Gewalt und Geschlecht
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Andrea aus Sachsen
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Gewalt und Geschlecht

Post 1 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
So jedenfalls nennt sich eine Sonderausstellung, die vom 27.4. bis 30.10.2018 im Militärhistorischen Museum in Dresden zu sehen ist: https://www.mhmbw.de/sonderausstellungen/gug
Ich hoffe mal, dass ich in dieser Zeit eine Gelegenheit finde, da mal reinzuschauen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Karla
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 2 im Thema

Beitrag von Karla »

Danke für die Info -interessantes Thema - wenn auch Ort der Veranstaltung weit weg!
Srebrenica - ich kann es heute noch nicht fassen, daß die Welt/UN,... dies zugelassen hat!
Und in Syrien beteiligt sich der NATO-Partner Türkei am Krieg gegen die Zivilbevölkerung!
..ich war selbst vor vielen Jahren Fallschirmjäger... ...und Richtschütze Milan!
LG Elly
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Michi
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 3 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Andrea,

danke für die Information.

Die Ankündigung liest sich vielversprechend, und nicht so als ob da in erster Linie Geschlechterklischees bedient werden.

Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 4 im Thema

Beitrag von conny »

@Elizabeth,
was hat das mit dem Thema hier zu tun?
Karla
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 5 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe Conny, Delfi & all:
Das, was zwischen den Zeilen steht, müßt Ihr Euch halt selbst dazu denken!
(Deutsche Panzer im Einsatz gegen Kurden..., und es gibt noch einiges mehr, was zum Himmel stinkt!)
Delfinium hat geschrieben: Do 26. Apr 2018, 20:29
conny hat geschrieben: Do 26. Apr 2018, 20:24 @Elizabeth,
was hat das mit dem Thema hier zu tun?
Garnichts. :lol:

Ich sag schon seit Wochen hier ist was faul :mrgreen:

LG Elly
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 6 im Thema

Beitrag von conny »

Ich wiederhole
conny hat geschrieben: Do 26. Apr 2018, 20:24 @Elizabeth,
was hat das mit dem Thema hier zu tun?
Ich zitiere aus der Beschreibung zur Ausstellung die hier Thema ist:

Sind Gewalttätigkeit und Gewaltfähigkeit eine Frage des Geschlechts? Ist "weiblich" das Pendant zu "schwach", "männlich" das Pendant zu "soldatisch"? Oder ist das, was als typisch männliches und weibliches (Gewalt-)Verhalten gilt, die Folge von gesellschaftlichen Regeln und Traditionen, die folglich auch veränderbar sind?
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 7 im Thema

Beitrag von Karla »

In Syrien,... toben sich derzeit männliche "Alpha-Tiere" wie Putin, Erdogan,.. aus - und leider guckt die Welt meist zu, statt den Verantwortlichen auf die Finger zu hauen!
Wie Frauen darin verwickelt sind, weiß ich nicht.Vielleicht liefert die Ausstellung dazu weitere Erkenntnisse.
LG Elly
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 8 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Liebe Elli,
Elizabeth hat geschrieben: Do 26. Apr 2018, 23:44 In Syrien,... toben sich derzeit männliche "Alpha-Tiere" wie Putin, Erdogan,.. aus - und leider guckt die Welt meist zu, statt den Verantwortlichen auf die Finger zu hauen!
Wie Frauen darin verwickelt sind, weiß ich nicht.Vielleicht liefert die Ausstellung dazu weitere Erkenntnisse.
LG Elly
Ich bin auch kein Fan von Valadi-Puti und Erdi, aber deine Sicht der Dinge ist mir zu plakativ und comichaft. Was die Us-Cowboys im Nahen-Osten alles an Ländern anfallen und "demokratisieren" fällt offensichtlich unter "gut" bei dir und nicht etwa Angriffs- und Resourcenkrieg. Die zig zehntausende zivilen Opfer und das Zerstören jeglicher Infrastruktur dieser Länder ist wohl ein nötiges Opfer. Und unsere Freunde aus FR haben ja ganz kürzlich Libien befreit - nun ja - von den Libiern. So wie es mir scheint gibt es keine "Guten" sondern nationale Interessen und sehr viele "Bösen". Zumahl wenn man bedenkt das die ganzen Terror-Organisationen ja auch von den westen installiert worden sind. Ach ja, wenn man Waffen und Panzer verkauft werden diese meistens doch gegen Menschen eingesetzt und nicht in Militärparaden und in Waffen verkaufen sind wir hier in DE ganz große Weltmeister. Vielleicht solltest du ja in dein Club der männliche "Alpha-Tiere" Trump, Macron, die teflon Merkel und die Frau May mit aufnehmen ? Nur so als Tipp ;)

