Schamgefühl
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tabea80
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Schamgefühl
Die meisten, die die hier aktiv sind scheinen das Problem nicht zu haben, oder es für sich gelöst zu haben. Das Schamgefühl.
Das Gefühl nicht "normal" zu sein etwas zu tun was in einen "ungeschrieben Gesetz " verboten ist.
Ich weiß es ist offiziell erlaubt , sich als Mann zur Frau zu stylen, und es wird bestimmt von viel mehr Menschen akzeptiert als ich fürchte.
Aber trotzdem trotzdem sind meine Bedürfnisse mir schrecklich peinlich. Ich schaffe es zwar Frauensachen im Laden zu kaufen, aber fühl mich immer wie ein Ladendieb.
En femme raus gehen vor Ort ist unmöglich, und außerhalb bin ich zu selten alleine und wenn trau ich mich meist nicht.
Würd gern mit Leuten aus dem Bekanntenkreis über das Frau sein reden, trau mich nicht.
Das Gefühl nicht "normal" zu sein etwas zu tun was in einen "ungeschrieben Gesetz " verboten ist.
Ich weiß es ist offiziell erlaubt , sich als Mann zur Frau zu stylen, und es wird bestimmt von viel mehr Menschen akzeptiert als ich fürchte.
Aber trotzdem trotzdem sind meine Bedürfnisse mir schrecklich peinlich. Ich schaffe es zwar Frauensachen im Laden zu kaufen, aber fühl mich immer wie ein Ladendieb.
En femme raus gehen vor Ort ist unmöglich, und außerhalb bin ich zu selten alleine und wenn trau ich mich meist nicht.
Würd gern mit Leuten aus dem Bekanntenkreis über das Frau sein reden, trau mich nicht.
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Erika Bergmann
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Re: Schamgefühl
Das Problem kenn ich, wie viele hier wahrscheinlich auch.
Ich muss mich jedesmal wenn ich aus dem Haus will, mal mehr mal weniger überwinden.
Und wenn ich überlege es freunden zu erzählen, bekomme ich Beklemmungen.
Alles aus Angst es könnte was schrecklich schief gehen und das obwohl ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht habe, wenn ich mich doch getraut und mich selbst überwunden habe.
Aber wer sein Leben so leben möchte wie er will muss es selbst in die Hand nehmen, mit ein bischen Mut, Dreistigkeit, Gleichgültigkeit und vor allem eigener Initiative.
Vielleicht findet man jemanden der einem dabei hilft, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. (zumindest hier gibts Hilfe
)
Selbst ist die Frau, äh Mann,...ach sagen wir einfach Mensch.
Ich muss in dieser Hinsicht auch noch an mir arbeiten. Immerhin bin ich noch nicht geoutet.
LG
Erika
Ich muss mich jedesmal wenn ich aus dem Haus will, mal mehr mal weniger überwinden.
Und wenn ich überlege es freunden zu erzählen, bekomme ich Beklemmungen.
Alles aus Angst es könnte was schrecklich schief gehen und das obwohl ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht habe, wenn ich mich doch getraut und mich selbst überwunden habe.
Aber wer sein Leben so leben möchte wie er will muss es selbst in die Hand nehmen, mit ein bischen Mut, Dreistigkeit, Gleichgültigkeit und vor allem eigener Initiative.
Vielleicht findet man jemanden der einem dabei hilft, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. (zumindest hier gibts Hilfe
Selbst ist die Frau, äh Mann,...ach sagen wir einfach Mensch.
Ich muss in dieser Hinsicht auch noch an mir arbeiten. Immerhin bin ich noch nicht geoutet.
LG
Erika
Ich bin überzeugt Smartphones haben was gegen Rechtschreibung ;-)
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Michi
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Re: Schamgefühl
Hallo Tabea,
das ist eine gute Frage.
