Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Hallo, ich möchte hier einen kurzen Bericht über meine Op posten. Ich versuche das so objektiv wie
möglich zu beschreiben und bitte alle, sich nicht beeinflussen zu lassen. Das habe ich auch nicht getan.
Es ist wichtig, dass ihr euch euer eigenes urteil bildet.
Ich kenne Dr. Hess seit etwa 6 Jahren. In dieser Zeit habe ich immer wieder Bekannte und Freundinnen
dort besucht und es gab häufg die Gelegenheit mit Dr. Hess zu sprechen. Von daher war für mich klar,
dass ich meine Op bei ihm machen lassen wollte. In Feb 2017 habe ich dann um einen Termin für ein
Vorgespräch angefragt. Einen Termin habe ich für in 8 Monaten erhalten....
Oktober : ich musste relativ lange warten, ca. 2,5 Stunden. Der Wartebereich ist mit dem Urologischen
in einem Vorraum zu den Büros, d.h. man sitzt zusammen mit überwieged älteren Herren -und deren
manchmal seltsamen Blicken- . Ok, war nicht mein Problem. Da ich schon seit über 5 Jahren in der
Öffentlichkeit lebe, so what.
Das Gespräch war sehr gut, informativ und es wurden alle Fragen meinersets beantwortet. Dr. Hess
hat die Vorgänge bei der Op auf einem Blatt aufgezeichnet. Jetzt beginnt die Wartezeit auf den Op
Termin. Die Aussage war, ab Eingang der Kostenzusage der kk etwa ein Jahr.
Es war bislang so, dass die Sekretärin innerhalb von 1 Monat einen Termin bekannt gegeben hatte.
Das war nicht mehr so. Ich musste erst per e-mail bei Hess intervenieren um dann im Juni den Termin
zu bekommen. ... 09.10.18 Op am 08.10. Stationäre Aufnahme und alle Vorunteruchungen.
Davon im nächsten Teil.
möglich zu beschreiben und bitte alle, sich nicht beeinflussen zu lassen. Das habe ich auch nicht getan.
Es ist wichtig, dass ihr euch euer eigenes urteil bildet.
Ich kenne Dr. Hess seit etwa 6 Jahren. In dieser Zeit habe ich immer wieder Bekannte und Freundinnen
dort besucht und es gab häufg die Gelegenheit mit Dr. Hess zu sprechen. Von daher war für mich klar,
dass ich meine Op bei ihm machen lassen wollte. In Feb 2017 habe ich dann um einen Termin für ein
Vorgespräch angefragt. Einen Termin habe ich für in 8 Monaten erhalten....
Oktober : ich musste relativ lange warten, ca. 2,5 Stunden. Der Wartebereich ist mit dem Urologischen
in einem Vorraum zu den Büros, d.h. man sitzt zusammen mit überwieged älteren Herren -und deren
manchmal seltsamen Blicken- . Ok, war nicht mein Problem. Da ich schon seit über 5 Jahren in der
Öffentlichkeit lebe, so what.
Das Gespräch war sehr gut, informativ und es wurden alle Fragen meinersets beantwortet. Dr. Hess
hat die Vorgänge bei der Op auf einem Blatt aufgezeichnet. Jetzt beginnt die Wartezeit auf den Op
Termin. Die Aussage war, ab Eingang der Kostenzusage der kk etwa ein Jahr.
Es war bislang so, dass die Sekretärin innerhalb von 1 Monat einen Termin bekannt gegeben hatte.
Das war nicht mehr so. Ich musste erst per e-mail bei Hess intervenieren um dann im Juni den Termin
zu bekommen. ... 09.10.18 Op am 08.10. Stationäre Aufnahme und alle Vorunteruchungen.
Davon im nächsten Teil.
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Teil 2
Ich war am Aufnahmetag schon um 6:30 in der Patientenverwaltung. Also der normale Wahnsinn.
Es funktionierte alles ohne weitere Probleme.
Angekommen in der Urologie Station 1, musste ich etwa 2 Stunden warten. Das Zimmer war noch
nicht klar.
Ich muss an dieser Stelle kurz erklären: ich habe einen multiresistenten Keim in der Blase. Die
Bezeichnung ist e-coli 3mrgn. Habe ich vor 4 Jahren in einem Krankenhaus sozusagen als kostenloses
Präsent bekommen. Damit falle ich unter die allgemeinen Hygiene Vorschriften : Einzelzimmer, eigene
Toilette und Dusche.
Also beziehe ich ein Einzelzimmer, oh Graus, Toilette und Dusche auf dem Flur. Was solls. Ich richte
mich ein, sondiere das Umfeld. Super, Zugang zu dem Balkon ... aber, es gibt keinen Vorhang vor der
Aussentür. Jeder der über den Balkon geht, oder sich dort aufhält, kann ohne Hinderniss in mein
Zimmer sehen. Öhm, wie soll ich Bougieren, wenn mir der Rest der Station dabei zusieht. Punkt 2
dieser Farce, die Balkontür lässt sich nicht abschließen und ist von aussen ebenso zu öffnen wie
von innen. Wertsachen ????
