Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
-
Lea92
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 251
- Registriert: Di 13. Sep 2016, 21:20
- Geschlecht: beide
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
Vorab: Dies wird keine Fortsetzungsgeschichte. Es ist ein gedanklicher Spaaziergang, der in kein anderes Unterforum passt, weil es ein Stück weit ein Bericht ist.
Also wer bin ich? Das wissen denk ich inzwischen recht viele hier ganz gut. Ich bin ein Mensch, den viele hier vermutlich als "Nonbinär" einordnen würden, der mit dem Begriff aber nicht wirklich glücklich ist. Nonbinär klingt für mich immer so nach "außerhalb des bisherigen Geschlechterkonstrukts". Aber ich bin nicht außerhalb. Ich bin einfach nur nicht schwarz oder weiß, sondern mittelgrau. In meinem Kopf findet mal ebenso viel von einer Frau, wie von einem Mann.
Und hier soll die Einleitung enden und der eigentliche Bericht beginnen. Wie stehe ich zu mir? Wie stehe ich zu mir als Mann, wie zu mir als Frau, wie zu mir als beides? Kann man scharf trennen, oder muss man damit leben, dass der eine Teil ohne den anderen nicht existent wäre? Nun denn: Meine Selbstwahrnehmung hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach geändert. Allerdings ist sie seit ich angefangen habe, meine weibliche Seite auch aktiv auszuleben, nahezu komplett konstant geblieben. Vorher geisterte mal der Begriff Bigender in meinem Kopf herum. Mal bin ich nur Mann, mal nur Frau, mal dazwischen. Doch dann hab ich gemerkt, dass diese "nur Frau" Phasen eigentlich immer gezielt forciert waren. Ich wollte mich nur als Frau fühlen und tat das dann auch. Die "nur Mann" Phasen existieren freilich noch immer und haben einen anderen Grund. Ich bin als Junge bzw. Mann aufgewachsen und sozialisiert worden. Wenn ich unter Stress stehe oder mich auf etwas konzentrieren muss, läuft in meinem Kopf das "Standardprogramm Mann" ab. Ich hab keine Zeit, darüber nachzudenken, wer ich bin, mir wurde gesagt, ich sei ein Mann und da es zwar unvollständig, aber nicht falsch ist, wehre ich mich auch nicht dagegen. Folglich rückt Lea in den Phasen in den Hintergrund. In allen anderen Momenten sind immer beide da. Mein weibliches und mein männliches Ich helfen einander, vermischen sich, sind aber in manchen Punkten auch klar abgrenzbar.
Und nun wird es eigenartig: Ich fühle mich eindeutig beiden Geschlechtern zugehörig, fühle mich als Mann ebenso wohl, wie als Frau, würde niemals dauerhaft nur eines von beiden sein wollen. Und dennoch hab ich einen Favoriten. And the winner is: Lea! Ich liebe meine weibliche Seite einfach. Ich bin beides gerne, aber mögen tu ich mein weibliches Ich lieber. Vielleicht spielt da auch ein Aspekt des Crossdressings eine Rolle, der mir nur dank meiner Psychologin wirklich klar ist: Ich nutze das Crossdressing zwar zu 95%, um meiner weiblichen Hälfte Ausdruck zu verleihen, aber es hilft mir auch, mit meinen Problemen des Alltags zurecht zu kommen, davon abzuschalten. Die Öffentlichkeit kennt mich nur als Mann. In meinem Freundeskreis bin ich zwar geoutet, aber alle anderen wissen nichts davon, dass da auch noch eine Frau in mir ist. Somit sind auch sämtliche Probleme, die ich mit Menschen außerhalb meines Freundeskreises hab, ausschließlich mit dem männlichen Geschlecht verknüpft. Und tatsächlich: Kaum trage ich Frauensachen, sind diese Probleme zwar nicht weg, aber sie rücken in eine eigenartige Ferne, gehen mir nicht mehr so nahe.