Eines noch vorweg:
Da wir in einer im weitesten Sinne freiheitlichen Gesellschaft leben, ist es nicht "offiziell erlaubt , sich als Mann zur Frau zu stylen", sondern viel mehr nicht (offiziell) verboten.
Wie sieht es bei mir aus:
Ich gehe nicht fertig gestylt aus dem Haus, obwohl ich es rein rechtlich könnte. Ich versuche Rücksicht auf meine Familie zu nehmen, sie und mich vor dem Getratsche der (nicht nur mutmaßlich, sondern tatsächlich böswilligen) Nachbarn zu schützen.
Ansonsten habe ich nicht mehr so die Probleme wie am Anfang, gehe recht selbstbewusst durch die größeren Städte in der Umgebung, und auch in die Geschäfte (sowohl im Frauen- als auch Männermodus), um mir die schönen Dinge zu kaufen, die ich gerne haben möchte, auch wenn sie aus der "falschen" Abteilung sind. Das erfordert eben etwas Gewöhnung, und hat sich über die Jahre immer mehr verbessert.
Die sehr großen Ängste, die ich zu Anfang hatte, und die mich so manches Mal am Rausgehen hinderten, habe ich überwunden.
Liebe Grüße
Michi
das ist eine gute Frage.
Eines noch vorweg:
Da wir in einer im weitesten Sinne freiheitlichen Gesellschaft leben, ist es nicht "offiziell erlaubt , sich als Mann zur Frau zu stylen", sondern viel mehr nicht (offiziell) verboten.
Wie sieht es bei mir aus:
Ich gehe nicht fertig gestylt aus dem Haus, obwohl ich es rein rechtlich könnte. Ich versuche Rücksicht auf meine Familie zu nehmen, sie und mich vor dem Getratsche der (nicht nur mutmaßlich, sondern tatsächlich böswilligen) Nachbarn zu schützen.
Ansonsten habe ich nicht mehr so die Probleme wie am Anfang, gehe recht selbstbewusst durch die größeren Städte in der Umgebung, und auch in die Geschäfte (sowohl im Frauen- als auch Männermodus), um mir die schönen Dinge zu kaufen, die ich gerne haben möchte, auch wenn sie aus der "falschen" Abteilung sind. Das erfordert eben etwas Gewöhnung, und hat sich über die Jahre immer mehr verbessert.
Die sehr großen Ängste, die ich zu Anfang hatte, und die mich so manches Mal am Rausgehen hinderten, habe ich überwunden.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Dolores59
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Re: Schamgefühl
Ist es wirklich Schamgefühl? Wenn ja, dann must Du die Ursachen bearbeiten:
Zum Nachdenken:
Ist das Tragen von Frauenkleidung oder das Stylen als Frau unehrenhaft, unanständig oder erfolglos? Wer setzt die Erwartungen und bestimmt die Normen? Sind wir verpflichtet, diese Normen und Erwartungen vollständig zu erfüllen? Auch dann, wenn wir daran kaputt gehen?
LG
Dolores
(aus Wikipedia)Scham ist ein Gefühl der Verlegenheit oder der Bloßstellung, das durch Verletzung der Intimsphäre auftreten kann oder auf dem Bewusstsein beruhen kann, durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben
Zum Nachdenken:
Ist das Tragen von Frauenkleidung oder das Stylen als Frau unehrenhaft, unanständig oder erfolglos? Wer setzt die Erwartungen und bestimmt die Normen? Sind wir verpflichtet, diese Normen und Erwartungen vollständig zu erfüllen? Auch dann, wenn wir daran kaputt gehen?
LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Mina
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Re: Schamgefühl
Muss sich ein jeder schämen, der gesellschaftlichen "Norm" zu entsprechen und nicht ausbrechen zu dürfen, oder sollen sich alle schämen welche die Konventionen brechen wollen, es aber aufgrund von Gesellschaftdruck (Stichwort Stealth) sich nicht trauen?
