Vor 50 Jahren -- 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?
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Ronda_PTL
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Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 1 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

In diesem Jahr sind es 50 Jahre seit der spannenden und in Teilen der Welt revolutionären Zeitenwende der 1968er: Es waren die Jahre, in denen sich politisch, sozial, in der Kultur, der Musik, der Mode unglaublich Vieles veränderte, in Bewegung geriet und ganz neue Ideen und Modelle des Lebens in unseren Gesellschaften ihren Ursprung auf breiter Front ihren Anfang nahmen.

Ob die Studentenunruhen bei uns, der "Summer Of Love & Peace" in den USA, der Protest gegen die überkommenen konservativen und reaktionären Wertvorstellungen in halb Europa, sei es das Aufbegheren der Frauen gegen tradierte Rollenbilder und die Unterdrückeung des weiblichen Geschlechts, seien es die Widerstandsbewgungen im "real existierenden Sozialismus", bis hin zum provokanten Minirock, den langen Mähnen der Männer, die freche Mode aus England, die "Krachmusik" der unangepassten Jugend, die so viele Eltern und Ältere auf die Palme brachten. Oder die "Freie Liebe" in all ihren Formen ...
  • Was verbindet IHR ganz persönlich mit dieser Epoche des Aufbruchs in eine neue Zeit?
    Was hat Euch bewegt, geprägt, was beeinflußt unsere Gender-Thematik bis heute noch?
    Was hat sich als Irrweg herausgestellt? Was als zukunftsweisend Veränderung zum Positiven?
    Was sind bis heute ungelöste Probleme, Aufgaben und Themen?
Ich denke, da wir viele UserInen hier haben, die alt genug sind, um die Einflüsse jener Jahre bewusst oder zumindest als Kinder schon miterlebt zu haben, hoffe ich auf eine interessante und inspirierende Diskussion zu den "1968ern".

"Make LOVE, Not WAR!" ☮

Eure Ronda.💚
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Doreen
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 2 im Thema

Beitrag von Doreen »

Hallo Ronda,

1968 war für mich ein tolles Jahr, die darauffolgenden Jahre natürlich auch. In dem Jahr wurde ich 16 und kam im Sommer ins zweite Lehrjahr.
Habe schöne Erinnerungen an diese Zeit, es war eine aufregende und spannende Epoche, alles war schön und behaglich. Ich war verliebt in ein Mädchen
welches ich jeden Morgen auf dem Wege zu meiner Lehrstelle traf, mich aber nie traute sie anzusprechen. Schon damals war ich auch eifersüchtig auf die
hübschen Miniröcke und Kleider welche das Mädel im Wechsel trug, Ich glaube sie hatte das gespürt und mich bewusst in aufreizender Weise halb wahnsinnig gemacht.

Schon damals wünschte ich mir mit diesem Mädchen im Partner-Look ausgehen zu können, also ich wollte die gleichen Röcke, Blusen und Kleider tragen wie sie.
Ich träumte viel von dieser jungen Dame. Irgendwann waren diese morgentlichen Begegnungen plötzlich nicht mehr da, zwar sah ich dieses hübsche Ding hier und da mal
wieder, aber als ich sie Händchenhaltend mit einem Jungen sah, war mein Traum erloschen sie als feste Freundin Mein nennen zu dürfen.

Noch heute habe ich manchmal diese Erlebnisse vor Augen wenn z.B. ein bestimmtes Musikstück im Radio gespielt wird aus dieser Zeit.

Die 68er sind und bleiben unvergessen für mich. In dem Jahr kam auch der legendäre Mercedes Strich8 auf dem Markt der in diesem Jahr sein Jubiläumsjahr feiert, also der W114/W115.
Seinerzeit hatte ich natürlich noch keinen Führerschein, doch ich wollte so ein Auto haben wenn es mal soweit war, ein Traum aus meiner Sicht der sich nie erfüllte.

Heute würde ich gern so einen Jugendtraum umsetzen und mit fast 66 Jahren mir diese schönen Erinnerungen gönnen. Doch ist es schwierig so ein Auto in einem tollen Zustand zu bekommen.
Das was man im Netz findet erfüllt nicht meine Wünsche.

Ich stelle mir vor, im Minikleid oder Minirock mit meiner heutigen Frau zusammen im Partnerlook in einem Strich 8 gemächlich über sommerliche Landstraßen zu koketieren und das Leben
genießen. Vielleicht erfüllt sich dieser Wunsch ja doch eines Tages!!??

