Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang? - # 9
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Rose
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Erst einmal liebe Grüße an alle hier.
Aus zeitlichen Gründen lese ich hier mehr.
Das Problem ist oft sobald man es der besseren Hälfte gesagt hat, denkt man es ist raus und jetzt kann ich durchstarten.
Ich habe damals geschrieben das meine Frau sehr konservativ erzogen wurde. Die Eltern sind Beamte und meine Frau arbeitet auch bei der Stadt. Als ich es ihr gesagt hatte ist auch eine Welt zusammen gebrochen. Ich habe damals ich erlich gesagt was ich fühle und denke. Nur eine Frage musste ich Ihr mit der Aussage beantworten " Ich weiß nicht was die Zeit bringt und wo die Reise hingeht". Sie hatte auch Angst das mich jemand sieht und geredet wird. Und so stellten wir gemeinsam Regeln auf. Die habe ich mehr oder weniger eingehalten, auch aus Schutz unserer 6 Jährigen Tochter. Ich war halt nur zu schnell für sie. Zuhause dürfte ich tragen was ich wollte. Eines Tages schminkte ich mich morgens und lackierte mir die Fußnägel. Meine Frau kam aus dem Schlafzimmer sah mich und zack war der Ärger groß. Wir vereinbarten das über alles geredet wird. Das ging auch paar Jahre gut. Seid ca. 1 bemerkte ich das ich oft genervt war. Wenn meine Frau oder meine Tochter sagten das sie sich nicht wohl fühlten, bin ich unter die Decke gegangen. Nur als Beispiel waren noch mehr Dinge. Ich habe sehr lange gebraucht um heraus zu finden wo das Problem ist. Sie sprachen über Gefühle und ihr Wohlsein. Und ich habe funktioniert aber nie gesagt wie ich mich fühle und was ich will. Weil ich immer wusste meine Frau kennt nur Weiß oder Schwarz und nicht Grau. Das habe ich auch oft an Blicke wahr genommen. Nur so kannte es nicht weiter gehen. Vor gut 2 Wochen als unsere Tochter oben bei Oma und Opa war, nahm ich den Mut zusammen und sprach sie an. Ich sagte so Sachen wie: Wir haben das Elternhaus von dir übernommen es ist 110 Jahre alt und wir buttern hier Geld rein ohne Ende. Ich arbeite hier am Haus fast jeden Tag nach Feierabend und sogar am WE. "Wer Eigentum hat und 1400 m2 Grundstück der weiß wovon ich rede"
Und ich sagte das mach ich gerne weil es dein Traum und wünsch ist, das das Haus weiter in der Familie bleibt. Und noch viele andere Dinge. Am Ende vom dem Gespräch, sagte ich nur was ist mit meinen Träumen und wünschen, ob alles nicht ein bisschen egoistisch ist. Ich ermögliche meiner Frau und meinte Tochter jeden Wunsch.
Sie hat mir recht gegeben und will daran arbeiten. Die letzten 2 Wochen waren schon richtig schön. Gab mir Tipps, keine blöden Bemerkungen oder Blicke. Ich hoffe es geht weiter so.
Was ich nur damit sagen möchte. Macht langsam und geht nicht ab wie eine Rakete. Redet über Gefühle. Ihr müsst auch die Partnerin verstehen. Die bleiben oft auf der Strecke, Weil wir denken jetzt ist es raus " Gas geben".
Und redet auch über die Ängste und Sorgen eurer Partnerin, lässt sie nicht im Regen stehen.
Ein bisschen viel Text geworden.
Liebe Grüsse
Rose
Aus zeitlichen Gründen lese ich hier mehr.
Das Problem ist oft sobald man es der besseren Hälfte gesagt hat, denkt man es ist raus und jetzt kann ich durchstarten.
Ich habe damals geschrieben das meine Frau sehr konservativ erzogen wurde. Die Eltern sind Beamte und meine Frau arbeitet auch bei der Stadt. Als ich es ihr gesagt hatte ist auch eine Welt zusammen gebrochen. Ich habe damals ich erlich gesagt was ich fühle und denke. Nur eine Frage musste ich Ihr mit der Aussage beantworten " Ich weiß nicht was die Zeit bringt und wo die Reise hingeht". Sie hatte auch Angst das mich jemand sieht und geredet wird. Und so stellten wir gemeinsam Regeln auf. Die habe ich mehr oder weniger eingehalten, auch aus Schutz unserer 6 Jährigen Tochter. Ich war halt nur zu schnell für sie. Zuhause dürfte ich tragen was ich wollte. Eines Tages schminkte ich mich morgens und lackierte mir die Fußnägel. Meine Frau kam aus dem Schlafzimmer sah mich und zack war der Ärger groß. Wir vereinbarten das über alles geredet wird. Das ging auch paar Jahre gut. Seid ca. 1 bemerkte ich das ich oft genervt war. Wenn meine Frau oder meine Tochter sagten das sie sich nicht wohl fühlten, bin ich unter die Decke gegangen. Nur als Beispiel waren noch mehr Dinge. Ich habe sehr lange gebraucht um heraus zu finden wo das Problem ist. Sie sprachen über Gefühle und ihr Wohlsein. Und ich habe funktioniert aber nie gesagt wie ich mich fühle und was ich will. Weil ich immer wusste meine Frau kennt nur Weiß oder Schwarz und nicht Grau. Das habe ich auch oft an Blicke wahr genommen. Nur so kannte es nicht weiter gehen. Vor gut 2 Wochen als unsere Tochter oben bei Oma und Opa war, nahm ich den Mut zusammen und sprach sie an. Ich sagte so Sachen wie: Wir haben das Elternhaus von dir übernommen es ist 110 Jahre alt und wir buttern hier Geld rein ohne Ende. Ich arbeite hier am Haus fast jeden Tag nach Feierabend und sogar am WE. "Wer Eigentum hat und 1400 m2 Grundstück der weiß wovon ich rede"
Und ich sagte das mach ich gerne weil es dein Traum und wünsch ist, das das Haus weiter in der Familie bleibt. Und noch viele andere Dinge. Am Ende vom dem Gespräch, sagte ich nur was ist mit meinen Träumen und wünschen, ob alles nicht ein bisschen egoistisch ist. Ich ermögliche meiner Frau und meinte Tochter jeden Wunsch.
