Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
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M.L.
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Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo ihr Lieben,
ich habe lange überlegt, ob ich mich hier anmelden soll. Ich denke, dass ich Hilfe brauche, um meinen Mann zu verstehen. Denn er kann mir nicht erklären, was in ihm vorgeht und ich kann's nicht nachvollziehen. Ich schreibe jetzt einfach mal, was mir so einfällt, und seid bitte nicht böse, wenn manches vielleicht etwas abschätzig rüberkommt. Ist nicht so gemeint, aber ein Teil meiner Sichtweise, die ich ändern will. Ich duze hier jetzt einfach mal.
Mein Mann ist Mitte 50, wir sind seit 18 Jahren verheiratet. Lange Zeit nicht glücklich. Kurz vor unserem Hochzeitstag hat er mir gestanden, dass er eine weibliche Seite in sich hat und diese ausleben will.
Wir hatten dann viele Gespräche, sind uns dadurch auch wieder sehr nahe gekommen. Er hat es auch geschafft, das ich wieder weiblicher sein will (seit einigen Tagen, nach einem Streit, will ich eher gar nix mehr sein)
Ich kann einfach nicht verstehen, wieso ein Mann, der auch gerne Mann ist, sich als Frau verkleiden will. Sorry, aber für mich ist das Verkleiden.
Wenn ich meinen Mann anschaue, sehe ich, dass alles, was er ändern konnte weiblich ist (z.B. lange Haare, beidseitig Ohrringe, ...)
Ich hab Angst, dass ich den Mann, den ich gerade wiedergefunden habe, an seine weibliche Seite verliere. Ich kann nicht sagen, ob ich diesen Teil von ihm als Konkurrenz sehe, oder als Bedrohnung, Vielleicht ist beides der Fall.
Wenn ich mich z.B. schminke, sagt er mir, dass es ihm gefällt. Ich denke dann immer, ja, dem Mann vielleicht, aber was ist mit ihr?
Wie kann ich Frau sein, wenn auch er das manchmal sein will?
Bisher hatte er noch nicht die Möglichkeit, als Frau unterwegs zu sein. Das hat mehrere Gründe. Im Moment unterdrückt er das weibliche wieder, weil er weiß, dass ich damit nicht klarkomme. Doch ich denke, er muss austesten, wie weit er gehen muss, um seine Balance zu finden.
Wir brauchen professionelle Hilfe, damit wir einen gemeinsamen Weg finden. Vielleicht kennt jemand von euch einen Therapeuten. Wir wohnen im Allgäu in Bayern.
Oder gibt es in unserer Nähe Crosdresser, die ihn dabei unterstützen können?
Mein Liebster weiß übrigens, dass ich mich hier angemeldet habe.
Danke, dass ihr den langen Text gelesen habt.
Liebe Grüße
Maria
ich habe lange überlegt, ob ich mich hier anmelden soll. Ich denke, dass ich Hilfe brauche, um meinen Mann zu verstehen. Denn er kann mir nicht erklären, was in ihm vorgeht und ich kann's nicht nachvollziehen. Ich schreibe jetzt einfach mal, was mir so einfällt, und seid bitte nicht böse, wenn manches vielleicht etwas abschätzig rüberkommt. Ist nicht so gemeint, aber ein Teil meiner Sichtweise, die ich ändern will. Ich duze hier jetzt einfach mal.
Mein Mann ist Mitte 50, wir sind seit 18 Jahren verheiratet. Lange Zeit nicht glücklich. Kurz vor unserem Hochzeitstag hat er mir gestanden, dass er eine weibliche Seite in sich hat und diese ausleben will.
Wir hatten dann viele Gespräche, sind uns dadurch auch wieder sehr nahe gekommen. Er hat es auch geschafft, das ich wieder weiblicher sein will (seit einigen Tagen, nach einem Streit, will ich eher gar nix mehr sein)
Ich kann einfach nicht verstehen, wieso ein Mann, der auch gerne Mann ist, sich als Frau verkleiden will. Sorry, aber für mich ist das Verkleiden.
Wenn ich meinen Mann anschaue, sehe ich, dass alles, was er ändern konnte weiblich ist (z.B. lange Haare, beidseitig Ohrringe, ...)
Ich hab Angst, dass ich den Mann, den ich gerade wiedergefunden habe, an seine weibliche Seite verliere. Ich kann nicht sagen, ob ich diesen Teil von ihm als Konkurrenz sehe, oder als Bedrohnung, Vielleicht ist beides der Fall.
Wenn ich mich z.B. schminke, sagt er mir, dass es ihm gefällt. Ich denke dann immer, ja, dem Mann vielleicht, aber was ist mit ihr?
Wie kann ich Frau sein, wenn auch er das manchmal sein will?
