Minister streiten über drittes Geschlecht - # 2
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27225
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Moin,
ich denke, wir müssen weg von Zwangszuweisungen; denn da finde ich "anderes" genau so gut oder schlecht wie "weiteres".
Es sollte jedem selbst überlassen werden!
Allerdings frage ich mich weiterhin, wie es "in der Praxis" ausschauen soll, wenn "geschlechtsbezogene Räume" aufgesucht werden.
Gilt da der "Blick zwischen die Beine?"
Vorlegen eines Menstruationskalenders?
MRT vom Hirn?
Samenprobe?
Chromosomenpass?
Gruß
Anne-Mette
ich denke, wir müssen weg von Zwangszuweisungen; denn da finde ich "anderes" genau so gut oder schlecht wie "weiteres".
Es sollte jedem selbst überlassen werden!
Allerdings frage ich mich weiterhin, wie es "in der Praxis" ausschauen soll, wenn "geschlechtsbezogene Räume" aufgesucht werden.
Gilt da der "Blick zwischen die Beine?"
Vorlegen eines Menstruationskalenders?
MRT vom Hirn?
Samenprobe?
Chromosomenpass?
Gruß
Anne-Mette
-
Vincent
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 580
- Registriert: Mi 25. Jul 2012, 16:20
- Geschlecht: enby
- Pronomen: egal
- Wohnort (Name): München
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Was mir bei den ganzen Diskussionen abgeht, ist ich intensiv genug mit den Betroffenen auseinander zu setzten.
Und zwar mit allen, nicht nur mit Menschen die Bei der Geburt ein uneindeutiges biologisches Geschlecht haben, sondern allen Menschen die sich psychisch wie physisch in der traditionellen Geschlechtsaufteilung nicht verorten können.
Es gibt hier jedoch so viele verschiedene Abstufungen, dass es nicht möglich sein wird, jedem gerecht zu werden.
Aus diesem Grund wäre ich dafür, das Geschlecht komplett aus Behördlichem und aus Dokumenten zu tilgen und durch Mensch, Person o.ä. zu ersetzen.
Außer für die immer noch bestehende Wehrpflicht und die Strafbarkeit von Exhibitionismus, jeweils nur für Männer, fällt mir gerade auch keine gesetzliche Ungleichbehandlung der Menschen mehr ein.
Persönlich würde ich mich damit auch am wohlsten fühlen.
btw: wie werden dann eigentlich Personen der künftigen 3. Option in diesen Fällen behandelt?
Und zwar mit allen, nicht nur mit Menschen die Bei der Geburt ein uneindeutiges biologisches Geschlecht haben, sondern allen Menschen die sich psychisch wie physisch in der traditionellen Geschlechtsaufteilung nicht verorten können.
Es gibt hier jedoch so viele verschiedene Abstufungen, dass es nicht möglich sein wird, jedem gerecht zu werden.
Aus diesem Grund wäre ich dafür, das Geschlecht komplett aus Behördlichem und aus Dokumenten zu tilgen und durch Mensch, Person o.ä. zu ersetzen.
Außer für die immer noch bestehende Wehrpflicht und die Strafbarkeit von Exhibitionismus, jeweils nur für Männer, fällt mir gerade auch keine gesetzliche Ungleichbehandlung der Menschen mehr ein.
Persönlich würde ich mich damit auch am wohlsten fühlen.
btw: wie werden dann eigentlich Personen der künftigen 3. Option in diesen Fällen behandelt?
LG
Vincent
Vincent
-
Laura R
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 391
- Registriert: Do 14. Feb 2013, 20:05
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: Sie
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Eine Wehrpflicht haben wir aber nicht mehr.
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
-
Vincent
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 580
- Registriert: Mi 25. Jul 2012, 16:20
- Geschlecht: enby
- Pronomen: egal
- Wohnort (Name): München
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Hallo Laura,
leider stimmt das, was ich geschrieben habe.
Nicht mehr für jeden, einfach so um Krieg zu üben, in Friedenszeiten, aber für den KriegsVerteidigungsfall sind nach wie vor nur die Männer in der Pflicht.
Siehe https://www.gesetze-im-internet.de/wehrpflg/__1.html
LG
Vincent
Vincent
-
Svetlana L
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1517
- Registriert: Sa 7. Mai 2016, 06:47
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Berlin
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Das ist so nicht ganz richtig - die Wehrpflicht in Deutschland ist lediglich ausgesetzt und beschränkt sich aktuell auf den Spannungs- oder Verteidigungsfall.