Ich verlange ein anderes Zimmer. Weitere 1.5 Stunden im Wartebereich. Es wird mir ein anderes
Zimmer zugewiesen. Da die Toiletten immer ? für 2nebeneinander liegende Zimmer gedacht sind,
wird bei mir kurzerhand die Tür abgeschlossen. Meine Toilette und Dusche befinden sich in mehr
als 50 m Entfernung in einem anderen Flur. Dies ist kein Scherz !!! Was soll ich also tun ? Ich bin ja
mobil. Was für ein Blödsinn, die Op ist doch erst morgen ....
Die Vorgespräche laufen gut, keine Probleme zu erwarten. Inzwischen ist es Nachmittag, die Sonne
kommt rum und scheint is Zimmer.Vorhänge Fehlanzeige. Aussenrollo kaputt. Ich verlange nach
einer Decke, die ich ins Fenster klemmen kann. Inzwischen sind 35-° in dem Raum. Fenster auf über
Nacht ist illusorisch. Zum einen ist die Unikinik eine riesige Baustelle, (auch nachts) zum anderen
liegt vor meinem Fenster der Wohnblock Personal. Sprachlich nicht einzuordnen, aber laut und das
bis 23 Uhr.
Morgen gehts zur Op....
Ich war am Aufnahmetag schon um 6:30 in der Patientenverwaltung. Also der normale Wahnsinn.
Es funktionierte alles ohne weitere Probleme.
Angekommen in der Urologie Station 1, musste ich etwa 2 Stunden warten. Das Zimmer war noch
nicht klar.
Ich muss an dieser Stelle kurz erklären: ich habe einen multiresistenten Keim in der Blase. Die
Bezeichnung ist e-coli 3mrgn. Habe ich vor 4 Jahren in einem Krankenhaus sozusagen als kostenloses
Präsent bekommen. Damit falle ich unter die allgemeinen Hygiene Vorschriften : Einzelzimmer, eigene
Toilette und Dusche.
Also beziehe ich ein Einzelzimmer, oh Graus, Toilette und Dusche auf dem Flur. Was solls. Ich richte
mich ein, sondiere das Umfeld. Super, Zugang zu dem Balkon ... aber, es gibt keinen Vorhang vor der
Aussentür. Jeder der über den Balkon geht, oder sich dort aufhält, kann ohne Hinderniss in mein
Zimmer sehen. Öhm, wie soll ich Bougieren, wenn mir der Rest der Station dabei zusieht. Punkt 2
dieser Farce, die Balkontür lässt sich nicht abschließen und ist von aussen ebenso zu öffnen wie
von innen. Wertsachen ????
Ich verlange ein anderes Zimmer. Weitere 1.5 Stunden im Wartebereich. Es wird mir ein anderes
Zimmer zugewiesen. Da die Toiletten immer ? für 2nebeneinander liegende Zimmer gedacht sind,
wird bei mir kurzerhand die Tür abgeschlossen. Meine Toilette und Dusche befinden sich in mehr
als 50 m Entfernung in einem anderen Flur. Dies ist kein Scherz !!! Was soll ich also tun ? Ich bin ja
mobil. Was für ein Blödsinn, die Op ist doch erst morgen ....
Die Vorgespräche laufen gut, keine Probleme zu erwarten. Inzwischen ist es Nachmittag, die Sonne
kommt rum und scheint is Zimmer.Vorhänge Fehlanzeige. Aussenrollo kaputt. Ich verlange nach
einer Decke, die ich ins Fenster klemmen kann. Inzwischen sind 35-° in dem Raum. Fenster auf über
Nacht ist illusorisch. Zum einen ist die Unikinik eine riesige Baustelle, (auch nachts) zum anderen
liegt vor meinem Fenster der Wohnblock Personal. Sprachlich nicht einzuordnen, aber laut und das
bis 23 Uhr.
Morgen gehts zur Op....
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
leider ist das tv gerät, andem ich im kh tippe kurz vor der fertigstellung
des 3. Teils abgestürzt. Also wird sich der Teil etwas verzögern
des 3. Teils abgestürzt. Also wird sich der Teil etwas verzögern
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
seid mir bitte nicht böse, aufgrund des unmöglichen internetzugangs bzw einer nicht funktionierenden Tastatur und dicken Fingern, möchte ich die Fortsetzung ab nächster Mittwoch weiter führen
LG
Petra
LG
Petra
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Ich melde mich nochmal, und möchte mich für die Verzögerung entschuldigen. ich bin am 28.11.18
abends spät um 23 uhr zuhause angekommen. die Verzögerung ergab sich aus einem outbreak meines
lieblings Blasens Keims. ich habe das entsprechende Antibiotikum genommen und natürlich mit einer
extremen Diarrhoe reagiert.... aktuell gehts wieder, bin aber noch ein wenig schwächlich. Ich schreibe
natürlich weiter.
LG
Petra
abends spät um 23 uhr zuhause angekommen. die Verzögerung ergab sich aus einem outbreak meines
lieblings Blasens Keims. ich habe das entsprechende Antibiotikum genommen und natürlich mit einer
extremen Diarrhoe reagiert.... aktuell gehts wieder, bin aber noch ein wenig schwächlich. Ich schreibe
natürlich weiter.
LG
Petra
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
-
Karla
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1541
- Registriert: Mo 1. Mai 2017, 14:12
- Geschlecht: div
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Stuttgart
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 1 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Erhol Dich gut, nix übertreiben!
