Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.
Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen. - # 6

Marlene K.
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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 76 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Mir sagt das hier gelesene, dass die Trennlinie zwischen berechtigter Vorsicht und respektlosen Vorurteilen nicht nur in gruppenbezogenen und verallgemeinenden Urteilen gegenüber empathischer Haltung liegt.

Gefährlich finde ich persönlich auch sich selbst überschätzende Urteile. Kein Mensch ist unfehlbar, kein Mensch ohne Vorurteile. Kein Mensch ist frei von den Einflüssen der umgebenden Gesellschaft, schlechten Erfahrungen, Angst vor dem Fremden und davon, das Zentrum seiner eigenen Welt zu sein.

Der Unterschied liegt für mich darin, welche Haltung ich zu meinen eigenen Unzulänglichkeiten einnehme. Ich kann die Welt nur beeinflussen, in dem ich mich selber hinterfrage. Ich kann nicht den anderen ändern, nur mich. Das und die Grundsätze der allgemein gültigen Menschenrechte (...und ich weiß, auch deren Festlegung ist Menschengemacht und ändert sich stetig) sind die Grundlage meines Denkens und Handelns.

Mich interessiert, wie Ihr das für Euch seht und ob dies so nachvollziehbar ist.
Marlene

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Cybill
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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 77 im Thema

Beitrag von Cybill »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 31. Okt 2018, 21:25 .. Wie nennst Du ein ungerechtes Urteil durch Ähnlichkeit mit vorher gemachten Erfahrungen. Das gibt es doch auch. Das Vorurteile auch einfach auf Angst vor allem, was ich nicht kenne, was anders ist als ich, beruht bleibt davon unberührt.
Das nennt sich ganz einfach "Übertragung".
Und nochmals zum besseren Verständnis, unsere kognitiven Fähigkeiten beinhalten auch diejenigen, die uns in die Lage versetzen, eine Eigene Meinung zu entwickeln, Sachverhalte zu überprüfen und kritisch zu bewerten.

Die Urangst vor Fremdem hingegen ist ein uns innewohnenden Prinzip, das noch aus der Zeit des Menschen auf frei Wildbahn stammt und das unser Überleben sichert. An dieser Stelle ist die Trennlinie zwischen Angst und Vorsichtig oft sehr unscharf.

- Cy
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Laila-Sarah
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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 78 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Cybill hat geschrieben: Do 1. Nov 2018, 09:52
Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 31. Okt 2018, 21:25 .. Wie nennst Du ein ungerechtes Urteil durch Ähnlichkeit mit vorher gemachten Erfahrungen. Das gibt es doch auch. Das Vorurteile auch einfach auf Angst vor allem, was ich nicht kenne, was anders ist als ich, beruht bleibt davon unberührt.
Das nennt sich ganz einfach "Übertragung".
Und nochmals zum besseren Verständnis, unsere kognitiven Fähigkeiten beinhalten auch diejenigen, die uns in die Lage versetzen, eine Eigene Meinung zu entwickeln, Sachverhalte zu überprüfen und kritisch zu bewerten.

Die Urangst vor Fremdem hingegen ist ein uns innewohnenden Prinzip, das noch aus der Zeit des Menschen auf frei Wildbahn stammt und das unser Überleben sichert. An dieser Stelle ist die Trennlinie zwischen Angst und Vorsichtig oft sehr unscharf.

- Cy
Hallo,

wobei beides (Übertragung und Urangst vor Fremdem) ja komischerweise regional verscheiden stark geprägt sind. Sprich in südlichen Ländern fast nicht vorhanden. Würde bedeuten es hat entweder etwas mit Klima (eher unwahrscheinlich) oder Kultur (eher wahrscheinlich) zu tun. Und innerhalb einer Kultur (z.B: Deutschland) gibt es ja auch regionale Unterschiede. Neue Bundesländer haben sehr geringe Anteile an Migranten und da ist die Angst anscheinend am größten, denn ein Überfluss an Übertragung kann es ja anhand mangelnde Migrantenpopulation nicht geben. In schwarzafrikanischen Ländern ist man z.B. weißen gegenüber sehr nett und aufgeschlossen, wo doch die weißen Kolonialmächte sie als Untermenschen gesehen, unterdrückt und ausgebeutet haben. Da muss noch mehr sein ;)

