"Mein letzter Tag"
"Mein letzter Tag" - # 2

Lebensplanung, Standorte
Theresa
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 16 im Thema

Beitrag von Theresa »

Hallo Astrit,

Vielen Dank für Deinen Beitrag.
Vieles, von dem du berichtest, empfinde ich sehr ähnlich. Leider kann ich es nicht so gut schriftlich formulieren.
Der Kern scheint bei mangelnder sozialen Kompetenz zu liegen. Zumindest was direkte Sprache betrifft. Zb: Ich unterhalte mich in der Fa. mit einem Kollegen. Ein 3. kommt hinzu und sagt etwas zu einem anderen Thema. Schon bin ich abgeschrieben, gar nicht mehr vorhanden. auch wenn ich mich noch mitten im Satz befinde. Der Gipfel war, als sich der hinzu gekommende Kollege zwischen mich und meinen Gesprächspartner stellte. Den habe ich ich dann allerdings mit einer entsprechenden Bemerkung weg geschubst. Was mich ärgert ist die Dreistigkeit, mit der das geschieht. Ich mach das nicht bei anderen und sehen das auch nicht, wenn ich nicht beteiligt bin. Aber das nur am Rande.
Es ist immerhin schön zu lesen, dass ich nicht alleine mit so einem komischen Leben da stehe. Letztendlich hilft die Erkenntnis nicht, erleichtert aber kurzfristig ein wenig.
Ich bin seit Kindheit ab Einzelgänger und komme gut alleine zurecht. Aber irgendwann ist auch bei mir eine Grenze erreicht an der es schwer erträglich wird. Wohl dem, der eine Partnerin hat.
Im höheren Alter (bin jetzt 57) scheint es noch schwerer zu sein eine Partnerschaft aufzubauen. Die Zielgruppe *gg* hat schließlich auch entsprechende Ansprüche und Lebenserfahrung und ist nicht mehr blauäugig wie in jungen Jahren. . Ja, und um wieder aufs Thema zu kommen: Meine weibliche Seite sehe ich da als eine Art zusätzliche Behinderung Ich sehe ein bisschen, dass mir die Zeit im Nacken sitzt. Das macht zusätzlich Panik.
Man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Ich versuche es... Vielleicht ist ein Hund die Lösung. Mit etwas Glück freut der sich auf mich, egal in welcher Erscheinungsform.

Viele Grüße
Theresa
(zZ. voll im Frauenmodus doch ohne so recht zu wissen was ich machen soll.Ich setze mich mal in Auto. Es könnte ein Stadtbummel in Lüdenscheid werden oder was ganz anderes.)
Beachten sie folgenden Hinweis:
-Hä?-
Vielen dank für ihre Aufmerksamkeit
Frieda
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 17 im Thema

Beitrag von Frieda »

Meine Gedanken über Astrid's Worte treiben mich zu Kim. Ihr Erzähltes brachte Erinnerungen in mir hoch. Erinnerungen an eine Zeit, wo ich 3 meiner liebsten Menschen (Bruder, Vater, Mutter) innerhalb von anderthalb Jahren verlor. Ich war damals 25, bereits in den Händen meines Exmannes "gefangen" und hatte meine erste Fehlgeburt erlebt, zwei lagen noch vor mir, bei denen ich noch zu spüren bekam, für wie unfähig mein Exmann mich hielt, schwanger zu sein.
Der Suizid meines Vaters, lies eine Welle der Vorhaltungen und Schuldzuweisungen meiner Mutter an mich, wie einen Tsunami über mich einbrechen.
Ich fiel damals ohne Stütze in ein tiefes Loch und kämpfte mich alleine dort raus.

