KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
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Jaddy
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KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Ein persönliches Protokoll, eine - leider - typische Biografie, kraftvoll geschrieben.
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Exuser-2019-01-04
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Sehr gute Darlegung der Problematik TS.
Könnte auch meine Geschichte sein, soviele Parallelen sehe ich.
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Cybill
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Danke Jaddy,
leider glauben viele Menschen, dass es die "G E S C H L E C H T S U M W A N D L U N G" tatsächlich gibt. So manche Vorher-Nachher-Post in den üblich-verdächtigen Bereichen des Internet lassen das auch vermuten. Ich selbst sehe mich auch eher als Frau, die das (Un)glück hatte als Mann geboren zu werden. Ja das ist bedauerlich, aber letztendlich nicht so behindernd wie eine Leben ohne Arme, Beine, Blind, Taub etc...
Ich will das Erleben nicht herabwürdigen, dennoch ist es immer eine Frage, wie gehe ich mit mir selbst und meinen körperlichen- und seelischen Ranbdbedingugen um.
Ich kann daran verzweifeln oder ich kann mein Schicksal annehmen und es zu bessern suchen. Vielleicht ist das auch ein Grund weshalb so viele an dieser Stelle eher zu den "Spätberufenen" gehören.
Cybill
leider glauben viele Menschen, dass es die "G E S C H L E C H T S U M W A N D L U N G" tatsächlich gibt. So manche Vorher-Nachher-Post in den üblich-verdächtigen Bereichen des Internet lassen das auch vermuten. Ich selbst sehe mich auch eher als Frau, die das (Un)glück hatte als Mann geboren zu werden. Ja das ist bedauerlich, aber letztendlich nicht so behindernd wie eine Leben ohne Arme, Beine, Blind, Taub etc...
Ich will das Erleben nicht herabwürdigen, dennoch ist es immer eine Frage, wie gehe ich mit mir selbst und meinen körperlichen- und seelischen Ranbdbedingugen um.
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Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!
Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
das in einen Topf zu werfen, finde ich nicht richtig, CybillCybill hat geschrieben: Mo 19. Nov 2018, 16:51 .... . Ja das ist bedauerlich, aber letztendlich nicht so behindernd wie eine Leben ohne Arme, Beine, Blind, Taub etc...
Aus Erfahrung (ich bin 60% Schwerbeschädigt, habe einen eingesteiften verkürzten linken Arm und reichlich Einschränkungen durch zerstörte Kniegelenke) kann ich sagen, dass sind zwei völlig verschiedene Ebenen und gehören nicht in einen Topf! Auch wenn ich zugeben muss, dass mir dieser Vergleich selbst immer mal wieder auf der Zunge liegt ... aber dann eher im Zusammenhang mit "Ausgrenzung" oder "auffällige Randgruppe".
das ist jedoch etwas, das ich gerne unterschreibe ...Cybill hat geschrieben: Mo 19. Nov 2018, 16:51 ... dennoch ist es immer eine Frage, wie gehe ich mit mir selbst und meinen körperlichen- und seelischen Ranbdbedingugen um.
Ich kann daran verzweifeln oder ich kann mein Schicksal annehmen und es zu bessern suchen. ....
Ich persönlich fand übrigens den Begriff "Hebammengeschlecht" sehr gut in dem Artikel ... den werde ich mir merken ...
Liebe Grüße und einen schönen Tag
Vorsicht: er kann Spuren von "müssen" enthalten ...
Vanessa
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Whoopy Highfly
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Den Artikel finde ich auch gut.
Vanessa, mein Therapeut sagte nicht Heammenengeschlecht sonder gebrauchte den Begriff Geburts- und/oder Arztgeschlecht.
Das war früher halt so, pflegte er sich auszudrücken.
GLG
Steffi
Vanessa, mein Therapeut sagte nicht Heammenengeschlecht sonder gebrauchte den Begriff Geburts- und/oder Arztgeschlecht.
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Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.
Bye
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Christiane.LE
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Ja ich sagte des öfteren ich bin als Frau geboren nur halt im Falschen Körper .Es ist auch keine Umwandlung sondern auch Medizinisch erklärt eine Anpassung.
LG.Christiane
LG.Christiane
Ich war schon immer Frau aber ich wusste es nicht schon immer .
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Cybill
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Doch ist es.
Rein körperliche Behinderungen sind augenfällig, das Gegenüber weiß woran es ist. Wer jedoch mit einer seelischen Behinderung geplagt ist, der hat es besonders schwer, da die diese für die Umwelt nicht erkennbar ist.
Während also der körperlich Eingeschränkte selten in den Erklärungsnotstand hinsichtlich seiner Behinderung kommt, ist der seelisch Behinderte dauerhaft dazu verdammt, sich zu erklären.