Daher: Ich fühle mich in beiden Geschlechtern wohl, bin gerne sowohl Mann, als auch Frau, aber lieber bin ich schon eine Frau.
Also wer bin ich? Das wissen denk ich inzwischen recht viele hier ganz gut. Ich bin ein Mensch, den viele hier vermutlich als "Nonbinär" einordnen würden, der mit dem Begriff aber nicht wirklich glücklich ist. Nonbinär klingt für mich immer so nach "außerhalb des bisherigen Geschlechterkonstrukts". Aber ich bin nicht außerhalb. Ich bin einfach nur nicht schwarz oder weiß, sondern mittelgrau. In meinem Kopf findet mal ebenso viel von einer Frau, wie von einem Mann.
Und hier soll die Einleitung enden und der eigentliche Bericht beginnen. Wie stehe ich zu mir? Wie stehe ich zu mir als Mann, wie zu mir als Frau, wie zu mir als beides? Kann man scharf trennen, oder muss man damit leben, dass der eine Teil ohne den anderen nicht existent wäre? Nun denn: Meine Selbstwahrnehmung hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach geändert. Allerdings ist sie seit ich angefangen habe, meine weibliche Seite auch aktiv auszuleben, nahezu komplett konstant geblieben. Vorher geisterte mal der Begriff Bigender in meinem Kopf herum. Mal bin ich nur Mann, mal nur Frau, mal dazwischen. Doch dann hab ich gemerkt, dass diese "nur Frau" Phasen eigentlich immer gezielt forciert waren. Ich wollte mich nur als Frau fühlen und tat das dann auch. Die "nur Mann" Phasen existieren freilich noch immer und haben einen anderen Grund. Ich bin als Junge bzw. Mann aufgewachsen und sozialisiert worden. Wenn ich unter Stress stehe oder mich auf etwas konzentrieren muss, läuft in meinem Kopf das "Standardprogramm Mann" ab. Ich hab keine Zeit, darüber nachzudenken, wer ich bin, mir wurde gesagt, ich sei ein Mann und da es zwar unvollständig, aber nicht falsch ist, wehre ich mich auch nicht dagegen. Folglich rückt Lea in den Phasen in den Hintergrund. In allen anderen Momenten sind immer beide da. Mein weibliches und mein männliches Ich helfen einander, vermischen sich, sind aber in manchen Punkten auch klar abgrenzbar.
Und nun wird es eigenartig: Ich fühle mich eindeutig beiden Geschlechtern zugehörig, fühle mich als Mann ebenso wohl, wie als Frau, würde niemals dauerhaft nur eines von beiden sein wollen. Und dennoch hab ich einen Favoriten. And the winner is: Lea! Ich liebe meine weibliche Seite einfach. Ich bin beides gerne, aber mögen tu ich mein weibliches Ich lieber. Vielleicht spielt da auch ein Aspekt des Crossdressings eine Rolle, der mir nur dank meiner Psychologin wirklich klar ist: Ich nutze das Crossdressing zwar zu 95%, um meiner weiblichen Hälfte Ausdruck zu verleihen, aber es hilft mir auch, mit meinen Problemen des Alltags zurecht zu kommen, davon abzuschalten. Die Öffentlichkeit kennt mich nur als Mann. In meinem Freundeskreis bin ich zwar geoutet, aber alle anderen wissen nichts davon, dass da auch noch eine Frau in mir ist. Somit sind auch sämtliche Probleme, die ich mit Menschen außerhalb meines Freundeskreises hab, ausschließlich mit dem männlichen Geschlecht verknüpft. Und tatsächlich: Kaum trage ich Frauensachen, sind diese Probleme zwar nicht weg, aber sie rücken in eine eigenartige Ferne, gehen mir nicht mehr so nahe.