Ich kann deine Worte absolut verstehen Kim!
Heute mit fast 25 Jahren Abstand und einer Klarheit über mein wahres ICH in mir, weiß ich, dass Selbstvorwürfe nur eines bringen.....zusätzliches Leid!!!!
Niemand ist jemals Schuld am Suizid eines Anderen......NIEMAND❗
Niemand ist Schuld, weil er zu spät zu einem Zeitpunkt X an einem Ort X war❗

Wenn wir uns selbst nicht vergeben, nicht verzeihen können, können wir es auch nicht bei anderen! Und wir haben das Recht, glücklich zu sein, auch wenn wir geliebte Menschen schmerzhaft loslassen mussten.

Unsere Gedanken haben die Macht uns wunderschöne Lieder kombinieren zu lassen, Liebesbriefe schreiben zu lassen; aber unsere Gedanken haben ebenso die Macht uns in den Suizid zu treiben!
Wir sollten jeden einzelnen Tag/Moment achtsam unsere Gedanken wählen. Und, wenn wir es schaffen auf unseren Körper zu hören, kann er uns helfen und zeigen, was gut und nicht gut für uns ist.
Jeder einzelne Mensch, ist vollkommen allein dafür verantwortlich was er tut und auch verantwortlich für das was er nicht tut!
Jemand der wahrhaftig seinem Leben ein Ende setzen will, wird es tun und sich von niemanden abhalten lassen!

Wir selbst sind alleine dafür verantwortlich, welche Gedanken wir denken, ganz gleich welcher Art, ganz gleich wann oder warum.
Nur wer wirklich achtsam ist (Achtung eine kleine Definition: Achtsamkeit ist die Aufmerksamkeit über die Aufmerksamkeit!), schafft es seine Gedanken in die richtige Richtung zu lenken.
Gedanken denen wir nachgeben, so wie einer umher springende Horde Schimpansen, können dazu führen, dass wir unsere erfundenen Gedanken/Geschichten (vorallem in Unwissenheit), die nichts weiter als Lug und Trug sind, glauben...und wir glauben diesen "Mist", weil er ja uuuunser Gedanke ist!

Schon vor weit über 2500 Jahren wurde erkannt, dass Menschen die schön sind, reich sind, gesund sind oder arm sind oder krank sind.....Alle, jeder Einzelne wird Leid durchleben, wenn er nicht selbst seinen eigenen Geist klar und beruhigt hält!

Ich selbst lehn(t)e mein Äußeres auch ab. Mein Psychologe den ich nach der Trennung meines Mannes aufsuchte, sagte irgendwann einmal zu mir...."Dass ich diese Hölle mit nur "etwas" Übergewicht überstanden habe, grenzt an ein Wunder!"

Ich möchte damit sagen.....Niemand kann Euch helfen, dass Ihr Euch besser fühlt! Wir können nur für Euch da sein, zu horchen, mitfühlen und Euch beistehen!
Damit Euer Leid ein Ende findet, (sry) müsst Ihr selbst zu der Einsicht, zu dem Wollen finden, dass zu ändern, was sich für Euch unrichtig anfühlt!
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 18 im Thema

Beitrag von Frieda »

Astrid!?
Es gab Zeiten da haben meine Gedanken mich manchmal fast platzen lassen wollen.
Irgendwann kam ich an einen Punkt, wo ich in krassen Fällen anfing mich an folgende Worte zu halten!
"Nicht denken! Nur tun!!!!"

Astrid, du weißt, dass "die Liste" ein Weg ist! Und du weißt welchen Schritt du machen solltest, um auf diesen Weg zu kommen...ich bin überzeugt, dass du es weißt!

Achte bitte gut auf dich und deine Gedanken❗
Namaste🙏
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 19 im Thema

Beitrag von lexes »

Christiane hat geschrieben: Do 13. Sep 2018, 21:41
Seitdem aber ein lieber Kollege damals bei uns in der Kantine das Feuer auf uns eröffnet hat - lebe ich im Hier und Jetzt -
ich bin ja ein sehr neugieriger Mensch ... könntest Du das bitte ( ohne per. Datenschutzrechte zu verletzten natürlich ) bitte einmal etwas näher beschreiben ...