Auf Deine Berichte vom weiteren Fortgang bin sicher nicht nur ich gespannt!
LG Elly
Auf Deine Berichte vom weiteren Fortgang bin sicher nicht nur ich gespannt!
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Teil 3
Datum 09.10.18
Meine Erinnerung an diesen Tag ist ziemlich reduziert, sei es wegen der Nervosität oder Angst? Ich
weiß es nicht. Eine Beruhigungstablette, die ich eigentlich bei der Anesthesistin angefragt hatte
habe ich nicht bekommen. OP Vorbereitung, Zugang wird gelegt und PDA Katheder wird gesetzt. klappt
alles gut.
Ich werde etwa 4 Stunden später auf meinem Zimmer wieder halbwegs wach. Aufwachraum usw. habe ich
nicht mitbekommen. Schmerzen ohne Ende, nicht genau zu lokalisieren und das Gefühl auf die Toilette
zu müssen. Die PDA liegt noch, ist aber relativ niedrig eingestellt. Ich klingle und frage nach
Schmerzmittel. "Moment ich sehe nach" ... Nach gefühlt einer Stunde kommt die Schwester wieder und
teilt mir mit: "Es ist nichts verordnet, ich kann ihnen nichts geben!" .. Dann holen sie mir einen
Arzt, dass wir das klären können. "Es ist zur Zeit kein Arzt verfügbar". Gut dass ich Selbstversorgerin
bin. Ich habe in weiser Voraussicht meine Standarddmedikamente mitgenommen. Hormone usw.
sind in den meisten Krankenhäusern sowieso nicht zu bekommen. also 2x 500 mg Novalmin und eine
100/8 Tilidin. Das hilft mir über die nächsten Stunden .... dachte ich. Wirkung gegen 0. Ich klingle
nochmal. die Nachtschwester kommt. Ich erkläre ihr meinen Zustand und sie zieht wieder ab... keine
Schmerzmittel, PDA nicht höher eingestellt, kein Arzt greifbar. Ich habe das Gefühl, mir platzt der
Darm, also frage ich nach einem Abführmittel oder wenigstens einem Stuhlverdünner. "Das gleuben sie
doch wohl nicht, dass ich ihnen das in der Nacht gebe !? Wenn dann etwas passsiert, ich bin hier
ganz alleine". Aber sie können doch wenigstens die PDA höher einstellen ?? Nein, das muss ein Arzt
entscheiden, Alle im Moment bei einer Not OP. Ich schlucke nochmal aus meinem Bestand.Tabeltten.
Aus meiner Erfahrung eigentlich zu kurz hintereinander, aber ich halte die Schmerzen nicht aus..
Nach einer schlaflosen Nacht kommt morgens dann ein Arzt vorbei, bleibt aber wegen angeblicher
Seuchengefahr direkt an der Tür stehen ... ich schildere meine Situation.
>>"Sie müssen keine Schmerzen haben, melden sie sich beim Personal,"<<
Was soll ich sagen...
>>"ich kann ihnen nichts geben, es ist nichts verordnet."<<
Ich verlange nach dem Arzt, der noch vor 15 min bei mir war .."Die Ärzte sind alle im OP nd erst
nachmittags wieder greifbar." Ich mache eine Ansage, entweder hier steht in 10 min ein Arzt auf der
Matte oder ich eine Theater, von dem sie nur träumen können. Es kommt ein Arzt ??? ich bin völlig
überrascht. Ich erkläre die Situation und höre:.
>>"Sie müssen keine Schmerzen haben, melden sie sich beim Personal,"<<
Was soll ich sagen...
>>"ich kann ihnen nichts geben, es ist nichts verordnet."<<
Ich helfe mir selbst. Aus meiner Dialyse kann ich mit dem Perfusor, der die Medikamentenmenge für
die PDA dosiert, gut umgehen. also erhöhe ich um 2 Punkte. statt 4 ml/Std auf 6ml/Std.
Das alles setzt sich die nächsten 8 Tage so fort. kein Arzt, keine Verordnung nur Schmerzen und ein
zu hoher Blutverlust.
Davon in Teil 4
Und danke, dass ihr solange gewartet habt ...
Datum 09.10.18
Meine Erinnerung an diesen Tag ist ziemlich reduziert, sei es wegen der Nervosität oder Angst? Ich
weiß es nicht. Eine Beruhigungstablette, die ich eigentlich bei der Anesthesistin angefragt hatte
habe ich nicht bekommen. OP Vorbereitung, Zugang wird gelegt und PDA Katheder wird gesetzt. klappt
alles gut.