Daher: Ich fühle mich in beiden Geschlechtern wohl, bin gerne sowohl Mann, als auch Frau, aber lieber bin ich schon eine Frau.
Körper ganz Mann, Kopf halb Mann, halb Frau, doch auch eine halbe Frau braucht auch Freiheiten und will sich gelegentlich mal zeigen.
-
Jaddy
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3998
- Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
- Geschlecht: a_binär / a_gender
- Pronomen: en/en/ens
- Wohnort (Name): nahe Bremen
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
Bi-gender ist doch prima. Schön, dass Du Deine Heimat gefunden hast (mir hat das viel gegeben, eine Insel für mich im Ozean zwischen den konventionellen Geschlechterkontinenten zu haben). Ich denke, bei der Begriffs-Philosophiererei wäre Bi-Gender ein Teil von Genderfluid, wenn Du da mal näher gucken möchtest. Du bist auf jeden Fall nicht alleine mit der Identität.
-
Maria T
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 167
- Registriert: Do 14. Sep 2017, 19:35
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Frankenblick
- Kontaktdaten:
Re: Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
Hallo lea,
Kommt bekannt mir vor.
Bei Problemen und stress kommt meine weibliche Seite eher zum tragen, da kann ich alles irgendwie besser aushalten.
Ansonsten ähnlich wie bei dir, es leben beide seiten miteinander und ich kann gut mit beiden umgehen.
LG Maria
Kommt bekannt mir vor.
Bei Problemen und stress kommt meine weibliche Seite eher zum tragen, da kann ich alles irgendwie besser aushalten.
Ansonsten ähnlich wie bei dir, es leben beide seiten miteinander und ich kann gut mit beiden umgehen.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.
-
Jenina
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 751
- Registriert: Sa 26. Aug 2017, 10:45
- Geschlecht: männlich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Jena
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
Liebe Lea,
mit dieser Beschreibung Deines Ich bist Du wahrlich nicht allein. Ich fühle und denke ganz genauso, Wort für Wort.
Der Ausdruck Bigender als positive Bezeichnung oder non-binary als ausschließende Bezeichnunge gefallen mir aber ganz gut. Mit den Bezeichnungen habe ich es sowieso nicht mehr so eng. Auch weil ich mich oft als Transvestit bezeichne, was es eigentlich nicht ganz trifft, aber zur Erklärung manchmal einfacher ist weil der Begriff schon alt und so schön negativ belastet ist. Denn eigentlich ist die Schublade nicht wichtig.
Wichtig ist unser eigenes Wohlbefinden, worin das unserer Nächsten - sei es Familie oder enge Freunde - eingeschlossen ist. Und das man nach so vielen Jahren endlich angekommen ist in einem halbwegs stabilen Zustand. Ich kann das von mir sagen und bei Dir, liebe Lea, scheint das auch so zu sein - jedenfalls wünsche ich Dir alles Gute dafür. Und was die größere Sehnsucht nach der weiblichen Seite anbelangt: das scheint mir einfach die Tatsache zu sein, dass sie eben seltener zur Tat kommt. Das macht es aber auch schön, denn man freut sich dann mehr auf und über eine genutzte Gelegenheit.
Jenina
mit dieser Beschreibung Deines Ich bist Du wahrlich nicht allein. Ich fühle und denke ganz genauso, Wort für Wort.
Der Ausdruck Bigender als positive Bezeichnung oder non-binary als ausschließende Bezeichnunge gefallen mir aber ganz gut. Mit den Bezeichnungen habe ich es sowieso nicht mehr so eng. Auch weil ich mich oft als Transvestit bezeichne, was es eigentlich nicht ganz trifft, aber zur Erklärung manchmal einfacher ist weil der Begriff schon alt und so schön negativ belastet ist. Denn eigentlich ist die Schublade nicht wichtig.