Berücksichtigt man (frau und trans auch) die Tatsache, dass eine Geschlechtsidenditätsstörung in der großen Mehrheit der Fälle, mit weiteren seelischen Einschränkungen einher geht, deren Status vom andauernder Beschäftigung mit der Störung auch nicht unbedingt verbessert wird, dann dürfte klar werden, dass beide Behinderungen durchaus als gleich schlimm anzusehen sind.
Cybill
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Diese Meinung kannst Du natürlich so vertreten, keine Frage. Das war aber nicht die Aussage aus Deinem ersten Betrag. So hatte ich es zumindest nicht herausgelesen ...Cybill hat geschrieben: Di 20. Nov 2018, 13:01 .... , dann dürfte klar werden, dass beide Behinderungen durchaus als gleich schlimm anzusehen sind.
am Ende ist es wieder mal eine Frage der Sichtweise/Definition. Ich denke eher, dass Transidentität selbst keine Krankheit ist, aber durchaus zu einer seelischen Krankheit führen kann (z.B. Depression) oder auch zur seelischen Behinderung, wenn sie sich dauerhaft manifestieren.
Liebe Grüße
Vanessa
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Cybill
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Nee, nee, nee!
Transidentität ist schon eine Erkrankung (nebenbei auch hier zeigt sich die Relevanz meiner Eingangshypothese), denn sie erfüllt das wichtigste Kriterium: die betroffene Person leidet!
Sorry, ich habe die Kriterien nicht gemacht.
Cybill
Transidentität ist schon eine Erkrankung (nebenbei auch hier zeigt sich die Relevanz meiner Eingangshypothese), denn sie erfüllt das wichtigste Kriterium: die betroffene Person leidet!
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Exuser-2019-01-04
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Hier sind wir wieder bei den Begriffen (mit denen ich mich schwertue, wie schon gesagt):Cybill hat geschrieben: Di 20. Nov 2018, 13:44 Nee, nee, nee!
Transidentität ist schon eine Erkrankung (nebenbei auch hier zeigt sich die Relevanz meiner Eingangshypothese), denn sie erfüllt das wichtigste Kriterium: die betroffene Person leidet!
Sorry, ich habe die Kriterien nicht gemacht.
Cybill
a) ist es in wirklich allen Fällen gegeben, daß der/die Betroffene leidet?
b) wenn eine transidente Person ihr Leiden beendet, indem, nehmen wir mal an, die Transition erfolgreich und vollständig beendet ist (also zumindest in dem Umfang, daß die Leidensgrundlage wegfällt, ist diese Person dann nicht mehr transident? Ist sie z,B. bei MzF dann "Frau" oder "Transfrau", oder "transidente Frau" oder oder oder...
a) trifft z.B. auf mich zu, obwohl ich mich nicht im herkömmlichen Sinne "krank" fühle, bei b) weiss ich's nicht.
Schweres Thema, schwere Fragen...
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
eine Krankheit ist (in der Regel) heilbar ...ist man das von Transidentität auch ?
Liebe Grüße
Vanessa
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Marielle
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Hallo Cybill, Guten Tag zusammen,
Dazu ein Ausschnitt aus einem Text von Dr. Jakob Hein (Psychiater) mit der Überschrift 'Irrenarzt':
"Zweitens glaube ich, dass wir Psychiater_innen sehr viel mit dem Thema psychische Normalität zu tun haben. Dadurch haben wir gelernt, dass die psychische Normalität viel weiter gefasst ist, als es die meisten Menschen wahr haben wollen. Ist man beispielsweise überzeugt, ein Gesandter des Planeten Mars auf der Erde zu sein und folgt aus dieser Überzeugung kein Problem für den Marsmenschen selbst oder seine Mitbewohner hier auf der Erde außer dem Umstand, dass ihm die Mehrzahl der Erdenmenschen widersprechen wird, so ist das aus psychiatrischer Sicht nicht unbedingt ein behandlungsbedürftiger Zustand.
"Na hören Sie mal, das ist doch nicht normal!", wird einem der eine oder die andere Angehörige wütend entgegenschnauben. Doch wir können da nur mit den Schultern zucken. Nach Ansicht der meisten Menschen ist das sicher nicht normal, aber es ist die Art von Unnormalität, für die wir uns nicht zuständig fühlen. Schliesslich behandeln wir Patienten, also Leidende, und wenn Menschen nicht leiden, fühlen wir uns in der Regel auch nicht bemüßigt ihnen zu helfen; von welchem Planeten sie nun auch kommen mögen."
Habt es gut
Marielle
Hmm.... ok. Es stellt sich aber doch die Frage, woran die Person leidet, wenn sie denn leidet. Leidet sie an einer (vielleicht) vorhandenen Erkrankung oder am Normalitätsverständnis ihrer Mitbürger_innen? Falls an letzterem: Was ist dann die Ursache des Leidens bzw. der Erkrankung? Die Transidentität oder das Normalitätsverständnis? Falls letzteres: Wer ist dann krank?Cybill hat geschrieben: Di 20. Nov 2018, 13:44Transidentität ist schon eine Erkrankung ... , denn sie erfüllt das wichtigste Kriterium: die betroffene Person leidet!