Bisher hatte er noch nicht die Möglichkeit, als Frau unterwegs zu sein. Das hat mehrere Gründe. Im Moment unterdrückt er das weibliche wieder, weil er weiß, dass ich damit nicht klarkomme. Doch ich denke, er muss austesten, wie weit er gehen muss, um seine Balance zu finden.
Wir brauchen professionelle Hilfe, damit wir einen gemeinsamen Weg finden. Vielleicht kennt jemand von euch einen Therapeuten. Wir wohnen im Allgäu in Bayern.
Oder gibt es in unserer Nähe Crosdresser, die ihn dabei unterstützen können?
Mein Liebster weiß übrigens, dass ich mich hier angemeldet habe.
Danke, dass ihr den langen Text gelesen habt.
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Laila-Sarah
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo Maria,
Danke fürs Anvertrauen und herzlich willkommen hier.
Generell gesprochen können Menschen so vieles gleichseitig sein: Z.B. Eltern, Liebhaber, Theaterfan und Betriebsvorstand. Ich denke damit sind wir uns einig. Jetzt würde ich dich bitten, darüber nachzudenken, warum dein Mann nicht abwechselnd der alte Ehemann und manchmal eine enge Freundin an deiner Seite sein kann. Was schließt diesen Gedanken aus? Ich denke wenn du diese Frage beantworten kannst, bist du entschieden weiter damit herauszufinden wo es hakt.
VlG
Danke fürs Anvertrauen und herzlich willkommen hier.
Generell gesprochen können Menschen so vieles gleichseitig sein: Z.B. Eltern, Liebhaber, Theaterfan und Betriebsvorstand. Ich denke damit sind wir uns einig. Jetzt würde ich dich bitten, darüber nachzudenken, warum dein Mann nicht abwechselnd der alte Ehemann und manchmal eine enge Freundin an deiner Seite sein kann. Was schließt diesen Gedanken aus? Ich denke wenn du diese Frage beantworten kannst, bist du entschieden weiter damit herauszufinden wo es hakt.
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Anne-Mette
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Guten Tag Maria,
... und herzlich willkommen
Es ist sicherlich eine gute Idee, sich mit anderen Menschen, vielleicht im Rahmen einer "Selbsthilfegruppe" (klingt ernster als es meistens ist) oder eines Stammtisches
auszutauschen.
Die sind allerdings eher in größeren Städten vorhanden. Welcher Radius wäre für euch praktikabel von der Erreichbarkeit?
Natürlich hilft es auch, wenn ihr weiterhin im Gespräch bleibt und klarer herausarbeiten könnte, was euch beide - jede(r) für sich und auch gemeinsam - bewegt,
was ihr euch wünscht, was ihr zulassen könnt und wollt...
Ich gehe davon aus und hoffe, dass Du hier in unserer Forumgemeinschaft, in der auch einige Partnerinnen vertreten sind, Anregungen und Hinweise bekommst - und ein (fast) jederzeit "offenes Ohr".
Herzliche Grüße
Anne-Mette
... und herzlich willkommen
Es ist sicherlich eine gute Idee, sich mit anderen Menschen, vielleicht im Rahmen einer "Selbsthilfegruppe" (klingt ernster als es meistens ist) oder eines Stammtisches
auszutauschen.
Die sind allerdings eher in größeren Städten vorhanden. Welcher Radius wäre für euch praktikabel von der Erreichbarkeit?
Natürlich hilft es auch, wenn ihr weiterhin im Gespräch bleibt und klarer herausarbeiten könnte, was euch beide - jede(r) für sich und auch gemeinsam - bewegt,
was ihr euch wünscht, was ihr zulassen könnt und wollt...
Ich gehe davon aus und hoffe, dass Du hier in unserer Forumgemeinschaft, in der auch einige Partnerinnen vertreten sind, Anregungen und Hinweise bekommst - und ein (fast) jederzeit "offenes Ohr".
Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Angelique
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo Maria,
als ich Deinen Beitrag gelesen habe dachte ich im ersten Moment meine Frau hat sich jetzt hier angemeldet:
"Ich kann einfach nicht verstehen, wieso ein Mann, der auch gerne Mann ist, sich als Frau verkleiden will. Sorry, aber für mich ist das Verkleiden."
Das ist ein Satz der sicher auch von meiner Frau stammen könnte, zumindest bis vor einigen Jahren.
Ich kann Dir leider nicht sagen was in Deinem Mann vorgeht, ich kann nur versuchen Dir zu erklären was in mir vorgeht.