Upps, Vincent war schneller
Hawadehre
Svetlana
As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
Svetlana
As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
-
Laura R
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 391
- Registriert: Do 14. Feb 2013, 20:05
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: Sie
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
das ist schon Klar und da habt ihr auch Recht, aber in den jetzigen Zeiten muss da keiner mehr hin, obwohl geschadet hat es auch nicht. Kommt hier auch wieder auf die Sichtweise des Betrachters drauf an.
Interessant wäre es aber schon wie die Bundeswehr mit diesem Thema umgeht, da werde ich doch glatt mal nachfragen. Denn dieses Thema haben die garantiert auch inclusive der berüchtigten WC Frage.
Liebe Grüsse Laura
Ps. Ich war 12 Jahre Marinesoldat und immer noch Reservist
Interessant wäre es aber schon wie die Bundeswehr mit diesem Thema umgeht, da werde ich doch glatt mal nachfragen. Denn dieses Thema haben die garantiert auch inclusive der berüchtigten WC Frage.
Liebe Grüsse Laura
Ps. Ich war 12 Jahre Marinesoldat und immer noch Reservist
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 5944
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Hallo Anne-Mette,Anne-Mette hat geschrieben: So 20. Mai 2018, 10:57 Moin,
ich denke, wir müssen weg von Zwangszuweisungen; denn da finde ich "anderes" genau so gut oder schlecht wie "weiteres".
Es sollte jedem selbst überlassen werden!
danke dafür. Zwangszuweisungen sind definitiv ein Problem, weil sie sich gegen den Betroffenen richten.
Ein anderes großes Problem: Ganz gleich wie kleinteilig man Menschen unterscheidet, man wird immer einige Menschen ausschließen. Um so mehr Klein- und Kleinstgruppen also eine individuelle Anerkennung finden, um so belastender wird es für Jene werden, die sich durch die gegebene Einteilung benachteiligt und nicht wahrgenommen fühlen. Zu dieser Einsicht bin ich vor ca. 3 Jahren gelangt. Aber es ist offensichtlich schwer, diese zu vermitteln, wie ich immer wieder feststellen musste. (Leider auch hier.) Wir leben in eine Zeit, in der es völlig normal erscheint, dass der Partikularinteressen höher stehen als gemeinsame Ziele. Anscheinend haben wir schon so viel erreicht, dass der Gemeinsinn verloren geht. (Ich erinnere mich an eine Schlüsselszene in einer ARTE-Doku, wo eine Transsexuelle den Homosexuellen die Leviten liest, dass diese sich nach gemeinsam erkämpften Rechten für Homosexuelle sich von den Transsexuellen abwenden. - So ähnlich fühle ich mich manchmal auch in unserer trans* Community.)
Da sehe ich schon Möglichkeiten. In den mir bekannten Hallenbädern sind (ausschließlich) individuelle Umkleidekabinen vorhanden, durch die man den Badebereich betritt und auch wieder verlässt. Das ist also schon mal kein Problem mehr. Gleiches könnte man mit den Duschräumen machen ... Einzelkabinen für beliebige Geschlechter als Durchgang. Ich weiß auch von Cis-Frauen und Cis-Männern, die sich in Gemeinschaftsduschen überhaupt nicht wohl fühlen. Da wird dann oft auf das Duschen verzichtet, was der Hygiene im Badebereich nicht unbedingt zuträglich ist.Anne-Mette hat geschrieben: So 20. Mai 2018, 10:57 Allerdings frage ich mich weiterhin, wie es "in der Praxis" ausschauen soll, wenn "geschlechtsbezogene Räume" aufgesucht werden.
Gilt da der "Blick zwischen die Beine?"
Vorlegen eines Menstruationskalenders?
MRT vom Hirn?
Samenprobe?
Chromosomenpass?
Und auch die Toilettenfrage könnte man lösen, wenn alles (also auch die Urinale) in Einzelkabinen verlegt wird, und die Kabinen besser abgetrennt sind, so dass niemand Angst haben muss, dass ihn/sie beim Geschäft jemand über die Trennwand oder darunter durch beobachtet. Die Waschbecken sind die gleichen, und es wäre auch kein Mann mit Baby gezwungen, in die "Damentoilette" zu gehen, weil nur dort ein Wickeltisch vorhanden ist.