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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 9 im Thema

Beitrag von Karla »

Du hast schon recht, die Aufzählung war unvollständig, deswegen die Punkte "..."
LG Elly
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Karla
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 10 im Thema

Beitrag von Karla »

Elizabeth hat geschrieben: Fr 27. Apr 2018, 00:45 Du hast schon recht, die Aufzählung war unvollständig, deswegen die Punkte "..."
die deutschen Panzer hatte ich schon erwähnt - daher der Hinweis, daß ich mal gelernt habe so was auf fast 2km Entfernung zu knacken!
LG Elly
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 11 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Sind Gewalttätigkeit und Gewaltfähigkeit eine Frage des Geschlechts? Ist "weiblich" das Pendant zu "schwach", "männlich" das Pendant zu "soldatisch"? Oder ist das, was als typisch männliches und weibliches (Gewalt-)Verhalten gilt, die Folge von gesellschaftlichen Regeln und Traditionen, die folglich auch veränderbar sind?
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Ich finde die Frage hoch spannend und die hat mit dem Thema mehr zu tun, als aktuelle Kriege und Krisen. Dafür kann man ja einen eigenen Fred aufmachen.

Ich denke, es ist wie mit anderen Eigenschaften auch. Gewaltfähigkeit gibt als Anlage in jedem Menschen und sie ist unterschiedlich verteilt. Die Frage ist, wie wird Gewalt definiert ? Es gibt nicht nur physische sondern auch psychische Gewalt.

Inwieweit Menschen gewalttätig werden, hängt sicher von vielen Aspekten ab. Hormone spielen sicher eine Rolle, aber auch soziales Umfeld (damit meine ich vor allen ein liebevolles oder kaltes Milieu) oder die persönliche Situation (z.B. ob sich jemand in die Ecke gedrängt fühlt oder persönliche Verletzungen erfahren hat) eine Rolle. Das Thema wird in vielen Abhandlungen und Studien bearbeitet.

Gewalt oder besser gesagt Aggression hat ja nicht nur eine negative Seite. Es hilft uns ja schon bei den einfascten Tätigkeiten, wie z.B. dem Öffnen eines Marmeladenglases.

Womit es mMn gar nichts zu tun hat, ist die Verbindung von Geschlecht zu "schwach" oder " soldatisch". Das alleine zeigt doch schon eine gesellschaftliche Verknüpfung. Das Gefühl von Schwäche kann mMn sogar ein Auslöser von Gewalt sein. Denn in der Gewalt wird scheinbar die Schwäche überwunden. Viele Attentäter dürften genau dieses Schwächegefühl gehabt haben und durch Gewalt bekommen sie die entsprechende Aufmerksamkeit. Das macht schon jedes Kleinkind so, wenn es die Eltern immer wieder so lange reizt, bis sie reagieren. Auch eine Form von Gewalt.

Man kann sicher festhalten, dass i.d.R. die Formen der Gewalt etwas mit Geschlecht zu tun haben. Physische gewalttäter sind meist Männer, während auf der psyschichen Ebene Frauen eher die Nase vorn haben. Gesellschaftliche Prägungen spielen sicher eine Rolle, aber ich würde auch die persönliche Erfahrung von Frauen, die wissen, dass sie körperlich unterlegen sind, nicht unterschätzen. Das könnte eine Prägung sein, die auch über die Generationen weiter gegeben wird. Mädchen und Frauen wird dies bereits sehr früh gelehrt.

Aber wie gesagt, allgemeine Regeln lassen sich nicht auf Einzelpersonen übertragen. Ich komme diesen Sommer leider nicht nach Dresden, um mir die Ausstellung anzuschauen. Mich würde interessieren, welche Schlussfolgerungen man aus der Beantwortung der Fragestellung zieht. Wie kann man die hinter der Gealt stehenden Aggression nutzen, ohne Schaden anzurichten ? Wie kann der Umgang miteinander friedvoller gestaltet werden. MMn hägen die verschiedenen Ebenen, Famile, soziale Gruppen bis hin zu Beziehungen von Staaten und Staatengruppen eng zusammen. Auf allen Ebenen kommen unterschiedliche Charaktere zum Tragen. Es gibt Situationen, da ist autoritäres Verhalten sinnvoll (z.B. Schiff im Sturm), aber im Miteinander sind andere Qualitäten gefragt. Nützlich sind alle. Ich fürchte jedoch, dass wir zu keinem Ergebnis kommen, wenn es darum geht, festzulegen, was gut und sinnvoll ist und was nicht. Da werden wir alleine auf Grund unserer unterschiedlichen Veranlagungen, Prägungen und Erfahrungen immer zu unterschiedlichen Ergebnissen und damit zu unterschiedlichen Verhaltensweisen, auch in Gewaltfragen, kommen.