Auch ich bin ein Mann, der gerne Mann ist, mit vielen "männlichen Macken" (Faszination für PS und Hubraumstarke Autos, aufwändige Uhren, aggressiv im Straßenverkehr und durchsetzungstark im Berufsleben. Nur Fußball kann ich nichts abgewinnen). Und trotzdem gibt es da noch eine andere Seite in mir, die Freude an schönen Kleidern, zarten Stoffen und Dingen die gemeinhin als "weiblich" gelten. Ich strebe es nicht an zur Frau zu werden, es langt mir mich hin und wieder als Frau zu fühlen. Es ist für mich wie ein Urlaub vom Mann sein.
Ich freue mich auch wenn sich meine Frau weiblicher gibt, weil ich es toll finde. (Und, ja... manchmal bin ich auch etwas neidisch, wenn wir ausgehen und sie das Kleid trägt).
Das Ihr miteinander sprecht ist sehr gut, nur so könnt Ihr Euch finden. Ich habe durch die Gespräche mit meiner Frau auch erst herausgefunden das mein Frausein nicht erotisch begründet ist (Stichwort: Fetisch). Und auch das ich keinen kompletten Wechsel möchte.
Mein Frau toleriert Angelique mittlerweile, eine Akzeptanz werde ich wohl nie erreichen.
Ob Du Deinen Mann an seine weibliche Seite verlieren könntest, kann ich nicht beurteilen, auch da helfen nur Gespräche.
Ich bin nicht sicher ob ich Dir jetzt weitergeholfen habe aber trotzdem willkommen hier im Forum.
Liebe Grüße
Angelique
als ich Deinen Beitrag gelesen habe dachte ich im ersten Moment meine Frau hat sich jetzt hier angemeldet:
"Ich kann einfach nicht verstehen, wieso ein Mann, der auch gerne Mann ist, sich als Frau verkleiden will. Sorry, aber für mich ist das Verkleiden."
Das ist ein Satz der sicher auch von meiner Frau stammen könnte, zumindest bis vor einigen Jahren.
Ich kann Dir leider nicht sagen was in Deinem Mann vorgeht, ich kann nur versuchen Dir zu erklären was in mir vorgeht.
Auch ich bin ein Mann, der gerne Mann ist, mit vielen "männlichen Macken" (Faszination für PS und Hubraumstarke Autos, aufwändige Uhren, aggressiv im Straßenverkehr und durchsetzungstark im Berufsleben. Nur Fußball kann ich nichts abgewinnen). Und trotzdem gibt es da noch eine andere Seite in mir, die Freude an schönen Kleidern, zarten Stoffen und Dingen die gemeinhin als "weiblich" gelten. Ich strebe es nicht an zur Frau zu werden, es langt mir mich hin und wieder als Frau zu fühlen. Es ist für mich wie ein Urlaub vom Mann sein.
Ich freue mich auch wenn sich meine Frau weiblicher gibt, weil ich es toll finde. (Und, ja... manchmal bin ich auch etwas neidisch, wenn wir ausgehen und sie das Kleid trägt).
Das Ihr miteinander sprecht ist sehr gut, nur so könnt Ihr Euch finden. Ich habe durch die Gespräche mit meiner Frau auch erst herausgefunden das mein Frausein nicht erotisch begründet ist (Stichwort: Fetisch). Und auch das ich keinen kompletten Wechsel möchte.
Mein Frau toleriert Angelique mittlerweile, eine Akzeptanz werde ich wohl nie erreichen.
Ob Du Deinen Mann an seine weibliche Seite verlieren könntest, kann ich nicht beurteilen, auch da helfen nur Gespräche.
Ich bin nicht sicher ob ich Dir jetzt weitergeholfen habe aber trotzdem willkommen hier im Forum.
Liebe Grüße
Angelique
Ich trage Frauenkleider - Na und! 50% der Menschheit tut das.
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Nicole Fritz
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo Maria,
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.
Ich möchte dann einmal etwas zu den CD / TV sagen, zu denen ich mich auch zähle (wie viel Trans* das jetzt ist, weiß ich nicht wirklich). Die meisten von uns sind hetero, begehren also eine Frau als Partnerin. Werden wir dann von dieser verlassen, ist das für uns ein großer schmerzlicher Verlust.
Das Rollenschema bietet für einen Mann - oder bot jedenfalls zur Zeit meiner beruflichen und gesellschaftlichen Entwicklung - keine Chance etwas anderes als ein starkes Alphatier auszuleben. Wenn wir das aber nicht sind, spielen wir eine Rolle, die uns immer lästiger wird, und die wir immer mehr deswegen hassen. Wir wollen auch einmal einfach nur schön sein. Und das verhasste Alphatier als übliches Männerbild hassen wir - ich empfinde es als abartig hässlich. Schönheit ist weiblich, also müssen wir weiblich werden. So gewinnen wir wieder Freude am Leben. Die Rolle als Alphatier ist dagegen ein Kampf, den wir nur verlieren können - also irgendwie durchhalten oder aufgeben. Bei mir war am Ende niemand mehr da, für den ich diese Rolle spielte, also gab ich sie auf.