Ich werde etwa 4 Stunden später auf meinem Zimmer wieder halbwegs wach. Aufwachraum usw. habe ich
nicht mitbekommen. Schmerzen ohne Ende, nicht genau zu lokalisieren und das Gefühl auf die Toilette
zu müssen. Die PDA liegt noch, ist aber relativ niedrig eingestellt. Ich klingle und frage nach
Schmerzmittel. "Moment ich sehe nach" ... Nach gefühlt einer Stunde kommt die Schwester wieder und
teilt mir mit: "Es ist nichts verordnet, ich kann ihnen nichts geben!" .. Dann holen sie mir einen
Arzt, dass wir das klären können. "Es ist zur Zeit kein Arzt verfügbar". Gut dass ich Selbstversorgerin
bin. Ich habe in weiser Voraussicht meine Standarddmedikamente mitgenommen. Hormone usw.
sind in den meisten Krankenhäusern sowieso nicht zu bekommen. also 2x 500 mg Novalmin und eine
100/8 Tilidin. Das hilft mir über die nächsten Stunden .... dachte ich. Wirkung gegen 0. Ich klingle
nochmal. die Nachtschwester kommt. Ich erkläre ihr meinen Zustand und sie zieht wieder ab... keine
Schmerzmittel, PDA nicht höher eingestellt, kein Arzt greifbar. Ich habe das Gefühl, mir platzt der
Darm, also frage ich nach einem Abführmittel oder wenigstens einem Stuhlverdünner. "Das gleuben sie
doch wohl nicht, dass ich ihnen das in der Nacht gebe !? Wenn dann etwas passsiert, ich bin hier
ganz alleine". Aber sie können doch wenigstens die PDA höher einstellen ?? Nein, das muss ein Arzt
entscheiden, Alle im Moment bei einer Not OP. Ich schlucke nochmal aus meinem Bestand.Tabeltten.
Aus meiner Erfahrung eigentlich zu kurz hintereinander, aber ich halte die Schmerzen nicht aus..
Nach einer schlaflosen Nacht kommt morgens dann ein Arzt vorbei, bleibt aber wegen angeblicher
Seuchengefahr direkt an der Tür stehen ... ich schildere meine Situation.
>>"Sie müssen keine Schmerzen haben, melden sie sich beim Personal,"<<
Was soll ich sagen...
>>"ich kann ihnen nichts geben, es ist nichts verordnet."<<
Ich verlange nach dem Arzt, der noch vor 15 min bei mir war .."Die Ärzte sind alle im OP nd erst
nachmittags wieder greifbar." Ich mache eine Ansage, entweder hier steht in 10 min ein Arzt auf der
Matte oder ich eine Theater, von dem sie nur träumen können. Es kommt ein Arzt ??? ich bin völlig
überrascht. Ich erkläre die Situation und höre:.
>>"Sie müssen keine Schmerzen haben, melden sie sich beim Personal,"<<
Was soll ich sagen...
>>"ich kann ihnen nichts geben, es ist nichts verordnet."<<
Ich helfe mir selbst. Aus meiner Dialyse kann ich mit dem Perfusor, der die Medikamentenmenge für
die PDA dosiert, gut umgehen. also erhöhe ich um 2 Punkte. statt 4 ml/Std auf 6ml/Std.
Das alles setzt sich die nächsten 8 Tage so fort. kein Arzt, keine Verordnung nur Schmerzen und ein
zu hoher Blutverlust.
Davon in Teil 4
Und danke, dass ihr solange gewartet habt ...
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
-
ExuserIn-2019-12-18
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1189
- Registriert: Mi 8. Feb 2017, 13:34
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Lieben Dank für den Bericht.
Sowas habe ich in all meinen Klinikaufenthalten noch nicht erlebt. Harter Tobak!
Ich bin gespannt, was noch positives kommt ....
Liebe Grüße
Vanessa
Sowas habe ich in all meinen Klinikaufenthalten noch nicht erlebt. Harter Tobak!
Ich bin gespannt, was noch positives kommt ....
Liebe Grüße
Vanessa
-
Jasmine
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 6443
- Registriert: Di 16. Jul 2013, 08:25
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 3 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Vielen Dank für den Bericht.
Ich werde ihn weiterverfolgen.
Liebe Grüße Jasmine
Ich werde ihn weiterverfolgen.
Liebe Grüße Jasmine
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Teil 4
Der zeitliche Ablauf ist nun nicht mehr gegeben. Ich berichte von den Untersuchungen, die nach der
Op durchgeführt wurden.
15.10.2018
1. Untersuchung von Dr. Hess persönlich. Wechsel des Platzhalters. Alles in
allem sehr vorsichtig und einfühlsam. Ich habe ein Foto machen lassen, und bin sehr überrascht,
wie wirklich übel das aussieht. Man stelle sich vor, dass da zwischen den Beinen eine Handgranate
explodiert ist.
(vielleicht hat Anne Mette ja eine Idee, wie die Bilder für Menschen,
die interessiert sind, eingestellt werden können.)
Auf die Schmerzen angesprochen kam der bekannte Satz ... dass das nicht funktioniert wurde nicht
wahrgenommen.
17.10.2018
2. Verbandskontrolle durch zwei Ärztinnen. sehr grob und mit erheblichen Schmerzen verbunden. Der
Platzhalter bleibt nicht an seinem Platz und fällt trotz engem Verband immer wieder raus.
18.10.2018
3. Verbandskontrolle wieder nur die beiden Ärztinnen. Wunde wird gespühlt und dann testen die
beiden, ob schon Gefühl da ist. Nach einiger Zeit, 5 min. ohne dass ich etwas gemerkt habe, kommt
die Aussage, "Wenn sie jetzt nichts fühlen, dann wird da auch nie etwas kommen." Ich bekomme einen
Nervenzusammenbruch, schreie die Station zusammen und werde letztendlich ruhig gestellt. Fertig,
kaputt, wertloses Stück Fleisch ... waren so meine Gedanken. Ich schreibe das meinen Freundinnen
bei der Dgti. Meine Freundin aus Potsdam stellt daraufhin den Kontakt ein. Noch ein Tiefschlag. Dabei habe ich doch nur auf ein tröstende Wort gewartet.