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Marlene K.
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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 79 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Laila-Sarah hat geschrieben: Do 1. Nov 2018, 11:07 wobei beides (Übertragung und Urangst vor Fremdem) ja komischerweise regional verscheiden stark geprägt sind. Sprich in südlichen Ländern fast nicht vorhanden. Würde bedeuten es hat entweder etwas mit Klima (eher unwahrscheinlich) oder Kultur (eher wahrscheinlich) zu tun. Und innerhalb einer Kultur (z.B: Deutschland) gibt es ja auch regionale Unterschiede. Neue Bundesländer haben sehr geringe Anteile an Migranten und da ist die Angst anscheinend am größten, denn ein Überfluss an Übertragung kann es ja anhand mangelnde Migrantenpopulation nicht geben. In schwarzafrikanischen Ländern ist man z.B. weißen gegenüber sehr nett und aufgeschlossen, wo doch die weißen Kolonialmächte sie als Untermenschen gesehen, unterdrückt und ausgebeutet haben. Da muss noch mehr sein ;)
Liebe Laila-Sarah,
ich teile Deine Beobachtungen und möchte sie in Bezug auf die Menschen in Afrika sogar noch verstärken. Ich habe mittlerweile von mehreren in Deutschland lebenden und in Afrika aufgewachsenen Menschen gehört, dass sie die Schwierigkeit haben, dass sie selber vom Gefühl her den Europäer für überlegen halten durch auch in den afrikanischen Gesellschaften fortlebenden Gedanken des Kolonialismus. Ich weiß für mich, dass meine Erziehung und die Prägung durch die Gesellschaft in mir ein Gefühgl der Minderwertigkeit meiner Identitäten hinterlassen haben. Mein Verstand sagt mir, wie falsch das ist, und trotzdem...

Mir scheint, da habe ich und ich denke auch andere noch einiges zu bewältigen. Aber Bange machen gilt hier nicht und ich weiß, der Kampf lohnt sich.

Liebe Grüße
Marlene

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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 80 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

ich habe da eine (homebrew) Theorie wie diese Angst (oder Vorbehalte) gegenüber Ausländer speziell in Nordeuropa zu erklären sind. Ich denke die ganze Sache ist rein kulturell und um noch spezifischer zu sein durch eine Implikation der Genetik in die Kultur (oder soziales Unterbewusstsein) der Nordeuropäer entstanden. Genetisch betrachtet ist der Nordeuropäer alles andere als dominant. Sprich kopulieren Männlein und Weiblein der Fortpflanzung wegen Miteinander und einer der Parteien is nordeuropäisch (blond, blaue Augen) so ist das entstehende Leben mit zur Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht blond, also äußerlich nicht nordeuropäisch. Bedenkt man die natürlichen Nachbarn in früheren Zeiten, dann kommen in Osten und Süden Kaukasen und Araber und Farbige. Allesamt genetisch über dominant. Der Nordeuropäer muss irgendwann bemerkt haben, dass Vermischung mit Nachbarn zur genetischen Auslöschung führt und Instinkte und Verhalten entwickelt haben, dass Ausgrenzung, Vermischung "nur unter sich" und Bekriegen der Nachbarn beinhaltet. Ich glaube diese Instinkte und kulturelle Eigenarten der Fremdenfeindlichkeit könnten als Überbleibsel dieser Erkenntnis (und es gilt ja auch heute obwohl weniger Relevant) begründet sein. Sprich meine Vermutung ist: es handelt sich um Angst vor der genetischen Auslöschung.

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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 81 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Laila-Sarah hat geschrieben: Do 1. Nov 2018, 12:44 Sprich meine Vermutung ist: es handelt sich um Angst vor der genetischen Auslöschung.

Hi Laila-Sarah,

wow, das ist eine sehr verwegene Theorie!
Es gab die Völkerwanderungszeit, die Römer, Stämme die umgesiedelt oder ein anderes Föderatengebiet zugewiesen bekommen haben,
ohne das die Ursprungsbevölkerung ging. Die Franzosen und Engländer, Schweden und Russen sind quer durch Europa gezogen...
Also sorry, meinst du da hat es keine Vermischung gegeben, selbst wenn diese möglicherweise unfreiwillig war?

Das Reinblütige ist ein so völkischer Gedanke, das es mir, sorry, die Fussnägel einrollt! Ganz besonders bei Deutschland mitten in Europa...
Das ist wirklich nicht böse gemeint.
Ich bin multikulturell aufgewachsen, weiss ein Teil meiner Vorfahren kommt aus der Bretagne und lebe viel zu nah an der Schweiz und
dem Elsass, bin zum Teil in Italien gross geworden, da kann ich mich eigentlich selbst nicht als deutsch sehen. Ich weiss wo ich herkomme, bin aber Europäerin.

