hier mal wieder ein Buchtipp:
"Von falschen Körpern und echten Menschen — Transsexualität und die Konstruktion von Geschlecht in einer zweigeschlechtlichen Welt" von Sarah Röhm
Grob gesagt geht es der Autorin um die Macht der binären Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft, die nach ihrer Ansicht so stark ist, dass er (viele) Transsexuelle dazu bringt, ihre Biologie diesen Rollen anzupassen. Man muss dieser Meinung nicht folgen, zum Nachdenken und Überprüfen der eigenen Einstellungen anregen kann sie aber allemal, finde ich. Weiter geht es Sarah Röhm darum zu zeigen, wie die bei den meisten Menschen unbewusst gelebten Geschlechterrollen bei Transsexuellen ins Bewusstsein rücken und den Anpassungsprozess prägen.
"Von falschen Körpern und echten Menschen" ist ein soziologisches, Genderforschungs-geprägtes, eher "kopfiges" als emotionales Fachbuch und von etlichen wissenschaftlichen Begriffen durchzogen, durch die sich die nichtwissenschaftlichen Leser/innen zeitweise ganz schön durchbeißen müssen — am Schluss aber (zumindest aus meiner Sicht) geistig angeregt sind. Das Buch beschreibt viel mehr, als dass es wertet. Detail am Rande: Interessant (und angenehm) finde ich, dass die Autorin bei der Pluralbildung durchweg die weibliche Form verwendet, ganz im Gegensatz zum Duden.
Nähere Infos zu dem handlichen Büchlein gibt es z.B. hier:
http://www.fembooks.de/Sarah-Roehm-Von- ... ichen-Welt
Euch allen eine gute Zeit und liebe Grüße,
Fabiane