Haarentfernung mit Pinzette nach Nadelepilation
Haarentfernung mit Pinzette nach Nadelepilation

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FraukeTV

Haarentfernung mit Pinzette nach Nadelepilation

Post 1 im Thema

Beitrag von FraukeTV »

Liebe Menschen,

ich habe eine Frage, die ich auch mit Google nicht beantworten kann, da ich nicht so richtig weiß, wie ich die Begriffe thematisch einordnen kann, um dann erfolgreich zu suchen.
Es geht um Folgendes: seit einiger Zeit bin ich in Behandlung (Nadelepilation). Zuvor habe ich mehrere Laserbehandlungen durchführen lassen. Ich zahle die Behandlungen selber und das führt mich dann auch zu meinem Anliegen, welches ich (sorry) eher laienhaft formulieren kann.
Nachdem das Haar mit der Sonde behandelt worden ist, wird es mit einer Pinzette gezogen. Warum muss das mit einer Pinzette gezogen werden? Kann das Haar nicht auch im Haarkanal verbleiben? Bei der Laserbehandlung, werden ja auch keine Haare entnommen und ich frage mich nach dem warum.
Dazu zwei Anmerkungen.
1. Gerade an den Stellen, wo ich feinporige Haut habe, tut mir das Zupfen um ein Vielfaches mehr weh, als an anderen Stellen. Klar weiß ich, dass die Haut mit unterschiedlichen Schmerzsensoren bestückt ist usw. usw.
2. Die Behandlerin könnte vielmehr Haare in einer Sitzung beseitigen, wenn sie nicht auch noch zupfen müsste. Das würde sich positiv auf die Ausgaben auswirken. Schließlich werde ich am Ende doch einige tausend Euro bezahlt haben...

Mich würde wirklich interessieren: Gibt es Erfahrungswerte, gibt es halbwegs gesicherte Aussagen, was schlimmstenfalls passieren kann, wenn das Haar einfach im Haarkanal bleibt oder muss ich dann mit Entzündungen, Verdickungen, größeren Hautporen oder mit Erfolglosigkeit der Behandlung rechnen.
Wichtig: Mir ist es letztendlich egal, ob ich aus der Behandlung an den entsprechenden Stellen haarfrei rausgehe oder ob ich ein paar Tage später einfach drüber rasiere.

Danke für die Hinweise und Antworten.
Merci.
F.

P.S. Ja, klar habe ich die Behandlerin danach gefragt, aber so richtig konnte sie die Frage nicht beantworten, will aber nachhören. Und da versuche, jeden Tag ein bisschen klüger zu werden, probiere ich es hier einmal...
Mina
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Re: Haarentfernung mit Pinzette nach Nadelepilation

Post 2 im Thema

Beitrag von Mina »

Huhu Frauke

folgendes Zitat kann eine Antwort sein. )))(:

Das Zupfen stellt über den Kraftaufwand der Behandlerin also sicher, ob eine Epilation des Follikel stattgefunden hat oder nur ein gewöhnlicher Zupfvorgang.

Quelle: http://www.dgti.org/medizinisches/alles ... ation.html

1. Thermische Verfahren

Bei den thermischen Verfahren wird durch Hochfrequenzstrom Wäre erzeugt und oft eine isolierte Nadel verwendet, um die Wärme nicht über die Nadel in den Haarkanal zu transportieren und ihn dadurch zu verbrennen. Die nötige Kühlung kann aber auch bei einer Ganzmetallnadel erreicht werden. Der Hochfrequenzstrom regt die Moleküle in der Haarfollikelumgebung zu Schwingungen an, was zum Verbrennen der Blutgefäße und von Zellen führt. Dabei löst sich auch das Haar aus dem Follikel und kann ohne Kraftanwendung von der Behandlerin entfernt werden. Daraus schließt sie wiederum, dass der Vorgang an diesem Haar erfolgreich war. Wenn das Haar mit zu viel Kraftaufwand entnommen wird, dann wurde es gezupft, eine Epilation hat nicht stattgefunden.

Je nach zugeführter Energie dauert der Verbrennungsvorgang 2 - 5 sek. Dabei entstehen auch Schmerzempfindungen. Je nach Lage der behandelten Bereiche können diese vom Patienten gut ertragen werden oder es muss durch Betäubungssalben die Schmerzempfindlichkeit reduziert werden, bis hin zu lokaler Betäubung (z.B. an der Nasenwurzel). Da sich die Hautstruktur unter der Hormonbehandlung verändert steigt meist auch die Schmerzempfindlichkeit.

Rein thermische Verfahren der Nadelepilation sollten nur noch von Fachkräften eingesetzt werden, denen in jahrelanger Ausübung keine Pannen durch Verbrennungen des Haarkanals unterlaufen sind.

