wir sind schon etwas selbst Schuld...
wir sind schon etwas selbst Schuld... - # 2

Lebensplanung, Standorte
ExUserIn-2026-04-08
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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 16 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

... milde sein.
Du hast schon Recht, dass es Menschen gibt, die eher dazu geeignet sind voran zu gehen. Aber wenn ich die Thematik richtig verstehe, geht es eher um jeden Einzelnen und wie viel man sich nimmt, wenn man nicht zu sich stehen kann und glaubt, sich verstecken zu müssen. Es bleibt immer eine persönliche Entscheidung für einen selbst. Die Transgemeinde kommt erst viel später in dritter, vierter oder fünfter Linie. Zumindest sehe ich das so.

Ist man milde zu sich selber, wenn man sich versteckt ?

Ich gehe für meine Verhältnisse relativ häufig in die Öffentlichkeit und schiebe das immer weiter hinaus. Aber früher habe ich mich komplett eingeigelt. Gut getan hat mir das nicht.
Viele Grüße
Vicky

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Marlene K.
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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 17 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

MichiWell hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 11:34 Ich denke, wir sollten uns nicht an die Suche nach dem Selbstbewusstsein selbst klammern, sondern mehr so wichtigen Fragen wie Selbstwahrnehmung, Selbsterkenntnis, Selbstwertgefühl, Selbstachtung, ... nachgehen.
Liebe Michi,
danke für diesen klar formulierten und wichtigen Satz

Ralf-Marlene
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 18 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Cybill hat geschrieben: Mo 27. Aug 2018, 13:23 So wie ich das sehe, kann man/frau/trans es nicht von jeder Person erwarten, dass sie die Sichtbarkeit der Transwieauchimmergemeinde durch eigenes Auftreten unterstützt. Viele von uns haben auf der einen Seite Schwellenangst oder müssen auf der anderen Seite soziale Nachteile befürchten.

Lasst uns daher mit den Klemmschwestern und -brüdern milde sein.

- Cy
Liebe Cybill,
für mich geht es auch hier eher darum, wie wir zu uns selber stehen können. Erst wenn wir uns lieben, können wir auch andere lieben und ihnen nützen.
Von daher will zumindest ich auf keinen Fall jemanden herabsetzen, der manche Schritte (noch) nicht gehen kann, vielleicht zum eigenen Schmerz nie gehen kann.
Alles Liebe wünscht

Ralf-Marlene
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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 19 im Thema

Beitrag von Céline »

Interessante Antworten,
Ich denke Viele sind in den eigenen vier Wänden glücklich,das hat jetzt nichts mit Angst oder sonstigen zu tun.Viele werden den Schritt hinaus auch nie machen.Ich differenziere hier auch.Ich war ja früher auch "relativ "zufrieden außer die Angst jemand könnte meine zweite Garderobe oder mein nicht sauber gereinigtes Gesicht entdecken.Ich habe mich erst langsam selbst finden müssen und dann wäre ein Leben in den alten Mustern absolut unmöglich gewesen da es kein Leben mehr gewesen wäre.Und die Stärke durch z.Bvolle Innenstadt zu gehen ist etwas das hat man oder man muss es langsam lernen.Diesen Schritt alleine zu gehen ist keine Selbstverständlichkeit und Begleitung nicht unbedingt vorhanden.
Wahrscheinlich gehört auch eine große Portion Glück dazu das leider nicht alle haben.
Aber die Anfangs erwähnte Sichtbarkeit gibt es meiner Meinung nach schon in vielen Teilen.Mir haben mittlerweile schon sehr viele Menschen erzählt" das es da Jemanden in der Familie,Arbeit,Freundeskreis und und und gibt" und meine Logopädin sagte mir letztens:Sie kennt in jedem Dorf mindestens 1 Person "
Liebe Grüße
Kelly
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 20 im Thema

Beitrag von Cybill »

Liebe Kelly,

zur Feststellung deiner Logopädin fällt mir der alte Spruch in zeitgemäßer Abwandlung ein:

Wenn Du denkst, Du kennst keine Transperson, dann stimmt das nicht, denn die Transpersonen kennen dich!

