Liebe Jasmine,Jasmine hat geschrieben: Sa 22. Dez 2018, 09:40 Meiner Meinung nach handelt es sich bei häuslicher Gewalt um ein Offizialdelikt und nicht um ein Antragsdelikt. Das heißt für mich das z. B. behandelnde Ärzte sofort die Polizei einschalten müssten.
Gewalt und Kriege sind keine Lösung, sie zerstören nur.
Weihnachtliche Grüße Jasmine
bei allem Verständnis für Deine Empörung gegenüber Gewalt:
Wenn man Ärzte als Hilfspolizisten einsetzt,
geht das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient kaputt
neigt ein Täter, der überreagiert hat und dem das eigentlich schon leid tut, u.U. dazu, aus Angst vor dem Staatsanwalt die nötige ärztliche Behandlung zu verhindern
droht Frauen durch den Arztbesuch u.U. der Verlust der wirtschaftlichen Existenzgrundlage (Verhaftung, Jobverlust des Partners, Abrutschen (auch der Kinder) in Hartz 4)
haben die, die nach einer verunglückten SM-Session auf ärztliche Hilfe angewiesen wären ein Problem.
Daher halte ich es für sinnvoller, daß Ärzte erst einmal behandeln und dokumentieren,
das Opfer an eine Beratungsstelle verweisen - und für 4 Wochen später einen Termin zur Nachkontrolle geben:
Wird der verpaßt oder zeigen sich erneut Hämatome o.ä., dann müßte der Doktor allerdings nachfragen!
Fortdauernde Gewalt ist wie Zwangsprostitution gesellschaftlich nicht hinnehmbar und zu bekämpfen!
Den weihnachtlichen Grüßen schließe ich mich an.
LG Elly