Moinsen
Nicole Doll hat geschrieben: Di 16. Okt 2018, 14:12
Auch Deinem vorstehenden Beitrag entnehme ich, dass Du dich für Deinen Alltag recht stark an Rollenbildern orientierst.
Hm, wenn ich so darüber nachdenke, ist das garnicht so einfach zu beantworten.
Natürlich orientiere ich mich an Frauen in meiner Umgebung, ich möchte ja so wenig wie möglich auffallen, was mir, glaube ich, auch ganz gut gelingt.
Das war als CD noch eine ganz andere "Hausnummer". Da hab ich mich an meinen Vorstellungen orientiert und natürlich stark überkompensiert.
Umso weiblicher, desto besser. Umso höher die Schuhe, desto besser. Umso kürzer der Rock, desto besser. Umso größere Möppies, desto... Ich glaube ihr habt verstanden, was ich sagen wollte.
Dieses überkompensieren, ich nenne diese Phase gerne "Pupertät", hat zur Folge, das man doch ziemlich auffällt und gerade Blicke auf sich zieht. Das will unsereins ja eigentlich vermeiden.
Und für den Alltag sind solche "Ausgeh-Outfits" von früher auch nicht unbedingt geeignet.
Stell ich mir jetzt nicht gerade so nett vor - wenn ich PC-Kabelage unterm Tisch - im Minirock überprüfe.
Also ich würde sagen, du hast vollkommen recht. Wobei ich aber eher Kleidung bevorzuge, die etwas jüngere Frauen (als ich) tragen. Ich habe da z.B. eine sehr nette Kollegin, die ein knappes Jahr älter ist als ich. Ich verbringe häufig die Mittagspause mit ihr und wir reden auch viel privat. Ihr Kleidungsstil gefällt mir, da sie sich, trotz ihres Alters, schön weiblich kleidet.
Ist natürlich alles Geschmackssache. Und den Stil, der zu einem passt, muss jeder selbst finden.
Es gibt sicher auch solche, denen es egal ist, ob und wie sie ihrer Umgebung auffallen. Ich lege schon wert darauf, das mir das gefällt, was ich im Spiegel sehe.
Und am Wochenende, wenn Hausarbeit ansteht, sind es meist Muggelsachen. Überhaupt nicht weiblich, aber zweckmäßig.
Kommt eben auch auf den Anlass an.
Wenn ich ins Büro gehe, sehe ich aus, als würde ich ins Büro gehen. Und nicht in die Oper. Oder gar darin mitspielen
Grüße
die Anja