Ich trage mich mit Selbstmord Gedanken. Hess ist nicht zu sehen. Ich erfahre, dass die Chefin
der Dgti, Petra W. bei Hess angerufen hat und gefragt hat, was denn da wohl abgeht. Hess läßt sich
für eine Minute bei mir blicken und wurde nie mehr gesehen.
Entlassung ist für den 19.10.2018 vorgesehen. Ich verliere am Tag noch zwischen 150 und 250 ml Blut.
Wer sich auskennt, der Hb Wert sollte bei etwa 12 liegen, Bei mir waren es noch 6.5. Ich bekomme
zwei Bluttransfusionen. Da sich der Blutverlust nicht eindämmen läßt, verweigere ich die Entlassung.
in der weiteren Woche gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Die Blutungen lassen etwas nach
und ich lasse mich am 25.10.2018 nach Hause bringen. Fühle mich schlecht, gehe aber trotzdem zur
Dialyse. Wieder mal mit Ärzten sprechen, denen ich vertraue, und um auf andere Gedanken kommen.
Einfach nur die UNI Klinik Essen und Hess vergessen, und versuchen mit meiner Situation klar zu
kommen. Zum Glück habe ich eine supertolle Familie, die mich stützt und auffängt.
Wichtig ist noch zu wissen, dass Aufgrund von Urlaub Hess eine
erste Nachuntersuchung für den 19.11.2018 geplant ist
Und jetzt passieren Dinge, die für mich immer noch nicht ganz zu begreifen sind ...
Davon in Teil 5
Der zeitliche Ablauf ist nun nicht mehr gegeben. Ich berichte von den Untersuchungen, die nach der
Op durchgeführt wurden.
15.10.2018
1. Untersuchung von Dr. Hess persönlich. Wechsel des Platzhalters. Alles in
allem sehr vorsichtig und einfühlsam. Ich habe ein Foto machen lassen, und bin sehr überrascht,
wie wirklich übel das aussieht. Man stelle sich vor, dass da zwischen den Beinen eine Handgranate
explodiert ist.
(vielleicht hat Anne Mette ja eine Idee, wie die Bilder für Menschen,
die interessiert sind, eingestellt werden können.)
Auf die Schmerzen angesprochen kam der bekannte Satz ... dass das nicht funktioniert wurde nicht
wahrgenommen.
17.10.2018
2. Verbandskontrolle durch zwei Ärztinnen. sehr grob und mit erheblichen Schmerzen verbunden. Der
Platzhalter bleibt nicht an seinem Platz und fällt trotz engem Verband immer wieder raus.
18.10.2018
3. Verbandskontrolle wieder nur die beiden Ärztinnen. Wunde wird gespühlt und dann testen die
beiden, ob schon Gefühl da ist. Nach einiger Zeit, 5 min. ohne dass ich etwas gemerkt habe, kommt
die Aussage, "Wenn sie jetzt nichts fühlen, dann wird da auch nie etwas kommen." Ich bekomme einen
Nervenzusammenbruch, schreie die Station zusammen und werde letztendlich ruhig gestellt. Fertig,
kaputt, wertloses Stück Fleisch ... waren so meine Gedanken. Ich schreibe das meinen Freundinnen
bei der Dgti. Meine Freundin aus Potsdam stellt daraufhin den Kontakt ein. Noch ein Tiefschlag. Dabei habe ich doch nur auf ein tröstende Wort gewartet.
Ich trage mich mit Selbstmord Gedanken. Hess ist nicht zu sehen. Ich erfahre, dass die Chefin
der Dgti, Petra W. bei Hess angerufen hat und gefragt hat, was denn da wohl abgeht. Hess läßt sich
für eine Minute bei mir blicken und wurde nie mehr gesehen.
Entlassung ist für den 19.10.2018 vorgesehen. Ich verliere am Tag noch zwischen 150 und 250 ml Blut.
Wer sich auskennt, der Hb Wert sollte bei etwa 12 liegen, Bei mir waren es noch 6.5. Ich bekomme
zwei Bluttransfusionen. Da sich der Blutverlust nicht eindämmen läßt, verweigere ich die Entlassung.
in der weiteren Woche gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Die Blutungen lassen etwas nach
und ich lasse mich am 25.10.2018 nach Hause bringen. Fühle mich schlecht, gehe aber trotzdem zur
Dialyse. Wieder mal mit Ärzten sprechen, denen ich vertraue, und um auf andere Gedanken kommen.
Einfach nur die UNI Klinik Essen und Hess vergessen, und versuchen mit meiner Situation klar zu
kommen. Zum Glück habe ich eine supertolle Familie, die mich stützt und auffängt.
Wichtig ist noch zu wissen, dass Aufgrund von Urlaub Hess eine
erste Nachuntersuchung für den 19.11.2018 geplant ist
Und jetzt passieren Dinge, die für mich immer noch nicht ganz zu begreifen sind ...
Davon in Teil 5
Zuletzt geändert von petra am Fr 7. Dez 2018, 05:37, insgesamt 2-mal geändert.