LG

Doreen
Viggy
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 3 im Thema

Beitrag von Viggy »

1968 ... da war ich gerade erst mal 11 Jahre alt, von daher habe ich die Veränderungen dieser Zeit noch nicht so bewusst wargenommen. Aber im Nachhinein betrachtet sehe ich dieses und auch die darauf folgenden Jahre als DIE Jahre der Emanzipation, der Gleichheit und vor allem der Fröhlichkeit.

Selbst im Zeitalter des kalten Krieges klang Musik mit anspruchsvollen Texten, Problemlieder, Antikriegslieder noch fröhlich im Vergleich zu dem Genöle das heute vor allem aus deutschen Studios kommt. Man hörte noch, dass Musik gemacht wurde, dass sie aus Freude am Musikmachen entstand, weil sie noch von Musikern kam und nicht von Designern mit Computerunterstützung.

Und vor allem die Mode: Männer trugen Bärte, nicht weil sie möglichst männlich sein mussten, sondern weil sie sich vom Establishment unterscheiden wollten. Es gab Blumenmuster für alle, egal ob männlich oder weiblich. Enge Hosen mit riesigem Schlag, Halstücher, hohe Schuhe und dass alles für alle, etwas adaptiert ans jeweilige Geschlecht, aber immerhin. Im Geschäftsleben war es erlaubt karierte, beige Sakkos zu tragen, nicht wie heute, wo alle nur noch in grau rumlaufen.

Auch die Autos waren noch bunt. Es reichten noch 60 PS um vorwärts zu kommen. Heute fährt dir jeder Vertreter mit seinem Diesel-Audi-A4 davon. Der 450-PS-BMW der heute auf den Markt kommt, ist in 5 Jahren alt und kann von fast jedem 18-jährigen gekauft werden und wird zur Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer.

Kurz und gut: Ich will jetzt nicht den alten Satz strapazieren, dass früher alles besser war, es gibt auch Dinge von heute, auf die ich nicht mehr verzichten will. Aber ich werde immer ein Kind der späten 60iger und frühen 70er sein bis zu meinem Ende.
Ronda_PTL
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 4 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Liebe Doreen, hi Viggy!

Ich danke Euch für die ausführlichen Beiträge, die mir zeigen, dass es vermutlich noch sehr vielen hier im Forum so geht, dass die 68er ff etwas ganz Besonderes in ihrem Leben waren und ageblieben sind. Ich hoffe, dass noch viel mehr sich einfinden und Lust haben davon zu erzählen. Ihr beide habt ja schon mal sehr schön "vorgelegt". (flow)

@Doreen, hast Du nach Deiner ersten enttäuschenden Beinahe-Liebe eigentlich schon damals den Wunsch weiter verspürt, die Klamotten und Möglichkeiten des weiblichen Geschlechts für Dich nutzen zu können? Oder war das durch die Enttäuschung erst einmal auch für Dich "gestorben"?

@Viggy, ich finde auch -- ohne die Vergangenheit zu verklären --, dass die Industrieprodukte, wie AUTOS, einfach noch mehr Charakter und charmante Individulaität besaßen, nicht wie heute, wo es im Grunde nur noch um die maximale Leistung, den besten Windkanalwert und totale Überdimensionierung des "heiligen Bleches" der Deutschen geht (Bsp. SUV "Schwemme" mitten in der Stadt), aber ansonsten die Modelle sich kaum mehr optisch vom Design unterscheiden. Dafür aber die Luft nach wie vor verpesten, als hätte die Autonbranche fast nichts dazugelernt bei den Verbrennungsmotoren. Und das in 50 Jahren!

Also, liebe FreundInnen im Forum: Ran an die Tasten!
Bin schon gespannt ...

LG, die Ronda. ---)))
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Jenina
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 5 im Thema

Beitrag von Jenina »

Liebe Ronda,

es ist schön daran zu erinnern was einmal war. Ich bin schlimm, ich weiss, aber ich reite eben auch immer wieder darauf herum, dass man die Dinge in ihrem historischen Kontext bewerten muss.