Wenn ich eine Partnerin hätte, wäre ich sehr froh darüber. Mit der falschen Rolle, die ich glaubte spielen zu müssen, habe ich aber immer alles kaputt gemacht. Meine Freundin wollte den Mann, den ich spielte. Als sie mich dann richtig kennen lernte und erkannte, dass ich der nicht war, ging es immer wieder auseinander. Und das war BEVOR ich mich als CD / TV geoutet habe! Nur ich sah damals einfach keinen anderen Weg als diese Sch..-Rolle zu spielen.
So weit also die Sache aus meiner Perspektive. Nun versuche ich das einmal anders herum zu sehen: Wie hätte ich reagiert, wenn meine Partnerin gesagt hätte: "Ach übrigens, eigentlich bin ich ein Mann, also HT, damit ein Bart wächst, und die Brüste müssen ab." Da wäre für mich eine Welt zusammen gebrochen. Ich hatte mich doch in eine Frau verliebt. Und ich habe keine Ahnung, ob und wenn wie ich damit klar gekommen wäre.
Liebe Grüße
Nicole
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.
Ich möchte dann einmal etwas zu den CD / TV sagen, zu denen ich mich auch zähle (wie viel Trans* das jetzt ist, weiß ich nicht wirklich). Die meisten von uns sind hetero, begehren also eine Frau als Partnerin. Werden wir dann von dieser verlassen, ist das für uns ein großer schmerzlicher Verlust.
Das Rollenschema bietet für einen Mann - oder bot jedenfalls zur Zeit meiner beruflichen und gesellschaftlichen Entwicklung - keine Chance etwas anderes als ein starkes Alphatier auszuleben. Wenn wir das aber nicht sind, spielen wir eine Rolle, die uns immer lästiger wird, und die wir immer mehr deswegen hassen. Wir wollen auch einmal einfach nur schön sein. Und das verhasste Alphatier als übliches Männerbild hassen wir - ich empfinde es als abartig hässlich. Schönheit ist weiblich, also müssen wir weiblich werden. So gewinnen wir wieder Freude am Leben. Die Rolle als Alphatier ist dagegen ein Kampf, den wir nur verlieren können - also irgendwie durchhalten oder aufgeben. Bei mir war am Ende niemand mehr da, für den ich diese Rolle spielte, also gab ich sie auf.
... Das sehe ich auch, wenn ich in den Spiegel schaue. So gefalle ich mir endlich. Da ist eine Person, die ich leiden kann, und kein hässlicher blöder Hampelmann in der falschen Rolle.Wenn ich meinen Mann anschaue, sehe ich, dass alles, was er ändern konnte weiblich ist (z.B. lange Haare, beidseitig Ohrringe, ...)
Wenn ich eine Partnerin hätte, wäre ich sehr froh darüber. Mit der falschen Rolle, die ich glaubte spielen zu müssen, habe ich aber immer alles kaputt gemacht. Meine Freundin wollte den Mann, den ich spielte. Als sie mich dann richtig kennen lernte und erkannte, dass ich der nicht war, ging es immer wieder auseinander. Und das war BEVOR ich mich als CD / TV geoutet habe! Nur ich sah damals einfach keinen anderen Weg als diese Sch..-Rolle zu spielen.
So weit also die Sache aus meiner Perspektive. Nun versuche ich das einmal anders herum zu sehen: Wie hätte ich reagiert, wenn meine Partnerin gesagt hätte: "Ach übrigens, eigentlich bin ich ein Mann, also HT, damit ein Bart wächst, und die Brüste müssen ab." Da wäre für mich eine Welt zusammen gebrochen. Ich hatte mich doch in eine Frau verliebt. Und ich habe keine Ahnung, ob und wenn wie ich damit klar gekommen wäre.
Liebe Grüße
Nicole
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Lorelai74
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo Maria,
"wie kannst ich Frau sein, wenn er es manchmal auch sein will?"
Ich kann nur für mich und von mir sprechen, aber nach vielen Gesprächen mit anderen CD/TI/TS weiß ich dass was ich dir erzählen will bei vielen von uns ähnlich ist.
Ich will meine weibliche Seite offener Leben, ihr Raum und Zeit geben und sie nicht Verstecken, verheimlichen oder ablehnen müssen.
Ich will damit aber nicht mit meiner Frau und Partnerin in einen Konkurrenzkampf treten oder sie gar "verdrängen".
Ich, als CD, will die Kleidung anziehen dürfen, die sich für mich richtig anfühlt. Frauen dürfen seit mindestens 40 Jahren Hosen anziehen ohne das ein Mann noch etwas sagt... umgekehrt ist das bis heute nicht möglich.