Das klingt ja nach amerik. Verhältnissen ... hab'mich gerade etwas erschreckt

Danke

Lexi
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 20 im Thema

Beitrag von Kim »

Hi Frieda

Danke für deine einfühlsamen und wahren Worte.
Danke auch allen anderen ,die etwas von ihrem Leben mit uns hier teilen.
Es tut gut, das es dieses Miteinander im Forum gibt.

Glg Kim
Céline
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 21 im Thema

Beitrag von Céline »

Halle,
Ich bin gerade sehr nachdenklich geworden beim lesen.Ich muss demnächst ins Krankenhaus und habe fürchterliche Angst vor dem einschlafen bei der OP.Was ist wenn ich nicht wieder aufwache....was wenn ich aufwache und etwas ist schiefgegangen....ich versuche die Angst mit dem Positiven Ergebnis danach abzumildern.
Aber zum eigentlichen Thema:Bevor ich meinen Weg begann hatte ich immer das gleiche Bild und Angst vor dem letzten Tag.Ich liege als alter Mann im Sterbebett und bereue zutiefst das ich mein Leben nie als die Person gelebt habe die ich in Wirklichkeit bin.Es waren schreckliche Gefühle,ich musste sehr oft weinen weil ich so fürchterliche Angst vor allem hatte.Letztendlich war das aber wieder einer der Puzzlesteine der mich vorwärts "stieß" damit sich mein Leben doch zum positiven veränderte.
Jetzt denke ich nicht mehr an den letzten Tag(außer gerade vor der OP) und bin jeden Tag nur glücklich das alles erleben zu dürfen.Den Tod kann niemand ausweichen aber man darf sich nicht dadurch zermürben lassen und jeden Augenblick genießen.Ich versuche einfach mehr Positivität in mein Leben zu bringe.
LG
Kelly
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 22 im Thema

Beitrag von Aubergine »

Namaste Frieda!

ja, ab einem gewissen Alter denkt man über den Tod nach. Ich auch.
Ich habe soweit alles geregelt, Betreuungsverfügung, Vollmacht, Patientenverfügung. Ein Gespräch mit meinen Töchtern bzgl. meines Ablebens hat auch schon stattgefunden und ich habe Ihnen alles klar auf den Tisch gelegt und offengelegt.
Was ich jetzt noch plane ist meine Beerdigung in einem Institut festzulegen, denn nirgends wird mehr Geld verdient, als mit dem Kummer der Kunden. Niemand traut sich den billigsten Sarg zu nehmen uws.
Ich habe meinen Vater in seinen letzten Tagen betreut, war am Sterbebett meiner Mutter und auch meinen Mann habe ich beerdigt.
Was ich mir für meinen letzten Tag wünsch, dass er mich überrascht. Am liebsten wäre mir ein Herzinfarkt, ein Unfall mit Todesfolge, egal was, nur schnell. Warum?
Natürlich stellen sich die meisten vor im Kreise ihrer Liebsten von dieser Welt zu gehen. ich nicht. Einen Todeskampf eines geliebten Menschen mit anzusehen, ihn auf seinen letzten Stunden zu begleiten ist das letzte was ich für meine Familie möchte. Ich habe es selbst durchgemacht und empfinde es als die Hölle auf Erden. Mitgeteilt zu bekommen, dass jemand gestorben ist ist auch schwer, aber nichts gegen dazusitzen, hilflos, machtlos und genau zu wissen was kommt.
Ich denke ich konnte meinen Kindern genug vermitteln, dass ich mir um Versäumtes keine Gedanken machen muss.

Ich habe mein Leben gelebt und tue es noch. Ich bin bis ins letzte Loch im Tal gesunken, hab den Himmel auf Erden kennengelernt...wenn auch nur kurze Zeit, hab somit fast alle Höhen und Tiefen erleben dürfen und darf es immer noch.