Sie hat mir recht gegeben und will daran arbeiten. Die letzten 2 Wochen waren schon richtig schön. Gab mir Tipps, keine blöden Bemerkungen oder Blicke. Ich hoffe es geht weiter so.
Was ich nur damit sagen möchte. Macht langsam und geht nicht ab wie eine Rakete. Redet über Gefühle. Ihr müsst auch die Partnerin verstehen. Die bleiben oft auf der Strecke, Weil wir denken jetzt ist es raus " Gas geben".
Und redet auch über die Ängste und Sorgen eurer Partnerin, lässt sie nicht im Regen stehen.
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Liebe Grüsse
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Jeder sollte so leben wie er will.
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Michi
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Hallo Rose,
ich finde nicht, dass du zu viel geschrieben hast. Du hast die Situation bei euch gut wiedergegeben ... wie es begann, die Ängste und Probleme, und schließlich wo ihr heute steht. Sehr gut nachvollziehbar. Du musst keine Bedenken haben, dich hier auch aktiv zu beteiligen.
Liebe Grüße
Michi
ich finde nicht, dass du zu viel geschrieben hast. Du hast die Situation bei euch gut wiedergegeben ... wie es begann, die Ängste und Probleme, und schließlich wo ihr heute steht. Sehr gut nachvollziehbar. Du musst keine Bedenken haben, dich hier auch aktiv zu beteiligen.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Drachenfrau
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Hallo Svenja,
den Beitrag, den du geschrieben hast, zeigt, wie sehr du dich damit, auch besonders für deine Partnerin, auseinandersetzt.
Ja, es wird immer Menschen geben, die zu 100 % mit dem, was wir tun — ob Crossdressing, Goth, Cosplay, Berufswahl, Partnerwahl,"¦"¦ - nicht klar kommen.
Du beschreibst etwas sehr Wichtiges und zwar, dass ein Mensch im Grunde auf den anderen keinen Einfluss auf das Handeln des anderen nehmen kann. Du als Partner/Partnerin hast die Wahl welche gewünschten Einflüsse du zulässt oder auch nicht.
Die Angst deiner Frau in Bezug auf gesellschaftliche Konsequenzen hat nicht allein damit zu tun, dass du Crossdresser bist. Das ist älter und hat wohl eine ganz andere Ursache.
Hier stellt sich die Frage von Bewusstsein für sich selbst — wie du ja weiter unten geschrieben hast, war es für dich eine bewusste Entscheidung zum ersten Mal zum Stammtisch zu fahren.
Ein sehr wichtiger Punkt.
Wie viel ist sich deine Frau sich selbst und ihrer Ängste bewusst?
Es ist sehr einfach, die eigenen Probleme in Form von Du-Botschaften (Vorwürfe, Bedingungen, etc.) auf das Gegenüber zu projizieren, da man so nicht bei sich selbst hinschauen muss.
Was braucht sie für sich selbst, um mit sich selbst erst einmal klar zu kommen? Was kann alles bei ihr schlummern, das sie nicht zulässt?
Ich glaube nicht, dass es der Vulkan ist, der einer Partnerin zu viel ist, wenn sie in ihrem Leben ausgeglichen ist und mit sich selbst in Balance bzw. weiß, was sie für sich tun muss, um ausgeglichen zu sein.
Es ist rein menschlich, dass, wenn man sich selbst offenbart hat, es eine enorme Erleichterung sowie Befreiung ist, welche auch einen Schub an Energie geben, Begeisterung und Freude, die natürlich auch den Weg sucht, ausgelebt zu werden.
Wir hatten auch so unsere Momente, in denen ich mitten in der Trauerphase war und Denies richtig Gas gab und Freude strahlend durch die Welt ging.
Meine Therapeutin lud sie ein, mit mir zu trauern - doch das konnte sie einfach nicht.
Jetzt ist es umgekehrt. Ich habe mich selbst neu gefunden und nun ist sie in einer ähnlichen Trauerphase wie ich noch Anfang letzten Jahres.
Gelungen dies zu leben ist es uns nur, da ich bei mir blieb in meinen Empfindungen und Gedanken und sie jeweils bei sich.
"Bei sich selbst bleiben" hat bedeutet, dass wir unsere Empfindungen und Gedanken nicht automatisch von unserer Partnerin abhängig machten oder diese auf sie projizierten.
Wenn ich Denies etwas erfülle, einen Wunsch, eine Bitte, ein Bedürfnis dann hinterfrage ich mehr denn je - was macht das mit mir?
Kann ich dies aus einem freudigen Herzen heraus tun oder ist es ein "naja", "der Beziehung zu liebe" oder, oder, oder.
Wenn es dieses "naja,....."-Empfinden ist, dann sehe ich das als einen faulen Kompromiss und muss für mich überlegen, welche anderen Möglichkeiten es für uns gibt - wo natürlich auch wieder wichtig ist, dass bei einem Vorschlag meinerseits Denies aus freudigem Herzen zustimmen kann und es bei ihr dann auch nicht wieder ein "naja,...."-Empfinden ist.
Es wird nicht allein machbar sein, wenn die Partnerin Grenzen setzt sowie Bedingungen stellt und man als Crossdresser/Partner (unabhängig vom Thema Crossdressing obendrein) versucht, innerhalb dieses gesteckten Rahmens zu funktionieren.