Wichtig ist unser eigenes Wohlbefinden, worin das unserer Nächsten - sei es Familie oder enge Freunde - eingeschlossen ist. Und das man nach so vielen Jahren endlich angekommen ist in einem halbwegs stabilen Zustand. Ich kann das von mir sagen und bei Dir, liebe Lea, scheint das auch so zu sein - jedenfalls wünsche ich Dir alles Gute dafür. Und was die größere Sehnsucht nach der weiblichen Seite anbelangt: das scheint mir einfach die Tatsache zu sein, dass sie eben seltener zur Tat kommt. Das macht es aber auch schön, denn man freut sich dann mehr auf und über eine genutzte Gelegenheit.
Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!
-
Lea92
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 251
- Registriert: Di 13. Sep 2016, 21:20
- Geschlecht: beide
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Re: Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
@Jaddy: heute benutze ich den Begriff Bigender eigentlich gar nicht mehr. Aber ich brauche gar nicht so dringend einen wirklichen Namen dafür. Ich sag einfach "ich bin eine halbe Frau" und in der Regel verstehen mich dann alle.
Körper ganz Mann, Kopf halb Mann, halb Frau, doch auch eine halbe Frau braucht auch Freiheiten und will sich gelegentlich mal zeigen.
-
Laila-Sarah
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3296
- Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
- Geschlecht: TG
- Pronomen: kontextuell bitte
- Kontaktdaten:
Re: Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
Hallo Lea92,
Nimm doch bitte ein wenig Zeit und mache dieses Gedankenexperiment um dein Geschlecht zu identifizieren:
Stell dir dich in einer Welt vor wo du immer gleich akzeptiert wirst egal wie du dich aufführst oder kleidest. Daher wenn du z.B. weibliche Verhaltensmuster als Junge zeigst werden die Menschen dich nicht richten sondern dir gegenüber sich genau so verhalten wie immer. Egal wie du dich benimmst oder kleidest werden dich Personen an denen du sexuell interessiert bist nicht abweisen. Deine Karriere und Sozialstaus wird von Garderobe und Verhaltensmuster unberührt bleiben.
Stell dir jetzt vor du würdest jetzt in diese Welt geboren werden und dort aufwachsen. Was für eine Person wärst du jetzt unter diesen Umständen? Würdest du dich strikt männlich fühlen, weil die Leute dich nicht an deiner Kleidung richten und als "normalen" Mann wahrnehmen? Oder gar dich ganz weiblich fühlen, weil du nie den sozialen Druck verspürst die weibliche Seite zu unterdrücken? Oder gar eine Mischung der beiden Geschlechter und somit als Bi-Gender?
Was meinst du ? Als das was bei diesem Experiment rauskommt solltest du dich ab jetzt betrachten
VlG
Nimm doch bitte ein wenig Zeit und mache dieses Gedankenexperiment um dein Geschlecht zu identifizieren:
Stell dir dich in einer Welt vor wo du immer gleich akzeptiert wirst egal wie du dich aufführst oder kleidest. Daher wenn du z.B. weibliche Verhaltensmuster als Junge zeigst werden die Menschen dich nicht richten sondern dir gegenüber sich genau so verhalten wie immer. Egal wie du dich benimmst oder kleidest werden dich Personen an denen du sexuell interessiert bist nicht abweisen. Deine Karriere und Sozialstaus wird von Garderobe und Verhaltensmuster unberührt bleiben.
Stell dir jetzt vor du würdest jetzt in diese Welt geboren werden und dort aufwachsen. Was für eine Person wärst du jetzt unter diesen Umständen? Würdest du dich strikt männlich fühlen, weil die Leute dich nicht an deiner Kleidung richten und als "normalen" Mann wahrnehmen? Oder gar dich ganz weiblich fühlen, weil du nie den sozialen Druck verspürst die weibliche Seite zu unterdrücken? Oder gar eine Mischung der beiden Geschlechter und somit als Bi-Gender?