Und unterm Strich sind vielleicht die Samen in Finnland ein Volk mit einem Genpool der nur da vor kommt-nur würden dies aufgrund
ihrer langen Unterdrückung nicht raushängen lassen.

Also nein, die Theorie kann ich so nicht stehen lassen. Zumal ich auch noch sehr antinationalistisch eingestellt bin. und hier ist nicht
Nord sondern Mitteleuropa...

Alles Liebe Marie ---)))
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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 82 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

!Marie! hat geschrieben: Do 1. Nov 2018, 14:42
Laila-Sarah hat geschrieben: Do 1. Nov 2018, 12:44 Sprich meine Vermutung ist: es handelt sich um Angst vor der genetischen Auslöschung.

Hi Laila-Sarah,

wow, das ist eine sehr verwegene Theorie!
Es gab die Völkerwanderungszeit, die Römer, Stämme die umgesiedelt oder ein anderes Föderatengebiet zugewiesen bekommen haben,
ohne das die Ursprungsbevölkerung ging. Die Franzosen und Engländer, Schweden und Russen sind quer durch Europa gezogen...
Also sorry, meinst du da hat es keine Vermischung gegeben, selbst wenn diese möglicherweise unfreiwillig war?

Das Reinblütige ist ein so völkischer Gedanke, das es mir, sorry, die Fussnägel einrollt! Ganz besonders bei Deutschland mitten in Europa...
Das ist wirklich nicht böse gemeint.
Ich bin multikulturell aufgewachsen, weiss ein Teil meiner Vorfahren kommt aus der Bretagne und lebe viel zu nah an der Schweiz und
dem Elsass, bin zum Teil in Italien gross geworden, da kann ich mich eigentlich selbst nicht als deutsch sehen. Ich weiss wo ich herkomme, bin aber Europäerin.

Und unterm Strich sind vielleicht die Samen in Finnland ein Volk mit einem Genpool der nur da vor kommt-nur würden dies aufgrund
ihrer langen Unterdrückung nicht raushängen lassen.

Also nein, die Theorie kann ich so nicht stehen lassen. Zumal ich auch noch sehr antinationalistisch eingestellt bin. und hier ist nicht
Nord sondern Mitteleuropa...

Alles Liebe Marie ---)))
Hallo Marie,

Deine Einwände ehren dich. Doch was ich da über Genetik geschrieben habe ist belegbar und wir reden hier über ganz alte Zeiten, wo sich mMn dieses Denken etabliert haben muss. Vermischung gab es immer. Meist unfreiwillig. Es war aber äußerst unvorteilhaft für den Nordeuropäer. Damals wussten die Leute nichts über Genetik aber sie sahen wie die Babies aussahen und früher waren solche Fragen des Fortbestands etc. sehr viel höher aufgehängt als heute und sogar heute halten es sehr viele Menschen als wichtig genug. Siehe politische Landschaft. Ich gehöre nicht zu denen, ich mag kein Nationalismus, Rassentheorien etc. Habe ich auch nie behauptet (vielleicht nochmal lesen?). Gefallen tut mir die Theorie auch nicht aber ich für meine Wenigkeit halte sie gerade für die plausibelste (bis eine bessere kommt). Aber es ist auch nur eine soziale/wissenschaftliche Theorie/Betrachtung und keine Bewertung, Meinung oder Überzeugung. Also bitte nicht überbewerten :)

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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 83 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Laila-Sarah hat geschrieben: Do 1. Nov 2018, 15:09 Hallo Marie,

Deine Einwände ehren dich. Doch was ich da über Genetik geschrieben habe ist belegbar und wir reden hier über ganz alte Zeiten, wo sich dieses Denken etabliert haben muss. Vermischung gab es immer. Meist unfreiwillig. Es war aber äußerst unvorteilhaft für den Nordeuropäer. Damals wussten die Leute nichts über Genetik aber sie sahen wie die Babies aussahen und früher waren solche Fragen des Fortbestands etc. sehr viel höher aufgehängt als heute und sogar heute halten es sehr viele Menschen als wichtig genug. Siehe politische Landschaft. Ich gehöre nicht zu denen, ich mag kein Nationalismus, Rassentheorien etc. Habe ich auch nie behauptet (vielleicht nochmal lesen?). Gefallen tut mir die Theorie auch nicht aber ich für meine Wenigkeit halte sie gerade für die beste (bis eine bessere kommt). Aber es ist auch nur eine soziale/wissenschaftliche Theorie und keine Bewertung, Meinung oder Überzeugung. Also bitte nicht überbewerten

