Berlin - meine Heimat; Berlin - Stadt der Vielfalt (!?!)
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ExuserIn-2019-12-18
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Berlin „ meine Heimat; Berlin „ Stadt der Vielfalt (!?!)

Post 1 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Hallo,

ich habe diese interessanten Artikel beim Tagesspiegel gefunden:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/quee ... 91390.html

https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezi ... 84342.html


Das hat mich an meinen Bildungungsurlaub dieses Jahr erinnert und ich möchte allen Berlinbesuchern nahelegen, einmal durch den Kiez zu schlendern ... mit geöffneten Augen für die Geschichte von Schwulen und Lesben, die natürlich auch die Geschichte von Transpersonen ist ...

Soweit ich weiß gibt es auch entsprechende Stadt/Kiezführungen.

Nachdenklich macht mich dabei immer, dass die Gesellschaft immer wieder mal in der Historie offen für Transitentität war, aber es immer wieder umgeschlagen ist in Unterdrückung und Verfolgung.

Da ist die Frage erlaubt, in welcher Phase wir stehen. Das gilt übrigens auch für alle anderen Randgruppen, wie z.B. Pflegebedürftige Personen.

Liebe Grüße
Vanessa
ExuserIn-2019-12-18
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Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

als kleiner Nachtrag mag das Gedicht
Ragout fin de siecle
von Erich Kästner dienen:

Hier können kaum Kenner
in Herz und Nieren schauen.
Hier sind die Frauen Männer.
Hier sind die Männer Frauen.

Hier tanzen die Jünglinge selbstbewusst
im Abendkleid und mit Gummibrust
und sprechen höchst diskant.
Hier haben die Frauen Smokings an
und reden tief wie der Weihnachtsmann
und stecken Zigarren in Brand.

Hier stehen die Männer vorm Spiegel stramm
und schminken sich selig die Haut.
Hier hat die Frau keinen Bräutigam.
Hier hat die Frau eine Braut.

Hier werden vor lauter Perversion
vereinzelte wieder normal.
Und käme Dante in eigner Person -
er fräße vor Schreck Veronal.

Hier findet sich kein Schwein zurecht.
Die Echten sind falsch, die falschen sind echt,
und alles mischt sich im Topf,
und Schmerz macht Spaß und Lust zeugt Zorn,
und Oben ist unten und Hinten ist Vorn.
Man greift sich an den Kopf.

Von mir aus schlaft euch selber bei!
Und schlaft mit Drossel Fink und Star und Brehms gesamter Vögelschar!
Mir ist es einerlei.

Nur schreit nicht dauernd wie am Spieß,
was ihr für tolle Kerle wärt!
Bloß weil ihr hintenrum verkehrt seid ihr noch nicht Genies.

naja, das wäre dies.
(Erich Kästner)

Das Gedicht wurde erstmal 1930 in dem Bändchen"Ein Mann gibt Auskunft" veröffentlicht und da der Autor meist über Erlebtes geschrieben hat, liegt nahe, dass er das "Eldorado" beschreibt.

Ach ja, wem das zu viele Buchstaben sind, der kann es sich auch anhören:
https://youtu.be/ZFV_3FPU_aU
Svetlana L
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Re: Berlin „ meine Heimat; Berlin „ Stadt der Vielfalt (!?!)

Post 3 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Dir scheint der Bildungsurlaub in Berlin ja richtig gefallen zu haben!? :)

Obwohl ich beruflich oft im Kiez unterwegs bin, bin ich erst gestern mit meiner Frau wieder durch den Regenbogenkiez gelaufen, zumal ja auch der beliebte und bekannte Winterfeldmarkt gleich in unmittelbarer Nähe ist. Auch dieser ist mit seinem vielfältigen Angebot und seinem besonderen Flair immer wieder einen Besuch wert.

Ich erinnere mich auch gern an die Führung von Tobias Schwabe (die ich ja mittlerweile schon zwei Mal gemacht habe) durch den Regenbogenkiez, die er so lebendig und begeisternd gemacht hat, dass ich sie bestimmt auch noch ein drittes Mal mitmachen würde. Diese Touren werden unregelmäßig in Zusammenarbeit mit unseren bezirklichen Musseen angeboten - einmal hatte ich das auch hier schon mal beworben.
Wenn mal jemand von euch in Berlin ist und das Bedürfnis hat durch den Kiez zu schlendern - das Rathaus Schöneberg (mein Arbeitsplatz) ist nicht weit entfernt!
Hawadehre
Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
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