Was meinst du ? Als das was bei diesem Experiment rauskommt solltest du dich ab jetzt betrachten
VlG
The trick is to keep breathing
I have big dreams and a small world in between
I have big dreams and a small world in between
-
Lea92
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 251
- Registriert: Di 13. Sep 2016, 21:20
- Geschlecht: beide
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Re: Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
Ich habe solche Sachen schon oft gemacht. Überlegt, wie es wäre, einfach eine Frau zu sein und all solche Sachen. Ich denke schon, dass mir was fehlen würde. Ja, ich bin eine Frau und das gerne. Aber ich bin auch ein Mann und fühle mich auch in der männlichen Rolle wohl. Ein paar Wochen eine Frau sein mit allem, was dazu gehört, wäre toll. Aber hinterher würde ich auch gerne wieder Mann sein wollen. Zu mir gehört beides.
Körper ganz Mann, Kopf halb Mann, halb Frau, doch auch eine halbe Frau braucht auch Freiheiten und will sich gelegentlich mal zeigen.
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3887
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
Hallo Lea,
ich kenne Deine Beschreibungen auch aus eigenen Erfahrungen. Aber wieso solltest Du mitteilen, wer oder was Du bist ?
Für mich ist es einfacher, und ich glaube für andere mit denen ich spreche auch, wenn ich beschreibe, was ich fühle. Ich denke, das ist ein großer Unterschied, da jede/r eine Vorstellung davon hat, was eine Frau oder ein Mann ist. Das trifft leichter auf Widerstand als die Beschreibung von Gefühlen, die ich ja für mich ganz persönlich erlebe. Die kann mir niemand absprechen. Und letztlich sind meine Gefühle ja auch für mich entscheidend und nicht, in welche Schublade ich mich stecke.
ich kenne Deine Beschreibungen auch aus eigenen Erfahrungen. Aber wieso solltest Du mitteilen, wer oder was Du bist ?
Für mich ist es einfacher, und ich glaube für andere mit denen ich spreche auch, wenn ich beschreibe, was ich fühle. Ich denke, das ist ein großer Unterschied, da jede/r eine Vorstellung davon hat, was eine Frau oder ein Mann ist. Das trifft leichter auf Widerstand als die Beschreibung von Gefühlen, die ich ja für mich ganz persönlich erlebe. Die kann mir niemand absprechen. Und letztlich sind meine Gefühle ja auch für mich entscheidend und nicht, in welche Schublade ich mich stecke.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Lea92
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 251
- Registriert: Di 13. Sep 2016, 21:20
- Geschlecht: beide
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Re: Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
Ich bin das, als was ich mich fühle. Das Geschlecht wird vom Kopf gemacht und nicht vom Körper und schon mal gar nicht von der Gesellschaft.
Körper ganz Mann, Kopf halb Mann, halb Frau, doch auch eine halbe Frau braucht auch Freiheiten und will sich gelegentlich mal zeigen.
-
Denies
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 129
- Registriert: So 14. Aug 2016, 01:50
- Geschlecht: F
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Mettmann
- Kontaktdaten:
Re: Verhältnis zu "meinen Geschlechtern"
Also ich kann zu mir nur sagen, selbst wenn es in der Welt, ganz normal wäre mit dem geschlechtsmerkmal Mann geboren zu werden, aber sich wie eine Frau zu fühlen, alle Menschen auf der Welt, dieses 100 % akzeptieren würden, ja und selbst wenn es etwas Besonderes wäre (so wie einst bei den Indianer) ich würde mich nach meinem jetzigen Empfinden immer noch falsch fühlen, die Welt wäre für mich erst ganz in Ordnung, wenn ich einen Biologisch weiblichen Körper hätte, den Weg den ich jetzt gehe ist für mich ein Kompromiss, mit dem ich Leben werde.
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber hin und wieder ist da ein Gefühl da, als hätte ich schon mal als Frau gelebt, vieles kommt mir bekannt und vertraut vor.
