Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen
Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen - # 2

Dolores59
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Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen

Post 16 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Jeder Leser und jede Leserin pickt sich das aus dem Artikel, was in sein/ihr persönliches Weltbild passt.

Es steht z.B. auch darin:
Der Pontifex hatte auf die Frage geantwortet, was er einem Vater sagen würde, dessen Kind sich gerade geoutet habe. Als erstes würde er zum Gebet raten, sagte er. "Nicht verurteilen. Dialog. Verstehen, dem Kind Raum geben, damit er oder sie sich entfalten kann." Und: "Es hat schon immer schwule Menschen und Menschen mit homosexuellen Neigungen gegeben."
und:
"Ein Kind mit dieser Neigung zu ignorieren zeigt einen Mangel an Mutter- und Vaterschaft", mahnte Franziskus und ergänzte: "Dieses Kind hat das Recht auf eine Familie. Und dass die Familie es nicht verstößt."
Aber natürlich ist es einfacher, undifferenziert mit dem Knüppel auf "die Kirche" und gläubige Menschen einzudreschen. Gut für das eigene Selbstwertgefühl, weil man als aufgeklärter Mensch nicht so ist, wie die da! Da fühlt man sich doch gleich viel besser.

Ich bin nicht katholisch und habe für das Papsttum nicht viel übrig. Trotzdem gehen mir Pauschalisierungen über "die Kirche" usw. auf den Zeiger.

Wie zum Beispiel die Überschrift in der Zeitung.

Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
Cybill
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Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen

Post 17 im Thema

Beitrag von Cybill »

Yasmine hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 18:38 Ich besorge mir mal ein paar Chips.
Das wird wieder ein "Alle gegen die bösen Christen"-Thread.
Yasmine, die Christin, leht sich zurück.
Lasst die Spiele beginnen.
Bloß weil Du als Christin mal nicht mit den Löwen in der Arena kämpfen willst. Dabei ist Märtyrertum doch erste Christenpflicht.
Kommt jemand mit auf einen Bußgang? Ich wollte schon immer mal einen Flagellanten-Zug organisieren.

- Cy

Bevor ich es vergesse: Auch das war Zynismus.
Zuletzt geändert von Cybill am Mo 27. Aug 2018, 23:47, insgesamt 1-mal geändert.
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Michi
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Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen

Post 18 im Thema

Beitrag von Michi »

Man kann mir gerne unterstellen, dass ich mir die Teile aus dem Artikel picken würde, die in mein Weltbild passen, oder gar, dass ich nur die Überschrift gelesen hätte. - Jede(r) wie es ihm/ihr beliebt. An solche Unterstellungen bin ich gewöhnt. Wir sind ja ein freies Land. :wink:

Tatsächlich habe ich wieder mal gar nicht so zufällig den Artikel im Ganzen gelesen, durfte das Gelesene so aber hier nicht einstellen, weil das ein unzulässiges Vollzitat gewesen wäre.

Beim aufmerksamen Lesen, ohne Auslassung der problematischen Stellen und die Aussagen im Zusammenhang betrachtend, kann man durchaus die Erkenntnis gewinnen, dass die Kernaussage wohl mit salbungsvollen Worten garniert sein mag, diese Garnitur aber nicht ein Jota an der Kernaussage ändert.
Wenn ein Kind "besorgniserregende" Wesenszüge an den Tag lege, ...
Homosexuelle Neigungen sind doch genau die Wesenszüge, die nicht nur brave Katholiken-Eltern so "besorgniserregend" empfinden. Schaut euch die "besorgten Eltern" an, die Front dagegen machen, dass ihre Kinder frühzeitig erfahren könnten, wie das heißt, was sie empfinden und noch nicht so klar beschreiben können.

Man kann ja trotzdem versuchen, es ihnen auszutreiben. - Die Hoffnung stirbt zuletzt. (Aber sie stirbt!)

Ich habe das bei meiner Schwester erlebt. Als die Kinder in den Windeln lagen ... "Ohh ... jaa ... ich bin ja so tolerant, und das wäre überhaupt kein Problem, wenn ..." und gut zehn Jahre später hatte sie Panik das er "schwul wird", weil der Bengel partout noch keine Freundin haben wollte. - Ja nee is klar. :roll:

Gegen die "besorgten Eltern", die LGBTIQ zum Feindbild erklärt haben, wurde hier klar Stellung bezogen. Warum nicht in diesem Falle? Weil es "nur" gegen Homosexuelle geht? :?