VlG
Hi Laila-Sarah,

wirklich, überhaupt nichts gegen dich! Ich hatte nicht angenommen, das du diese Einstellung wie beschrieben vertrittst.
Ich weiss auch, das braune Augen und dunkle Haare, blaue Augen und helle Haare, ich sags mal unwissenschaftlich unterbuttern.
Mendel lässt grüssen... (888)

Was mir aber nicht gefällt ist die Theorie, auch wenn sie belegbar ist, an sich. Das können besagte Gruppen viel zu sehr zu
ihrem Vorteil ausnutzen. Und haben sie auch schon und tuns noch. Was dabei rauskam wissen wir und da möchte ich doch
möglichst drauf verzichten! Mir würde sowieso nur der Weg in den Untergrund bleiben.

Alles Liebe Marie (schade das es hier jetzt keine weisse Rose gibt) ---)))
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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 84 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo liebe Marie,
!Marie! hat geschrieben: Do 1. Nov 2018, 15:33 Was mir aber nicht gefällt ist die Theorie, auch wenn sie belegbar ist, an sich. Das können besagte Gruppen viel zu sehr zu
ihrem Vorteil ausnutzen.
Ich denke das ist ein guter Punkt. Wenn es diesen Leuten klar wird, dass sie die Leute die sie hassen nicht wegen den Defiziten der anderen Leute sondern wegen ihren eigenen Defiziten tun. Wird es dann besser oder schlechter? Vielleicht hilft es, vielleicht wird es richtig schlimm. Ich kann es nicht abschätzen. Ich gebe aber zu es ist brisant.

Dir auch alles Liebe (flo)
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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 85 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich halte Deine Theorie auch für nicht haltbar, liebe Laila-Sarah. Wenn Du den Genpool in Mitteleuropa, eigentlich ganz Europa überprüfst, wirst Du feststellen, dass eine "ethnisch reine" Bevölkerung spätestens seit der Völkerwanderungszeit eine Fiktion ist. Die Idee eines Nationalsttaates mit einem Staatsvolk einheitlicher Herkunft oder Kultur mit der Auflösung der Adelsgesellschaften mit Herrschaftsräumen und nicht Volks- oder Kulturräumen entsteht.
Mit der Entwicklung von Volksherrschaft, Demokratie erst wurde es wichtig zu definieren wer zum Volk gehört. Vorher gab es nur Beherrscher und Beherrschte.

Unser eigener Drang, uns als durch "Blutsbande" verbunden zu sehen, war wohl eher die späte Nationalitätsausbildung und die Kleinstaaterei. Wir haben und sehen uns wohl heute noch nicht als selbstbewussten Kulturraum. Im Grunde sind viele von uns als deutsche Bevölkerung infantil, kindisch, unsicher und haben dieses "Fremdeln" an die Welt weitergegeben.

Das dürfte auch der Grund sein, warum viele die Zuschreibung deutsch sehr wertend schwarz-weiß sehen. Deutsch ist für mich, wer in dieser Gesellschaft groß geworden ist oder sich aktiv einbringt. Detsch sein ist weder gut noch schlecht, genau wie jede andere Staatsangehörigkeit.
Marlene

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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 86 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallöschen,

Also ich will jetzt nicht ewig darüber diskutieren aber ich bin mit Verlaub weder davon überzeugt, dass das Genpool die Beteidigten im historischen Kontext interessiert hat noch finde ich, dass die Idee, wenn ich blond bin mein Kind auch blond zu sein hat (damit es wie ich bin) etwas mit Nationalstaaten zu tun hat.

Im Wikingerdorf oder der Germanensiedlung wollte man blonde Söhne und Töchter haben, doch wenn der eigene Sohn oder die Tochter mit einem z.B. Kauskasen vermählt wurden kamen schwarzhaarige Kinder. Ein Punkt Abzug für die Blonden ein Punk für die Kaukasen. Der Grundgedanke ist doch verständlich.

Wie man es gerne hätte und wie es ist gehen nicht selten auseinander. Das wissen wir TS doch am besten. Viele komplizierte Sachverhalte sind auf sehr primitive Triebe und Ängste zurückzuführen. Auch wenn es nicht immer passt, der Mensch ist im Grunde ein Säugetier mit vielen Extras.

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Re: Vorsicht oder Vorurteil, Aspekte von verinnerlichten Erfahrungen.

Post 87 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Beim Stöbern im Netz bei Planet Wissen habe ich diesen Beitrag entdeckt:
https://www.ardmediathek.de/tv/Planet-W ... d=45775406
Lohnt sich, finde ich...
Marlene

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