Aber ich weis was es bedeutet, die ersten Schritte zutun. Das Gefühl "frei" zu sein ist aber mit keinem anderen zu vergleichen.
Ich glaub ich mach echt bald einen Film um das Thema. Eine Doku, wie die Leute reagieren wenn ein Protagonist wie auftritt. Das Ergebnis kenne ich aber schon, sie gucken immer. Ob Du im Frauenmode, im Schlabberlook oder rückwärts läufst.
Aber ich weis was es bedeutet, die ersten Schritte zutun. Das Gefühl "frei" zu sein ist aber mit keinem anderen zu vergleichen.
Ich glaub ich mach echt bald einen Film um das Thema. Eine Doku, wie die Leute reagieren wenn ein Protagonist wie auftritt. Das Ergebnis kenne ich aber schon, sie gucken immer. Ob Du im Frauenmode, im Schlabberlook oder rückwärts läufst.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
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Jasmine
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Re: Schamgefühl
Entweder ist es erlaubt oder verboten. Oder sehe ich es falsch?MichiWell hat geschrieben: So 18. Mär 2018, 17:12 Da wir in einer im weitesten Sinne freiheitlichen Gesellschaft leben, ist es nicht "offiziell erlaubt , sich als Mann zur Frau zu stylen", sondern viel mehr nicht (offiziell) verboten.
In welchem Gesetzbuch gibt es offizielle und inoffizielle Gesetze beziehungsweise Auslegungen?
Wie bitte sieht dann der Umkehrschluss aus? Dürfen dann Frauen auch nicht offiziell ungeschminkt in Männerkleidung herumlaufen?
Verstoße ich somit gegen das "Gewohnheitsrecht" der deutschen Gesellschaft? Muss ich also jetzt Angst haben mich doch strafbar zu machen?
Da ich keine Männerkleidung mehr habe, bleibe ich dann besser zu Hause?
Nein, ich trage die Frauenkleidung mit "Stolz" weil ich lange kämpfen musste um Jasmine zu sein, um meinen Traum zu leben - oder besser gesagt um mein Leben so zu leben wie es für mich richtig erscheint.
Nachtrag:
Du sprichst mir aus dem Herzen.Marie-Elle hat geschrieben: So 18. Mär 2018, 18:02 Seit dieser Zeit trage ich keinen schwerer Stein mehr mit mir rum. Mir geht es blendend und ich kann mir nicht mehr vorstellen, jemals wieder anders aus dem Haus zu gehen.
Liebe Grüße Jasmine
Zuletzt geändert von Jasmine am So 18. Mär 2018, 18:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Marie-Elle
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Re: Schamgefühl
Hi Tabea,
ich hatte vor etwa 1 Jahr auch noch massive Probleme. Ich bin lange immer wieder an der Eingangstür gestanden und gewartet/gehorcht,
ob die Luft draußen rein ist. Immer dieses permanente Kopfkino. Soll ich gehen oder soll ich doch lieber zu Hause bleiben...
Ich hatte immer einen schweren Stein mit mir herumgeschleppt. Man muss dazu sagen, dass ich vor 1 Jahr nach MUC umgezogen bin,
in ein Haus mit zig Nachbarn. Trotz dass ich all die Nachbarn nicht gekannt habe und fast nie gesehen habe,
hatte ich dennoch Schiss jemanden im Hausgang oder vor dem Haus zu treffen. (was mir auch genug oft passiert ist)
Öffentliche Verkehrsmittel, Läden und sei es nur ein anonymer Supermarkt, ab liebsten gar nicht oder ganz schnell rein, eingekauft und wieder raus.
Oder gleich übers Internet bestellt und an eine Packstation liefern lassen. (Klamotten)
Von Bekannten und Familie hörte ich: "die schauen dich alle an!", "die drehen sich alle nach dir um!".
