Mein Mann das unbekannte Wesen
Mein Mann das unbekannte Wesen - # 2

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Mein Mann das unbekannte Wesen

Post 16 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Hallo,

ich denke Dalia hat sich recht klar aus dieser Beitragsserie zurückgezogen und daher sollte man diesen Bereich auch nicht mehr füllen.

Vielleicht sollte man drüber nachdenken, das derjenige, der einen Beitrag eröffnet, diesen auch schließen kann, so dass weitere Kommentare nicht möglich sind? Könnte man ja mal drüber nachdenken.

Ich kann die harsche Kritik an Momo aber nicht teilen. Schließlich hat Dalia dieses Thema ja auch angeschnitten ...
Ich denke Momo hat Ihre Erfahrungen klar als solche geschrieben, auch wenn ich finde, dass so nicht alles hier her gehört und ich auch inhaltlich Fragezeichen habe ("Bei mir war es ein pränatales Geburtstrauma, welches zur Transsexualität führte ...").

Ich stimme Michi zu, dass Ferndiagnosen falsch am Platz sind, aber es geht auch um einen (Erfahrungs-)Austausch und die Schilderung eigener Erfahrungen. Ob diese dann weiterhelfen, sei mal dahingestellt. Ich gebe aber zu, dass man achtsam formulieren sollte - das gelingt auch mir nicht immer.

Zum Schluss noch eine Anmerkung zum BDSM. Ich habe während meiner Entwicklung auch starkes Interesse für dieses Thema entwickelt. Muss aber feststellen, dass mich der gesamte Themenkomplex Sex, Fetisch, BDSM, etc. nur noch sehr peripher interessiert. Mit dem Beginn der Hormontherapie ist offensichtlich auch der männliche, sexuelle Trieb abhanden gekommen (was ich persönlich sehr begrüße). Interessen an sexuellen Praktiken müssen also nicht gleich zu einer dauerhaften Veränderung im Leben führen, sondern wollen vielleicht auch nur mal ausprobiert werden (?!?). Und was verboten ist - reizt ja oft um so mehr und Männer sind halt auch triebgesteuert. Und für mich kann ich sagen, dass Körper und Geist da als Mann immer in unterschiedliche Richtungen gezogen haben.

So, jetzt halt ich aber mal wieder meine "Klappe"

Liebe Grüße
Vanessa
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Mein Mann das unbekannte Wesen

Post 17 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

VanessaL hat geschrieben: Di 16. Okt 2018, 06:03 Muss aber feststellen, dass mich der gesamte Themenkomplex Sex, Fetisch, BDSM, etc. nur noch sehr peripher interessiert.
Das ist bei mir auch so. Aber ich mache keine Hormontherapie. Bei mir hat sich eine dramatische Veränderung ergeben, als ich begonnen habe, auf mein Leben und meine echten Bedürfnisse zu achten. Die damit verbundene Veränderungen im Leben haben zu viel innerer Ruhe geführt. Ich bereue nicht, die Erfahrungen gemacht zu haben, aber es geht mir seit der Umstellung viel besser.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Michi
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Re: Mein Mann das unbekannte Wesen

Post 18 im Thema

Beitrag von Michi »

VanessaL hat geschrieben: Di 16. Okt 2018, 06:03 Ich kann die harsche Kritik an Momo aber nicht teilen. ...

Ich stimme Michi zu, dass Ferndiagnosen falsch am Platz sind, aber ...
Hallo Vanessa,

danke, dass du dazu geschrieben hast. Von mir aus musst du deine Klappe nicht halten. (ki)

Klar können wir unterschiedlicher Meinung sein. Mein Statement von gestern Abend mag harsch klingen. Da gebe ich dir Recht. Ich habe beim Schreiben gemerkt, dass ich zu müde für einen längeren erklärenden Text bin ... so wie man das von mir gewohnt ist :mrgreen: ... und wollte wenigstens noch eine klare Aussage treffen, weil ...
  1. Wir wissen ja nicht, in wie weit Dalia jetzt oder in Zukunft noch mitliest.
  2. Es kann auch anderen Menschen helfen, wenn sie dieses Thema finden, sich aber selbst nie zu schreiben oder zu fragen trauen würden.
  3. Korrektur ... Dalia liest noch mit, wie man in ihrem Profil sehen kann. Und das finde ich gut. (yes)
Mich hat nicht gestört, dass Momo seine eigenen Erfahrungen eingebracht hat, sondern wie Momo sie eingebracht hat.