Ich fliege morgen nach Gran Canaria und auch wenn ich nicht gerade mit Reichtum gesegnet bin, so war und bin ich immer zufrieden und hoffe in diesem Sinne noch lange die schönen (und auch schlechten) Tage auf dieser Welt genießen zu können.

LG Aubergine
Dir geht's nicht gut? Du fühlst dich mies? So was kommt schnell mal vor.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, ich leih dir gern mein Ohr.
Céline
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 23 im Thema

Beitrag von Céline »

Ich wünsche Dir einen tollen Urlaub Aubergine
Liebe Grüße
Kelly
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C.B.
Aubergine
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 24 im Thema

Beitrag von Aubergine »

Vielen Dank Kelly!
Ich verrat euch noch was.....wir fliegen zu 7bt
5 Mädels und 2 Biofrauen.....und glaubt mir, dass wird sicherlich ein Spaß

Bis die Tage
LG Aubergine
Dir geht's nicht gut? Du fühlst dich mies? So was kommt schnell mal vor.
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 25 im Thema

Beitrag von Céline »

Das glaub ich😊Lasst es richtig krachen.Grüße an alle unbekannterweise
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 26 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Aubergine hat geschrieben: Fr 14. Sep 2018, 15:47 Vielen Dank Kelly!
Ich verrat euch noch was.....wir fliegen zu 7bt
5 Mädels und 2 Biofrauen.....und glaubt mir, dass wird sicherlich ein Spaß

Bis die Tage
LG Aubergine
Da bekommen die deutschen Rentner dort Schnappatmung und ein Thema für den ganzen Winter ...

Aber im Ernst, mir ist sehr ins Bewußtsein gerückt, wie sehr viele von Euch mit Trauerfällen zu tun hatten, die man nicht so erwartet hätte. Das macht mich betroffen und nachdenklich. Danke dafür.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Simon(e)
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 27 im Thema

Beitrag von Simon(e) »

Hallo ihr Lieben,

sehr bewegend eure Berichte!!!
Musste ein paar Mal echt schlucken!!!

Tatjana, ich kann deine Angst vor dem Tod gut nachvollziehen!!!
Auch ich habe Angst davor, was danach kommt, oder ob was kommt!!!
Ich muss dazu sagen, dass ich sowieso ein sehr ängstlicher Mensch bin !!!
Ich mache mir über so viele Dinge Gedanken, manchmal so belanglos und das ärgert mich
dann natürlich!!!!
Ich versuche mich deshalb mehr auf die wesentlichen und wichtigen Dinge im Leben
zu konzentrieren!!!
Das Leben genießen, mit meinem Schatz und seiner femininen Seite!!!!
Ich will keine Gedanken daran verschwenden warum alles so ist wie es ist, warum gerade ich
oder was andere denken!!!
Keiner weiss, was in naher Zukunft kommt!!!
Wie sagt man so schön, genieße jeden Tag, als wäre es dein Letzter!!!!
Wenn es mein letzter Tag wäre, würde ich ihn im Kreise meiner Liebsten verbringen und
ihnen sagen, dass sie mir sehr viel bedeutet haben und ich unendlich dankbar bin, ihnen
begegnet zu sein!!!


Liebe Grüße
Simon(e)
Astrid
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Hat sich bedankt: 0
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 28 im Thema

Beitrag von Astrid »

Theresa hat geschrieben: Fr 14. Sep 2018, 11:58 Hallo Astrit,

Vielen Dank für Deinen Beitrag.
Vieles, von dem du berichtest, empfinde ich sehr ähnlich. Leider kann ich es nicht so gut schriftlich formulieren.
Der Kern scheint bei mangelnder sozialen Kompetenz zu liegen. Zumindest was direkte Sprache betrifft.
...
Es ist immerhin schön zu lesen, dass ich nicht alleine mit so einem komischen Leben da stehe. Letztendlich hilft die Erkenntnis nicht, erleichtert aber kurzfristig ein wenig.
Ich bin seit Kindheit ab Einzelgänger und komme gut alleine zurecht. Aber irgendwann ist auch bei mir eine Grenze erreicht an der es schwer erträglich wird. Wohl dem, der eine Partnerin hat.
...
Hallo Theresa,

