Lesbische (Un)Sichtbarkeit - # 2
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Anne-Mette
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Re: Lesbische (Un)Sichtbarkeit
Moin,
zu dem Streit bekam ich gestern eine Mitteilung - und einen Link zu einem TAGESSPIEGEL-Artikel:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/quee ... 57970.html
Gruß
Anne-Mette
zu dem Streit bekam ich gestern eine Mitteilung - und einen Link zu einem TAGESSPIEGEL-Artikel:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/quee ... 57970.html
Gruß
Anne-Mette
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Lea92
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Re: Lesbische (Un)Sichtbarkeit
Das ist die Erfahrung, die ich auch immer wieder mache, allerdings muss man, ohne deshalb männerfeindlich zu werden, diesmal "Leute" fast mit "Männer" gleichsetzen. Es sind überwiegend Männer, die diese in meinen Augen höchst merkwürdigen Ansichten haben. Immer wieder bekomme ich mit, dass heterosexuelle Männer Schwule als "Konkurrenz" betrachten. Ich frage mich dabei immer wieder "Konkurrenz wofür?". Konkurrenz um Frauen können sie keine sein. Sie wollen ja keine Frauen. Es kann also nur Konkurrenz um die "wahre Männlichkeit" sein. Dann müssen diejenigen, die das nötig haben, echt eine geringe Meinung von ihrer eigenen Männlichkeit haben. Frauen, die es mit anderen Frauen treiben, scheinen hingegen irgendwie als "geil" zu gelten. Was die Männer dabei vergessen, wie man immer wieder in unmöglichen Flirtversuchen merkt, ist, dass sie bei diesen Frauen niemals landen werden, da Männlichkeit keinerlei Reiz auf sie ausübt.Tatjana_59 hat geschrieben: Di 3. Jul 2018, 08:39 Kurz auf die Beiträge von Svetlana und Michi eingehend, ohne alles rauszuzitieren.
"Die Leute" die Lesben mehr Akzeptanz entgegenbringen wie gegen Schwule gibt es meiner Meinung nach zu hauf.
Einige "Leute" aus meinem Bekanntenkreis teilen sich unabhängig voneinander seltsamerweise eine Meinung bestehend aus mehreren Punkten.
Das weiß ich aus persönlichen Gesprächen.
Lesbe ist OK.
Schwul geht gar nicht.
Lesbe ist schön anzusehen (wenn man sie erkennt?
Schwul ist ekelhaft anzusehen.
Lesbensex stell ich mir toll vor.
Schwulensex ist pervers
Usw usw.
Ich habe eine Schwester die seit nun ich glaub 12/13 Jahren mit einer Frau in lesbischer Lebensgemeinschaft lebt.
Ich habe einen Bruder der damals vor nun auch etwa 12-14 Jahren einen Mann heiratete in Frankfurt, war damals eine der ersten Ehen die in Hessen erlaubt und gemacht wurden.
Wenigstens bin ich "normal" bin einfach nur Transsexuell![]()
LG Tatjana
Etwas anders stellt sich das ganze bei den Frauen dar. Die will ich hier aber nicht unbedingt als etwas besseres darstellen. Oft genug erlebe ich, dass gerade jüngere Frauen und Mädchen schwule Männer irgendwie als süß betrachten und sie anhimmeln und als Instrument zur Entfaltung der eigenen Weiblichkeit nutzen wollen. Lesbische Frauen werden von ihnen nicht unbedingt angefeindet, jedoch werden sie mitunter gezielt ignoriert, was auch eine Form der Ausgrenzung darstellt, aber eine, die anders als das direkte Anfeinden, das schwule Männer durch ihre Geschlechtsgenossen erleben, die Sichtbarkeit eher reduziert als erhöht.
Was bei beiden Geschlechtern vorkommt, ist, dass schwul sein eher als Abstieg wahrgenommen wird, weil sie sich durch ihre Zuneigung zu Männern vom vermeintlich "starken Geschlecht" dem vermeintlich "schwachen" annähern. In meinen Augen völliger Quatsch, ich hab einen schwulen in meinem Freundeskreis und der ist in selbigem gleichzeitig der eindeutig maskulinste Mann, aber diese Sichtweise ist leider recht verbreitet. Lesbisch sein wird hingegen eher als Aufstieg wahrgenommen. Es sind "Powerfrauen", die eher Richtung Mann tendieren. Auch, wenn sie selbst eher feminin sein sollten. Aber es ist zum Beispiel auffällig, dass bei Anne Will ihre Homosexualität eher als Stärke empfunden wird, während Klaus Wowereit bis zum Ende seiner Zeit als Bürgermeister dafür bisweilen verspottet wurde, obwohl sein Outing doch als so "starker Akt" empfunden wurde.
Daher lässt sich schon sagen, dass Lesben gesellschaftlich eher akzeptiert sind als Schwule. Deshalb ist auch irgendwie verständlich, dass letztere lauter um ihre Rechte kämpfen. Aber man darf eben nicht vergessen, dass auch Lesben immer noch oft ausgegrenzt werden. Daher sollte eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewahrt werden. Aktuell ist das so, dass in der Homo-Bewegung zu 90% der Fokus auf Schwulen und nur zu 10% auf Lesben liegt. Wünschenswert wäre ein Verhältnis irgendwo zwischen 70/30 und 60/40.
Körper ganz Mann, Kopf halb Mann, halb Frau, doch auch eine halbe Frau braucht auch Freiheiten und will sich gelegentlich mal zeigen.
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Flodur
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Re: Lesbische (Un)Sichtbarkeit
Das ist so war, dass es schon trivial ist.Lea92 hat geschrieben: Di 3. Jul 2018, 11:30 Was bei beiden Geschlechtern vorkommt, ist, dass schwul sein eher als Abstieg wahrgenommen wird, weil sie sich durch ihre Zuneigung zu Männern vom vermeintlich "starken Geschlecht" dem vermeintlich "schwachen" annähern. [...] Lesbisch sein wird hingegen eher als Aufstieg wahrgenommen. Es sind "Powerfrauen", die eher Richtung Mann tendieren.
"Die Hosen anhaben" = stark und toll
Kleid anziehen = lächerlich verweichlicht
Alles die selbe Scheiße! (Bitte um Verzeihung)
Ja, auch mir kommt es so vor, als würde sich zur Zeit mehr um Schwule "gekümmert".
Adererseits ist das "verständlich", weil aus dem obigen ja hervorgeht, dass Schwule unterdrückt und Lesben emporgehoben werden.
Persönlich habe ich keinerlei Erfahrung, weder wie es S noch L im Alltag geht, kann nicht beurteilen wieviel "Überempfindlichkeit" und wieviel echte Probleme sind.
Und schließlich ist der Streit (Schwulenberatung kritisiert Auszeichnung für Lesben) zwar scheiße aber auch absolut normal:
Alle denken nur an sich - keiner denkt an mich - ich bin der einzige der an mich denkt!
@ Tatjana: Na ihr seid ja mal keine langweilige Familie!
Korrigiert: Autor 2.Zitat - Sorry Lea