„Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"
„Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht" - # 3

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
Jenina
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 31 im Thema

Beitrag von Jenina »

Hallo,

auch wenn die Diskussion oben etwas in das persönliche abgeglitten ist, so ist doch tatsächlich die Frage interessant, wie trans* und psychische Störungen zusammenhängen.

Da ist freilich zunächst das "Henne-Ei" Problem. Man kann es so sehen, dass in diesem Fall eine bereits vorliegende psychische Störung zu falschem Verhalten beim Umgang mit dem trans* Sein geführt hat.

Ich sehe das eher so, dass unser trans* Sein zunächst unabhängig von aller Psyche bereits vorhanden und angelegt ist, eben als Devianz (Normvariante) der Geschlechtsidentität. Erst mit der Auseinandersetzung damit und dem Bewusstwerden, dass da eine Diskrepanz zwischen dem eigenen Fühlen und den Ansprüchen aus einer sozial normierenden Kultur existiert, kommt es zu psychischen Auswirkungen. Die können dann genauso wie die Varianten des trans* Seins ebenfalls sehr vielfältig sein. Bis hin zu richtig pathologischen Störungen, die behandlungsbedürftig sind.

So gehe ich mit Cybill mit, dass man ebenfalls diese psychischen Störungen behandeln soll bevor man sich dem Thema trans* widmet. Nur ist das alles nicht irgend jemandes "Schuld". Es sind Fehler auf beiden Seiten gemacht worden, die zur Katastrophe führen. Das passiert immer wieder, aber wir können daraus lernen.

Vor allem müssen wir mehr Wert darauf legen uns dafür Zeit zu nehmen uns selbst zu erkennen. Auch zu erkennen wenn wir Gefahr laufen fremdbestimmt zu werden. Denn der gesellschaftliche Druck unserer Kultur ist bereits eine Fremdbestimmung, die von bestimmten gewissenlosen (sie selbst sind wohlmeinend, das einzig richtige zu tun) Ratgebern ausgenutzt wird. Da es wiederum auch bei der psychischen Stärke sehr unterschiedliche Ausprägungen gibt, gibt es auch hier leichte Opfer. Da haben wir nun das "Ei-Henne" Problem.

Jedenfalls liegt eine "Schuld" nicht bei handelnden Personen, sondern bei den gesellschaftlichen Verhältnissen. Unsere Prägung, Erziehung und unsere Umwelt bestimmen nun einmal unser Verhalten wesentlich. Unsere Kultur hat sich lange entwickelt und war auch schon toleranter gegenüber trans* Menschen. Leider ist gerade in letzter Zeit ein Erstarken konservativer Kräfte zu bemerken, die mühsam erreichte Fortschritte zurückrollen wollen. Das ist Fremdbestimmung und liegt nicht in einer natürlichen Entwicklungslinie menschlicher Kultur. Varianten der geschlechtlichen Orientierung und der geschlechtlichen Identität bedrohen diese Kultur nicht, das sind Fragen von Machtkalkülen, genau so wie Fragen der Emanzipation der Frau.

Wenn es blöd klingt und überheblich, so ist es doch der einzige Weg: wir brauchen die Kulturrevolution. Die Werkzeuge des Humanismus (auch der christlichen Ethik im übrigen) gibt es dazu bereits.

Jenina
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 32 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Jenina hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 08:04 Wenn es blöd klingt und überheblich, so ist es doch der einzige Weg: wir brauchen die Kulturrevolution. Die Werkzeuge des Humanismus (auch der christlichen Ethik im übrigen) gibt es dazu bereits.
Das wäre sicherlich hilfreich, wobei der Begriff "Kulturrevolution" verbrannt ist. Ich würde auch nicht von einer Revolution, sondern einer Reform sprechen. Langsamere Prozesse bieten eher die Chance auf nachhaltige Verbesserunge. Am Ende von Revolutionen stehen häufiger absolute Systeme. Eine Meinung setzt sich durch und verdrängt alles andere. Genau das will ich aber nicht. Mir geht es um friedliche Koexistenz von Sichtweisen.

Ist aber auch "nur" eine Vision. Ich glaube ich muss zum Arzt ... ;-)
Viele Grüße
Vicky

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Marlene K.
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 33 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich danke allen für die wohlwollende Aufnahme meiner ja durchaus provokanten Aussagen.

Schuld ist in meinen Augen immer der falsche Ansatz. Fehler und falsche ansichten haben wir alle. Diese können in Diskussionen verändert werden. Die veränderung, die wir bewirken können fängt immer zuerst bei uns an.

Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne Zeit und uns allen eine harmonischere Welt.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Jenina
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 34 im Thema

Beitrag von Jenina »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 10:06 ...
Das wäre sicherlich hilfreich, wobei der Begriff "Kulturrevolution" verbrannt ist. Ich würde auch nicht von einer Revolution, sondern einer Reform sprechen.
...
Vicky, was glaubst Du warum ich den Begriff verwende? Eben weil er "verbrannt" ist und provoziert.

Von Reformen habe ich die Schnauze voll (Tschuldigung...). Wenn heutzutage ein Politiker von "Reformen" redet, dann gilt es so schnell wie möglich die Taschen zuzuhalten. Denn dann kommt ganz bestimmt ein dickes Ding an Zumutungen auf einen zu.

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Frieda
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 35 im Thema

Beitrag von Frieda »

Liebe Jenina, liebe Vicky.

Eure beiden Post's sprechen mir aus der Seele.
Es tut mir ehrlich gut, wenn ich miterlebe, dass es Wesen gibt die es sehen/erkennen können, dass der Mensch, die Natur und unser Planet dringend Veränderungen braucht.
Viele Dinge die Jenina angesprochen hat, entstanden (so in meiner Wahrnehmung) durch Egoismus.

Entschuldigt bitte weil ich mich zum X-ten mal wiederhole. Jenina's und Vicky's Worte animieren mich allerdings sehr dazu.

!!!Es geht mir nicht um Buddhismus!!!
Und in meiner Wahrnehmung verfehle ich auch nicht das Thema in diesem Thread. Es spielt genau das rein, was Jenina sagt ...die Sichtweisen die uns antrainiert wurden über einen viel VIEL zu langen Zeitraum, Sichtweisen, Fühlen, Denken, Handeln, Tun was den kaltherzigen Egoismus noch immer gut dastehen lässt, führte dazu, das Wesen wie Ihr ausgegrenzt werden, was dazu führt das menschliches Leid erschaffen wurde, und auch noch erschaffen wird.

Vielleicht erinnert sich die Eine oder Andere daran, dass ich mir schon lange die Frage stelle wo der Egoismus anfängt. In meiner Wahrnehmung fängt er da an, wo das (egoistische) tun, Andere verletzt. Und sry in meiner Wahrnehmung passiert viel zu viel in unserer Gesellschaft in unserem Alltag, was euch verletzt.

Also gibt es für mich nur eine Erklärung ... Unsere "gepflegte" Ungerechtigkeit haben wir Menschen uns selbst erschaffen, weil wir egoistisch immer besser sein wollten als andere. Weil wir Schwächere überrumpeln wollen, weil wir Minderheiten nicht sehen wollen, weil wir Andersartige nicht akzeptieren wollen, weil wir denken (genau was auch Jenina sagte) WIR seien in unserem Sein, in unserem Tun, DIE Richtigeren.

Aus diesem Teufelskreis, in den uns unser eigener Egoismus manövriert hat, kommen wir nur mit nachhaltiger Harmonie heraus.
Wir haben keine andere Wahl als unserer Ungerechtigkeiten klar zu werden. Unsere Ungleichheiten reduzieren wir nur mit nachhaltiger Harmonie!

Und nochmals möchte ich euch liebevoll darauf aufmerksam machen dürfen was das Gegenwort von Egoismus ist ... Altruismus! Und in meiner Wahrnehmung haben die Menschen Angst vor dem Wort Altruismus, weil wir uns viel zu sehr an den kaltherzigen Egoismus gewöhnt haben ... was dazu führte, das Wesen wie Ihr, kaum Akzeptanz finden, kaum eine Daseinsberechtigung finden und dadurch leiden müssen.

Namaste🙏



PS: hier der Thread, wo ich durch Magdalena damals mutig gemacht wurde, euch zum ersten mal von der Dringlichkeit der "nachhaltigen Harmonie" zu erzählen.... http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ie#p221404
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
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Marlene K.
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 36 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Frieda hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 11:48 Und nochmals möchte ich euch liebevoll darauf aufmerksam machen dürfen was das Gegenwort von Egoismus ist ... Altruismus! Und in meiner Wahrnehmung haben die Menschen Angst vor dem Wort Altruismus, weil wir uns viel zu sehr an den kaltherzigen Egoismus gewöhnt haben ... was dazu führte, das Wesen wie Ihr, kaum Akzeptanz finden, kaum eine Daseinsberechtigung finden und dadurch leiden müssen.
Liebe Frieda,
Altruismus heißt auf deutsch einfach Uneigennützigkeit und/oder Selbstlosigkeit. Schöne und zutreffende Worte.