Aber weiter zu den Aussagen im Artikel ...
... könne es nötig sein, psychiatrische Hilfe zu suchen, Gerade in der Kindheit könne die Psychiatrie viel erreichen, fügte das 81-jährige Kirchenoberhaupt hinzu.
Da wäre also noch der überaus un-dezente Hinweis, dass man mit Psychatrie in der Kindheit noch "viel erreichen" könne. Bitte wie offensichtlich soll denn der Hinweis noch formuliert werden, damit man dessen Gefährlichkeit anerkennt? Gereicht es erst, wenn man alternativ den Gang zum Exorzisten empfiehlt?
Die Kirche unterscheidet zwischen Personen mit homosexueller Veranlagung und homosexuellen Akten. .... homosexuell veranlagten Menschen "mit Achtung, Mitleid und Takt" zu begegnen sei, bezeichnet er sexuelle Akte zwischen gleichgeschlechtlichen Personen als "schlimme Abirrung"
Der Homosexuelle darf also "existieren" (dahinvegetieren), so lange er nicht er selbst ist?

Das ist grad so, als wolle man dem Eis das Schmelzen ausreden/verbieten.

Homosexuelle Menschen sind nicht krank. Sie brauchen kein Mitleid sondern Akzeptanz.

Mein fortgesetzter Eindruck: Die katholischen Kirchenoberen sind ziemliche Klemmschwestern*), die verzweifelt versuchen, jeden Verdacht von sich zu weisen.

Man stelle sich nur mal vor, dort stünde transident statt homosexuell, und das Tragen der Kleidung des Wunschgeschlechts ist die schlimme Abirrung. Das wäre dann immer noch okay? - Ist ja nur das für 1,3 Milliarden Menschen gepflegte "Weltbild". (Dazu kommen dann noch mal 1,8 Milliarden Moslems, die mehr oder weniger genau so über Homosexualität "denken lassen", und von dem Rest weiß man es nicht so genau.)

Was soll da schon groß passieren? - Nee lass ma' den paar Leuten ihren Schwulenhass.


:((a


*) Wir hatten das Wort ja heute erst in einem anderen Tread.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen

Post 19 im Thema

Beitrag von Karla »

Michis Post 2 ist natürlich provozierend, aber:
solange die katholische Amtskirche Zölibat und das Wahren des Scheins über den Schutz von (auch wilder) Ehe und Familie stellt
möchte ich nie wieder katholische Kirchensteuer zahlen - in konfessionsverschiedener Ehe war ich damals leider dazu gezwungen.
Liebe - ob homo- oder heterosexuell - darf nicht bestraft werden!
Mißbrauch steht auf nem anderen Blatt!
.. und wo sich Liebe wirklich entfalten darf, hat Mißbrauch keine Chance!

LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen

Post 20 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich denke, man muss differnzieren zwischen Glaunen auf der einen Seite und Der Kirche als Institution auf der anderen Seite. Letzteres wird von Menschen mit Leben erweckt und gestaltet. Und Menschen sind nicht unfehlbar. Und so gibt es eben auch schwarze Schafe in der Herde. So ist der Oberhirte, Papst, sich gefragt, seine Schäfchen zu schützen und die schwarzen Schafe wieder in der Herde zu intigrieren.Das sich die Kirche damit in der Vergangenheit immer schwer tat, ja mag auch mit der Hirachie in der Kirche als Organisation zu tun haben. Ähnliches ist auch bei Parteien zubeobachten. Man möchte Schaden von der Kirche abwenden. Was aus meiner Sicht auch Verständlich ist. Denn es betrifft ja nicht die Mehrheit der Mitglieder der Kirche sondern eben nur einzelne verirrte schwarze Schafe.

Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen gerade Kindern in der Familie die Liebe und den Schutz zu geben sich ungestört entwickeln zu können. Sie nicht für etwas verantwortlich zu macchen, was andere an ihnen begangen haben.
Und das die Kirche ein anderes Bild von Familie und Partnerschaft bevorzugt als heute schon von vielen offen gelebt, ist kein Geheimnis über deren Aufdeckung wir heute staunen müssten.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen

Post 21 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Das Problem und die Stärke der katholischen Kirche ist mMn ihr Konservatismus. Problem deshalb, weil sie sehr starr an alten Regeln festhält und auf neue Anforderungen nur äußerst träge reagiert. Gleichzeitig ist eine Stärke, da die Regeln der Kirche vielen Menschen Halt geben. Wenn man z.B. in den Ländern Südamerikas die Hinwendung der Menschen zum Papst und der katholischen Kirche erlebt, kann man erahnen, wie wichtig sie dort für die Menschen ist. Ohne Kirche gäbe es ein richtiges Vakuum, denn der Staat wird nicht wie bei uns als Struktur gebend betrachtet.