Gestern erst hatte ich auch ein entsprechendes Erlebnis, was es mit Unisex-Toilette so nicht gegeben hätte ...
Ein Vater will mit seiner kleinen Tochter auf die Toilette, und betritt (seiner Konditionierung folgend) jene für die Herren zugedachte. Beim Eintreten fängt die Kleine wie am Spieß an zu schreien ... keine Verrichtung der Notdurft möglich. Also sind sie wieder raus, und er hat wohl erst mal seine Frau auf dem weitläufigen Areal suchen müssen, die dann mit der Kleinen zur Damentoilette geht, während sich das Mädchen fast in die Hose macht.
Da wollen wir doch immer, dass sich Väter mehr um ihre Kinder kümmern, und auch die Väter wollen es ganz offensichtlich. Aber dann werden ihnen solche Steine in den Weg gelegt. Das müsste echt nicht sein.
Ich finde, das wäre doch ein zusätzlicher Punkt, den man noch pro "eine Toilette für alle" anbringen könnte.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
-
Laura R
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 391
- Registriert: Do 14. Feb 2013, 20:05
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: Sie
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Hallo,
die Ansätze sind schon gut und wenn man will geht vieles, leider spielen hier auch die Mehrkosten eventuell eine Rolle, zumindest beim Umbau von vorhandenen Anlagen. Bei einer Neuplanung könnte das miteinfliessen, könnte. Beim Neubau von Industriegebäuden ist es wieder da was der Gesetzgeber sagt: WC und Duschen für Männer und Frauen, nix mit unisex. Da ist Arbeitsstätten VO schon gar nicht flexibel. Da sind so viele Punkte die im Vorfeld geregelt werden müssen. Können kann man schon, nur dürfen darf man nicht.
Wie das in öffentlichen Einrichtungen aussieht müsste ich nachlesen um hier nichts falsches zu sagen. Wenn Interesse besteht mache ich das gerne mal.
Liebe Grüße
Laura
die Ansätze sind schon gut und wenn man will geht vieles, leider spielen hier auch die Mehrkosten eventuell eine Rolle, zumindest beim Umbau von vorhandenen Anlagen. Bei einer Neuplanung könnte das miteinfliessen, könnte. Beim Neubau von Industriegebäuden ist es wieder da was der Gesetzgeber sagt: WC und Duschen für Männer und Frauen, nix mit unisex. Da ist Arbeitsstätten VO schon gar nicht flexibel. Da sind so viele Punkte die im Vorfeld geregelt werden müssen. Können kann man schon, nur dürfen darf man nicht.
Wie das in öffentlichen Einrichtungen aussieht müsste ich nachlesen um hier nichts falsches zu sagen. Wenn Interesse besteht mache ich das gerne mal.
Liebe Grüße
Laura
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 5944
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Hallo Laura,
das ist genau der Punkt, dass niemand den Anfang machen will, die Auflösung anzugehen. Immer wird nur darauf verwiesen, warum es nicht gehen kann. Dabei denke ich, dass es ein Anfang wäre, wenn man nur die Möglichkeit einräumen würde. Die Bauherren und -damen wären sicherlich kreativ beim Finden von baulichen Lösungen, wenn sich durch die gestattete Zusammenlegung Einsparmöglichkeiten ergeben, zumal die Anzahl an Toiletten in Summe wohl geringer ausfallen könnte, als bei getrennten Bereichen. Davon abgesehen kenne ich Firmen, wo die Etagentoilette im Verwaltungsbereich (offensichtlich entgegen der Arbeitsstätten-VO) gemeinschaftlich benutzt wird.
Ich denke, man muss es nur wollen wollen.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27225
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Moin,
der TAGESSPIEGEL: https://www.tagesspiegel.de/berlin/quee ... 86068.html
Die Pressetexte gleichen sich ziemlich.
Gruß
Anne-Mette
der TAGESSPIEGEL: https://www.tagesspiegel.de/berlin/quee ... 86068.html
Die Pressetexte gleichen sich ziemlich.
Gruß
Anne-Mette
-
Jaddy
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3998
- Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
- Geschlecht: a_binär / a_gender
- Pronomen: en/en/ens
- Wohnort (Name): nahe Bremen
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Minister streiten über drittes Geschlecht
Der Grund dafür steht am Ende des Artikels: "(dpa)". Keine Zeit in den Redaktionen, so ein Randthema groß zu beschreiben.