Bei den Ungleichgewichten in der Gesellschaft sollten wir uns aber auch selber fragen, wo wir Vorurteile und falsche Wertungen haben. So stört es mich, wenn hier im Forum "den Cis-Frauen" Eigenschaften zugeschrieben werden oder von "Nordafrikanern" mit besonderen Denkweisen gesprochen wird.

Ist es nicht eigentlich egoistisch, wenn ich fordere, dass alle anderen mich nicht nach ein oder zwei Aspekten meiner Identität beurteilen sollen? Trotzdem ist die Forderung richtig und gleichzeitig im Rückschluss die Forderung an mich selber, den einzelnen wahrzunehmen und die eigenen Bilder im Kopf immer wieder zu hinterfragen, ganz egoistisch/eigennützig und trotzdem selbstlos und der allgemeinen Harmonie dienend. Auch hier funktioniert eine rein binäre Logik nicht. Dieses denken in Gegensatzpaaren ist für mich auch westlich verkopft und steht im Gegensatz zu fließendem buddhistischen Denken, dass anders als wir nicht in Gut und Böse oder Schuld und Opfer denkt.

Bitte nimm meine Worte nicht als gegen Dich gerichtet an. Es sind meine Gedanken, die in einer Entwicklung sind und mich und andere zum eigenen Hinterfragen anregen und auf der Suche nach Harmonie weiter führen sollen.

In der Hoffnung auf dem richtigen Weg zu sein
Marlene

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Nicole Fritz
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 37 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Jenina hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 08:04 Wenn es blöd klingt und überheblich, so ist es doch der einzige Weg: wir brauchen die Kulturrevolution. Die Werkzeuge des Humanismus (auch der christlichen Ethik im übrigen) gibt es dazu bereits.
danke Jenina für Deinen Beitrag. So ähnlich wollte ich auch schon antworten.

Dieses ganze TS oder nicht - und psychische Störung - Gelaber geht mir nur noch auf den Geist. Gäbe es nicht diese fest gefahrenen Rollenbilder, würde es wohl niemanden dahin treiben, dass er letztlich nur um in ein Schema hinein zu passen seinen Körper verändern lässt. Wer sich aber lange genug einredet oder eingeredet bekommt, er würde im falschen Körper stecken, glaubt es schließlich auch. - Aber wehe, er merkt dann irgendwann, dass es gar nicht so ist.

Man sieht es ja schließlich lieber, dass im falschen Körper steckt, als dass man eine psychische Störung hat, also irgendwie bekloppt ist.

LG Nicole
heike65

Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 38 im Thema

Beitrag von heike65 »

Frieda hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 11:48 viel zu viel in unserer Gesellschaft in unserem Alltag, was euch verletzt.
was dazu führte, das Wesen wie Ihr, kaum Akzeptanz finden, kaum eine Daseinsberechtigung finden und dadurch leiden müssen.
irgendwie fühle ich mich durch deine Äusserungen in die Rolle des wehrlosen Opfers gedrängt, in der ich mich absolut nicht sehe.
Sicherlich gibt es manchmal unbefriediegende Situationen, aber die erleben binäre Männer und Frauen auch.

Sie mir nicht böse, aber ich fühle mich von diesen zitierten Beiträgen eher abgelehnt wie mitgenommen.

Heike
Frieda
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 39 im Thema

Beitrag von Frieda »

Hallo Ralf-Marlene.😊
Ralf-Marlene hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 12:12
Ist es nicht eigentlich egoistisch, wenn ich fordere, dass alle anderen mich nicht nach ein oder zwei Aspekten meiner Identität beurteilen sollen? Trotzdem ist die Forderung richtig und gleichzeitig im Rückschluss die Forderung an mich selber, den einzelnen wahrzunehmen und die eigenen Bilder im Kopf immer wieder zu hinterfragen, ganz egoistisch/eigennützig und trotzdem selbstlos und der allgemeinen Harmonie dienend.
Zu deiner Frage die du stellst ... Ich empfinde es nicht als egoistisch, da du niemanden damit verletzt.
Hingegen empfinde ich deine Wortwahl (in meiner Wahrnehmung!) als selbstverletzend.
Du benutzt das Wort "Forderung". Ich selbst bin für mich bestrebt und übe es auch, meine Kids dafür achtsam zu machen, was gewisse Worte mit sich ziehen können.
Das Wörtchen "Forderung" zB schließt für mich zB ein diktieren/bestimmen oder eine gewisse Erwartungshaltung mit ein, und was kann passieren wenn wir Erwartungen haben, wir können enttäuscht werden.