Das ist ein Machtspiel und ein Leben in einer Handelsgesellschaft egal um welches Thema es sich dreht.
Bei euch ist vieles ziemlich frisch und mit Sicherheit braucht deine Frau auch erst einmal Raum, um sich ihre eigenen Gedanken zu machen und sich über manches klar zu werden.
Eine solche Situation kann eine wunderbare Chance sein, die Beziehung auf neue noch schönere Beine zu stellen als man das vorher je für möglich hielt.
Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft, Bewusstsein, gute Gespräche, Mitgefühl für einander und jede Menge schöne Momente.
Viele Grüße,
Ulla
den Beitrag, den du geschrieben hast, zeigt, wie sehr du dich damit, auch besonders für deine Partnerin, auseinandersetzt.
Zwar bin ich die Ehefrau einer Transfrau, doch kann ich ein Stück weit auch den Weg einer Partnerin eines Crossdressers nachvollziehen.sbsr hat geschrieben: Sa 7. Apr 2018, 10:58
Ich verstehe die Frauen, die damit nicht klar kommen, wenn ihr Mann plötzlich im Kleid rum laufen will. Ganz konkret verstehe ich auch meine Frau, ich kann nachvollziehen warum sie so aufgebracht reagiert hat und nehme ihr das auch nicht krumm. Die Frau des Crossdressers hat nur eingeschränkten Einfluss, sie kann versuchen damit klar zu kommen, sie kann es weg ignorieren und selbst damit auf Dauer heimlich unglücklich sein, oder sie kann sich trennen. Sie hat aber keine Möglichkeit, Einfluss auf das Handeln ihres Mannes zu nehmen, bestenfalls kann man sich auf Grenzen einigen, um die Partnerin zu schützen.
In meinem vorliegenden Fall hat meine Frau zum Beispiel extreme Angst vor gesellschaftlichen Konsequenzen.
Ja, es wird immer Menschen geben, die zu 100 % mit dem, was wir tun — ob Crossdressing, Goth, Cosplay, Berufswahl, Partnerwahl,"¦"¦ - nicht klar kommen.
Du beschreibst etwas sehr Wichtiges und zwar, dass ein Mensch im Grunde auf den anderen keinen Einfluss auf das Handeln des anderen nehmen kann. Du als Partner/Partnerin hast die Wahl welche gewünschten Einflüsse du zulässt oder auch nicht.
Die Angst deiner Frau in Bezug auf gesellschaftliche Konsequenzen hat nicht allein damit zu tun, dass du Crossdresser bist. Das ist älter und hat wohl eine ganz andere Ursache.
Hier stellt sich die Frage von Bewusstsein für sich selbst — wie du ja weiter unten geschrieben hast, war es für dich eine bewusste Entscheidung zum ersten Mal zum Stammtisch zu fahren.
Ein sehr wichtiger Punkt.
Wie viel ist sich deine Frau sich selbst und ihrer Ängste bewusst?
Es ist sehr einfach, die eigenen Probleme in Form von Du-Botschaften (Vorwürfe, Bedingungen, etc.) auf das Gegenüber zu projizieren, da man so nicht bei sich selbst hinschauen muss.
Was braucht sie für sich selbst, um mit sich selbst erst einmal klar zu kommen? Was kann alles bei ihr schlummern, das sie nicht zulässt?
Ich glaube nicht, dass es der Vulkan ist, der einer Partnerin zu viel ist, wenn sie in ihrem Leben ausgeglichen ist und mit sich selbst in Balance bzw. weiß, was sie für sich tun muss, um ausgeglichen zu sein.
Es ist rein menschlich, dass, wenn man sich selbst offenbart hat, es eine enorme Erleichterung sowie Befreiung ist, welche auch einen Schub an Energie geben, Begeisterung und Freude, die natürlich auch den Weg sucht, ausgelebt zu werden.
Wir hatten auch so unsere Momente, in denen ich mitten in der Trauerphase war und Denies richtig Gas gab und Freude strahlend durch die Welt ging.
Meine Therapeutin lud sie ein, mit mir zu trauern - doch das konnte sie einfach nicht.
Jetzt ist es umgekehrt. Ich habe mich selbst neu gefunden und nun ist sie in einer ähnlichen Trauerphase wie ich noch Anfang letzten Jahres.
Gelungen dies zu leben ist es uns nur, da ich bei mir blieb in meinen Empfindungen und Gedanken und sie jeweils bei sich.
"Bei sich selbst bleiben" hat bedeutet, dass wir unsere Empfindungen und Gedanken nicht automatisch von unserer Partnerin abhängig machten oder diese auf sie projizierten.
Wenn ich Denies etwas erfülle, einen Wunsch, eine Bitte, ein Bedürfnis dann hinterfrage ich mehr denn je - was macht das mit mir?
Kann ich dies aus einem freudigen Herzen heraus tun oder ist es ein "naja", "der Beziehung zu liebe" oder, oder, oder.
Wenn es dieses "naja,....."-Empfinden ist, dann sehe ich das als einen faulen Kompromiss und muss für mich überlegen, welche anderen Möglichkeiten es für uns gibt - wo natürlich auch wieder wichtig ist, dass bei einem Vorschlag meinerseits Denies aus freudigem Herzen zustimmen kann und es bei ihr dann auch nicht wieder ein "naja,...."-Empfinden ist.
Es wird nicht allein machbar sein, wenn die Partnerin Grenzen setzt sowie Bedingungen stellt und man als Crossdresser/Partner (unabhängig vom Thema Crossdressing obendrein) versucht, innerhalb dieses gesteckten Rahmens zu funktionieren.