Auch wenn wir alle weiblichen und männlichen Anteile in uns haben, aber von meinem Wesen fühle ich mich als Frau und würde gerne, wie mir gestern wieder bewusst geworden ist, schon gerne ein "normales Leben" leben, bzw. in meiner Vergangenheit gelebt haben.
Sprich einen liebevollen Mann, Kinder, eine intakte Familie usw. haben.
Aber zum einen haben Männer bis dato keine Anziehung auf mich, zum anderen könnte ich mir ein Leben ohne Ulla nicht mehr vorstellen, es bereichert mich so sehr, bzw. wir uns gegenseitig.
Es ist nicht so dass ich nicht glücklich, zufrieden und in Dankbarkeit lebe, aber es ist trotzdem so ein Gefühl des nicht vollkommen seins da.
Dass es der Seele egal ist, bzw. sie keinen Geschlechtsunterschied kennt, mag sein, aber wir sind nun mal Körper und Seele.
Mir ist auch bewusst, wäre ich als Biologische Frau geboren worden, dass vielleicht mein Leben in einer eher oberflächigen Normalität gelebt hätte, mir vieles was mir heute bewusst ist, wie z.B. meine Weiblichkeit und dieses evtl. gar nicht so zu schätzen gelernt hätte und meine zusätzliche Entwicklung, die ich durch die Transition erlebe nie stattgefunden hätte.
Und hätte ich Gefühlsmäßig so ein weites Spektrum erlebt?
Würde ich, wir hier doch mit manschen Menschen so einen doch tieferen Austausch haben, eine Welt erleben die nicht nur schwarz weis ist, sondern die Welt der Menschen wie die Natur in einer Vielfalt erleben, die vielleicht vielen verborgen bleibt
Von daher hat alles mal wieder zwei Seiten.
Liebe Grüße
Eure Denies
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber hin und wieder ist da ein Gefühl da, als hätte ich schon mal als Frau gelebt, vieles kommt mir bekannt und vertraut vor.
Auch wenn wir alle weiblichen und männlichen Anteile in uns haben, aber von meinem Wesen fühle ich mich als Frau und würde gerne, wie mir gestern wieder bewusst geworden ist, schon gerne ein "normales Leben" leben, bzw. in meiner Vergangenheit gelebt haben.
Sprich einen liebevollen Mann, Kinder, eine intakte Familie usw. haben.
Aber zum einen haben Männer bis dato keine Anziehung auf mich, zum anderen könnte ich mir ein Leben ohne Ulla nicht mehr vorstellen, es bereichert mich so sehr, bzw. wir uns gegenseitig.
Es ist nicht so dass ich nicht glücklich, zufrieden und in Dankbarkeit lebe, aber es ist trotzdem so ein Gefühl des nicht vollkommen seins da.
Dass es der Seele egal ist, bzw. sie keinen Geschlechtsunterschied kennt, mag sein, aber wir sind nun mal Körper und Seele.
Mir ist auch bewusst, wäre ich als Biologische Frau geboren worden, dass vielleicht mein Leben in einer eher oberflächigen Normalität gelebt hätte, mir vieles was mir heute bewusst ist, wie z.B. meine Weiblichkeit und dieses evtl. gar nicht so zu schätzen gelernt hätte und meine zusätzliche Entwicklung, die ich durch die Transition erlebe nie stattgefunden hätte.
Und hätte ich Gefühlsmäßig so ein weites Spektrum erlebt?
Würde ich, wir hier doch mit manschen Menschen so einen doch tieferen Austausch haben, eine Welt erleben die nicht nur schwarz weis ist, sondern die Welt der Menschen wie die Natur in einer Vielfalt erleben, die vielleicht vielen verborgen bleibt
Von daher hat alles mal wieder zwei Seiten.
Liebe Grüße
Eure Denies
Lebe dein wahres Leben, sonst lebst du das Leben, wie andere dich haben wollen.