Egal, ob wir Stubentransen oder LGBTI-Schießmichtot-AktivistInnen und-Außen sind. Egal, ob wir unser stilles Vergnügen an bestimmten gegengeschlechtlichen Kleidungsstücken finden, egal ob wir den ganzen Weg gehen oder unsere Glückslösung finden. Kein Mensch ist deswegen mehr oder weniger wert.

und wenn ich schon mal am Schwadronieren bin, dann kommt jetzt Ru Paul:

We all are born naked, the rest is drag!

-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 21 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi Delphinum,

ich bin mir nicht sicher, ob ich mich richtig ausgedrückt habe. Es ging mir um Menschen, die in die Öffentlichkeit wollen. An den Herausforderungen, die damit verbunden sind, wächst man. Die Unsicherheit zu überwinden, ist mMn schon ein echter Schritt.

Menschen, die nicht in die Öffentlichkeit wollen, sind in der eigenen Stube sicherlich zufrieden und das ist ja auch völlig ok. Warum sollten sie in die Öffentlichkeit gehen, wenn sie zuhause zufrieden sind ? Ist es ungefähr das, was Du meinst ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 22 im Thema

Beitrag von Flodur »

Wie schon öfters erwähnt finde ich Passing Quatsch und eine Selbsttäuschung.

Ich geh so raus wie ich will.
Es ist völlig in Ordnung wenn ihr so rausgeht wie ihr wollt.
Und wenn ihr wie eine "wirkliche Frau*" aussehn wollt, auch in Ordnung. Aber nicht in Ordnung ist, wenn das die "einzige erlaubte richtige Art" sein soll. Und wenns nicht perfekt ist darf/kann/traut man sich nicht :((a

So lebe ich öffentlich - und ja, es war ein Weg der einige Jahre gedauert hat.

tt, Flodur
*Was ihr auch immer glaubt was das ist - aber das ist eine andere Diskussion - die wir auch schon öfter hatten.
Céline
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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 23 im Thema

Beitrag von Céline »

@Cybill:Da hast Du Recht,das Gerede über mich ist in meinem Dorf und in meinem Beruf in an anderen Firmen recht groß gewesen.So habe ich aber meine beste Freundin kennengelernt.Ich finde es Mittlerweile sehr lustig was da alles rumgegangen ist und kann aber mit vielen Menschen mittlerweile darüber lachen und zwar im positiven Sinn.
Und Flodur natürlich hast du auch recht.Jede/Jeder soll so leben wie es einem gefällt aber der "Passing Quattsch"wie du ihn nennst hat schon seinen Sinn.Ich bin eine Frau und möchte einfach gut aussehen und tue auch dafür das was mir gut tut.Ist das bei einer Biofrau verwerflich wenn sie sich stylt????um sich gut und schön zu fühlen.Ich denke halt das hier das Gefühlsleben und Ansichten zwischen den unterschiedlichen Mitgliedern im Forum auch anders ist.
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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 24 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Dieser "Passing Quatsch" dient meinem persönlichen Wohlbefinden. Kelly hat es sehr schön beschrieben.

LG
Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

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Re: wir sind schon etwas selbst Schuld...

Post 25 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Das sehe ich genauso wie Michelle und Kelly. Wenn man schon als Frau überall akzeptiert und anerkannt (und nicht nur geduldet) wird, gehört, so finde ich es, auch ein dementsprechendes Passing. Meinetwegen kann jede machen was sie will, sich dementsprechend kleiden, sich verhalten wie sie will usw.
Dann braucht sie sich auch nicht darüber zu wundern, gar zu beschweren, wie die Mitmenschen auf sie reagieren.
lg Christina
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