Das ist ein Machtspiel und ein Leben in einer Handelsgesellschaft egal um welches Thema es sich dreht.
Bei euch ist vieles ziemlich frisch und mit Sicherheit braucht deine Frau auch erst einmal Raum, um sich ihre eigenen Gedanken zu machen und sich über manches klar zu werden.
Eine solche Situation kann eine wunderbare Chance sein, die Beziehung auf neue noch schönere Beine zu stellen als man das vorher je für möglich hielt.
Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft, Bewusstsein, gute Gespräche, Mitgefühl für einander und jede Menge schöne Momente.
Viele Grüße,
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Hi Delfinum,
es geht letztlich um das, was Du beschreibst. Love it, change it or leave it. Es geht überhaupt nicht um Schuld. Nicht ein Fitzelchen.
Die Frage ist die, was sagen mir meine Gefühle ? Das kann eine Weile dauern, bis man da durch ist. Aber sie geben Dir den Weg vor. Ich würde von einer Partnerschaft erwarten, dass man darüber reden kann. Auch das geht nicht immer sofort. Aber irgendwann kommt man an den Punkt, an dem die Situation einem klarer wird, ob die Partnerschaft fortbestehen kann. Bei einer Trennung ist nicht der- oder diejenige Schuld, die geht oder bleibt, sondern man kommt zu der Einsicht, dass es nicht mehr gemeinsam geht.
Worum es noch geht, ist Möglichkeit aus der Situation für sich etwas zu tun. Die Krise ist eine Chance zur Weiterentwicklung. Dafür, und nur dafür, macht es Sinn, die eigenen Gefühle zu hinterfragen. Z.B. ist die Frage "warum macht es mir etwas aus, wenn mein Partner Frauenkleider trägt", sinnvoller als die nach der Schuldfrage, dass er Kleider trägt. Frau könnte an dieser Stelle zur Erkenntnis kommen, dass die eigenen Vorstellungen von Geschlecht sehr eingeschränkt sind. Das muss sie aber nicht. Sie kann genauso gut sagen, dass sie das nicht akzeptieren kann und gehen. Sie verpasst eine Chance, aber lädt sich damit keine Schuld auf. Jede Krise ist eine Einladung etwas zu ändern, wenn man das möchte. Das gleiche gilt für die Transpartnerin auch.
Es geht nicht darum, auszuhandeln, wer macht was. Es geht viel tiefer. Es geht um die eigene Persönlichkeitsentwicklung und die Vertiefung der Beziehung. Natürlich kann ein auch ein Deal herauskommen (" Du darfst Mo, Mi und Freitag Kleider tragen, samstags Strapse tragen und sonntags putzt Du die Wohnung"). Aber macht der wirklich zufriedener ?
Ich denke, die Auseinandersetzung mit der Situation ist ein Wert an sich. Egal wie die Sache ausgeht.
es geht letztlich um das, was Du beschreibst. Love it, change it or leave it. Es geht überhaupt nicht um Schuld. Nicht ein Fitzelchen.
Die Frage ist die, was sagen mir meine Gefühle ? Das kann eine Weile dauern, bis man da durch ist. Aber sie geben Dir den Weg vor. Ich würde von einer Partnerschaft erwarten, dass man darüber reden kann. Auch das geht nicht immer sofort. Aber irgendwann kommt man an den Punkt, an dem die Situation einem klarer wird, ob die Partnerschaft fortbestehen kann. Bei einer Trennung ist nicht der- oder diejenige Schuld, die geht oder bleibt, sondern man kommt zu der Einsicht, dass es nicht mehr gemeinsam geht.
Worum es noch geht, ist Möglichkeit aus der Situation für sich etwas zu tun. Die Krise ist eine Chance zur Weiterentwicklung. Dafür, und nur dafür, macht es Sinn, die eigenen Gefühle zu hinterfragen. Z.B. ist die Frage "warum macht es mir etwas aus, wenn mein Partner Frauenkleider trägt", sinnvoller als die nach der Schuldfrage, dass er Kleider trägt. Frau könnte an dieser Stelle zur Erkenntnis kommen, dass die eigenen Vorstellungen von Geschlecht sehr eingeschränkt sind. Das muss sie aber nicht. Sie kann genauso gut sagen, dass sie das nicht akzeptieren kann und gehen. Sie verpasst eine Chance, aber lädt sich damit keine Schuld auf. Jede Krise ist eine Einladung etwas zu ändern, wenn man das möchte. Das gleiche gilt für die Transpartnerin auch.
Es geht nicht darum, auszuhandeln, wer macht was. Es geht viel tiefer. Es geht um die eigene Persönlichkeitsentwicklung und die Vertiefung der Beziehung. Natürlich kann ein auch ein Deal herauskommen (" Du darfst Mo, Mi und Freitag Kleider tragen, samstags Strapse tragen und sonntags putzt Du die Wohnung"). Aber macht der wirklich zufriedener ?
Ich denke, die Auseinandersetzung mit der Situation ist ein Wert an sich. Egal wie die Sache ausgeht.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Danke Delfinium für deinen Beitrag.
Mir geht es beim besten Willen nicht um Schuld oder Schuldzuweisungen.
Für Svenja und ihre Frau hat der Weg noch gar nicht richtig begonnen.
Wäre ich mit Denies nicht klar gekommen, sicher, hätte ich, wenn ich gar keine Lösung gefunden hätte, mich von ihr getrennt.
Wenn eine Partnerin Ängste äußert, dann ist das allerwichtigste, was sie braucht Mitgefühl und wenn sie bereit ist, mehr darüber heraus zu finden, was die Ängste in ihr schürt, einen Weg - schön wäre gemeinsam - sich von diesen Ängsten befreien zu können.
Dann kann man weiter sehen, ob nach den Ängsten immer noch eine ablehnende Haltung besteht.
