Denkt Ihr manchmal über euren letzten Tag nach?
Falls ja! Wie? Was denkt Ihr da? Was fühlt Ihr da? Und....bewegt diese Frage etwas in Euch?
Ich selbst denke sehr sehr oft an meinen "letzten Tag". Ich denke nicht in dieser Form daran, was wohl nach meinem Tod, wie gemacht werden sollte oder nicht. Dieses Thema meine ich nicht, es geht mir grade nicht um Abschiedsrituale oder so.
Mir geht es eher darum, was der bewusste, achtsame Gedanke an meinen "letzten Tag" hier auf diesen Planten, hier (hoffentlich) im Kreise meiner Liebsten, was dieser Gedanke mit mir im Hier & Jetzt macht!
Der Gedanke an meinen eigenen Tod, macht mir mittlerweile keine Angst mehr. Mittlerweile ist dieser Gedanke, an den ich mich optisch tagtäglich selbst bewusst erinnern kann (und ja auch sichtbar für meine Kids), eine willkommene Erinnerung für mich. Ich erinnere mich selbst damit daran, was mir in meinem Leben lieb und teuer ist. Ich erinnere mich, was mir wichtig ist. Ich erinnere mich dann selbst damit, mich nicht in Banalitäten zu verlieren, mir Nichtigkeiten nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Ich erinnere mich, meine Wertigkeiten die mir am wertvollsten geworden sind, meinen Kindern nicht erst auf meinem Sterbebett mitzuteilen, sondern sie Ihnen jetzt immer wieder vor Augen zu halten, solange wir in unserem Alltag leben.
Der Gedanke an meinen letzten Tag, erinnert mich auch an meine Eltern...die mir gelernt haben, wie wertvoll, wie kostbar ein Gespräch ist, dass die Gefühle in diesem Moment, die Gedanken in diesem Moment, das Fühlen in diesem Moment....niemals zurück kommen. Es erinnert mich das Hier & Jetzt mit demjenigen der seine Zeit mit mir verbringen möchte, sie mir also schenkt, dass dieses mit das kostbarste ist, was man bekommen kann.
Der Gedanke an meinen letzten Tag zeigt mir klar und deutlich, was ich meinen Kids auf ihren Weg von mir mitgeben möchte. Ich rede nicht von Geld oder Möbeln, selbst meine Bücher nicht. Was ich meinen beiden Raptoren mitgeben möchte sind eher Dinge wzB:
- Mitgefühl, Geduld, Akzeptanz (weil dieses leben zu können in meiner Wahrnehmung einem Ruhe & Frieden schenkt!)
- ich möchte sie lehren, wie sie Kriesen geistig bewältigen können
- oder, wie man seinen Puls in einem Streit beruhigen kann
- und ich möchte ihnen lehren...nicht WAS sie lernen sollen, sondern WIE sie lernen sollen/können
- und natürlich Meditation
Mein denken über meinen letzten Tag, hat sich in den letzten Wochen natürlich auch noch verändert. Mit Michi/Micha kam neues bewusstes Denken diesbezüglich dazu. Natürlich hoffe ich, dass ich meinen letzten Blick ich dir schenken kann mein Schatz, das mein letzter Gedanke, letzter Satz, mein letztes Wort für dich ist Schatz, meine letzte bewusste Berührung dir gilt....aber wir wissen Alle, dass ich diese Sicherheit niemals garantiert bekomme. Also bringt mich der Gedanke an meine "letzten Minuten" dazu, dir Micha/Michi so oft es mir möglich ist, dir danken zu wollen. Dir dafür zu danken, dass ich mit dir zum ersten mal in meinem Leben erleben darf, was ehrliche Liebe zwischen zwei Wesen wahrhaftig bedeutet (diese Worte beziehen sich nicht aufs körperliche, ich weiß, dass du mich gerade verstehst Schatz, wovon ich rede). Und ja ich möchte dir auch meine Liebe zeigen wollen, dir so oft es geht damit die Gänsehaut über deinen Körper schicken zu können. Dein schönes Gesicht mit meinen Händen bewusst, achtsam und genießend zu umfassen und dir zu zuflüstern, was für ein beeindruckendes Wesen du bist und ich dir immer beistehen möchte...neben Dir - Hand in Hand, hinter Dir - dich stärkend und vor Dir - dich beschützend, auch wenn ich nur ein Minion bin, ich aber trotzdem den Mut einer Löwin in mir trage, wenn es um meine Liebsten geht!
Ich bin gespannt und interessiert ob und was Ihr dazu schreiben möchtet....ich grüße Euch freundlichst mit Namaste