Vorab:
Ich weiß, dass der Artikel wahrscheinlich eher aus der Warte eines aufgeschlossenen Laien geschrieben ist. Und ebenso wäre noch zu klären, was die Soziologin wirklich gesagt hat.
Wenn ein Kind auf die Welt kommt, ist es einfach nur ein Kind. "Wir werden nicht zweigeschlechtlich geboren", sagt die bekannte amerikanische Soziologin Carol Hagemann-White. Eine Geschlechtsidentität entwickle sich, indem wir uns mit unserem Umfeld auseinandersetzen, meint sie.
Aber der zitierte Teil bietet ordentlich Zündstoff, lädt er doch geradezu ein, Transidentität als ein Erziehungsproblem einzustufen.
Das halte ich für sehr gefährlich!
Vielmehr müsste dort stehen, dass die Geschlechterrollen (Junge=wild,hart, ... und Mädchen=sanft,lieb, ...) nicht angeboren sind, sondern sich durch die Auseinandersetzung mit dem Umfeld entwickeln, in dem sie vorgelebt werden, Verhalten belohnt oder abgelehnt wird, also auf unterschiedlichen Wegen anerzogen werden.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.