da hast Du mich aber mit Deiner Antwort zum Schmunzeln gebracht.
In der Tat, unser beider Leben scheint im Gegensatz zu vielen anderen recht "komisch" zu sein. Aber ich denke, es liegt weniger an sozialer Inkompetenz, als an sozialen Ängsten, zumindest bei mir.
Auf der einen Seite suche ich die Nähe zu den Menschen, dann aber wird es mir schnell zu viel und ich ziehe mich total zurück. Die meisten Mitmenschen mißinterpretieren so ein Verhalten und am Ende steht man komplett allein da.

Das Schöne an diesem Forum ist ja auch, daß man immer jemanden findet, dessen Probleme mit den eigenen auf "Augenhöhe" sind. Manchmal kann man diesen kleinen Trost gut gebrauchen.

Dennoch wünsche ich Dir viel Glück bei der Partnerinnensuche.
Gib die Hoffnung nie auf!

"”"”"”"”"”"”"”"”"”-

Danke auch Dir nochmal Frieda.
Ich passe auf mich auf. Versprochen!

Liebe Grüße - Astrid
Christiane
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 29 im Thema

Beitrag von Christiane »

lexes hat geschrieben: Fr 14. Sep 2018, 12:26
Christiane hat geschrieben: Do 13. Sep 2018, 21:41
Seitdem aber ein lieber Kollege damals bei uns in der Kantine das Feuer auf uns eröffnet hat - lebe ich im Hier und Jetzt -
ich bin ja ein sehr neugieriger Mensch ... könntest Du das bitte ( ohne per. Datenschutzrechte zu verletzten natürlich ) bitte einmal etwas näher beschreiben ...

Das klingt ja nach amerik. Verhältnissen ... hab'mich gerade etwas erschreckt
Hi Lexi

Ich habs glaub ich schon mal in einem Tread geschrieben.
Kurzform:
27.02.2013: Gegen 09:00 Uhr Ich treffe einen Kollegen (den Täter) beim Eingang zur Kantine und wundere mich, daß er um diese Zeit ohne Arbeitskleidung draußen steht.
Wir grüßen uns und ich gehe rein, weil unsere Büros über der Kantine liegen.
Als ich auf der halben Treppe bin, fallen die ersten Schüsse.
Das ging alles derartig abartig schnell. Der Typ konnte 2 ganze Magazine aus seiner Pistole leeren, bevor er im Handgemenge in der Kantine selbst ums Leben kam.
Fazit: 5 Tote (inkl. Schütze) 2 ca 4 - 6 Wochen danach, wegen der Verletzungen. Erste Hilfe, Abbinden, Blutung stillen, Trost spenden, das Stöhnen der Schwer- und Schwerstverletzten.
Ich mußte danach einen Schnaps haben und hab den dann mit meinem Frühstück wieder weggeschmissen.
Es holt mich heute noch regelmässig ein. Ich kann seitdem kein Blut mehr sehen und werde ohnmächtig.
Mein Sicherheitsgefühl hat seitdem einen ernsthaften Schaden. Ich checke die Menschen nicht nach ihren biologischen Merkmalen, sondern nach dem Bedrohungspotential.
Dementsprechend auch meine Angst, Christiane draußen auszuleben.

Ich könnte seit diesem Tag eigentlich schon unter der Erde liegen, nicht wissend, warum ich ins Gras beißen mußte. So eindringlich wollte ich die Endlichkeit unseres Seins nicht demonstriert bekommen.

Und jetzt gönne ich mir einen gut 2 Finger breit, oder besser eingeschenken Whiskey. Ich kann sonst heute nicht schlafen.