Ich weiß nicht, ob es einfach die Zeit ist, dass man sich daran gewöhnt? Oder es irgendwann irgendwie einen bestimmten Punkt gibt?
Oder ob der Druck einfach zu groß wird und das Fass überläuft? Irgendwo um die Zeit habe ich auch mit psychotherapeutischer Betreuung angefangen,
vielleicht lag es da dran? Oder der Besuch in diversen Selbsthilfegruppen, in denen man sich zu diversen Aktivitäten auch außerhalb der Gruppe
verabredet und sei es nur ein Barbesuch, der Besuch eines Frühlings- oder Volkfestes o.ä. Oder auch Aktivitäten abgesprochen über dieses Forum.
Ich glaube, es ist wichtig, dass man einfach so oft wie möglich aus seinen 4 Wänden rauskommt und sich unter Menschen aufhält.
Irgendwann kam dann der Punkt, ab dem es mir Sch*** egal war, was die Leute rundherum über mich denken.
Ich fahre mittlerweile öffentliche Verkehrsmittel, vielleicht schaut immer noch der eine oder andere,
ich bekomme, es gar nicht mehr mit, und wenn, einfach süß zurück lächeln, tief in die Augen schauen oder einfach nur ignorieren.
Ich bin wie ich bin. Ich gehe zu Veranstaltungen, mittlerweile auch kleine Info- oder Diskussionsrunden, war noch nie ein Problem.
Bin noch nie blöd angesprochen worden, immer vollwertig behandelt worden, wie jeder andere Teilnehmer auch,
eher dass man mal interessiert befragt worden ist.
Läden/Shopping, klappt einfach, man wird freundlich bedient, vielleicht sogar freundlicher, weil man nicht alltäglich ist?
Seit dieser Zeit trage ich keinen schwerer Stein mehr mit mir rum. Mir geht es blendend und ich kann mir nicht mehr vorstellen,
jemals wieder anders aus dem Haus zu gehen.
Bring den Mut auf, es lohnt sich! Du wirst es nicht bereuen.
Auch wenn es nicht nur Sonnenseiten gibt, auch mit Schattenseiten muss man zurechtkommen.
Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Man kommt auch in Situation, die man als Mann vorher so noch nicht erlebt hat,
in denen man spontan nicht weiß, wie man sich hier und jetzt verhalten soll, die einen dann tagelang doch wieder ins Grübeln bringen.
Liebe Grüße,
Marie
ich hatte vor etwa 1 Jahr auch noch massive Probleme. Ich bin lange immer wieder an der Eingangstür gestanden und gewartet/gehorcht,
ob die Luft draußen rein ist. Immer dieses permanente Kopfkino. Soll ich gehen oder soll ich doch lieber zu Hause bleiben...
Ich hatte immer einen schweren Stein mit mir herumgeschleppt. Man muss dazu sagen, dass ich vor 1 Jahr nach MUC umgezogen bin,
in ein Haus mit zig Nachbarn. Trotz dass ich all die Nachbarn nicht gekannt habe und fast nie gesehen habe,
hatte ich dennoch Schiss jemanden im Hausgang oder vor dem Haus zu treffen. (was mir auch genug oft passiert ist)
Öffentliche Verkehrsmittel, Läden und sei es nur ein anonymer Supermarkt, ab liebsten gar nicht oder ganz schnell rein, eingekauft und wieder raus.
Oder gleich übers Internet bestellt und an eine Packstation liefern lassen. (Klamotten)
Von Bekannten und Familie hörte ich: "die schauen dich alle an!", "die drehen sich alle nach dir um!".
Ich weiß nicht, ob es einfach die Zeit ist, dass man sich daran gewöhnt? Oder es irgendwann irgendwie einen bestimmten Punkt gibt?