Ich "verkleide" mich deswegen aus meiner Sicht auch nicht.
Zugegeben- manchmal sieht mein Outfit noch nicht stimmig aus, aber woher soll ich wissen wie man was zusammen trägt und was mir steht?
Ich hab dieses Jahr erst ca. 10 Tage gehabt mich anzuziehen.
Ja ich trage wenn ich ausgehe einen falschen Busen, manchmal auch eine Perücke und immer Make Up und bin manchmal weiblicher angezogen als manche Frau.
Zum einen liegt das daran das meine Mitmenschen auf eine Frau die sich bei näherem
hinsehen als Mann erkannt wird besser reagier als auf eine Mann der alle Regeln zu brechen scheint.
Zum anderen mein - vielleicht fast klassisch weiblicher Look- daran das ich eben nur wenig ausgehen/mich umziehen kann und es dann halt sich "richtig" anfühlen muss - es ist quasi eine überkompensation.
Ich weiß das ich CD bin seit 30 Jahren- und habe "trotzdem" eine/meine Frau geheiratet. Ganz einfach weil ich eine Lebenspartnerin geheiratet habe und gerne mit jemandem zusammen bin, mit jemandem mein Lebe teile. Ganz egal ob sie Hosen oder Rock trägt.
Aber um ehrlich zu sein kam Sie mit der Offenbarung meiner weiblichen Seite auch nicht zurecht.
Ich habe schon immer relativ viele, gemeinhin weibliche Attribute und Verhaltensweisen,hab offen Strumpfhosen oder mal Wickelrock getragen, aber offenzulegen das ich auch einen weiblichen Anteil spüre war dann zuviel.
Ihre Punkte waren:
Wo bleibt denn dann der Mann??
Wo bleibe ich? Und meine Bedürfnisse?
Ich denke das mag Dir ähnlich gehen.
Was sind denn deine Bedürfnisse?
Was brauchst du von ihm in euerer Beziehung?
Und was braucht er für sich und seine innere Frau?
Ich denke darüber solltet ihr reden.
Viele liebe Grüße
Lorelai
"wie kannst ich Frau sein, wenn er es manchmal auch sein will?"
Ich kann nur für mich und von mir sprechen, aber nach vielen Gesprächen mit anderen CD/TI/TS weiß ich dass was ich dir erzählen will bei vielen von uns ähnlich ist.
Ich will meine weibliche Seite offener Leben, ihr Raum und Zeit geben und sie nicht Verstecken, verheimlichen oder ablehnen müssen.
Ich will damit aber nicht mit meiner Frau und Partnerin in einen Konkurrenzkampf treten oder sie gar "verdrängen".
Ich, als CD, will die Kleidung anziehen dürfen, die sich für mich richtig anfühlt. Frauen dürfen seit mindestens 40 Jahren Hosen anziehen ohne das ein Mann noch etwas sagt... umgekehrt ist das bis heute nicht möglich.
Ich "verkleide" mich deswegen aus meiner Sicht auch nicht.
Zugegeben- manchmal sieht mein Outfit noch nicht stimmig aus, aber woher soll ich wissen wie man was zusammen trägt und was mir steht?
Ich hab dieses Jahr erst ca. 10 Tage gehabt mich anzuziehen.
Ja ich trage wenn ich ausgehe einen falschen Busen, manchmal auch eine Perücke und immer Make Up und bin manchmal weiblicher angezogen als manche Frau.
Zum einen liegt das daran das meine Mitmenschen auf eine Frau die sich bei näherem
hinsehen als Mann erkannt wird besser reagier als auf eine Mann der alle Regeln zu brechen scheint.
Zum anderen mein - vielleicht fast klassisch weiblicher Look- daran das ich eben nur wenig ausgehen/mich umziehen kann und es dann halt sich "richtig" anfühlen muss - es ist quasi eine überkompensation.
Ich weiß das ich CD bin seit 30 Jahren- und habe "trotzdem" eine/meine Frau geheiratet. Ganz einfach weil ich eine Lebenspartnerin geheiratet habe und gerne mit jemandem zusammen bin, mit jemandem mein Lebe teile. Ganz egal ob sie Hosen oder Rock trägt.
Aber um ehrlich zu sein kam Sie mit der Offenbarung meiner weiblichen Seite auch nicht zurecht.
Ich habe schon immer relativ viele, gemeinhin weibliche Attribute und Verhaltensweisen,hab offen Strumpfhosen oder mal Wickelrock getragen, aber offenzulegen das ich auch einen weiblichen Anteil spüre war dann zuviel.
Ihre Punkte waren:
Wo bleibt denn dann der Mann??
Wo bleibe ich? Und meine Bedürfnisse?