Einen anderen Aspekt im Kontext mit Gewalt, ist für mich auch die Frage, warum einzelne Personen sogar sich selber Gewalt antun. Borderline oder Selbstmord ist sich nur ein Extrem. Aber bereits im Kleinen kennt das wahrscheinlich jeder. "Ich schaffe das nicht" oder "Ich kann das nicht" sind schon erste Vorboten, wenn das dazu dient, etwas nicht zu probieren. Die daraus resultieren Ohnmachtsgefühle führen zu Frust und die Gefahr, das sich das in einer Art Kreislauf steigert, wächst. "Ich kann mit meiner Stimme nichts ausrichten" hört man häufiger, wenn es um Wahlen geht. "Die da oben machen was sie wollen." ist der nächste Schritt. Das kann sich zur Politikverdrossenheit bis hin zu einer latenten oder akuten Gewaltbereitschaft steigern. Jüngere Menschen scheinen für physische Gewalt anfälliger zu sein, aber die Älteren sind nicht selten die Brandstifter im Hintergrund.

Noch einen Aspekt erscheint im untätigen Wegschauen zu liegen. "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch ist eine Parabel auf vieles, was in unseren Leben passiert. Dieses "es wird schon nichts passieren" oder "ich halte ich da raus" führt letztlich auch dazu, dass Gewalt ausgeübt wird. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Gewaltfähigkeit und -breitschaft können auch helfen, das weniger Gewalt gegen mich ausgeübt werden. So ist zumindest die These.

Gewalt bedeutet Respektlosigkeit oder anders gesagt, wo Respektlosigkeit herrscht, ist die Gewalt, in welcher Form auch immer, nicht weit. Wer den Anderen respektiert, kann keine Gewalt ausüben. Das hat nichts mit Geschlecht zu tun. Das fängt bei jedem einzelnen an. Respektiere ich nicht mein Trans*-Dasein und kneife, sobald ich mit anderen Menschen zu tun habe, tue ich mir Gewalt an. Wer kennt nicht das Gefühl der Frustration und/oder der Selbstvorwürfe, dass man es wieder nicht geschafft hat ? Ist es nicht zum Aus-der-Haut-fahren ? Ist dieses Gefühl nicht eine Basis von Gewalt ? Wenn ein Staatschef Gegner verschwinden lässt oder einen Krieg anzettelt, ist das nicht Respektlosigkeit ? Dichtes Auffahren, Geschwindigkeitsübertrettungen in Wohngebieten, Herabstufen des Partners, sind das nicht alles Respektlosigkeiten und somit auch Gewalt ?

Ich denke, Gewalt und Respekt sind ein Gegenteilspaar, dass sich gegenseitig ausschließt. Vielleicht kann man es noch radikaler ausdrücken. Es gibt nur Gewalt oder Respekt. Etwas Drittes gibt es nicht, höchstens die Überlebensfrage. Ich töte ein Tier, damit ich nicht verhungere.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Gewalt und Geschlecht

Post 12 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Elizabeth hat geschrieben: Do 26. Apr 2018, 23:44 In Syrien,... toben sich derzeit männliche "Alpha-Tiere" wie Putin, Erdogan,.. aus - und leider guckt die Welt meist zu, statt den Verantwortlichen auf die Finger zu hauen!
Das scheint mir eine etwas einseitige Sicht zu sein:
In Syrien toben sich noch ganz andere aus, der IS, USA, Frankreich, England...
Und Frauen können auch ganz mächtig die Kriegsglocke läuten - siehe Frau May - die jetzt aber recht kleinlaut geworden ist.

Die Geschichte mit den Waffenlieferungen wird immer sehr einseitig gesehen. Liefert der eine nicht, liefert halt der andere. Wenn dann z.B. in Deutschland Arbeitsplätze verloren gehen, Einnahmen ausfallen, dann läßt sich auch ein Sozialstaat immer schlechter finanzieren. Ja, ist blöd, seh' ich auch so, ist aber Realität.
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