Oder ob der Druck einfach zu groß wird und das Fass überläuft? Irgendwo um die Zeit habe ich auch mit psychotherapeutischer Betreuung angefangen,
vielleicht lag es da dran? Oder der Besuch in diversen Selbsthilfegruppen, in denen man sich zu diversen Aktivitäten auch außerhalb der Gruppe
verabredet und sei es nur ein Barbesuch, der Besuch eines Frühlings- oder Volkfestes o.ä. Oder auch Aktivitäten abgesprochen über dieses Forum.
Ich glaube, es ist wichtig, dass man einfach so oft wie möglich aus seinen 4 Wänden rauskommt und sich unter Menschen aufhält.
Irgendwann kam dann der Punkt, ab dem es mir Sch*** egal war, was die Leute rundherum über mich denken.
Ich fahre mittlerweile öffentliche Verkehrsmittel, vielleicht schaut immer noch der eine oder andere,
ich bekomme, es gar nicht mehr mit, und wenn, einfach süß zurück lächeln, tief in die Augen schauen oder einfach nur ignorieren.
Ich bin wie ich bin. Ich gehe zu Veranstaltungen, mittlerweile auch kleine Info- oder Diskussionsrunden, war noch nie ein Problem.
Bin noch nie blöd angesprochen worden, immer vollwertig behandelt worden, wie jeder andere Teilnehmer auch,
eher dass man mal interessiert befragt worden ist.
Läden/Shopping, klappt einfach, man wird freundlich bedient, vielleicht sogar freundlicher, weil man nicht alltäglich ist?
Seit dieser Zeit trage ich keinen schwerer Stein mehr mit mir rum. Mir geht es blendend und ich kann mir nicht mehr vorstellen,
jemals wieder anders aus dem Haus zu gehen.
Bring den Mut auf, es lohnt sich! Du wirst es nicht bereuen.
Auch wenn es nicht nur Sonnenseiten gibt, auch mit Schattenseiten muss man zurechtkommen.
Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Man kommt auch in Situation, die man als Mann vorher so noch nicht erlebt hat,
in denen man spontan nicht weiß, wie man sich hier und jetzt verhalten soll, die einen dann tagelang doch wieder ins Grübeln bringen.
Liebe Grüße,
Marie
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melody1992
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Re: Schamgefühl
Hallo,
ich war früher auch verklemmt was den Kauf anging. Wenn man sich dann aber erst einmal überwunden hat,
stellt man fest, dass die Verkäufer/-innen sich überhaupt keine Gedanken darüber machen wer was kauft,
zumindest ist das in den größeren Fachgeschäften so... H&M, C&A, Orsay, Esprit etc.
Ich habe leider auch schon die Ausnahme kennengelernt als ich als Mann in einem Bekleidungsgeschäft
zwischen Kleidern nach einer tragbaren Größe für mich gesucht habe. Plötzlich stand eine Verkäuferin
neben mir und fragte ob sie mir behilflich sein kann. Als ich dies verneinte, wandte sie sich erstmal ab,
stand nach 2-3 Minuten wieder neben mir und meinte "Ich solle nicht jedes Kleid anfassen". Als ich
ihr dann sagte, dass ich nach meiner Größe suche
, meinte sie ich solle das Geschäft verlassen.
Das ist wohl aber eher die Ausnahme.
LG, Mel
ich war früher auch verklemmt was den Kauf anging. Wenn man sich dann aber erst einmal überwunden hat,
stellt man fest, dass die Verkäufer/-innen sich überhaupt keine Gedanken darüber machen wer was kauft,
zumindest ist das in den größeren Fachgeschäften so... H&M, C&A, Orsay, Esprit etc.
Ich habe leider auch schon die Ausnahme kennengelernt als ich als Mann in einem Bekleidungsgeschäft
zwischen Kleidern nach einer tragbaren Größe für mich gesucht habe. Plötzlich stand eine Verkäuferin
neben mir und fragte ob sie mir behilflich sein kann. Als ich dies verneinte, wandte sie sich erstmal ab,
stand nach 2-3 Minuten wieder neben mir und meinte "Ich solle nicht jedes Kleid anfassen". Als ich
ihr dann sagte, dass ich nach meiner Größe suche
Das ist wohl aber eher die Ausnahme.