Eine Beziehung ist ein sehr feines Gewebe, in das man zusammen sehr viel hinein gibt und das man nicht einfach so aufgibt, wenn Sturmwolken aufziehen, Herausforderungen aufkommen. Sehe ich die Beziehung zu Denies so besteht unser feines Gewebe aus Verbindung, Offenheit, Vertrauen, Kommunikation, Sanftheit, feiner Spürsinn für einander, sehr oft gleiche Gedanken, welche wir schon fast nicht mehr aussprechen müssen, wunderbare Momente und Situationen, gemeinsame Entwicklung, sogar Heilung, Seelenbalsam, Abenteuer, die Welt entdecken, Kreativität und wenn ich weiter darüber nachdenke, ist da bestimmt noch eine ganze Menge mehr.
Das würde nie einfach so aufgeben, nur weil ich etwas ablehne ohne diesem auf den Grund gegangen zu sein.
So ähnlich geht es vielen Paaren.
In diesem Fall hat Svenja auch ihre Aufgaben, sich um sich selbst zu kümmern, sich selbst über sich ins Klare zu kommen, um die Beziehung bereichern zu können - doch das war eben nicht das Thema.
Mein Ansinnen ist es für Betroffene Möglichkeiten aufzeigen zu können, worin Mitgefühl gebraucht wird und klare Sicht und Erkenntnisse auf die Situation.
Da Svenja sich geäußert hat über die Partnerin habe ich darauf bezogen geschrieben - mir dabei als Partnerin einer TS selbst an die Nase gefasst.
Für Svenjas Frau habe ich absolut Mitgefühl, denn ich habe in meinem Leben erfahren, wenn man sich mit etwas so sehr quält, dass es einem die Luft zum Atmen nimmt, das Lachen, die Lebensfreude, Zuversicht und Vertrauen und für mich gibt es nichts schlimmeres, wenn Paare nicht zusammenbleiben, weil es Blockaden, Ängste,... gibt.
Mir geht es beim besten Willen nicht um Schuld oder Schuldzuweisungen.
Für Svenja und ihre Frau hat der Weg noch gar nicht richtig begonnen.
Wäre ich mit Denies nicht klar gekommen, sicher, hätte ich, wenn ich gar keine Lösung gefunden hätte, mich von ihr getrennt.
Wenn eine Partnerin Ängste äußert, dann ist das allerwichtigste, was sie braucht Mitgefühl und wenn sie bereit ist, mehr darüber heraus zu finden, was die Ängste in ihr schürt, einen Weg - schön wäre gemeinsam - sich von diesen Ängsten befreien zu können.
Dann kann man weiter sehen, ob nach den Ängsten immer noch eine ablehnende Haltung besteht.
Eine Beziehung ist ein sehr feines Gewebe, in das man zusammen sehr viel hinein gibt und das man nicht einfach so aufgibt, wenn Sturmwolken aufziehen, Herausforderungen aufkommen. Sehe ich die Beziehung zu Denies so besteht unser feines Gewebe aus Verbindung, Offenheit, Vertrauen, Kommunikation, Sanftheit, feiner Spürsinn für einander, sehr oft gleiche Gedanken, welche wir schon fast nicht mehr aussprechen müssen, wunderbare Momente und Situationen, gemeinsame Entwicklung, sogar Heilung, Seelenbalsam, Abenteuer, die Welt entdecken, Kreativität und wenn ich weiter darüber nachdenke, ist da bestimmt noch eine ganze Menge mehr.
Das würde nie einfach so aufgeben, nur weil ich etwas ablehne ohne diesem auf den Grund gegangen zu sein.
So ähnlich geht es vielen Paaren.
In diesem Fall hat Svenja auch ihre Aufgaben, sich um sich selbst zu kümmern, sich selbst über sich ins Klare zu kommen, um die Beziehung bereichern zu können - doch das war eben nicht das Thema.
Mein Ansinnen ist es für Betroffene Möglichkeiten aufzeigen zu können, worin Mitgefühl gebraucht wird und klare Sicht und Erkenntnisse auf die Situation.
Da Svenja sich geäußert hat über die Partnerin habe ich darauf bezogen geschrieben - mir dabei als Partnerin einer TS selbst an die Nase gefasst.
Für Svenjas Frau habe ich absolut Mitgefühl, denn ich habe in meinem Leben erfahren, wenn man sich mit etwas so sehr quält, dass es einem die Luft zum Atmen nimmt, das Lachen, die Lebensfreude, Zuversicht und Vertrauen und für mich gibt es nichts schlimmeres, wenn Paare nicht zusammenbleiben, weil es Blockaden, Ängste,... gibt.
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Ich habe mich bereits an anderer Stelle zu diesem Thema geäußert. Dabei geht es um die Beziehungen, die ich bisher mit Frauen hatte. Die hatten sich in einen Mann verliebt und nicht in eine Frau im Männerkörper. Selbst ohne ein Outing haben sie sich von mir betrogen gefühlt, weil ich die erwartete Männerrolle nicht erfüllen wollte oder konnte. Vielleicht sollten einige von uns einfach einmal akzeptieren, dass es so ist. Für eine Partnerschaft ist mehr nötig als "nur" Akzeptanz.Delfinium hat geschrieben: Di 10. Apr 2018, 13:29 Es gibt nunmal Menschen mit denen man nicht zusammen sein will, aktzeptiert das endlich!
LG Nicole
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Drachenfrau
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Hallo Nicole,Nicole Doll hat geschrieben: Di 10. Apr 2018, 15:31 Dabei geht es um die Beziehungen, die ich bisher mit Frauen hatte. Die hatten sich in einen Mann verliebt und nicht in eine Frau im Männerkörper. Selbst ohne ein Outing haben sie sich von mir betrogen gefühlt, weil ich die erwartete Männerrolle nicht erfüllen wollte oder konnte.
du hast da nicht unrecht.