Leider hat sich ja eingebürgert, dass man Ereignisse der Geschichte mit heutigen Maßstäben und Vorstellungen bewertet. Da kommt es dann zu seltsamen Beurteilungen. Davon sind die 68er, sowohl die Zeit als auch die handelnden Personen, ganz besonders betroffen. Man meint besonders schlau zu sein heute und wirft den Meschen der Zeit um 1968 vor, sie hätten nur geträumt. Ihr Handeln, ihr Denken, ihre Befasstheit mit so schrecklichen Dingen wie dem Marxismus, wie überhaut linkes Gedankengut und radikale Aktion gegen den immer noch latenten Faschismus dieser Jahre sind heute angeblich die Ursache unserer als verkorkst erscheinenden Gesellschaft. Sie werden als gescheitert bezeichnet. Ihre Gedanken, ihr Linkssein als Sackgasse, als Fehler bewertet.

Doch dem ist nicht so. Hätte es sie nicht gegeben hätten wir heute viel mehr und noch stärkeres faschistisches Gedankengut als die im europäischen Vergleich recht niedrige Menge. Auch wenn das immer noch viel zu viele sind. Auch ihre Radikalität war wichtig. Weil man es den Deutschen eben nicht zutraut, weil sie sich ja erst eine Bahnsteigkarte kaufen, wenn die Revolution auf dem Bahnhof ausbricht. Es wird Zeit, dass die Radikalität wieder in richtige Bahnen gerät, nicht die braune darf es ein sondern der radikale Kampf dagegen. Und man soll wieder die Gedanken schärfen wie die 68er, weniger Geschwurbel reden und glauben, sondern sich an die großen Denker halten und von ihnen lernen. Genau so wie sie es getan haben damals.

Ohne die 68er wären Homosexuelle und Trans* Menschen heute immer noch strafverfolgt. Denn auch die sexuelle Befreiung verdanken wir den 68ern. Auch da wieder radikal, verstörend und verschreckend gegenüber der heuchlerischen Doppelmoral des christlichen Abendlandes. Worüber sich manche heute beim Islam aufregen würde auch für uns immer noch gelten, was moralische Grundsätze auf diesem Gebiet angeht. Wobei wir freilich gleich noch beim gesunden Atheismus und dem Kampf gegen die reaktionären Kleriker wären.

Das alles war gut und richtig und es wäre Zeit, dass wir deren Traditionen nicht nur staunend betrachten sondern aufleben lassen.

Was mich persönlich angeht, so muss man dabei natürlich sehen, dass ich damals gerade mal 9 Jahre alt war. Da gab es andere Dinge für den kleinen Jungen. Der hatte zwar so seine Schwierigkeiten ein "richtiger" Junge zu sein, aber das war nichts, was sehr bestimmend für mein Leben gewesen wäre. Wenngleich in der Rückschau doch dort Dinge geschehen sind, die schon als erste Schritte auf einem Weg gedeutet werden können, den ich erst mit 50 Jahren wirklich bewusst eingeschlagen habe.

Auch was die oben angesprochenen Läufte der Zeit anbelangt war das für mich selbst, aber auch mein Umfeld, natürlich nicht von unmittelbarer Bedeutung. Schließlich bin ich in einem ganz anderen Land aufgewachsen und wir hatten unsere Probleme, ganz andere als die 68er. Doch trotzdem loht sich der Blick in die Geschichte auch dann, wenn man nicht selbst und unmittelbar beteiligt war.

Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!
Doreen
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 6 im Thema

Beitrag von Doreen »

Hallo Ronda,
im Gegenteil, mein Drang nach weiblicher Kleidung wurde dadurch nicht weniger, es wurde eher mehr.
Eigentlich bin ich ja schon von frühester Kindheit an mit diesem Thema konfrontiert, habe schon mit ca. 5/6 Jahren
heimlich die Sachen meiner Schwestern angezogen. Das Mädchen in das ich mich mit 16/17 verliebt hatte entsprach schon damals
der vollkommenen Weiblichkeit, ich wollte so sein wie sie, wollte so aussehen und gekleidet sein. sie war ein Vorbild für mich.

Ich hatte mich immer in Mädchen oder Frauen verliebt die tolle Wäsche oder Dessous trugen, in weibliche Personen denen ich ähnlich sein wollte.
Dazu gehörten zu der Zeit auch Hannelore Elsner in dem Film, "Die Lümmel von der ersten Bank", in dem sie ein tolles Korsett trug in das ich mich verguckt hatte, oh Gott was war ich eifersüchtig.
Wie gerne hätte ich damals auch so ein Teil gehabt, ich stellte mir vor mit Hannelore im gleichen Dessous zu kuscheln. An Sex dachte ich seinerzeit noch nicht wirklich,
eher an körperlicher Zärtlichkeit in Wäsche, Strapsen und tollen Negligès. Träume halt!

