Wasser trinkt der Vierbeiner,
der Mensch, der findet Bier feiner.
(H.Erhardt)
noch besser als das Bier schmeckt fein,
aus dem Dubbeschoppe, ein Glas Wein ...
(ich)
Schön, dass Ihr wieder zum Thema gefunden habt. Ob berechtigt oder nicht, die Sticheleien sind aus meiner Perspektive nicht schön.
Zum Thema: Ich habe von mir den Eindruck, dass der Blick in den letzten Jahren bei mir ganz stark rückwärts gewandt war. Es war so eine Art Bestandsaufnahme. Was ist gut gelaufen, was weniger. In der jeweiligen Situation habe ich sicher das gemacht, was möglich war. Aus heutiger Sicht wird immer klarer, dass es keine zweite Chance gibt. Natürlich weiß man das, aber ich spüre es heute um so stärker. Meine Konsequenz ist aber nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern die Frage, was will ich mit meinem Leben noch anfangen. Irgendwie schien alles abgehakt zu sein. Wirtschaftlich in trockenen Tüchern, mit dem neuen Haus wohnen wir auch schön, beruflich ist soweit alles ok, aber es gibt keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten mehr (habe auch keine Lust dazu).
Was bleibt für die Zukunft ? Einfach weiter leben und das Erreichte genießen ?
Schon, aber ich bin immer ein unruhiger Geist gewesen und damit kann ich auch nicht aufhören. In meinem Leben gibt eigentlich nur noch eins, was mich gedanklich bewegt: Das rätselhafte Nebeneinander von Mann und Frau in mir. Aber auch das scheint sich für mich in eine neue Phase zu begeben. Warum nicht das Rätselhafte einfach so stehen lassen und so annehmen ? Gestern höre ich in einem Beitrag im DLF über 2001, Odyssee im Weltraum einen interessanten Satz. Sinngemäß heißt es dort, dass im Rätselhaften der Sinn des Lebens liege. Was hätten wir davon, wenn wir alles wüssten ?
Ich merke immer mehr, dass die Beschäftigung mit der Wissenschaft zwar sehr interessant ist, aber sie ist erstens sehr träge und zweitens verbraucht sie soviel Aufmerksamkeit, dass viele Wahrnehmungen auf der Strecke bleiben. Ich beobachte das bei vielen Menschen in meiner Umgebung, die stark fixiert sind auf das "Erklärliche". Alles muss Erklärbar sein und was nicht erklärbar ist, geht in Richtung Hokuspokus, Einbildung etc. Ich denke, unser "Geist" ist zu ganz anderen Dingen fähig. Es wird nur häufig beiseite geschoben oder ignoriert.
Meine Sichtweise auf Trans ging auch in die Richtung. Durch die Konzentration auf die Erklärung des Phänomens ist für mich völlig untergegangen, dass das ja auch eine ganz andere Dimension hat. Erst der "Kulturfred" (
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 03#p208503) hat mir die Augen für Dinge geöffnet, die eigentlich schon längst klar waren. Ich habe das Thema nun auf eine andere Ebene verlagert. Ich suche nicht mehr Ursachen, sondern ich frage mich, was ich mit meiner Gabe anstellen möchte. Das Weibliche in Form von Kleidung, Habitus etc. nach außen zu kehren, gibt mir zwar innere Ruhe, aber ich glaube, damit kann ich noch mehr anfangen, habe aber noch keine Ahnung was. Ich habe das Gefühl, mich auf das Weibliche einzulassen, wird mir helfen, eine ganz andere Sicht auf die Welt zu bekommen.