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
-
Tatjana_59
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4270
- Registriert: So 1. Jan 2012, 20:07
- Geschlecht: Frau
- Pronomen: Sie
- Hat sich bedankt: 695 Mal
- Danksagung erhalten: 477 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Hallo Petra,petra hat geschrieben: Do 6. Dez 2018, 22:18 Teil 4
Der zeitliche Ablauf ist nun nicht mehr gegeben. Ich berichte von den Untersuchungen, die nach der
Op durchgeführt wurden.
15.10.2018
1. Untersuchung von Dr. Hess persönlich. Wechsel des Platzhalters. Alles in
allem sehr vorsichtig und einfühlsam. Ich habe ein Foto machen lassen, und bin sehr überrascht,
wie wirklich übel das aussieht. Man stelle sich vor, dass da zwischen den Beinen eine Handgranate
explodiert ist.
(vielleicht hat Anne Mette ja eine Idee, wie die Bilder für Menschen,
die interessiert sind, eingestellt werden können.)
Auf die Schmerzen angesprochen kam der bekannte Satz ... dass das nicht funktioniert wurde nicht
wahrgenommen.
17.10.2018
2. Verbandskontrolle durch zwei Ärztinnen. sehr grob und mit erheblichen Schmerzen verbunden. Der
Platzhalter bleibt nicht an seinem Platz und fällt trotz engem Verband immer wieder raus.
18.10.2018
3. Verbandskontrolle wieder nur die beiden Ärztinnen. Wunde wird gespühlt und dann testen die
beiden, ob schon Gefühl da ist. Nach einiger Zeit, 5 min. ohne dass ich etwas gemerkt habe, kommt
die Aussage, "Wenn sie jetzt nichts fühlen, dann wird da auch nie etwas kommen." Ich bekomme einen
Nervenzusammenbruch, schreie die Station zusammen und werde letztendlich ruhig gestellt. Fertig,
kaputt, wertloses Stück Fleisch ... waren so meine Gedanken. Ich schreibe das meinen Freundinnen
bei der Dgti. Meine Freundin aus Potzdam stellt daraufhin den Kontakt ein. Noch ein Tiefschlag.
Ich trage mich mit Selbstmord Gedanken. Hess ist nicht zu sehen. Ich erfahre, dass die Chefin
der Dgti, Petra W. bei Hess angerufen hat und gefragt hat, was denn da wohl abgeht. Hess läßt sich
für eine Minute bei mir blicken und wurde nie mehr gesehen.
Entlassung ist für den 19.10.2018 vorgesehen. Ich verliere am Tag noch zwischen 150 und 250 ml Blut.
Wer sich auskennt, der Hb Wert sollte bei etwa 12 liegen, Bei mir waren es noch 6.5. Ich bekomme
zwei Bluttransfusionen. Da sich der Blutverlust nicht eindämmen läßt, verweigere ich die Entlassung.
in der weiteren Woche gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Die Blutungen lassen etwas nach
und ich lasse mich am 25.10.2018 nach Hause bringen. Fühle mich schlecht, gehe aber trotzdem zur
Dialyse. Wieder mal mit Ärzten sprechen, denen ich vertraue, und um auf andere Gedanken kommen.
Einfach nur die UNI Klinik Essen und Hess vergessen, und versuchen mit meiner Situation klar zu
kommen. Zum Glück habe ich eine supertolle Familie, die mich stützt und auffängt.
Wichtig ist noch zu wissen, dass Aufgrund von Urlaub Hess eine
erste Nachuntersuchung für den 19.11.2018 geplant ist
Und jetzt passieren Dinge, die für mich immer noch nicht ganz zu begreifen sind ...
Davon in Teil 5
Deine Berichte sind ja echt heftig.
Das ist ja schon gruselig.
Die Nachuntersuchung die du mit 19.11. angibst ist das ein Schreibfehler und du meintest Dezember? Oder ist der Termin gewesen und du schreibst erst im nächsten Bericht darüber.
Ich würde schnellstens den Arzt, die Klinik wechseln.
Auch für spätere Untersuchungen.
Es gibt eine Reihe wirklich guter Ärzte, nur ein gutgemeinter Rat.
Die weiß nicht ob du meine Berichte in "mein Weg zu mir" gelesen hast. Obwohl bei mir nicht unbedingt alles Gold war was glänzt. So sind doch Welten zwischen deiner und meiner Nachsorge zu finden. Positiv bei mir gemeint.
LG Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Kein Schreibfehler. Da Dr Hess in Urlaub ist, liegt der erste
Nachsorgetermin am 19.11.201, etwa 3 Wochen nach Entlassung.
Es löst sich alles auf.
Nachsorgetermin am 19.11.201, etwa 3 Wochen nach Entlassung.
Es löst sich alles auf.
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
-
Lea92
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 251
- Registriert: Di 13. Sep 2016, 21:20
- Geschlecht: beide
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Der 19.11. war aber bereitspetra hat geschrieben: Do 6. Dez 2018, 22:47 Kein Schreibfehler. Da Dr Hess in Urlaub ist, liegt der erste
Nachsorgetermin am 19.11.201, etwa 3 Wochen nach Entlassung.
Es löst sich alles auf.