Schade, es waren aufregende Jahre die nicht mehr wiederkehren, damals trugen die Mädels noch hübsche Kleider und knappe Minis, man konnte neidisch werden.
Früher noch wallende Petticoats unter den Röcken und Kleidern, ein Genuss für`s Auge und für`s Gehör wenn man den raschelnden Stoff vernahm.
Darum lebe ich eigentlich schon mein ganzes Leben in den 60ern und 70ern, zumindest im Frauenmodus, denn ich liebe und trage leidenschaftlich gern Kleider und Petticoats
aus dieser Epoche, irgendwie bin ich da stehen geblieben.

Zeitlose weibliche Unterwäsche mit viel Spitze und Damen OB die annähernd dieser Jahre gleichkommt, sind meine Favoriten.

LG Doreen
Plisseedreher70
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 7 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 »

Hallöchchen,
oh, oh...1968... da war ich schon bereits 25 Jahre alt, fuhr einen 20 PS starken Fiat 600 und war in ein hübsches Mädchen hochgradig verliebt. Den Bock auf Rock verspürte ich damals schon heftig, konnte aber meine heimliche Leidenschaft zu nichts zuordnen...sie war einfach nur da. Wenn meine damalige Freundin ihren beigefarbenen Plisseerock trug und sich mir auf meinen Schoß setzte, glühte ich vor Erregung.
Zu dieser Zeit kaufte ich mir schon die ersten Satin Negligees und trug sie heimlich nachts, wenn die Luft rein war. Meiner Freundin erzählte ich aber nichts davon. Eines Tages kam dann das "Aus" und für mich begann eine weniger schöne Zeit, das Kleidertragen hemmte mich, eine neue Beziehung einzugehen. Lange Zeit später lernte ich dann meine heutige Freundin kennen, die meine Leidenschaft halbwegs toleriert.
LG Plissi
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!
Michi
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 8 im Thema

Beitrag von Michi »

1968 ... ganz sicher ein wichtiges Jahr.

Hier mein persönlicher Rückblick in chrono-loser Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
  • Es war das "Internationale Jahr der Menschenrechte".
  • Der Contergan-Prozess begann, und damit bekamen die Opfer endlich ein Gesicht.
  • Es gab ein "Wende" in dem insgesamt 20 Jahre dauernden Krieg in Vietnam.
  • Die Menschheit flog endlich zum Mond, auch wenn die erste Landung erst 1969 erfolgte.
  • Es wurde der weltweit bisher stärkste Kernwaffentest durchgeführt, in den USA.
  • Attentat des rechtsextremen Josef Bachmann auf den Studentenführer Rudi Dutschke.
  • Der jüngere Bruder von John F. Kennedy wurde auch ermordet.
  • Alkoholismus wird in der BRD als Krankheit anerkannt.
  • Der "Prager Frühling" wird gewaltsam niedergeschlagen.
  • In der BRD werden, vermutlich auch mit Blick auf die Studentenbewegung, die lange geplanten Notstandsgesetze beschlossen.
  • Der Atomwaffensperrvertrag wird unterzeichnet.
  • Martin Luther King wird ermordet.
  • Je ein russisches und ein amerkanisches Atom-U-Boot versinken.
  • Ein amerikanischer Langstreckenbomber B-52 mit 4 Wasserstoffbomben stürzt ab. Eine wird erst Jahre später wiedergefunden. Zudem gibt es starke radioaktive Verseuchungen im Absturzgebiet.
  • In Bitterfeld kommt es zum größten Chemieunfall der DDR.
  • Das erste Überschallpassagierflugzeug der Welt (die Tupolew 144) startet zu ihrem Jungfernflug.
  • Der ASCII-Zeichensatz wird standardisiert.
  • Die Hongkong-Grippe fordert bis zu 1 Million Menschenleben.
  • Die Firma Intel wird gegründet.
  • Das erste Legoland wird eröffnet.
  • Der Film " 2001: Odyssee im Weltraum" hat Premiere.
  • Smudo, Mathias Rust, Daniel Craig, Will Smith, Helena Christensen, Verona Feldbusch und eine unbedeutende Transe werden geboren.
)))(:
Michi
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Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
ab08
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 9 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo,