Ich denke das mag Dir ähnlich gehen.
Was sind denn deine Bedürfnisse?
Was brauchst du von ihm in euerer Beziehung?
Und was braucht er für sich und seine innere Frau?
Ich denke darüber solltet ihr reden.
Viele liebe Grüße
Lorelai
Zuletzt geändert von Lorelai74 am Mo 3. Dez 2018, 17:44, insgesamt 2-mal geändert.
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
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Bea Magdalena
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo Maria,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier!
Verkleiden, das hör ich auch immer wieder, vielleicht auch schwer zu verstehen.
Auf alle Fälle finde ichs absolut super, dass Du Dich mit dem Thema auseinandersetzt!
Du fragst:
"Wenn ich mich z.B. schminke, sagt er mir, dass es ihm gefällt. Ich denke dann immer, ja, dem Mann vielleicht, aber was ist mit ihr?" Kann es nicht beiden gefallen?
Liebe Grüße
Bea
auch von mir ein herzliches Willkommen hier!
Verkleiden, das hör ich auch immer wieder, vielleicht auch schwer zu verstehen.
Auf alle Fälle finde ichs absolut super, dass Du Dich mit dem Thema auseinandersetzt!
Du fragst:
"Wenn ich mich z.B. schminke, sagt er mir, dass es ihm gefällt. Ich denke dann immer, ja, dem Mann vielleicht, aber was ist mit ihr?" Kann es nicht beiden gefallen?
Liebe Grüße
Bea
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
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M.L.
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Ich weiß nicht, ob ich eine Freundin an meiner Seite möchte. Im Moment kann ich mir das nicht vorstellen. Warum kann er nicht der Mann an meiner Seite sein?Laila-Sarah hat geschrieben: Mo 3. Dez 2018, 13:15 Hallo Maria,
Danke fürs Anvertrauen und herzlich willkommen hier.
Generell gesprochen können Menschen so vieles gleichseitig sein: Z.B. Eltern, Liebhaber, Theaterfan und Betriebsvorstand. Ich denke damit sind wir uns einig. Jetzt würde ich dich bitten, darüber nachzudenken, warum dein Mann nicht abwechselnd der alte Ehemann und manchmal eine enge Freundin an deiner Seite sein kann. Was schließt diesen Gedanken aus? Ich denke wenn du diese Frage beantworten kannst, bist du entschieden weiter damit herauszufinden wo es hakt.
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Nicole Doll hat geschrieben: Mo 3. Dez 2018, 14:13 Ich habe ihn auch gefragt, wenn es jetzt anders herum wäre, er der Mann und ich mach plötzlich ein auf Mann. Er meinte, das wäre ok. Glaub ich aber nicht.
Wir müssen das, was ihr seid, akzeptieren und damit klarkommen. Und wenn eine Frau das nicht kann, ist sie intolerant. Doch wenn die Frau plötzlich ihre männliche Seite ausleben möchte, könnten doch die wenigsten Männer das wegstecken.
Bin ich wirklich intolerant, wenn ich halt lieber meinen Mann haben will und keine Frau? Ich könnte manchmal nur noch schreien, weil der Mann an meiner Seite nicht mehr wirklich da ist. Wie würdet Ihr denn damit umgehen, wenn die Frau an eurer Seite nicht mehr weiblich sein will?
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Tatjana_59
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Jetzt setze ich mein herzlich Willkommen hier in unserem wunderschönen Forum Maria einfach ins Posting von unserer Admina Anne Mette!Anne-Mette hat geschrieben: Mo 3. Dez 2018, 13:28 Guten Tag Maria,
... und herzlich willkommen![]()
Es ist sicherlich eine gute Idee, sich mit anderen Menschen, vielleicht im Rahmen einer "Selbsthilfegruppe" (klingt ernster als es meistens ist) oder eines Stammtisches
auszutauschen.
Die sind allerdings eher in größeren Städten vorhanden. Welcher Radius wäre für euch praktikabel von der Erreichbarkeit?
Natürlich hilft es auch, wenn ihr weiterhin im Gespräch bleibt und klarer herausarbeiten könnte, was euch beide - jede(r) für sich und auch gemeinsam - bewegt,
was ihr euch wünscht, was ihr zulassen könnt und wollt...
Ich gehe davon aus und hoffe, dass Du hier in unserer Forumgemeinschaft, in der auch einige Partnerinnen vertreten sind, Anregungen und Hinweise bekommst - und ein (fast) jederzeit "offenes Ohr".
Herzliche Grüße
Anne-Mette
So ist herzlich willkommen!
Meines Wissens leitet unsere Céline eine SHG im Allgäu, ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube in oder bei Kempten.
Ich vermute Céline wird sich diesbezüglich bestimmt melden und evtl berichtigen.