Ich dachte ja auch, dass ich mich in einen Mann verliebt hätte. Doch wie ich auch schon an anderer Stelle schrieb, war es eine Illusion, die ich auch erkannte.
Hinterfragt habe ich aber auch, was es war, dass ich mich in diesen Menschen verliebt habe. Dies war für mich so etwas besonderes, dass ich der Frau auf jeden Fall eine Chance geben wollte.
Es gibt so viele Möglichkeiten wie man mit der Transsexualität eines Partners umgehen kann und manchmal auch eine Beziehung vertiefen.
Nie wird es ein 100 % entweder bleiben oder gehen geben.
Auch für Denies und mich hat es in der bisherigen Zeit keine Garantie gegeben, dass wir zusammen bleiben. Ich hätte genauso gut herausfinden können, dass ich lieber mit einem wirklichen Mann zusammen wäre oder Denies hätte ihrerseits andere Partnerschaftswünsche entwickeln können.
So lange eine Partnerin oder ein Partner seines transsexuellen Menschen an seiner Seite die Beziehung nicht komplett aufgibt, kann man sich weiter entwickeln, daran wachsen, mehr sich selbst kennenlernen, .......
Doch dann, wenn man spürt, es ist nicht möglich. Der Vogel kann nicht wie ein Igel am Boden leben und der Igel wird niemals fliegen können, dann ist es auch etwas Wunderbares, wenn man wieder Neues, Unbekanntes im Leben für sich entdecken kann.
Liebe Grüße,
Ulla
P.S. Denn, wenn ich mich in meinen früheren Beziehungen direkt getrennt hätte, ohne mich ausreichend zu reflektieren, dann hätte sein können, dass ich mich grübelnd wieder gefunden hätte mit der Überlegung, ob ich wirklich alles für diese Beziehung an Möglichkeiten ausgeschöpft hätte. Vielleicht wäre dann bedauern hochgekommen, über etwas, das ich nicht getan hätte, mir aber im Nachhinein wünschte "hätte ich doch nur".
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Mina
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Ja Ulla, das ist wahr!
"Hätte ich doch nur....." - ist ein scheiß Gefühl. Und unter Umständen begleitet dieses Gefühl einen sein ganzes Leben. Aufgearbeitet oder nicht, subjektiv oder dominant.
"Hätte ich doch nur....." - ist ein scheiß Gefühl. Und unter Umständen begleitet dieses Gefühl einen sein ganzes Leben. Aufgearbeitet oder nicht, subjektiv oder dominant.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
"Hätte ich doch nur" ist doch ein Motivator es jetzt besser zu machen. Der Blick zurück kann behindernd. aber auch antreibend sein.
Viele Grüße
Vicky
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Mina
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Uff Vicky, sicherlich. Natürlich, Prozesse überdenken, andere und reflektiert gebildete Strategien anwenden.
Aber die Erinnerung und das Gefühl zu einem bestimmten Menschen austauschen/ersetzen durch einen anderen Menschen funktioniert nicht wirklich. Für mich zumindest nicht. Denn ein Gefühl zu einem Menschen baue ich nicht aufgrund meines eigenen Mehrwertes an selben auf. Das Gefühl bindet mich an den Menschen weil er einfach "ist". Ohne das ich etwas von ihm erwarte oder mir von im verspreche etwas zu bekommen.
Ich hoffe ich hab jetzt keinen Käse geschrieben, aufgrund von Fehlinterpretation Deiner Aussage.
Aber die Erinnerung und das Gefühl zu einem bestimmten Menschen austauschen/ersetzen durch einen anderen Menschen funktioniert nicht wirklich. Für mich zumindest nicht. Denn ein Gefühl zu einem Menschen baue ich nicht aufgrund meines eigenen Mehrwertes an selben auf. Das Gefühl bindet mich an den Menschen weil er einfach "ist". Ohne das ich etwas von ihm erwarte oder mir von im verspreche etwas zu bekommen.
Ich hoffe ich hab jetzt keinen Käse geschrieben, aufgrund von Fehlinterpretation Deiner Aussage.
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sbsr
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Vielen Dank für Eure Beiträge.
Was ich an der Stelle wie auch sonst im Leben nur sehr vorsichtlich benutzen möchte, ist das Wort Schuld. Niemand trägt Schuld daran, wer, wie oder was er ist. Schuld kann man nur an seinem eigenen Handeln haben.
Das bringt mich zu einem Punkt, der in den letzten Tagen immer mehr durch schlug. Mit dem Gedanken, dass ich ab und zu Frau spielen möchte, scheint meine Frau einigermaßen zurecht zu kommen. Was im Moment klar heraus sticht, ist der Vetrauensbruch. Fast ein Jahr lang habe ich sie belogen, sie dachte ich treffe mich mit Arbeitskollegen. Im Nachhinein betrachtet war es falsch, es war ein Fehler zu glauben ich käme damit für alle Zeit durch. Nur leider hilft mir ein "hätte ich nur gleich" jetzt nicht mehr weiter. Es liegt an mir, dieses Vertrauen wieder zu gewinnen. Das übrigens ist etwas, wo ich tatsächlich Schuld daran habe, ich habe sie angelogen weil ich zu feige war.