1967 war ich beim Jugendaustausch in GB "Swinging London" und der Aufbruch
der damals dort alle Generationen erfasste, beeindruckte mich. (gitli)

-> Ende 1968 wurde ich 18, in den großen Ferien 1968 war ich wieder bei meinen Verwandten im Quartier Latin
(überwiegend tätig als Lehrkräfte an Lycée und Université) , da lag Rebellion in der Luft.
Coccinelle https://de.wikipedia.org/wiki/Coccinell ... rtainerin) war damals schon sehr berühmt.
Die Aufenthalte in Paris ab 1965 brachten mich auch in Kontakt mit dem Thema Transsexualität. :wink:


In diesen Jahren und danach kam es in Verbindung mit Vietnam zur Friedensbewegung, zur Umweltbewegung,
zu Stonewall und schließlich Harvey Milk und seine Ermordung am 27. November 1978.

1968 ist nur ein Schlagwort, denn es fing früher an und dauerte im Grunde ein Jahrzehnt.
Danach wurde es Schritt für Schritt immer schwieriger ---> Heute sind viele intoleranter als damals.
Ende der 60er und später, als ich 1974 in San Franzisko die Hippiekultur miterleben durfte (wo Alter, Geschlecht usw. unwichtig war)
lebten wir, meinem Eindruck nach, doch ein wenig freier, danach schloss das Establishment seine Reihen wieder.
(Das begann früh, denn schon der Eindruck beim zweiten Besuch in San Franzisko 1976 war ein wenig anders...)

Es war ein Aufbruch, es gab Reformen, die Frage bleibt, was bis heute davon wirklich übrig blieb...
Jetzt bin ich im Ruhestand.
Was von damals wirklich bleibt, hängt von den Jüngeren ab. Es hängt davon ab, wie wichtig ihnen diese Dinge sind.

Liebe Grüße
Andrea (888)
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
edeka
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 10 im Thema

Beitrag von edeka »

1968 ?
- ich ging in die Volksschule (so hiess damals die Grundschule), die Pfarrer gaben Religionsunterricht und schlugen noch (die anderen Lehrer hatten sich das schon abgewöhnt).
- ich trug Lederhose, das war aber keine lange (so wie die "Lederhosen" heute), sondern die kurze mit vorne unten ein grosser Latz und oben die Hosentrager mit einem Hirschmotiv. Heute tragen das nur noch die Volksfestgänger, damals trugen die Buben das zum spielen und dreckig machen.
- die Jeans hiess damals noch Texashose.
- auf der Straße haben wir Fussball gespielt. Wenn alle paar Minuten mal ein Auto durchkam, hat sich keiner daran gestört.
- die Milch gab es im Lebensmittelgeschäft noch nicht im Tetrapack, sondern man hat die Milchkanne oder extra Liter-Milchflaschen mitgebracht, die wurden dann gefüllt.
- die Bierflaschen hatten alle Bügelverschluß und gab es in 0,7 l Größe.
- die Schüler-Saisonkarte für's Freibad kostete soviel wie heute ein Einzeleintritt.
- im Fernsehen gab es nur 2 Programme, und die hatten nachts irgendwann Sendeschluß
- Dietmar Schönherr hat uns gelehrt: "Dash wäscht so weiß, weisser geht's nicht"
- Niemand lief mit Handy rum, Telefon hatten wir auch zuhause keins !
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Re: Vor 50 Jahren „„ 1968 >> Aufbruch zu neuen Ufern?

Post 11 im Thema

Beitrag von Michi »

MichiWell hat geschrieben: Mi 28. Mär 2018, 00:20 1968 ... ganz sicher ein wichtiges Jahr.

Hier mein persönlicher Rückblick in chrono-loser Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Ach übrigens:

Falls jemand glaubt, einen versteckten Hinweis entdeckt zu haben,
dann kann sie/er mir gerne eine PN mit der Vermutung schicken und erfahren,
ob diese richtig ist. :wink:

Bitte Vermutungen nicht(!) öffentlich schreiben, damit alle Spaß beim Mitmachen haben können. )))(:


Danke und liebe Grüße
Michi
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Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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