Körper ganz Mann, Kopf halb Mann, halb Frau, doch auch eine halbe Frau braucht auch Freiheiten und will sich gelegentlich mal zeigen.
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Ja, gut erkannt. Aber ich bin ja auch noch nicht
am Ende des Berichts. Datum im Bericht ist also
der 25.10.2018. Noch 3 Wochen bis zur
Nachuntersuchung ....
am Ende des Berichts. Datum im Bericht ist also
der 25.10.2018. Noch 3 Wochen bis zur
Nachuntersuchung ....
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
-
petra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 338
- Registriert: Fr 4. Okt 2013, 14:56
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Meine Erfahrungen bei/nach der GaOp in der Uniklinik Essen
Jetzt bin ich ein wenig Mental kompromittiert ... (Spock Enterprise 10)
So etwas wie die Freundinnen in Müchen und Augsburg und Berlin habe ich noch nie gehabt ..
ich bin beim Schreiben immer wieder am weinen.
Aber der Reihe nach...
Teil 5
26.10.2018
Freitag, mein Dialyse Tag. Ich fahre also hin und sehe nur besorgte Gesichter. "Wie sehen Sie denn
aus? " Der Blutverlust scheint sichtbar zu sein. Ich habe sofort das Ärzteteam (3) und 2 Schwestern
im Zimmer. "Wollen sie wirklich die volle Dialyse durchziehen?" Na ja ich will. Nach etwa der Hälfe
der Zeit gehts mir pltzlich schlecht. Blutdruck 80/50 Puls nicht mehr fühlbar ... Jetzt bleibt zur
Sicherheit eine Ärztin in der Nähe. 26.11. und 02.12. verläuft die Dialyse schon besser.
Ich bekomme laufend Anrufe, aus Augsburg (Ann Kathrin) aus München (Yasmine) und Berlin (Jenniffer),
Aussage in allen:
"Melde dich bei Dr. Taskov aus Erding !! Der weiß shon Bescheid und will dir helfen!"
Leichter gesagt als getan, Dr. Taskov befindet sich auf einer Reise durch die USA, wo er an ver-
schiedenen Orten FFS Op's durchführt.
"Texte mit ihm im Messenger!" Wie komme ich dazu mit einem vielbeschäftigten Arzt über FB und den
Messenger zu kommunizieren? Alles ein wenig seltsam. Ich stelle eine Freundschaftsanfrage in FB.
Wird sofort angenommen. (8 Stunden Zeitverschiebung !!) Im Messenger stelle ich dann meine Fragen,
schicke einige Fotos. Ich bekomme jedesmal eine Antwort und eine vorsichtige Beurteilung der
Bilder. Dann, -ich muss immer noch heulen, wenn ich daran denke-, "wenn sie das schaffen, kommen
sie nach Erding. Wir bekommen das wieder hin."
Also rufe ich im Krankenhaus in Erding an, Abteilung für plastische Chirurgie ... "Wir haben mit
ihrem Anruf gerechnet und wissen weitesgehend Bescheid. Der Chef ist noch bis 12.11.2018 in den
USA. Kommen sie wenn möglich am 07.11.2018 um 14 Uhr rein, wir regeln schon mal alles.
Ich kann die Nacht vorher bei Ann Kathrin in Augsburg verbringen, daruch komme ich ausgeruht in
Erding an. Wenn man solche Freundinnen hat, kann einem nichts mehr passieren.
Normales Aufnahme Prcedere. Ich soll mich in der Ambulanz von Dr. Taskov melden. Es empfängt mich
der Oberarzt Dr. Kolbinger....
Ich erkläre kurz die Situation, aber der weiß schon alles !?
Darf ich mir das OP Umfeld mal ansehen .. Ja klar, deshalb bin ich ja da .. Wir müssen abe einiges
unterlegen, da ich immer noch stark blute.
Er beginnt die Untersuchung. Tastet den Wundbereich ab, fühlt in die Tiefe .. Ich mache die Wunde
mal ein wenig sauber. Wenn es weh tut oder unangenehm ist, sofort Bescheid sagen. Erstmal fühle
ich nichts. Plötzlich ein riesiger Schmerz. Was haben sie gemacht? Der Doc lacht!! Sie haben kein
Gefühl? Was war das dann jetzt? Ich habe ganz vorsichtig ihre Klitoris gereinigt. Gefühl war doch
wohl da, oder??? Ich zerfließe in Tränen.
In den nächsten Tagen kommt dieser Arzt mit einer Assistenzärztin jeden Morgen vorbei, reinigt
die Wunde und gibt mir Tipps, wie ich das beim Duschen selber gut hin bekomme.
Das Krankenhaus ist wie ein 'first class' Hotel.
Am 12.11.2018 ist Dr. Taskov wieder in Erding. wir sprechen kurz über die Vorgehensweise und
hinein in den OP. Ich bin völlig relaxed. Sichtungs OP für 12:30 angesetzt.1-2 Stunden geplant.
Um 16:12 bin ich wieder auf meinem Zimmer ... Eindeutig mehr als 2 Stunden. Die komplette
Mannschaft Chef, Oberarzt, Oberärztin und Assistens Ärztin, kommt rein und fragt, wie es mir geht.