LG, Mel
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ULI67
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Re: Schamgefühl
Ich kann nur sagen... je öfters unter die Menschen, desto weniger schamgefühl. Härtet ab... mir ist mittlerweile egal wer mich sieht... ich fühle mich so normal als hätte ich männersachen an.. trau dich, irgendwann geht's dir genauso.
Aber natürlich kleiden... mit Mini und Heels in der Stadt musst du schon echt aussehen...
Raus mit dir und viel Spaß
Aber natürlich kleiden... mit Mini und Heels in der Stadt musst du schon echt aussehen...
Raus mit dir und viel Spaß
Ja... ich bin eine Frau 👩
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Michi
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Re: Schamgefühl
Ööööhm ... Jasmine ... ich verstehe die Frage nicht ganz.Jasmine hat geschrieben: So 18. Mär 2018, 17:57Entweder ist es erlaubt oder verboten. Oder sehe ich es falsch?MichiWell hat geschrieben: So 18. Mär 2018, 17:12 Da wir in einer im weitesten Sinne freiheitlichen Gesellschaft leben, ist es nicht "offiziell erlaubt , sich als Mann zur Frau zu stylen", sondern viel mehr nicht (offiziell) verboten.
Also noch mal mit anderen Worten:
Bei uns ist doch erst mal alles erlaubt, was nicht verboten ist. Demzufolge muss das Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts nicht extra erlaubt werden, und verboten ist es auch nicht, so weit ich weiß.
Andere Gesellschaften sind da restriktiver. Da ist hauptsächlich nur das erlaubt, was dem geschriebenen Wort eines höheren Wesens nach richtig ist.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Denies
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Re: Schamgefühl
Hallo zusammen
Ich spreche hier mal das Körperliche Schamgefühl an!
Seit meiner Transition Mitte 2016 hat sich mein Schamgefühl verändert, ich hatte was meinen Körper betrifft mit, FKK, Sauna, Nacktbaden seit Anfang 20 kein Problem damit.
Seit Beginn der Transition kommt aber ein erneutes Schamgefühl in Punkto Nacktheit bei mir auf, vor allem was vornehmlich Männer betrifft, meinen Busen zu zeigen ist mir immer noch unangenehm, selbst bei Ärzten, bei Frauen habe ich da viel weniger bis gar teilweise gar keine Probleme, wie bei meiner Frauenärztin oder der Urologin.
Ich bin mal gespannt wie das nach meiner GAOP ist, ich denke da wird es sich mit der Zeit hoffentlich schnell geben, da ich weiterhin wieder FKK, Sauna, schwimmen usw. wieder betreiben möchte, was derzeit für mich nicht möglich ist, da ich mich in meinen Mixzustand oben Frau aber noch das Geschlechtsteil eines Mannes habe.
Einziges Problem wäre dann nur noch meine Perücke, da weiß ich noch nicht wie sich das negativ bemerkbar macht.
Gruß Denies
Ich spreche hier mal das Körperliche Schamgefühl an!
Seit meiner Transition Mitte 2016 hat sich mein Schamgefühl verändert, ich hatte was meinen Körper betrifft mit, FKK, Sauna, Nacktbaden seit Anfang 20 kein Problem damit.
Seit Beginn der Transition kommt aber ein erneutes Schamgefühl in Punkto Nacktheit bei mir auf, vor allem was vornehmlich Männer betrifft, meinen Busen zu zeigen ist mir immer noch unangenehm, selbst bei Ärzten, bei Frauen habe ich da viel weniger bis gar teilweise gar keine Probleme, wie bei meiner Frauenärztin oder der Urologin.