Küßchen
Christiane
"Pünktchen sind immer süß!"
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Re: "Mein letzter Tag"

Post 30 im Thema

Beitrag von lexes »

Christiane hat geschrieben: Fr 14. Sep 2018, 21:53
Hi Lexi

Ich habs glaub ich schon mal in einem Tread geschrieben.
Kurzform:
27.02.2013: Gegen 09:00 Uhr Ich treffe einen Kollegen (den Täter) beim Eingang zur Kantine und wundere mich, daß er um diese Zeit ohne Arbeitskleidung draußen steht.
Wir grüßen uns und ich gehe rein, weil unsere Büros über der Kantine liegen.
Als ich auf der halben Treppe bin, fallen die ersten Schüsse.
Das ging alles derartig abartig schnell. Der Typ konnte 2 ganze Magazine aus seiner Pistole leeren, bevor er im Handgemenge in der Kantine selbst ums Leben kam.
Fazit: 5 Tote (inkl. Schütze) 2 ca 4 - 6 Wochen danach, wegen der Verletzungen. Erste Hilfe, Abbinden, Blutung stillen, Trost spenden, das Stöhnen der Schwer- und Schwerstverletzten.
Ich mußte danach einen Schnaps haben und hab den dann mit meinem Frühstück wieder weggeschmissen.
Es holt mich heute noch regelmässig ein. Ich kann seitdem kein Blut mehr sehen und werde ohnmächtig.
Mein Sicherheitsgefühl hat seitdem einen ernsthaften Schaden. Ich checke die Menschen nicht nach ihren biologischen Merkmalen, sondern nach dem Bedrohungspotential.
Dementsprechend auch meine Angst, Christiane draußen auszuleben.

Ich könnte seit diesem Tag eigentlich schon unter der Erde liegen, nicht wissend, warum ich ins Gras beißen mußte. So eindringlich wollte ich die Endlichkeit unseres Seins nicht demonstriert bekommen.

Und jetzt gönne ich mir einen gut 2 Finger breit, oder besser eingeschenken Whiskey. Ich kann sonst heute nicht schlafen.

Küßchen
Christiane
Ach

Du

Meine

*%#}*$%# !!!

Ok ... das hatte ich nicht gelesen ...
Danke das Du noch-X in den schweren Erinnerungen für mich gekramt hast , vielen Dank ...

Verstehe wenn einen / Dich das misstrauisch macht, wie auch nicht... ich selber bin früher viel im Rettungsdienst gefahren und habe sehr viele solcher Dinge gesehen ... NRW kann ganz schön "Gangster" sein, leider. Als Ersthelfer ist man da immer schön drin ... aber irgendwann nutzt es sich ab und man kann seinen Beruf machen ohne das Ganze noch Wochen mit sich herumzutragen...

Als nicht-Med-Personal und ohne dauerhafte Unterstützung durch Kollegen ( erfahrene Notärzte etc. ) und Psychologen kann man das sicher nicht "mal eben wegstecken" ... du hast da sicher mit einem/einer Psychologen/gin drüber gesprochen , oder ?

Das ist ja echt ne krass-gruselige Story..... oh Mann

Wünscht man keinem und den verstorbenen Opfern erst Recht nicht...

Aber die Sache DARF Dein Leben und vor Allem Deine Lebensqualität nicht für den Rest Deiner Zeit verschandeln.

Du müsstest einfach mal das voll-krass-gute-von-der-Masse-getragene Gegenerlebnis haben.. Einen Moment in dem Christiane ohne Alkohol ( und ich verurteile das nicht ) einfach sicher unter Freundinnen sie selber sein kann.

Als Frau draußen sein ist verunsichernd genug ( ich weiß das seeeeehr gut 😃 ) und da hilft es gar nicht sich noch extra-Sorgen zu machen.... pass bitte auf Dich auf => gönn"˜ Dir Christiane-in-sicherer-Umgebung-unter-Menschen-Zeit und ich WETTE das wird eine heilende Wirkung auf Deine ges. Weltanschauung haben.

Liebe Grüße und noch-X Danke für Deine Offenheit

Lexi
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