In meiner Wahrnehmung würde dein Satz folgendermaßen umformuliert ... " Ist es nicht eigentlich egoistisch, wenn ich mir wünsche dass alle anderen mich nicht nach ein oder zwei Aspekten meiner Identität beurteilen möchten/sollen?" .... könnte der Satz so, für dich selbst und für die Anderen viel wohlwollender, viel höflicher, und mit weniger Druck aufgenommen werden.

Und wenn du dein Gegenüber respektvoll darum bittest dich in all deinen wunderschönen Farben, Facetten, deinem Sein, deiner Liebe zu jedem Wesen wahrzunehmen und anzunehmen, was sollte daran egoistisch sein? Dieses ist in meiner Wahrnehmung Selbstliebe die gesehen und akzeptiert werden möchte....mehr nicht mein liebe(r) Ralf-Marlene.

.....
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 40 im Thema

Beitrag von Frieda »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 12:12
Bitte nimm meine Worte nicht als gegen Dich gerichtet an. Es sind meine Gedanken, die in einer Entwicklung sind und mich und andere zum eigenen Hinterfragen anregen und auf der Suche nach Harmonie weiter führen sollen.

In der Hoffnung auf dem richtigen Weg zu sein
Diese Worte von dir lesen zu dürfen Ralf-Marlene, treiben mir wirklich ein Lächeln auf meine Lippen und ein Strahlen in mein Herzl... herzliches Danke dafür!🙏☺️



PS: ich bitte um Gnade vor Recht, weil ich meinen Post/Zitate teilen musste, es war mir nicht möglich am Handy es besser hinzubekommen.
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 41 im Thema

Beitrag von Frieda »

heike65 hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 20:12
Frieda hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 11:48 viel zu viel in unserer Gesellschaft in unserem Alltag, was euch verletzt.
was dazu führte, das Wesen wie Ihr, kaum Akzeptanz finden, kaum eine Daseinsberechtigung finden und dadurch leiden müssen.
irgendwie fühle ich mich durch deine Äusserungen in die Rolle des wehrlosen Opfers gedrängt, in der ich mich absolut nicht sehe.
Sicherlich gibt es manchmal unbefriediegende Situationen, aber die erleben binäre Männer und Frauen auch.

Sie mir nicht böse, aber ich fühle mich von diesen zitierten Beiträgen eher abgelehnt wie mitgenommen.

Heike

Ich bin dir nicht böse liebe Heike.
Ich bin dir eher dankbar, weil du mir vor allem respektvoll, höflich und ehrlich reagiert hast! Danke🙏
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 42 im Thema

Beitrag von Dara »

Tut mir leid, wenn ich jetzt zum ursprünglichen Thema dieses Threads zurückkommen muß, aber dieser ganze Artikel im Tagesspiegel ist für mich nichts anderes als gequirlte Sche..e.
Entweder geschrieben von einem Autor der Transmenschen haßt oder einem Herrn Relotius der sich etwas zusammendichtet.
Natürlich gibt es sogenannte "Betroffene" die Ihren Schritt bereuen, aber wenn ich diesen Schritt als erwachsener Mensch gehe, weiß ich ganz genau was ich tue.
Dieser ganze Artikel ist nichts weiteres als abartige Stimmungsmache im Zusammenhang mit dem Gesetz zum sogenannten dritten Geschlecht.
Es gibt Menschen wie uns, die eine GAOP bereuen mögen, aber die ganze Aufmachung dieses Artikels, tut mir leid, kotzt mich einfach an und ist gegen Transmenschen gerichtet.
So empfinde ich das und das ist meine ganz persönliche Meinung.
Mehr möchte ich dazu nicht mehr sagen.
Ich wünsche euch allen eine gesegnete Weihnacht und freue mich, daß in diesem Forum Platz für alle Farben des Regenbogens ist.