Hoffentlich brauche ich mich da nicht dazu zählen. Ich bin da absolut bei Dir, was Du schreibst, man erwartet in der Situation schon sehr sehr viel von der Partnerin, und nicht jede kann das schaffen. Ich denke, zumindest habe ich Ullas Beitrag so verstanden, dass sie auch durchaus in diese Richtung denkt.Delfinium hat geschrieben: Di 10. Apr 2018, 13:29 Schiebt die Schuld weiter auf eure Frauen und benehmt euch wie kleine Prinzessinnen, die erwarten dass man alles grenzenlos aktzeptiert. Schon fast krankhaft die Erwartung an die Frau, sich bedingungslos nach euch zu richten. Eigentlich wieder eine total männliche/maskuline Sichtweise von euch zu erwarten dass die Frau sich immer nach euch richten muss.
Drachenfrau, nicht nur du warst gemeint sondern auch alle anderen im Forum die für Partner von CD/TS für die es die Hölle war, wenig bis garkeine Emphatie übrig haben.
Was ich an der Stelle wie auch sonst im Leben nur sehr vorsichtlich benutzen möchte, ist das Wort Schuld. Niemand trägt Schuld daran, wer, wie oder was er ist. Schuld kann man nur an seinem eigenen Handeln haben.
Das bringt mich zu einem Punkt, der in den letzten Tagen immer mehr durch schlug. Mit dem Gedanken, dass ich ab und zu Frau spielen möchte, scheint meine Frau einigermaßen zurecht zu kommen. Was im Moment klar heraus sticht, ist der Vetrauensbruch. Fast ein Jahr lang habe ich sie belogen, sie dachte ich treffe mich mit Arbeitskollegen. Im Nachhinein betrachtet war es falsch, es war ein Fehler zu glauben ich käme damit für alle Zeit durch. Nur leider hilft mir ein "hätte ich nur gleich" jetzt nicht mehr weiter. Es liegt an mir, dieses Vertrauen wieder zu gewinnen. Das übrigens ist etwas, wo ich tatsächlich Schuld daran habe, ich habe sie angelogen weil ich zu feige war.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Hallo Svenja,sbsr hat geschrieben: Mi 11. Apr 2018, 11:09 ......... und nicht jede kann das schaffen. Ich denke, zumindest habe ich Ullas Beitrag so verstanden, dass sie auch durchaus in diese Richtung denkt.
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Das bringt mich zu einem Punkt, der in den letzten Tagen immer mehr durch schlug. Mit dem Gedanken, dass ich ab und zu Frau spielen möchte, scheint meine Frau einigermaßen zurecht zu kommen. Was im Moment klar heraus sticht, ist der Vetrauensbruch. Fast ein Jahr lang habe ich sie belogen, sie dachte ich treffe mich mit Arbeitskollegen. Im Nachhinein betrachtet war es falsch, es war ein Fehler zu glauben ich käme damit für alle Zeit durch. Nur leider hilft mir ein "hätte ich nur gleich" jetzt nicht mehr weiter. Es liegt an mir, dieses Vertrauen wieder zu gewinnen. Das übrigens ist etwas, wo ich tatsächlich Schuld daran habe, ich habe sie angelogen weil ich zu feige war.
nein, bei weitem weiß ich, dass es nicht alle schaffen, jedoch jene, die es schaffen, zeigen den Weg, dass es möglich ist und diese Möglichkeit ist mehr als ein Weg, wie man seine Beziehung neu definiert und verändert.
Unser Leben funktioniert nach Prinzipien, die wir leider mühsam selbst entdecken müssen. Wir bekommen sie in der Schule nicht beigebracht.
Bei deiner Frau sprach ich Ängste an und heute Morgen fällt mir zur Angst ein Zitat von Will Smith ein, was Angst sehr gut beschreibt:
Was den "Vertrauensbruch" betrifft - so glaube ich, dass wenn man sich das Vertrauen neu verdienen müsse, man in ein Machtgefälle hinein kommt.Angst ist nicht real. Der einzige Ort an dem Ängste existieren können sind unsere Gedanken über die Zukunft. Es ist ein Produkt unserer Vorstellung, das uns vor Dingen fürchten lässt, die momentan nicht existieren und vielleicht nie passieren werden. Versteht mich bitte nicht falsch: Gefahr ist sehr real, aber Angst ist eine Wahl.
http://erfolghacks.de/20-motivierende-w ... th-zitate/
Und auch, dass du das "Vertrauen gebrochen hast", ist keine Frage von Schuld.
Denn dadurch, dass du es deiner Frau verschwiegen hast, war ein bestimmtes Bedürfnis größer, was du gebraucht hattest, als das, es ihr zu sagen und den Konsequenzen ins Auge zu sehen - auch hier kann wieder Angst etwas damit zu tun gehabt haben.
Ich komme noch einmal auf meinen Beitrag zurück:
Das möchte ich erweitern um: was braucht sie jetzt?Drachenfrau hat geschrieben: Di 10. Apr 2018, 12:51 ............
Was braucht sie für sich selbst, um mit sich selbst erst einmal klar zu kommen? ............
Entschuldigen kannst du dich nur einmal, du kannst sie auch nur einmal um Verzeihung bitten.
Doch hört damit das Beschuldigen für immer auf?
Was ist es also, dass sie jetzt braucht für sich?
Was ist es, was du brauchst?
Wenn man das zusammen von einander verstanden hat, dann kann sich ein Weg entfalten, wie man wieder zusammen eine Balance in der Beziehung findet.
(Heißt also immer wieder das Gespräch suchen, ganz viele offene Fragen stellen, versuchen dorthin zu kommen, dass man genau versteht, was das gegenüber denkt - finde ich immer sehr spannend, einen Menschen dadurch entdecken zu können/dürfen wie er tatsächlich ist)
Alles Liebe für euch beide,
Ulla
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Ach Ulla,
Ich brauche gar nichts mehr zu schreiben, denn Du nimmst meine Gefanken mir aus dem Kopf

LG Ronda.