Ansonsten ist bei uns in Augsburg eine SHG jeden ersten Dienstag im Monat. Das ist zwar ein Eck zu fahren falls man tief im Allgäu wohnt, aber um Hilfe zu bekommen sicher nicht verkehrt.
LG Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Angelique hat geschrieben: Mo 3. Dez 2018, 13:41 Liebe Angelique,
wie kannst du dich als Frau fühlen? Dein Körper, die Stimme, das ist alles männlich.
Mal ganz böse, wenn ich mich im Fasching als Engel verkleide, weil ich ein lieber Mensch bin, fühle ich mich doch auch noch als Mensch.
Versteh mich bitte nicht falsch, aber genau das ist es, was ich nicht nachvollziehen kann.
Ein Mann bleibt doch ein Mann, auch mit Perücke und Makeup.
Fühlst du das dann von innen?
Wie kann man Mann sein wollen, aber auch Frau?
Ich bin eine Vollblutfrau, weiß nicht, wie ich das anders schreiben soll, und hab keine bewußte männliche Seite. Darum kann ich das so schwer verstehen.
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M.L.
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Tatjana_59 hat geschrieben: Mo 3. Dez 2018, 15:02 Meines Wissens leitet unsere Céline eine SHG im Allgäu, ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube in oder bei Kempten.
Ich vermute Céline wird sich diesbezüglich bestimmt melden und evtl berichtigen.
Ansonsten ist bei uns in Augsburg eine SHG jeden ersten Dienstag im Monat. Das ist zwar ein Eck zu fahren falls man tief im Allgäu wohnt, aber um Hilfe zu bekommen sicher nicht verkehrt.
Liebe Tatjana,
Kempten ist super, aber Augsburg ist auch gut erreichbar.
Kannst du mir die Daten von Augsburg geben?
Ich geb das dann an meinen Mann weiter.
Ich hab jetzt einen Therapeuten in Bad Wörishofen gefunden. Vielleicht bringt uns das auch weiter.
Viele liebe Grüße
Maria
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hi Maria,M.L. hat geschrieben: Mo 3. Dez 2018, 12:37 Wie kann ich Frau sein, wenn auch er das manchmal sein will?
wieso machst Du das von Deinem Mann abhängig ? Entscheidest Du nicht selber, was Du bist und sein willst ? Du stehst nicht in Konkurrenz und hast Dein eigenes Leben und Deinen eigenen Weg. Dein Mann bietet Dir eine Chance an, über alltägliche Dinge wie Geschlecht, komplett neu nachzudenken. das ist doch schon etwas, oder nicht ?
Für mich habe ich erkannt, dass Lebendigkeit für mich ein Schlüsselwort ist. Ich fühle mich lebendiger en femme. Ob ich tatsächlich Frau oder Mann bin, spielt dabei nicht die erste Rolle.
Mein Alltagsleben als Mann ist ok, aber nichts besonderes.
Teilweise kann ich die herkömmliche "Männlichkeit" für mich nicht annehmen.
Frauen sind manchmal ganz schöne Zicken.
Das Frauenleben ist auch nicht leicht.
So etwa zwischen diesen Polen bewegt sich mein Denken. Mein Fühlen ist quicklebendig, wenn ich en femme bin. Schminken, Damenkleidung etc. ist der Ausdruck von Lebendigkeit, den ich als Mann nicht spüren kann oder mir vielleicht ausgetrieben wurde. Wer möchte sich nicht lebendig fühlen ?
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo,
das kann ich vielleicht ein wenig aufklären ...
https://www.genderbread.org/
Das Geschlecht, das Du nur siehst und das Du als Einordnungskriterium offensichtlich hast, ist das körperlich Geschlecht. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Geschlechtseben und alle nicht nur in schwarz/weiß sondern mit vielen Zwischentönen!
Die gesellschaftliche Einteilung in Mann und Frau ist nur eine Hilfskrücke ... so ist ja auch nicht jeder Mann extrem männlich oder jede Frau extrem weiblich - und zwischen Mann und Frau gibt es eben auch viele Variationen!
Wenn Du auch ein Engel wärst und Dich nicht zeigen dürftest, würfes Du Fasching vielleicht nutzen um Dich einen kurzen Moment zeigen zu können .... so ist es mit der weiblichen Seite Deines Mannes. Er verkleidet sich nicht, sondern er Nutzt die kurze Gelegenheit sich zu zeigen - zumindest einen Teil von sich.
Liebe Grüße
Vanessa
das kann ich vielleicht ein wenig aufklären ...
https://www.genderbread.org/
Das Geschlecht, das Du nur siehst und das Du als Einordnungskriterium offensichtlich hast, ist das körperlich Geschlecht. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Geschlechtseben und alle nicht nur in schwarz/weiß sondern mit vielen Zwischentönen!