Ich bin mal gespannt wie das nach meiner GAOP ist, ich denke da wird es sich mit der Zeit hoffentlich schnell geben, da ich weiterhin wieder FKK, Sauna, schwimmen usw. wieder betreiben möchte, was derzeit für mich nicht möglich ist, da ich mich in meinen Mixzustand oben Frau aber noch das Geschlechtsteil eines Mannes habe.
Einziges Problem wäre dann nur noch meine Perücke, da weiß ich noch nicht wie sich das negativ bemerkbar macht.
Gruß Denies
Lebe dein wahres Leben, sonst lebst du das Leben, wie andere dich haben wollen.
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Aria
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Re: Schamgefühl
Du hast dieses Schamgefühl, weil du für dich selbst wahrscheinlich noch nicht akzeptiert hast, wer du bist. Du weisst zwar was du da machst und dir ist evt, das Warum auch nicht so wichtig. Dennoch kommst du mit dir deswegen nicht so recht klar. Daraus resultiert dann dieses Unwohlsein. So könnte ich es mir jedenfalls aus meiner eigenen Vergangenheit herleiten. Oder ist es doch ein anderes Gefühl und du beschreibst es nur damit?
¡no lamento nada!
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Denies
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Re: Schamgefühl
Hallo Aria,
Ich denke schon das ich mich voll akzeptiert habe, sonst bekämme ich nicht immer wieder positive Rückmeldung, wie natürlich ich wirke (falsches Rollenspiel ist Vergangenheit) oder hätte wirklich ein Problem.
Nein ich denke es hat eher etwas damit zu tun das Frau ja wieder teilweise in die Pubertät zurück versetzt wird und vieles neu erfahren werden muss.
Wobei ich vielleicht noch ergänzen sollte, das ich in Bezug auf Männer, zwar früher kein Schamgefühl hatte, aber ein riesen Problem mit Körperlicher nähe, von Männern berührt angefasst zu werden, außer Ärzten, (wobei mir es schon immer lieber war von einer Frau untersucht zu werden), selbst mit Männern in einem Raum zu schlafen, wie z.B. Urlaub, Kegeltour, Zelt war ein No GO.
Vor gut 10 Jahren wurde ich dann im Rahmen eines Spirituellen Seminars, mit der Berührung konfrontiert, was auch eine deutliche Verbesserung brachte.
Seit meiner Transition, habe ich wieder dasselbe unangenehme Gefühl von Männern Berührt zu werden.
auch da kann ich mir die die Pubertät als Grund vorstellen
Ich denke schon das ich mich voll akzeptiert habe, sonst bekämme ich nicht immer wieder positive Rückmeldung, wie natürlich ich wirke (falsches Rollenspiel ist Vergangenheit) oder hätte wirklich ein Problem.
Nein ich denke es hat eher etwas damit zu tun das Frau ja wieder teilweise in die Pubertät zurück versetzt wird und vieles neu erfahren werden muss.
Wobei ich vielleicht noch ergänzen sollte, das ich in Bezug auf Männer, zwar früher kein Schamgefühl hatte, aber ein riesen Problem mit Körperlicher nähe, von Männern berührt angefasst zu werden, außer Ärzten, (wobei mir es schon immer lieber war von einer Frau untersucht zu werden), selbst mit Männern in einem Raum zu schlafen, wie z.B. Urlaub, Kegeltour, Zelt war ein No GO.
Vor gut 10 Jahren wurde ich dann im Rahmen eines Spirituellen Seminars, mit der Berührung konfrontiert, was auch eine deutliche Verbesserung brachte.
Seit meiner Transition, habe ich wieder dasselbe unangenehme Gefühl von Männern Berührt zu werden.
auch da kann ich mir die die Pubertät als Grund vorstellen
Lebe dein wahres Leben, sonst lebst du das Leben, wie andere dich haben wollen.
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Denies
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Re: Schamgefühl
ah ok, die Antwort hatte mich auch schon etwas verwundert 
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