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Svenja, Du hast mit Deinem Outing den größten Vertrauensbeweis Deiner Frau gegenüber erbracht, den es zwischen Euch geben kann. Denn Du wußtest welche Risiken und mögliche Konsequenzen es haben kann. Die Zeit für Schuldgefühle ist vorbei. Geht an die Nutzung der Chancen!sbsr hat geschrieben: ↑ ......... und nicht jede kann das schaffen. Ich denke, zumindest habe ich Ullas Beitrag so verstanden, dass sie auch durchaus in diese Richtung denkt.
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Das bringt mich zu einem Punkt, der in den letzten Tagen immer mehr durch schlug. Mit dem Gedanken, dass ich ab und zu Frau spielen möchte, scheint meine Frau einigermaßen zurecht zu kommen. Was im Moment klar heraus sticht, ist der Vetrauensbruch. Fast ein Jahr lang habe ich sie belogen, sie dachte ich treffe mich mit Arbeitskollegen. Im Nachhinein betrachtet war es falsch, es war ein Fehler zu glauben ich käme damit für alle Zeit durch. Nur leider hilft mir ein "hätte ich nur gleich" jetzt nicht mehr weiter. Es liegt an mir, dieses Vertrauen wieder zu gewinnen. Das übrigens ist etwas, wo ich tatsächlich Schuld daran habe, ich habe sie angelogen weil ich zu feige war.
Hallo Svenja,
nein, bei weitem weiß ich, dass es nicht alle schaffen, jedoch jene, die es schaffen, zeigen den Weg, dass es möglich ist und diese Möglichkeit ist mehr als ein Weg, wie man seine Beziehung neu definiert und verändert.
Unser Leben funktioniert nach Prinzipien, die wir leider mühsam selbst entdecken müssen. Wir bekommen sie in der Schule nicht beigebracht.
Bei deiner Frau sprach ich Ängste an und heute Morgen fällt mir zur Angst ein Zitat von Will Smith ein, was Angst sehr gut beschreibt:
Angst ist nicht real. Der einzige Ort an dem Ängste existieren können sind unsere Gedanken über die Zukunft. Es ist ein Produkt unserer Vorstellung, das uns vor Dingen fürchten lässt, die momentan nicht existieren und vielleicht nie passieren werden. Versteht mich bitte nicht falsch: Gefahr ist sehr real, aber Angst ist eine Wahl.
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Und auch, dass du das "Vertrauen gebrochen hast", ist keine Frage von Schuld.
Denn dadurch, dass du es deiner Frau verschwiegen hast, war ein bestimmtes Bedürfnis größer, was du gebraucht hattest, als das, es ihr zu sagen und den Konsequenzen ins Auge zu sehen - auch hier kann wieder Angst etwas damit zu tun gehabt haben.
LG Ronda.
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Hallo Ulla,Drachenfrau hat geschrieben: Do 12. Apr 2018, 09:38 Denn dadurch, dass du es deiner Frau verschwiegen hast, war ein bestimmtes Bedürfnis größer, was du gebraucht hattest, als das, es ihr zu sagen und den Konsequenzen ins Auge zu sehen - auch hier kann wieder Angst etwas damit zu tun gehabt haben.
für mich eine plausible Erklärung, ich habe auch keine Notwendigkeit, das vor mir selbst zu rechtfertigen.
Vom Standpunkt meiner Frau aus gesehen habe ich sie über 10 Monate hinweg 9x angelogen. Das muss man schon auch von der Seite sehen.
Sie sagt, sie kann meine Beweggründe durchaus nachvollziehen. Trotzdem bleibt der fade Beigeschmack, dass sie mir im Moment nicht mehr zu 100% glaubt, dass ich wirklich da hin fahre, wo ich sage dass ich hin fahre. Und wenn es nur zur Post ist.
Allerdings muss ich gestehen, habe ich auch absolut keine Lust, in der Hinsicht irgendetwas zu ändern oder mir den Mund fusselig zu reden. Ich habe sie, was ich ihr auch gesagt habe, ansonsten nie belogen was meine Freizeitbeschäftigung anbelangt. In Zukunft hätte ich jetzt sowieso keinen Grund mehr, da sie es nun weiß.
Insgesamt ist das im Moment das Thema, das unter allen mit Abstand am stärksten durchschlägt, gefolgt von den Nachbarn.
LG, Svenja
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Hallo
Auch bei meiner Frau war dies zunächst ihr Hauptproblem. Das gute daran ist, dass du die Katze nun aus dem Sack gelassen hast. Beim nächsten Ausflug zum Stammtisch musst du ihr nichts mehr vorlügen. Sag ihr einfach die Wahrheit. Es bedarf anfangs etwas Überwindung vor allem dann wenn sie mit dem Thema noch hadert und dieses eventuell sogar anlehnt. Aber Ehrlichkeit wird dir helfen verlorenes Vertrauen wieder herzustellen.
Bei mir hat das super funktioniert. Heute kann ich sagen ''du Schatz am Samstag ist Frauentag''.
Ich wünsche dir viel Glück
LG
Viktoria
Auch bei meiner Frau war dies zunächst ihr Hauptproblem. Das gute daran ist, dass du die Katze nun aus dem Sack gelassen hast. Beim nächsten Ausflug zum Stammtisch musst du ihr nichts mehr vorlügen. Sag ihr einfach die Wahrheit. Es bedarf anfangs etwas Überwindung vor allem dann wenn sie mit dem Thema noch hadert und dieses eventuell sogar anlehnt. Aber Ehrlichkeit wird dir helfen verlorenes Vertrauen wieder herzustellen.
Bei mir hat das super funktioniert. Heute kann ich sagen ''du Schatz am Samstag ist Frauentag''.
Ich wünsche dir viel Glück
LG
Viktoria
I`m not ashamed to dress "like a woman" because I don`t think it's shameful to be a woman. - Iggy Pop -