Liebe Grüße Greta
Exuser-2019-01-04
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 43 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Nicole Doll hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 16:27 Dieses ganze TS oder nicht - und psychische Störung - Gelaber geht mir nur noch auf den Geist. Gäbe es nicht diese fest gefahrenen Rollenbilder, würde es wohl niemanden dahin treiben, dass er letztlich nur um in ein Schema hinein zu passen seinen Körper verändern lässt. Wer sich aber lange genug einredet oder eingeredet bekommt, er würde im falschen Körper stecken, glaubt es schließlich auch.
Hallo Nicole,

Du scheinst eine tiefe Ablehnung gegen Menschen zu hegen, die nicht in Dein recht begrenztes Weltbild von TS passen. Daß Du Dir "einredest", ohne weitere Maßnahmen eine "Frau" zu sein, ok, soll mir recht sein, mit diesem "Glauben" mußt Du leben. Mir persönlich sind Rollenbilder, sofern es um meine Selbstwahrnehmung geht, vollkommen gleichgültig, ebenso das, was andere für gut, oder richtig, oder schlecht und falsch halten. Maßstab allein ist mein Selbstgefühl. Und warum entmündigst Du mich (nicht mich persönlich, sondern alle Gleichdenkenden), indem Du sie als schwache Menschen darstellst, die sich in Ihrer Schwäche etwas einreden oder einreden lassen? Ist schon starker Tobak...

Mit Verärgerung gewürzte Grüße!
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 44 im Thema

Beitrag von gertraudeZ »

Der Artikel war duchweg ergreifend und sagt mir: Bleibe treu deinen Fantasien als CD und sei dankbar für dessen Befriedigung.
Und eine alte Weisheit besagt: Glück kann man nicht kaufen....Und das trifft eben auch auf eine teure OP wie im Artikel beschrieben zu!
gertraudeZ
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Re: "Tagesspiegel": Nach der Geschlechtsangleichung "Es hat alles nur schlimmer gemacht"

Post 45 im Thema

Beitrag von Inga »

Liebe Grüße Greta
GretaQ hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 21:30 .... Dieser ganze Artikel ist nichts weiteres als abartige Stimmungsmache im Zusammenhang mit dem Gesetz zum sogenannten dritten Geschlecht.
Es gibt Menschen wie uns, die eine GAOP bereuen mögen, aber die ganze Aufmachung dieses Artikels, tut mir leid, kotzt mich einfach an und ist gegen Transmenschen gerichtet.
So empfinde ich das und das ist meine ganz persönliche Meinung.
...
Liebe Grüße Greta
Hallo, miteinander,

ja, sowie Greta ist es mir beim Lesen des Artikels auch gegangen: Subtile Stimmungsmache gegen das Recht, Trans* zu leben. Selbst dann, wenn auch die Hälfte der Geschichte wahr sein sollte.

Was allerdings als Stimmungsmache gegen Gechlechtsangleichung und das dritte Geschlecht gedacht sein mag, ist in meinen Augen im Falle von Joachim/Jasmin geradezu Werbung für die rechtliche Anerkennung einer dritten Option. Nämlich weder hundertprozentig Mann noch hundertprozentig richtig Frau zu sein sondern irgendwo dazwichen und etwas hin- und herpendelnd. Es interessiert mich schon, wie Joachim zu dieser Option stehen würde - wenn er von den Gesetzen her die Möglichkeitdazu hätte.


Sicher ist solch ein Artikel bzw. solch ein Fall auch Anstoss an unsere Stammtische und Selbsthilfegruppen sich zu fragen, ob sie bei ihren Besucher eher darin unterstützen, sich selbst besser wahrzunehmen und einen eigenen Weg zu finden oderob sie Gruppendruck ausüben,im Trans*leben einen bestimmten Weg zu kopieren.

Es ist ja nun schon über zehn Jahre her, dass ich Inga in mir entdeckte. Ich habe mich dann rund fünf Jahr gefragt, ob ich nun auch eine Operation zur dauerhaften Geschlechtsangleichung machen müsste. Durch die intensive Bschäftigung habe dann die Erkenntnis gewonnen, dass es nicht mein Weg ist die weiblichen Seiten in mir stärker auszuleben und dass ich durch eine Operation letztendlich auch kein anderer Mensch werde. Letztendlich bin ich zufrieden mit diesem Zustand des etwas dazwischen und wünsche mir vom Gesetzgeber auch die Anerkennung dessen durcherlaubte Option für ein drittes Geschlecht.

Neben den vielen Erfahrungsberichten und Büchern zum Thema Trans* hat da auch dies Forum reichen anteil mich selbst zu finden.

Liebe Grüße
Inga
Antworten

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