Die gesellschaftliche Einteilung in Mann und Frau ist nur eine Hilfskrücke ... so ist ja auch nicht jeder Mann extrem männlich oder jede Frau extrem weiblich - und zwischen Mann und Frau gibt es eben auch viele Variationen!
Wenn Du auch ein Engel wärst und Dich nicht zeigen dürftest, würfes Du Fasching vielleicht nutzen um Dich einen kurzen Moment zeigen zu können .... so ist es mit der weiblichen Seite Deines Mannes. Er verkleidet sich nicht, sondern er Nutzt die kurze Gelegenheit sich zu zeigen - zumindest einen Teil von sich.
Liebe Grüße
Vanessa
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Stephanie
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo M.L.,
auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem Forum.
Ich bin jetzt auch mal ein kleines bisschen böse.
Beim Durchlesen der Beiträge stelle ich immer wieder folgende Aussagen fest: "das ist/ du bist männlich". Für mich ist es das brutalste, wenn ein Außenstehender mir mitteilen will, was oder wer ich bin. Niemand, außer ich selber, kann wirklich feststellen wer oder was ich bin.
Mein spezielles Dilemma fängt bei der Geburt an. Zu der Zeit gab es noch keine Ultraschalluntersuchung und die Überraschung war groß, das anstelle des erhofften Mädchens ein Junge das Licht der Welt erblickte. Und genau da gehts los: Geschlechtsbestimmung und ab in die "Schublade Junge" mit allen was dazu gehört. Blaue Anziehsachen, Matchbox-Autos, Carrera-Bahn, Modelleisenbahn und später Anmeldung zum Fußball. Ab in die Schablone. Und genau das gleiche gilt natürlich auch, wenn Du als Mädchen auf die Welt kommst; rosa Klamotten, etc..
OK, ich bin ehrlich! Das einzige, was an mir männlich ist, ist meine Genetik. Alles andere ist alles andere. Und vor allem ist es eine fiese Gefühlsachterbahn. So läuft das bei mir und ich kenne einige User hier, bei denen läufts genauso. Es ist auch unheimlich schwer dieses Gefühl, was nicht an die Genetik gekoppelt, ist herüberzubringen. Grade wenn dann auch noch die Erziehung geschlechtsspezifisch gelaufen ist( Jungs weinen nicht).
Das ist mal ein kurzer Einblick gewesen, was in "einem Mann vorgeht, der sich verkleidet".
Übrigens, wenn mich einer fragt, warum ich mich "verkleide", so antworte ich: "Ich verkleide mich nicht, ich bin so!"
Vielleicht ist das mal ein Ansatz, euer Dilemma zu verstehen.
Liebe Grüße
Stephanie
auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem Forum.
Ich bin jetzt auch mal ein kleines bisschen böse.
Beim Durchlesen der Beiträge stelle ich immer wieder folgende Aussagen fest: "das ist/ du bist männlich". Für mich ist es das brutalste, wenn ein Außenstehender mir mitteilen will, was oder wer ich bin. Niemand, außer ich selber, kann wirklich feststellen wer oder was ich bin.
Mein spezielles Dilemma fängt bei der Geburt an. Zu der Zeit gab es noch keine Ultraschalluntersuchung und die Überraschung war groß, das anstelle des erhofften Mädchens ein Junge das Licht der Welt erblickte. Und genau da gehts los: Geschlechtsbestimmung und ab in die "Schublade Junge" mit allen was dazu gehört. Blaue Anziehsachen, Matchbox-Autos, Carrera-Bahn, Modelleisenbahn und später Anmeldung zum Fußball. Ab in die Schablone. Und genau das gleiche gilt natürlich auch, wenn Du als Mädchen auf die Welt kommst; rosa Klamotten, etc..
OK, ich bin ehrlich! Das einzige, was an mir männlich ist, ist meine Genetik. Alles andere ist alles andere. Und vor allem ist es eine fiese Gefühlsachterbahn. So läuft das bei mir und ich kenne einige User hier, bei denen läufts genauso. Es ist auch unheimlich schwer dieses Gefühl, was nicht an die Genetik gekoppelt, ist herüberzubringen. Grade wenn dann auch noch die Erziehung geschlechtsspezifisch gelaufen ist( Jungs weinen nicht).
Das ist mal ein kurzer Einblick gewesen, was in "einem Mann vorgeht, der sich verkleidet".
Übrigens, wenn mich einer fragt, warum ich mich "verkleide", so antworte ich: "Ich verkleide mich nicht, ich bin so!"
Vielleicht ist das mal ein Ansatz, euer Dilemma zu verstehen.
Liebe Grüße
Stephanie
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...