2. Elektrolytische Verfahren

Elektrolytische Verfahren arbeiten mit dem Gleichstromprinzip, kommen aber heute nur noch in Verbindung mit Hochfrequenz zur Wärmeerzeugung vor, der Thermolyse. Die zum Einsatz kommenden Geräte arbeiten entweder statisch, dynamisch oder sequenziell.

statisch: Gleichstrom und Hochfrequenzstrom werden auf einen festen Wert eingestellt und die zunächst stromlose Nadel in den Haarkanal eingeführt. Dann wird der Gleichstrom eingeschaltet und es beginnt die Elektrolyse - Zersetzung der Flüssigkeit um die Haarwurzel herum. Anschließend wird der Hochfrequenzstrom eingeschaltet und es entsteht die nötige Wärme. Die feinen Blutgefäße und neue Zellen im Follikel werden verkocht.

dynamisch: Da nicht der Gleichstrom als Schmerz empfunden wird, wohl aber das Ein- und Ausschalten, wird nach der Einführung der Nadel der Gleichstrom kontinuierlich auf einen voreingestellten Wert hochgefahren und am Ende der Behandlung auch langsam abgebaut. Somit wird diese Schmerzquelle ausgeschaltet. Das Schmerzempfinden durch die vom Hochfrequenzstrom erzeugte Wärme bleibt unverändert.

sequenziell: Davon ausgehend, dass die Rezeptoren für Wärme an den Nevenenden eine gewisse Trägheit haben wurde diese Methode entwickelt um die Schmerzen zu lindern. Zusätzlich zum gleitenden Ein- und Ausschalten des Gleichstroms wird der Hochfrequenzstrom gepulst, d.h. in energiereichen Stößen verabreicht. Man versucht sich so die Trägheit der Wärmerezeptoren zu Nutze zu machen. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass zum Verkochen eben eine gewisse Energie über eine ausreichend lange Zeit vorhanden sein muss, damit die Zellen wirklich zerstört werden. Sicher ist, dass der Epilationsvorgang länger dauert als mit der dynamischen Thermolyse.

Alle genannten Verfahren der Nadelepilation haben einiges gemeinsam:

- Großflächige Epilationen an Armen, Beinen, Brust und Rücken entwickeln sich schnell zu einer Lebensaufgabe für Behandler und Patient.

- Werden sie von ungeübten Behandlern ausgeführt so kann es zu Verbrennungen der Haarkanäle führen (mit dem Ergebnis von winzigen aber unzähligen Hautnarben).

- Wird wegen der Schmerzempfindlichkeit des Patienten mit zu geringer Energie gearbeitet oder wirkt die Energie nicht lange genug ein, so sind sie unwirksam, es kommt zu keiner dauerhaften Haarentfernung.

- Das Ergebnis steht und fällt mit der Qualifikation des Behandlers. Wird die Nadel nicht tief genug eingeführt gibt es keinen Erfolg. Durchsticht die Nadel den Follikel, so entstehen nur Schäden, aber kein Verkochen des Follikels.
Mina
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
FraukeTV

Re: Haarentfernung mit Pinzette nach Nadelepilation

Post 3 im Thema

Beitrag von FraukeTV »

Hallo Mina und Klaudia,

vielen Dank für eure Antworten und Hinweise. Vor allem die weitreichenden Informationen von dir, liebe Mina, haben mir weitergeholfen. Ich komme gerade von der Nadelepi und habe mir diesmal nicht die Haare nach der Behandlung zupfen lassen. Es wurden so in einer Stunde 870 Haare geschossen. Hab gerade drüber rasiert und die Haut ist relativ glatt. Ich kann ja ab und an mal berichten, ob mein Selbstversuch erfolgreich ist und ich vielleicht ein paar Euros und ein bisschen Schmerzen spare.
Bis dann.
F.
Amadé
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Re: Haarentfernung mit Pinzette nach Nadelepilation

Post 4 im Thema

Beitrag von Amadé »

Meine Elektrologistin sagt dazu, dass bei der Laserepilation nur das Haar ausfällt und die Wurzel, stark geschwächt, in der Haut verbleibt. Deswegen kann es nach einigen Jahren auch wieder zum Wachstum kommen. Bei der Nadelepilation wird das Haar mitsamt der Wurzel entfernt. Wenn es in der Haut bleibt, ist nicht auszuschließen, dass es wieder wächst. Außerdem kann sich die Hautpore, also die Wunde vom Einführen der Nadel, nicht schließen, so dass die Haut gröber vernarbt.

Liebe Grüße
Solveig
Andrea aus Sachsen
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Re: Haarentfernung mit Pinzette nach Nadelepilation

Post 5 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

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Meine "Nadeltante" sieht für den Fall, dass die Bartstoppeln drin bleiben, am ehesten die Gefahr einer Entzündung, weil dann etwas unter der Haut verbleibt, was dort nicht (mehr) hingehört.
Außerdem ist es für sie eine gute Möglichkeit der Qualitätskontrolle (Behandlung war erfolgreich, wenn Haarwurzel ohne großen Kraftaufwand herauskommt) und der Kennzeichnung, welche Haare in der laufenden Sitzung bereits behandelt wurden.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
FraukeTV

Re: Haarentfernung mit Pinzette nach Nadelepilation

Post 6 im Thema

Beitrag von FraukeTV »

Was ich sagen kann, ist das die "Blessuren" diesmal stärker sind und ich tatsächlich mit einer leichten BB-Creme abdecken musste. Das die Ausheilung der Haut letztlich durch den Verbleib der Barthaare zu größeren Hautporen führen wird, befürchte ich auch. Ich habe auch den Eindruck, dass die Haut empfindlicher und das Gesicht geschwollener ist. Im Moment tendiere ich dazu wieder auf konventionelle Weise fortzufahren. Bleibt nur letztlich zu hoffen, dass ich irgendwie die Kosten zu mindestens steuerlich geltend machen kann. Dazu gab es ja schon ein Beitrag hier im Forum. Danke. Have fun. F.
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