahre als verantwortlicher Mensch für das Funktionieren der Arbeitsabläufe hunderter Mitarbeiter/innen klein bekommen. Die Last auf meinen Schultern wurde zu groß und haben im wahrsten Sinne des Wortes meine Wirbelsäule zerstört, fast die Hälfte meiner Bandscheiben sind entweder geschädigt (Prolapse und Protrusionen) bzw. nicht mehr nachweisbar.
Lange Rede kurzer Sinn. Je mehr Belastung um so mehr flüchtete ich mich im stillen Kämmerlein in die Frauenrolle. Nur dann - in Kleid oder Rock und Bluse - konnte ich Abstand gewinnen, mich für kurze Phasen wohl fühlen, abschalten und entspannen. Dazu muss ich sagen, dass mich mein 'Trans-sein' schon von frühester Kindheit begleitet. Als Jugendliche schlüpfte ich sehr häufig in die Rolle eines Mädchens, aber immer allein und nur für mich, ging abends nach Einbruch der Dunkelheit glücklich durch die Straßen unseres ruhigen Wohngebiets.
Kindheit und Jugend sind heute deutlich anstrengender und fordernder als vor 50 Jahren. Ich glaube das werden viele bejahen können. Vielleicht ist es die Flucht aus dieser scheinbar auswegloser Situation. Was ich natürlich bestens nachfühlen kann ist der Wechsel von Junge zu Mädchen. Als Mädchen muss man sich seinen Platz in der Hierarchie z.B. in der Schule oder Clique nicht mühsam erkämpfen, im allgemeinen geht alles viel friedlicher zu. Man kann mit seiner besten Freundin kuscheln oder in aller Öffentlichkeit Händchen halten ohne gleich in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden. Eltern betüddeln ein Mädchen immer mehr als einen Jungen, ein Mädchen kann viel mehr mit ihrem äußeren Erscheinungsbild experimentieren. Und umgekehrt - ein Mädchen zu Junge? Dazu kann ich nicht viel schreiben weil ich mich einfach nicht in eine solche Situation hineinsetzen kann.
Übrigens - aus meiner immer noch bestehenden Ehe mit meiner weitaus besseren Hälfte sind zufällig sowohl ein Junge wie auch ein Mädchen hervorgegangen und ich meine das aus Sicht eines Elternteils durchaus auch richtig beurteilen zu können. Unser Sohn hatte in der Jugend und dem frühen Erwachsenenalter mit weitaus mehr Konflikten zu kämpfen als unsere Tochter. Aber beide haben ihren Weg gemacht und darauf sind wir mächtig stolz.
Nun ist der Text doch etwas länger geworden, war eigentlich nicht so geplant. Ich hoffe es ist einigermaßen herüber gekommen war ich damit sagen wollte.
A.
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Nicole Fritz
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Re: Trans als Modeerscheinung bei Jugendlichen?
Hallo Andrea,Andrea K hat geschrieben: Do 24. Jan 2019, 12:07 Eine Gedanke war, dass ich mich Zeit meines Lebens sehr häufig überfordert fühlte. ...
Du sprichst mir aus dem Herzen. Bei mir waren es Schule, Ausbildung und schließlich mein Beruf als Ingenieur. Ständig war ich irgendwelchem Druck oder Mobbing ausgesetzt. Daraus flüchtete ich fast meine komplette Freizeit in irgendwelche Hobbys. Das mit den Frauenkleidern begann in der Pubertät. Dann war es für mich lange nur Fetisch: Perücke, BH mit Brüsten, Minirock, Strumpfhose und High-Heels an, vor dem Spiegel einen runter holen und dann ganz schnell aus den "falschen Klamotten" wieder raus. Mit den Verlust meines Jobs und dem Tod meiner Mutter wurde schließlich 40 Jahre später alles sinnlos. Ich stieß auf dieses Forum und outete mich schließlich als Nicole.
Was wäre also gewesen, wenn es damals, als ich Schüler war, das Internet und dieses oder ein ähnliches Forum gegeben hätte? Höchst Wahrscheinlich hätte ich mich als Transfrau erkannt und geoutet. Und nicht nur das. Ich hätte auch ich in der vollständigen Transition die einzige Chance für ein ausgeglichenes und erfülltes Leben gesehen und alles auf diese Karte gesetzt. Ein Leben neben der Gesellschaft, so wie ich es jetzt gewohnt bin, wäre keine Option gewesen. Also entweder kaputt gehen (Drogen, Alkohol, Selbstmord) oder komplett als Frau neu durchstarten! Dann wäre ich im Zweifel eben später kaputt gegangen.
Und hätte mich das glücklich gemacht? - Aus heutiger Sicht höchst wahrscheinlich NICHT! Im falschen Körper habe ich mich nie gefühlt, nur in meiner Rolle als Mann fühlte ich mich ständig "zur falschen Zeit in der falschen Galaxie" und fühlte mich von niemandem wirklich geliebt. Ich wäre daher sicher bereit gewesen jeden Psychologen mit allen Mitteln davon zu überzeugen im falschen Körper geboren zu sein.
In diesem Sinne ermahnt es mich jetzt, dabei zu helfen die Option "nicht-binär" (oder von mir aus das "Krankheitsbild" einer Gender-Dysphorie) im Internet sichtbar zu machen, damit niemand in einer vollständigen Transition seine letzte Chance sieht, obwohl er sich nicht wirklich im falschen Körper, sondern irgendwo dazwischen einordnet, weil er in seiner Geschlechterrolle einfach keine Chance für sich sieht und diese deshalb immer mehr hasst. Ein Psychologe KANN als nicht Betroffener und nur mit einer wissenschaftlich-theoretischen Ausbildung meiner Meinung nach NICHT wirklich erkennen, was da in einem Menschen vor sich geht. Zur wahren Selbst-Findung kann nur jeder ganz alleine für sich selbst gelangen! Und der Druck ist gewaltig. Niemand will als krank angesehen werden. Da ist der Gedanke statt dessen "einfach nur" im falschen Körper geboren zu sein mehr als verlockend!
So weit also meine persönliche Erklärung dazu, wie diese "Modeerscheinung" zustande kommt - natürlich auch wieder nur aus MzF-Sicht. FzM kann auch ich mir, wie ein Psychologe, nur von außen ansehen.
Die Gesellschaft macht uns immer mehr krank. Und das zeigt sich auch bei der häufigeren (Selbst-?)"Diagnose" trans.
LG Nicole