Momo hat seine Erfahrungen eher als allgemeingültig dargestellt, ganz gleich, ob das nun bewusst oder unbewusst passiert ist. Und ich finde, das kann/darf/sollte man nicht machen, weil es ein feststehendes Bild vom Partner von Dalia zeichnet, was so nicht oder nur sehr eingeschränkt der Realität entspricht, und vor allem sie eher vor den Kopf stößt und erschreckt, weil es ihre schlimmsten Befürchtungen nährt.

Das emfinde ich einfach nur unsensibel!
VanessaL hat geschrieben: Di 16. Okt 2018, 06:03 Zum Schluss noch eine Anmerkung zum BDSM. Ich habe während meiner Entwicklung auch starkes Interesse für dieses Thema entwickelt. Muss aber feststellen, dass mich der gesamte Themenkomplex Sex, Fetisch, BDSM, etc. nur noch sehr peripher interessiert.

... Und was verboten ist - reizt ja oft um so mehr ...
Gut, dass du das Thema ansprichst.

Ich hatte kürzlich über meine eigene Erfahrungen geschrieben, und wie sich durch den "Reiz des Verbotenen" ein Teufelskreis entwickelte, aus dem (schon sehr frühen) Wunsch weibliche Kleidung zu tragen, sexuelle Erregung infolge des heimlichen Tuns und des damit verbundenen Zeitdrucks, sowie dem daraus folgenden Schamgefühl vor mir selbst.

Das hat sich verändert, ich habe diesen Teufelskreis durchbrochen, nach dem ich für mich selbst einen freieren Umgang mit der gewünschten Kleidung fand, ich mich später (2010) auch so meiner damaligen Partnerin zeigen konnte, und seit 2014 auch so nach draußen gegangen bin ... alles auch ohne Hormontherapie.


Wer weiß, ob wir irgendwann mal erfahren werden, wie es bei Dalias Partner aussieht. So wie sie schreibt, schämt er sich sehr, so dass er sich sogar einer wie auch immer gearteten Beratung verwehrt.

Wenn ich bei mir zurück schaue, war es sehr schwer, mein Schamgefühl zu überwinden, und mich einem anderen Menschen anzuvertrauen, weil ich lange Zeit die tief verwurzelte Überzeugung in mir hatte, dass mich die ganze Welt für mein Tun und Sein verachten würde.

Und auch heute möchte ich noch nicht jedem auf die Nase binden, dass ich ab und zu als Frau unterwegs bin, und liebend gerne Röcke und Kleider trage. Zur Eheberatung mit diesem Thema ... ausgeschlossen. Selbst ein "richtiger" Psychologe, der der Schweigepflicht unterliegt, käme für mich hier am Ort nicht in Frage. Zu groß ist in dieser Hinsicht meine Angst, dass es jemand auch meinem Umfeld ungewollt erfahren könnte.


Soweit "in Kürze" meine Gedanken. :wink:


Liebe Grüße
Michi
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Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Michi
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Re: Mein Mann das unbekannte Wesen

Post 19 im Thema

Beitrag von Michi »

MichiWell hat geschrieben: Di 16. Okt 2018, 11:45 Mich hat nicht gestört, dass Momo seine eigenen Erfahrungen eingebracht hat, sondern wie Momo sie eingebracht hat.

Momo hat seine Erfahrungen eher als allgemeingültig dargestellt,
Hallo Momo58,

ich bitte um Entschuldigung dafür, dass ich von dir versehentlich in der männlichen Form geschrieben habe.

Ich achte eigentlich auch darauf, und glaube ich habe dich wohl versehentlich mit MatthiasTV durcheinander gebracht.


Liebe Grüße
Michi
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