Ich denke, bei uns haben viele Menschen ein Problem mit der katholischen Kirche, weil sie durch ihre relativ engen Regeln als bevormundend empfunden wird. Die evangelische Kirche ist wesentlich geschmeidiger, da ihr Anspruch eher in der Begleitung der Menschen liegt. Sie akzeptiert Menschen viel mehr in ihrem Wesen und erwartet mehr Eigenverantwortung.

Ich denke, es kann sich bei uns jede/r aussuchen, ob und welcher Kirche man folgen möchte. Und da ist es u.a. für mich wichtig, welche Grundprinzipien eine Kirche verfolgt. Natürlich kann eine Großinstitution nicht in allen Punkten meine Sichtweisen widerspiegeln. Deshalb muss ich hierfür eine Abwägung machen. Da die katholische Kirche ein Oberhaupt kennt, dem man sich unter zu ordnen hat, sind seine Aussagen von besonderer Bedeutung. Dem kann und will ich nicht folgen, auch wenn bei differenzierter Betrachtung, kleinere positive Aspekte zu erkennen sind. Die katholische Kirche ist innerlich zerrissen. Wie kann sie einerseits den modernen Sichtweisen, wie sie sich in der westlichen Welt weiter entwickeln, und den Struktur gebenden in anderen Erdteilen gerecht werden ? Man kann es als eine Macht- und Kontrollfrage betrachten, aber das greift mMn zu kurz.

Die katholische Kirche ist auf eine Globalisierung nicht vorbereitet und das erkennt man an vielen Stellen, so auch in dem genannten Artikel.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen

Post 22 im Thema

Beitrag von Jenina »

Yasmine hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 18:38 Ich besorge mir mal ein paar Chips.
Das wird wieder ein "Alle gegen die bösen Christen"-Thread.
Yasmine, die Christin, leht sich zurück.
Lasst die Spiele beginnen.
Ich besorge mir die auch, und zwar als Atheistin.

Offenbar vergessen einige Verfechter ihrer Religion, dass Religionsfreiheit auch bedeudet, dass jemand völlig frei von Religion sein kann.

Und wenn man dann diese Haltung auch noch als persönlichen Angriff wertet wird es für mich völlig irrational. Wer Ironie und Sakasmus wegen seiner eigenen Engstirnigkeit nicht mehr versteht sollte mal seinen Gott befragen was der dazu meint. Ich wäre gespannt wie ihm diese Antwort zukommt...

Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!
Luna
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Re: Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen

Post 23 im Thema

Beitrag von Luna »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Aug 2018, 08:00 Das Problem und die Stärke der katholischen Kirche ist mMn ihr Konservatismus. Problem deshalb, weil sie sehr starr an alten Regeln festhält und auf neue Anforderungen nur äußerst träge reagiert.
Hallo Vicky,
das sehe ich nicht so. Koservativismus ist meiner Meinung nach noch nicht das Problem. Gerade in einer Zeit des schnellen Wandels von Werten mag es für manche Menschen hilfreich sein, eine Gemeinschaft vorzufinden, die nicht jeder Entwicklung sofort hinterher hüpft und eine gewisse Beständigkeit aufweist. Schließlich muss nicht jeder Wertewandel oder jede neue Entwicklung per se positiv sein.
Mein Problem mit vielen (monotheistischen) Religionen, insbesondere der kath. Kirche, ist deren Anspruch im alleinigen Besitz der Wahrheit zu sein, im zitierten Beispiel noch gepaart mit der Unfehlbarkeit des Oberhauptes (zumindest was die Lehre betrifft). Diese Auffassung beendet jeglichen Diskurs, führt zu Ausgrenzung und (historisch belegt) Verfolgung aller anders Denkenden. Zentrale Prinzipien wie Nächstenliebe gelten primär für jene, die sich im (oft sehr engen) Toleranzbereich bewegen.
Bist Du aber geschieden, bist Du nicht mehr vollwertiger Teil der Gemeinschaft, bist Du schwul oder ziehst Frauenkleider an, kommst Du nicht in den Himmel, im besten Fall soll man lieb zu Dir sein und Dich zum Arzt bringen um Dich vor der Hölle zu bewahren. Andere sprengen sich in die Luft, weil das Leben Ungläubiger eh nichts zählt und man daher nach vollbrachter Tat schnustracks in den Himmel kommt. Diese Verblendung mit zugestandener Maßen unterschiedlichem Grad an Fanatismus ist für mich das Übel.

Und nein, ich bin keine Atheistin, sondern durchaus gläubig. Mir sind nur Leute zuwider, die glauben alles durchschaut und erfahren zu haben und daher allein seelig machende Regeln aufstellen zu können.

Alles Liebe
Luna
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