Dazu ein Ausschnitt aus einem Text von Dr. Jakob Hein (Psychiater) mit der Überschrift 'Irrenarzt':
"Zweitens glaube ich, dass wir Psychiater_innen sehr viel mit dem Thema psychische Normalität zu tun haben. Dadurch haben wir gelernt, dass die psychische Normalität viel weiter gefasst ist, als es die meisten Menschen wahr haben wollen. Ist man beispielsweise überzeugt, ein Gesandter des Planeten Mars auf der Erde zu sein und folgt aus dieser Überzeugung kein Problem für den Marsmenschen selbst oder seine Mitbewohner hier auf der Erde außer dem Umstand, dass ihm die Mehrzahl der Erdenmenschen widersprechen wird, so ist das aus psychiatrischer Sicht nicht unbedingt ein behandlungsbedürftiger Zustand.
"Na hören Sie mal, das ist doch nicht normal!", wird einem der eine oder die andere Angehörige wütend entgegenschnauben. Doch wir können da nur mit den Schultern zucken. Nach Ansicht der meisten Menschen ist das sicher nicht normal, aber es ist die Art von Unnormalität, für die wir uns nicht zuständig fühlen. Schliesslich behandeln wir Patienten, also Leidende, und wenn Menschen nicht leiden, fühlen wir uns in der Regel auch nicht bemüßigt ihnen zu helfen; von welchem Planeten sie nun auch kommen mögen."
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As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Es gibt leider eine solche Vielzahl von Leiden, die nicht heilbar sind. Davon beenden zahlreiche das Leben verfrüht, andere aber schränken einfach nur die Lebensmöglichkeiten oder die Selbstverständlichkeit ein, mit der gesunde Menschen durchs Leben gehen.VanessaL hat geschrieben: Di 20. Nov 2018, 16:31 eine Krankheit ist (in der Regel) heilbar ...
ist man das von Transidentität auch ?
M.E.n. ist Geschlechtsdysphorie fließend von wenig bis schwer Leid verursachend, je nach Mensch.
Die zweite Frage stelle ich mir ja gewissermassen auch (siehe meinen vorangehenden Post).
VG Sasha
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Anne-Mette
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Moin,
die (meine) Frage ist, (auch schon an anderer Stelle mal gestellt), ob es in einem "gesellschaftlich leeren Raum" eine Transsexualität geben würde,
oder ob sie nur möglich ist "im Vergleich mit dem "Normalen" (ich weiß, "Normal" klingt "unnormal"
und blöd)
Also: zu einer Transsexualität gehört auch eine Transidentität(?)
Gruß
Anne-Mette
die (meine) Frage ist, (auch schon an anderer Stelle mal gestellt), ob es in einem "gesellschaftlich leeren Raum" eine Transsexualität geben würde,
oder ob sie nur möglich ist "im Vergleich mit dem "Normalen" (ich weiß, "Normal" klingt "unnormal"
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Re: KR: "Das Märchen von der Geschlechtsumwandlung"
Hallo Anne-Mette,Anne-Mette hat geschrieben: Di 20. Nov 2018, 17:56 Moin,
die (meine) Frage ist, (auch schon an anderer Stelle mal gestellt), ob es in einem "gesellschaftlich leeren Raum" eine Transsexualität geben würde,
oder ob sie nur möglich ist "im Vergleich mit dem "Normalen" (ich weiß, "Normal" klingt "unnormal"und blöd)
Also: zu einer Transsexualität gehört auch eine Transidentität(?)
Gruß
Anne-Mette
Du meinst vermutlich, ob in einer Gesellschaft, in der nur ein (1) oder unendlich viele soziale Geschlechter existieren, Geschlechtsdysphorie überhaupt existieren kann? Zu diesem Thema pflege ich seit längerem mit einem eher intersexuellen Mensch ausführlich zu disputieren, und eigentlich bin ich inzwischen eher zunehmend "desorientiert" als daß ich Klarheit gewinnen würde.
Mir persönlich würde eine Ein-Geschlechter-Gesellschaft (also sozial gesehen) vermutlich nicht zusagen, da ich einen gewissen "Einheitsbrei" befürchten würde (vermutlich aber unbegründet). Andererseits würde ich aber vermutlich auch unter diesen Umständen meinen Körper ablehnen, da ich diese Empfindungen aus meinem Inneren herrührend fühle. Von daher würde ich die erste Frage mit Ja beantworten (für mich), aber Deine Schlußfrage zu beantworten sehe ich mich z.Zt. nicht imstande, weil ich mich irgendwie in den Begrifflichkeiten verloren habe.
VG Sasha