Es wurde sehr viel gemacht, viele Nekrotische Stellen entfernt, Teile der gestielten Harnröhre war
am gammeln. Alles in allem wurde eine Sepsis im Buachraum verhindert.
Ob, und vor allem wie ich das noch eine Woche bis zu einer Nachuntersuchung in Essen ausgehalten
((bzw. überlebt)) hätte, ist völlig unklar, aber vorbei, alles wird gut.
Weiter in Teil 6
So etwas wie die Freundinnen in Müchen und Augsburg und Berlin habe ich noch nie gehabt ..
ich bin beim Schreiben immer wieder am weinen.
Aber der Reihe nach...
Teil 5
26.10.2018
Freitag, mein Dialyse Tag. Ich fahre also hin und sehe nur besorgte Gesichter. "Wie sehen Sie denn
aus? " Der Blutverlust scheint sichtbar zu sein. Ich habe sofort das Ärzteteam (3) und 2 Schwestern
im Zimmer. "Wollen sie wirklich die volle Dialyse durchziehen?" Na ja ich will. Nach etwa der Hälfe
der Zeit gehts mir pltzlich schlecht. Blutdruck 80/50 Puls nicht mehr fühlbar ... Jetzt bleibt zur
Sicherheit eine Ärztin in der Nähe. 26.11. und 02.12. verläuft die Dialyse schon besser.
Ich bekomme laufend Anrufe, aus Augsburg (Ann Kathrin) aus München (Yasmine) und Berlin (Jenniffer),
Aussage in allen:
"Melde dich bei Dr. Taskov aus Erding !! Der weiß shon Bescheid und will dir helfen!"
Leichter gesagt als getan, Dr. Taskov befindet sich auf einer Reise durch die USA, wo er an ver-
schiedenen Orten FFS Op's durchführt.
"Texte mit ihm im Messenger!" Wie komme ich dazu mit einem vielbeschäftigten Arzt über FB und den
Messenger zu kommunizieren? Alles ein wenig seltsam. Ich stelle eine Freundschaftsanfrage in FB.
Wird sofort angenommen. (8 Stunden Zeitverschiebung !!) Im Messenger stelle ich dann meine Fragen,
schicke einige Fotos. Ich bekomme jedesmal eine Antwort und eine vorsichtige Beurteilung der
Bilder. Dann, -ich muss immer noch heulen, wenn ich daran denke-, "wenn sie das schaffen, kommen
sie nach Erding. Wir bekommen das wieder hin."
Also rufe ich im Krankenhaus in Erding an, Abteilung für plastische Chirurgie ... "Wir haben mit
ihrem Anruf gerechnet und wissen weitesgehend Bescheid. Der Chef ist noch bis 12.11.2018 in den
USA. Kommen sie wenn möglich am 07.11.2018 um 14 Uhr rein, wir regeln schon mal alles.
Ich kann die Nacht vorher bei Ann Kathrin in Augsburg verbringen, daruch komme ich ausgeruht in
Erding an. Wenn man solche Freundinnen hat, kann einem nichts mehr passieren.
Normales Aufnahme Prcedere. Ich soll mich in der Ambulanz von Dr. Taskov melden. Es empfängt mich
der Oberarzt Dr. Kolbinger....
Ich erkläre kurz die Situation, aber der weiß schon alles !?
Darf ich mir das OP Umfeld mal ansehen .. Ja klar, deshalb bin ich ja da .. Wir müssen abe einiges
unterlegen, da ich immer noch stark blute.
Er beginnt die Untersuchung. Tastet den Wundbereich ab, fühlt in die Tiefe .. Ich mache die Wunde
mal ein wenig sauber. Wenn es weh tut oder unangenehm ist, sofort Bescheid sagen. Erstmal fühle
ich nichts. Plötzlich ein riesiger Schmerz. Was haben sie gemacht? Der Doc lacht!! Sie haben kein
Gefühl? Was war das dann jetzt? Ich habe ganz vorsichtig ihre Klitoris gereinigt. Gefühl war doch
wohl da, oder??? Ich zerfließe in Tränen.
In den nächsten Tagen kommt dieser Arzt mit einer Assistenzärztin jeden Morgen vorbei, reinigt
die Wunde und gibt mir Tipps, wie ich das beim Duschen selber gut hin bekomme.
Das Krankenhaus ist wie ein 'first class' Hotel.
Am 12.11.2018 ist Dr. Taskov wieder in Erding. wir sprechen kurz über die Vorgehensweise und
hinein in den OP. Ich bin völlig relaxed. Sichtungs OP für 12:30 angesetzt.1-2 Stunden geplant.
Um 16:12 bin ich wieder auf meinem Zimmer ... Eindeutig mehr als 2 Stunden. Die komplette
Mannschaft Chef, Oberarzt, Oberärztin und Assistens Ärztin, kommt rein und fragt, wie es mir geht.
Es wurde sehr viel gemacht, viele Nekrotische Stellen entfernt, Teile der gestielten Harnröhre war
am gammeln. Alles in allem wurde eine Sepsis im Buachraum verhindert.
Ob, und vor allem wie ich das noch eine Woche bis zu einer Nachuntersuchung in Essen ausgehalten
((bzw. überlebt)) hätte, ist völlig unklar, aber vorbei, alles wird gut.
Weiter in Teil 6
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
ist noch weit ab vom weg der weisheit.